Quelle: Reservix

Freitag, 07.08.2026
um 19:00 Uhr




Daniel Schnyder Sopran-, Tenorsaxophon, Flöte, Komposition, Arrangement
Filip Jeska Violine
Mikołaj Pokora Violine
Radenko Wilmers Viola
Francesca Fiore Violoncello

Daniel Schnyder gilt als Crossover-Wunder: Einflüsse aus Klassik, Jazz und ethnischer Musik verschmilzt er zu seiner ganz persönlichen „Musik der Integration – nicht als Masche, sondern aus Notwendigkeit, um „eine Balance zu finden zwischen Seele, Körper und Geist“ (Schnyder). Der Schweizer, der seit Jahren in New York City lebt, ist einer der meistgespielten Komponisten seiner Generation. Seine emotionalen Werke, in denen häufig Passagen zur Improvisation freigegeben sind, werden von internationalen Orchestern und Interpreten in Auftrag gegeben und entfachen in Europa, Amerika und Asien Beifallsstürme.

„Es geht nicht an, dass wir diese ‚Schubladisierung‘ der Musik weiter forttreiben,“ fordert Schnyder, der klassische Flöte und Jazz-Saxophon studiert hat. Im packenden Schnyder-Streichquartett-Sound bringt er mit dem famos-grenzgängerischen Archos Streichquartett in „ZOOM IN“ neben Eigenkompositionen neue Interpretationen heiterer Klassik-Schlager von Antonio Vivaldi, Manuel de Falla, Georges Bizet und gefühlvoller Jazz-Balladen von Duke Ellington und Horace Silver auf die Bühne.

„Cairo“ etwa greift den melismatischen Charakter der Musik des Nahen Ostens auf, „Mensch Blue“ aus Schnyders Oper über den genialen Saxophonisten Charlie Parker, der nach einem Nervenzusammenbruch in einer Psychiatrie in Los Angeles landete, den Blues. „Family Photos“ beginnt traditionell bluesig, um ins Ungezügelt-Wilde auszubrechen. „Mr. M.“ ist dem Jazzkomponisten und Bassisten Charles Mingus gewidmet, „Bassam“ entstanden, als Schnyder um seinen Freund Bassam Saba, „einen der größten Nay-Spieler aller Zeiten“ (Schnyder) trauerte, der an Covid 19 starb. Für Saba hatte er auch sein Nay-Konzert mit dem zupackend-quirligen „Karachi“ geschrieben. Zu dessen 250. Geburtstag 2020 spielte Schnyder in „BBBB“ mit „Beethoven“ und dem zweideutigen Notennamen „B“, der auf Deutsch das verminderte H und auf Englisch das deutsche H bezeichnet. Humorige Partymusik, der Mittelteil ist bluesig, der Schluss eine Überraschung.

ZOOM IN
Daniel Schnyder (*1961): Mensch Blue | Mr. M. | Memories
Manuel de Falla/arr. Daniel Schnyder: Danse Rituelle Du Feu
Daniel Schnyder: Family Fotos | Karachi
Georges Bizet/arr. Daniel Schnyder: Carmen Suite
Antonio Vivaldi/arr. Daniel Schnyder: Agitata da de venti
Daniel Schnyder: BBBB – Beethoven’s Big Birthday Bash | Yellow Beach Birds | Bassam | Cairo |
Horace Silver/arr. Schnyder: Peace
Duke Ellington/arr. Daniel Schnyder: In a Sentimental Mood

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