Quelle: Reservix

Donnerstag, 23.07.2026
um 19:30 Uhr




Das zwitschert, tschilpt, trillert und tiriliert! Mit einem famosen Blockflötisten und Sänger:innen, die bis zu 18-stimmig singen. In Festtagslaune feiern der international gastierende Blockflötenvirtuose Max Volbers und Seicento vocale, das exquisite westfälische Vokalsemble für Alte Musik, ein launiges „Vogel.Stimmen.Fest“ – mit einem selten zu erlebenden Musikmix, mit Humor, Ernst und Tiefe.

Madrigale und Motetten, die vor 500 Jahren, an der Schwelle von Renaissance und Frühbarock, entstanden, schließen sie mit Moritz Eggerts „Nacht.Tick.All.“ (2014) kurz: ein vielstimmiger Vogel-Chor mit Amsel und Eule, Kuckuck oder Nachtigall, den Max Volbers auf diversen Blockflöten verblüffend erweitert, umrankt, umgarnt, anstachelt oder ironisch durchkreuzt und überflügelt. Hier wie in all seinen Werken geht es Eggert „um das Zelebrieren der menschlichen Fantasie im Kontext unseres Staunens über die Welt“.

In den alten Gesängen zwitschern Vogelstimmen von überall her wie an einem späten Sommerabend. Echo-Effekte entführen in die Höhlen griechischer Nymphen, Engel singen einander zu wie in Venedigs Markusdom, in mehreren Chören von unterschiedlichen Positionen im Kirchenraum aus.

Das alte Symbol der Nachtigall, die für Liebe und Klage, Frühlingserneuerung, Geheimnis und Nacht, dichterische Inspiration und Transzendenz steht, feiert und bricht Moritz Eggert lustvoll-ironisch mit „Nacht.Tick.All.“ Sein fantasievolles Klangtheater eröffnet mit einer ruhigen Nachtmusik, bis die Blockflöte „keck wie ein Vogel“ (Eggert) einfällt und das ausgelassene Vogelfest beginnt. Dann ticken alle aus. Max Volbers muss zu seinem Spiel die Ellenbogen ruckartig bewegen, Flügelschlägen gleich, rhythmisch mit dem Fuß stampfen. Der Chor singt „Nachtigall“ in 20 Sprachen zugleich und durcheinander, bis er „mit einem Gefühl großer Weite“ (Eggert) abhebt und sein Gesang im All wie Sphärenmusik verklingt. Das Gezwitscher leitet zum Pfingstfest hin, an dem der Heilige Geist über die Jünger Christi kommt und sie inspiriert, in fremden Sprachen zu sprechen: „O welch ein selig Fest.“

Vogel.Stimmen.Fest:
Moritz Eggert (*1965): Nacht.Tick.All. 3 Wortszenen für 8-stimmigen gemischten Chor und Blockflöte
Werke von Luca Marenzio (ca. 1553–1599), Orlando di Lasso (1532–1594), Clément Janequin (1485– 1558), Melchior Vulpius (1570–1615), Johannes Eccard (1553–1611), Leo Hassler (1564–1612), Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525–1594), Jacobus Clemens non Papa (ca. 1512–1555)

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

Das könnte auch interessant sein

Quelle: Reservix
Maxi Pongratz & Matthias Pürner - Akkordeon & Song-Poetik
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: FluteLab BXL: Installaties
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Flautando Köln, Holger Schäfer: Licht und Finsternis
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Trio Neo: Von Feen und Festen
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Summerwinds meets Romberg Festival
Quelle: Reservix
Summeriwnds Festival: Max Volbers, Il Pomo d'Oro: Telemanns Wunderkammer
Quelle: Reservix
Dorothee Oberlinger, Maurice Steger, Gianluca Geremia, Alex Jellici & Flóra Fábri
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Ars ad Mundum Ensemble; Apart
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Carousel Chamber Ensemble: Wiener Mélange
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Septette
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Gudula Rosa, Gereon Voß, Erhard Hirt & Andreas Rosenthal: „Es ist Zeit, dass der Unrast ein Herz schlägt
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Gudula Rosa, Gereon Voß, Erhard Hirt & Andreas Rosenthal: „Es ist Zeit, dass der Unrast ein Herz schlägt
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Duo Gurfinkel: Pictures
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Duo Gurfinkel: Pictures
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Daniela Koch, Eyal Ein-Habar & Kimiko Imani: Syrinx
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Daniel Schnyder & Archos Quartett: ZOOM IN
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Into The Winds: Vor den Toren der Städte
Quelle: Reservix
Summerwinds Festival: Stefan Schilli, Kai Frömbergen, Bram van Sambeek, Ying Lai Green & Sergej Tcherepanov: