Freitag, 19.04.2019
um 18:00 Uhr

tanzhaus nrw
Erkrather Str. 30
40233 Düsseldorf


Tickets
ab 8,50 €




Dokumentarfilm „IMPULSO“

über Rocío Molina

Karfreitag 19.04. 18:00

Der Dokumentarfilm „IMPULSO“ begleitet die Tänzerin und Choreografin Rocío Molina bei der Vorbereitung ihrer Arbeit „Caída del Cielo“ am Théâtre de Chaillot in Paris. Rocío Molina gilt als Erneuerin des Flamenco, die, basierend auf einer radikalen Neuerfindung des Genres, eine eigene künstlerische Sprache entwickelt. Porträtiert wird die junge Tänzerin von Emilio Belmonte, der mit „IMPULSO“ seinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm und damit den ersten Teil seiner geplanten Flamenco-Trilogie LA PIEDRA Y EL CENTRO präsentiert.

Dauer: 90 Min. / 20:00 Ángel Muñoz „Claroscuro", Großer Saal

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

MOUVOIR / Orchestre Les Siècles / Asasello Quartett - „Bilderschlachten / Batailles d’Images“
MOUVOIR / Orchestre Les Siècles / Asasello Quartett

„Bilderschlachten / Batailles d’Images“

Di 24.09. 20:00

Maßlos, vulgär, machtversessen! Im Mittelpunkt der jüngsten Kreation der Choreografin Stephanie Thiersch und der Komponistin Brigitta Muntendorf für acht Tänzer*innen, ein Streichquartett und ein Orchester steht die Frage: Was passiert, wenn die Fragen nach den Verhältnismäßigkeiten, nach dem „wie viel“ und „wie wenig“ nicht mehr zu beantworten sind? Wenn wir in dem, was uns gewohnt erscheint, die Orientierung verlieren und das Schöpferische glauben selbst in die Hand nehmen zu können? In der interdisziplinären Zusammenarbeit entsteht ein Ballett über das Ende der Welt, ein „ballet noir“, das zügellos in unserer Kulturgeschichte wildert. Das Monumentale und Verschlingende als Sinnbild für Macht und Patriarchat trifft in diesem Akt des künstlerischen Widerstands auf stille, leise und sanfte Versuche des Ausdrucks.
Stephanie Thiersch und Brigitta Muntendorf wollen mit „Bilderschlachten“ ein Nachdenken über den Zustand permanenter Überladung provozieren. Ausgangspunkt ist die exzellent komponierte Zitatenansammlung des Komponisten Bernd Alois Zimmermann „Musique pour le souper du roi Ubu“ aus dem Jahr 1968, ein musikalischer Gefahrenraum der Maßlosigkeit, des Vulgären und der Machtanhäufung, den es zu zerlegen gilt. Die Inszenierung für insgesamt 55 Künstler*innen feierte einen überwältigenden Erfolg anlässlich seiner Uraufführung in Nîmes.

„Between musicians, dancers and singers every sign of hierarchy is swept away.“ Thomas Hahn, „Danser-canalhistorique“, anlässlich der Uraufführung im Mai 2019

Dauer: 90 Min / anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / Sa 28.09. 18:00 Offene Probe „INVENTASY“ von MOUVOIR / Stephanie Thiersch
tanzmainz / Sharon Eyal - „Soul Chain“
tanzmainz / Sharon Eyal

„Soul Chain“

Reihe GROSS TANZEN

Sa 28.09. 20:00 + So 29.09. 18:00

Eine nahezu übernatürliche Intensität entwickeln die Tänzer*innen auf der Bühne, dabei geht es der israelischen Choreografin Sharon Eyal um ganz Menschliches. Sie selbst spricht von der großen Einsamkeit, mit der wir im Leben stehen und mit der wir der Liebe zum Leben begegnen: „Manchmal kann man diese großen Emotionen gar nicht unbedingt mit den Augen erfassen, aber man fühlt, dass sie da sind, unter der Haut. Im Grunde geht es nur um die Liebe, zu den anderen, zu dir selbst, zum Raum, der dich umgibt, zu allem“, so Sharon Eyal über ihre Arbeit. Die 17 Tänzer*innen des Mainzer Ensembles machen in „Soul Chain“ das spürbar, was kaum zu fassen ist.
Sharon Eyal ist eine weltweit gefeierte Choreografin mit unverwechselbarer Handschrift: Ihre Choreografien, die vor Präzision und Kraft strotzen und sich auf der Schwelle zur totalen Verausgabung bewegen, entwickelt sie im Dialog mit den Techno-Beats des Komponisten Ori Lichtik. Mit „Soul Chain“, als Neukreation für tanzmainz entwickelt, holte sie 2018 den renommierten Theaterpreis „Faust“, nachdem sie gemeinsam mit dem Ensemble von tanzmainz schon mit „Plafona Now“ große Erfolge feierte.
Sie wurde bekannt als Tänzerin und Haus-Choreografin der weltberühmten Batsheva Dance Company in Tel Aviv und gründete 2013 gemeinsam mit Gai Behar ihre Kompanie L-E-V, die das hebräische Wort für „Herz“ im Namen trägt. Seit 2005 arbeiten Sharon Eyal und Gai Behar zusammen und schaffen Werke, die die Grenzen zwischen Hochkultur und Rave auf berauschende Art niederreißen.

Dauer: 55 Min. / Sa anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / So 17:00 Physical Introduction
tanzmainz / Sharon Eyal - „Soul Chain“
tanzmainz / Sharon Eyal

„Soul Chain“

Reihe GROSS TANZEN

Sa 28.09. 20:00 + So 29.09. 18:00

Eine nahezu übernatürliche Intensität entwickeln die Tänzer*innen auf der Bühne, dabei geht es der israelischen Choreografin Sharon Eyal um ganz Menschliches. Sie selbst spricht von der großen Einsamkeit, mit der wir im Leben stehen und mit der wir der Liebe zum Leben begegnen: „Manchmal kann man diese großen Emotionen gar nicht unbedingt mit den Augen erfassen, aber man fühlt, dass sie da sind, unter der Haut. Im Grunde geht es nur um die Liebe, zu den anderen, zu dir selbst, zum Raum, der dich umgibt, zu allem“, so Sharon Eyal über ihre Arbeit. Die 17 Tänzer*innen des Mainzer Ensembles machen in „Soul Chain“ das spürbar, was kaum zu fassen ist.
Sharon Eyal ist eine weltweit gefeierte Choreografin mit unverwechselbarer Handschrift: Ihre Choreografien, die vor Präzision und Kraft strotzen und sich auf der Schwelle zur totalen Verausgabung bewegen, entwickelt sie im Dialog mit den Techno-Beats des Komponisten Ori Lichtik. Mit „Soul Chain“, als Neukreation für tanzmainz entwickelt, holte sie 2018 den renommierten Theaterpreis „Faust“, nachdem sie gemeinsam mit dem Ensemble von tanzmainz schon mit „Plafona Now“ große Erfolge feierte.
Sie wurde bekannt als Tänzerin und Haus-Choreografin der weltberühmten Batsheva Dance Company in Tel Aviv und gründete 2013 gemeinsam mit Gai Behar ihre Kompanie L-E-V, die das hebräische Wort für „Herz“ im Namen trägt. Seit 2005 arbeiten Sharon Eyal und Gai Behar zusammen und schaffen Werke, die die Grenzen zwischen Hochkultur und Rave auf berauschende Art niederreißen.

Dauer: 55 Min. / Sa anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / So 17:00 Physical Introduction
„Boys don’t dance“ - Takao Baba / E-Motion
Im Kinderzimmer sind wir alle Popstars, gefiltert fühlen wir uns wohl und jedes Kind, das sich langweilt, improvisiert schnell den viralen Tanzstil „Flossdance“ – die Bewegung ist in Videos wie ein Virus um die Welt gegangen. Im urbanen Tanz sind „Viral Moves“ schon lange üblich: Vorgaben wie „Do the good foot“ im HipHop oder „Do the parachute“ im Souldance sind längst Geschichte.

Heute entstehen über Computergames und Apps wie TikTok neue „Viral Moves“. Denn die TikTok- und Youtube-Stars zeigen in ihren Videos, aufgenommen in den eigenen vier Wänden, ein vielfältigeres Bild des Bewegungsvokabulars junger Menschen als das, was im Klassenzimmer und im öffentlichen Raum geäußert wird. Die „Bedroomviral“-Ästhetik und Produktionsform ermöglicht eine steile Karriere zum Star, unterwirft die frühen künstlerischen Versuche aber auch einem direkten Feedback von Likes und Emoticons.

Der urbane Düsseldorfer Tänzer und Choreograf Takao Baba und seine Kompanie erforschen in „Boys don’t dance“ wie virale und urbane Tanzmoves den Weg zum Tanzen und zum Entdecken des eigenen Bewegungsvokabulars freimachen können. Wie sehr wird Körpersprache von außen beeinflusst? Inwieweit bestimmt der Blick von anderen unsere Bewegungsabläufe? Welche Rolle spielt Scham? Mit fast mikroskopischer Präzision analysieren die drei Tänzer und die Musikerin gegenseitig ihre Bewegungssprache. Durch Kopieren und Abwandeln entsteht jeweils wieder eine eigene Version der Kopien. So sammeln sie ein Archiv an Bewegungen, das sie sich gegenseitig auf der Bühne, aber auch für die zuschauenden Kinder als Inspiration zur Verfügung stellen.
„Boys don’t dance“ - Takao Baba / E-Motion
Im Kinderzimmer sind wir alle Popstars, gefiltert fühlen wir uns wohl und jedes Kind, das sich langweilt, improvisiert schnell den viralen Tanzstil „Flossdance“ – die Bewegung ist in Videos wie ein Virus um die Welt gegangen. Im urbanen Tanz sind „Viral Moves“ schon lange üblich: Vorgaben wie „Do the good foot“ im HipHop oder „Do the parachute“ im Souldance sind längst Geschichte.

Heute entstehen über Computergames und Apps wie TikTok neue „Viral Moves“. Denn die TikTok- und Youtube-Stars zeigen in ihren Videos, aufgenommen in den eigenen vier Wänden, ein vielfältigeres Bild des Bewegungsvokabulars junger Menschen als das, was im Klassenzimmer und im öffentlichen Raum geäußert wird. Die „Bedroomviral“-Ästhetik und Produktionsform ermöglicht eine steile Karriere zum Star, unterwirft die frühen künstlerischen Versuche aber auch einem direkten Feedback von Likes und Emoticons.

Der urbane Düsseldorfer Tänzer und Choreograf Takao Baba und seine Kompanie erforschen in „Boys don’t dance“ wie virale und urbane Tanzmoves den Weg zum Tanzen und zum Entdecken des eigenen Bewegungsvokabulars freimachen können. Wie sehr wird Körpersprache von außen beeinflusst? Inwieweit bestimmt der Blick von anderen unsere Bewegungsabläufe? Welche Rolle spielt Scham? Mit fast mikroskopischer Präzision analysieren die drei Tänzer und die Musikerin gegenseitig ihre Bewegungssprache. Durch Kopieren und Abwandeln entsteht jeweils wieder eine eigene Version der Kopien. So sammeln sie ein Archiv an Bewegungen, das sie sich gegenseitig auf der Bühne, aber auch für die zuschauenden Kinder als Inspiration zur Verfügung stellen.
„Boys don’t dance“ - Takao Baba / E-Motion
Im Kinderzimmer sind wir alle Popstars, gefiltert fühlen wir uns wohl und jedes Kind, das sich langweilt, improvisiert schnell den viralen Tanzstil „Flossdance“ – die Bewegung ist in Videos wie ein Virus um die Welt gegangen. Im urbanen Tanz sind „Viral Moves“ schon lange üblich: Vorgaben wie „Do the good foot“ im HipHop oder „Do the parachute“ im Souldance sind längst Geschichte.

Heute entstehen über Computergames und Apps wie TikTok neue „Viral Moves“. Denn die TikTok- und Youtube-Stars zeigen in ihren Videos, aufgenommen in den eigenen vier Wänden, ein vielfältigeres Bild des Bewegungsvokabulars junger Menschen als das, was im Klassenzimmer und im öffentlichen Raum geäußert wird. Die „Bedroomviral“-Ästhetik und Produktionsform ermöglicht eine steile Karriere zum Star, unterwirft die frühen künstlerischen Versuche aber auch einem direkten Feedback von Likes und Emoticons.

Der urbane Düsseldorfer Tänzer und Choreograf Takao Baba und seine Kompanie erforschen in „Boys don’t dance“ wie virale und urbane Tanzmoves den Weg zum Tanzen und zum Entdecken des eigenen Bewegungsvokabulars freimachen können. Wie sehr wird Körpersprache von außen beeinflusst? Inwieweit bestimmt der Blick von anderen unsere Bewegungsabläufe? Welche Rolle spielt Scham? Mit fast mikroskopischer Präzision analysieren die drei Tänzer und die Musikerin gegenseitig ihre Bewegungssprache. Durch Kopieren und Abwandeln entsteht jeweils wieder eine eigene Version der Kopien. So sammeln sie ein Archiv an Bewegungen, das sie sich gegenseitig auf der Bühne, aber auch für die zuschauenden Kinder als Inspiration zur Verfügung stellen.
Claire Cunningham - „Thank you very much“ Dt. Erstaufführung
Wir öffnen den roten Vorhang und heißen Besucher*innen herzlich willkommen in der glitzernd-mysteriösen Welt der professionellen „Tribute Artists“, den Doubles von Elvis Presley bis Marilyn Monroe. Den Größten des Showbiz zollen sie Tribut, indem sie in ihre Haut schlüpfen und bis ins kleinste Detail Gestik, Mimik, Stimme und die Kostüme ihres Idols imitieren. Für einen Blick in diese Welt laden die schottische Choreografin Claire Cunningham und ihr internationales Ensemble aus renommierten Künstler*innen mit Behinderung auf einen Drink ins tanzhaus nrw ein. Denn in ihrer neuen Arbeit nutzt Claire Cunningham das Phänomen des Tribute Artists als Blaupause für Fragen rund um Imitation, Identität, Akzeptanz und die Herausforderung, man selbst zu sein.

„Thank you very much“ ist ein Abend, der sich aus den Erfahrungen des Ensembles speist. Durch die Brille der Doubles nimmt das Ensemble in funkelnden Kostümen den Mythos des idealen Körpers auseinander. Mit dem für Claire Cunningham typischen Humor und ihrer Authentizität hinterfragt sie gesellschaftliche Auffassungen von Normalität, wie zuletzt in ihren Stücken „The way you look (at me) tonight“ und „Guide Gods“.

Claire Cunningham, Factory Artist am tanzhaus nrw und Residenzkünstlerin bei The Place in London, ist multidisziplinäre Künstlerin und Performerin mit Lebensmittelpunkt in Glasgow. Ihre Arbeit ist von der Auseinandersetzung mit ihrer Körperlichkeit und dem Gebrauch ihrer Krücken geprägt. Indem sie deren ursprünglichen Zweck erweitert, schafft sie mit ihnen als Partner und Agent eine eigene Bewegungstechnik. Dabei versteht sie ihre Kunst, die ihrer Perspektive als Künstlerin mit Behinderung entstammt, immer auch als Aktivismus.
Claire Cunningham - „Thank you very much“ Dt. Erstaufführung
Wir öffnen den roten Vorhang und heißen Besucher*innen herzlich willkommen in der glitzernd-mysteriösen Welt der professionellen „Tribute Artists“, den Doubles von Elvis Presley bis Marilyn Monroe. Den Größten des Showbiz zollen sie Tribut, indem sie in ihre Haut schlüpfen und bis ins kleinste Detail Gestik, Mimik, Stimme und die Kostüme ihres Idols imitieren. Für einen Blick in diese Welt laden die schottische Choreografin Claire Cunningham und ihr internationales Ensemble aus renommierten Künstler*innen mit Behinderung auf einen Drink ins tanzhaus nrw ein. Denn in ihrer neuen Arbeit nutzt Claire Cunningham das Phänomen des Tribute Artists als Blaupause für Fragen rund um Imitation, Identität, Akzeptanz und die Herausforderung, man selbst zu sein.

„Thank you very much“ ist ein Abend, der sich aus den Erfahrungen des Ensembles speist. Durch die Brille der Doubles nimmt das Ensemble in funkelnden Kostümen den Mythos des idealen Körpers auseinander. Mit dem für Claire Cunningham typischen Humor und ihrer Authentizität hinterfragt sie gesellschaftliche Auffassungen von Normalität, wie zuletzt in ihren Stücken „The way you look (at me) tonight“ und „Guide Gods“.

Claire Cunningham, Factory Artist am tanzhaus nrw und Residenzkünstlerin bei The Place in London, ist multidisziplinäre Künstlerin und Performerin mit Lebensmittelpunkt in Glasgow. Ihre Arbeit ist von der Auseinandersetzung mit ihrer Körperlichkeit und dem Gebrauch ihrer Krücken geprägt. Indem sie deren ursprünglichen Zweck erweitert, schafft sie mit ihnen als Partner und Agent eine eigene Bewegungstechnik. Dabei versteht sie ihre Kunst, die ihrer Perspektive als Künstlerin mit Behinderung entstammt, immer auch als Aktivismus.
Claire Cunningham - „Thank you very much“ Dt. Erstaufführung
Wir öffnen den roten Vorhang und heißen Besucher*innen herzlich willkommen in der glitzernd-mysteriösen Welt der professionellen „Tribute Artists“, den Doubles von Elvis Presley bis Marilyn Monroe. Den Größten des Showbiz zollen sie Tribut, indem sie in ihre Haut schlüpfen und bis ins kleinste Detail Gestik, Mimik, Stimme und die Kostüme ihres Idols imitieren. Für einen Blick in diese Welt laden die schottische Choreografin Claire Cunningham und ihr internationales Ensemble aus renommierten Künstler*innen mit Behinderung auf einen Drink ins tanzhaus nrw ein. Denn in ihrer neuen Arbeit nutzt Claire Cunningham das Phänomen des Tribute Artists als Blaupause für Fragen rund um Imitation, Identität, Akzeptanz und die Herausforderung, man selbst zu sein.

„Thank you very much“ ist ein Abend, der sich aus den Erfahrungen des Ensembles speist. Durch die Brille der Doubles nimmt das Ensemble in funkelnden Kostümen den Mythos des idealen Körpers auseinander. Mit dem für Claire Cunningham typischen Humor und ihrer Authentizität hinterfragt sie gesellschaftliche Auffassungen von Normalität, wie zuletzt in ihren Stücken „The way you look (at me) tonight“ und „Guide Gods“.

Claire Cunningham, Factory Artist am tanzhaus nrw und Residenzkünstlerin bei The Place in London, ist multidisziplinäre Künstlerin und Performerin mit Lebensmittelpunkt in Glasgow. Ihre Arbeit ist von der Auseinandersetzung mit ihrer Körperlichkeit und dem Gebrauch ihrer Krücken geprägt. Indem sie deren ursprünglichen Zweck erweitert, schafft sie mit ihnen als Partner und Agent eine eigene Bewegungstechnik. Dabei versteht sie ihre Kunst, die ihrer Perspektive als Künstlerin mit Behinderung entstammt, immer auch als Aktivismus.
Anna Till & Katia Manjate - „Life in Numbers“
Ein Blick in die Statistik verrät: dein Geburtsdatum, das Geld auf deinem Konto, die Anzahl deiner Kinder, die Einwohner*innen deiner Stadt, wie oft du am Tag telefonierst, wie viel Zeit du schlafend verbringst, wie viele Freund*innen und Verwandten du hast, den Preis von Butter, die Größe deines Hauses, wie viele Tage im Jahr du in der Kirche verbringst undundund. Die aus Maputo, Hauptstadt von Mosambik, stammende Choreografin Katia Manjate und die Dresdner Choreografin Anna Till haben sich für ihre neue Arbeit intensiv mit Statistik befasst: Für einen Laib Brot zahlen sie 52 Meticais oder 3 Euro, Katia wird 62,3 Jahre alt, Anna 83,5. Sie sind 1,68 Meter und 1,54 Meter groß. Katia bekommt 5,24 Kinder, Anna 1,5. Sie haben ein monatliches Einkommen von 31 Euro oder 3.224 Euro, Katia sieht 7,7 Stunden am Tag die Sonne, Anna 4,6 Stunden. In etwa, im Durchschnitt, statistisch gesehen.

„Life in Numbers“ ist die erste gemeinsame Arbeit von Katia Manjate und Anna Till. Ausgangspunkt ihrer Begegnung sind ihre Lebensrealitäten: Alter, Geschlecht und Beruf sind gleich – die Bedingungen, unter denen sie leben und arbeiten, unterscheiden sich jedoch sehr. „Life in Numbers“, begleitet durch Live-Musik von Jorge Domingos und Johannes Till, fragt nach der Relevanz und den Effekten statistischer Vergleiche. Was erzählen Zahlen über uns und die Welt, in der wir leben? Auf welcher Grundlage kann man zwei Lebensrealitäten vergleichen?
Anna Till & Katia Manjate - „Life in Numbers“
Ein Blick in die Statistik verrät: dein Geburtsdatum, das Geld auf deinem Konto, die Anzahl deiner Kinder, die Einwohner*innen deiner Stadt, wie oft du am Tag telefonierst, wie viel Zeit du schlafend verbringst, wie viele Freund*innen und Verwandten du hast, den Preis von Butter, die Größe deines Hauses, wie viele Tage im Jahr du in der Kirche verbringst undundund. Die aus Maputo, Hauptstadt von Mosambik, stammende Choreografin Katia Manjate und die Dresdner Choreografin Anna Till haben sich für ihre neue Arbeit intensiv mit Statistik befasst: Für einen Laib Brot zahlen sie 52 Meticais oder 3 Euro, Katia wird 62,3 Jahre alt, Anna 83,5. Sie sind 1,68 Meter und 1,54 Meter groß. Katia bekommt 5,24 Kinder, Anna 1,5. Sie haben ein monatliches Einkommen von 31 Euro oder 3.224 Euro, Katia sieht 7,7 Stunden am Tag die Sonne, Anna 4,6 Stunden. In etwa, im Durchschnitt, statistisch gesehen.

„Life in Numbers“ ist die erste gemeinsame Arbeit von Katia Manjate und Anna Till. Ausgangspunkt ihrer Begegnung sind ihre Lebensrealitäten: Alter, Geschlecht und Beruf sind gleich – die Bedingungen, unter denen sie leben und arbeiten, unterscheiden sich jedoch sehr. „Life in Numbers“, begleitet durch Live-Musik von Jorge Domingos und Johannes Till, fragt nach der Relevanz und den Effekten statistischer Vergleiche. Was erzählen Zahlen über uns und die Welt, in der wir leben? Auf welcher Grundlage kann man zwei Lebensrealitäten vergleichen?
Marlene Monteiro Freitas - „Bacchae – Prelude to a Purge“
Marlene Monteiro Freitas

„Bacchae – Prelude to a Purge“

Reihe GROSS TANZEN

Fr 25.10. 20:00 + Sa 26.10. 20:00

Zu nichts weniger als einem Vorspiel fürs Fegefeuer lädt uns Marlene Monteiro Freitas gemeinsam mit den Bakchen ein – besser bekannt sind diese Frauen als Anhängerinnen Dionysos, die gemeinsam nichts auslassen, was Rausch und Freude bringen könnte. Mit acht Performer*innen und fünf Trompeter*innen entsinnt Marlene Monteiro Freitas eine Welt wie in Euripides’ Tragödie: Delirium, Irrationalität, Hysterie und Wahnsinn führen von der Illusion durch den Verlust der Sinne direkt zur Erleuchtung.
Zwischen Apollon und Dionysos stürzt sie sich in widerstreitende Energien, unvereinbare Elemente, zergliederte Körper, Auflösung der Gesetze und nimmt Glaubenssätze unter Beschuss. Nicht nur Referenzen auf die Mythologie, sondern auch Popkultur mischen das Geschehen auf. Mehr als bereitwillig dringt Marlene Monteiro Freitas, bewehrt mit Kostümen, Farben und Gerätschaften, wortwörtlich mit Pauken und Trompeten in die Tiefen der menschlichen Psyche vor, getrieben von Kräften jenseits der Vernunft und im Streben nach Reinigung, wie es der Titel (to a purge) formuliert.
Marlene Monteiro Freitas, geboren auf den Kapverden und mit Lebensmittelpunkt in Portugal, zieht das Publikum mit ihrer opulenten, bildgewaltigen und anspielungsreichen Sprache in den Bann. Mit grenzenloser Kreativität verbindet sie in ihren exzessiven und expressiven Arbeiten vielfältige, verstörende und humorvolle Elemente, die sich gleichsam zu einer spektakulären, sinnliche Eindrücke erzeugenden Maschinerie formieren. Zuletzt zeichnete sie die Biennale di Venezia mit einem Silbernen Löwen in der Kategorie „Tanz“ aus.

Dauer: 135 Min. / Fr anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / Sa 19:00 Physical Introduction

Bitte beachten: Sa 26.10. 17:00 Showing MOVING DIGITS
Marlene Monteiro Freitas - „Bacchae – Prelude to a Purge“
Marlene Monteiro Freitas

„Bacchae – Prelude to a Purge“

Reihe GROSS TANZEN

Fr 25.10. 20:00 + Sa 26.10. 20:00

Zu nichts weniger als einem Vorspiel fürs Fegefeuer lädt uns Marlene Monteiro Freitas gemeinsam mit den Bakchen ein – besser bekannt sind diese Frauen als Anhängerinnen Dionysos, die gemeinsam nichts auslassen, was Rausch und Freude bringen könnte. Mit acht Performer*innen und fünf Trompeter*innen entsinnt Marlene Monteiro Freitas eine Welt wie in Euripides’ Tragödie: Delirium, Irrationalität, Hysterie und Wahnsinn führen von der Illusion durch den Verlust der Sinne direkt zur Erleuchtung.
Zwischen Apollon und Dionysos stürzt sie sich in widerstreitende Energien, unvereinbare Elemente, zergliederte Körper, Auflösung der Gesetze und nimmt Glaubenssätze unter Beschuss. Nicht nur Referenzen auf die Mythologie, sondern auch Popkultur mischen das Geschehen auf. Mehr als bereitwillig dringt Marlene Monteiro Freitas, bewehrt mit Kostümen, Farben und Gerätschaften, wortwörtlich mit Pauken und Trompeten in die Tiefen der menschlichen Psyche vor, getrieben von Kräften jenseits der Vernunft und im Streben nach Reinigung, wie es der Titel (to a purge) formuliert.
Marlene Monteiro Freitas, geboren auf den Kapverden und mit Lebensmittelpunkt in Portugal, zieht das Publikum mit ihrer opulenten, bildgewaltigen und anspielungsreichen Sprache in den Bann. Mit grenzenloser Kreativität verbindet sie in ihren exzessiven und expressiven Arbeiten vielfältige, verstörende und humorvolle Elemente, die sich gleichsam zu einer spektakulären, sinnliche Eindrücke erzeugenden Maschinerie formieren. Zuletzt zeichnete sie die Biennale di Venezia mit einem Silbernen Löwen in der Kategorie „Tanz“ aus.

Dauer: 135 Min. / Fr anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / Sa 19:00 Physical Introduction

Bitte beachten: Sa 26.10. 17:00 Showing MOVING DIGITS
Via Katlehong / Gregory Maqoma - „Via Kanana“
Via Katlehong / Gregory Maqoma

„Via Kanana“

Reihe GROSS TANZEN

Do 31.10. 20:00 + Fr 01.11. 20:00

Tanz als Instrument des Widerstands – so sieht die südafrikanische Kompanie Via Katlehong ihre Mission. Sie ist benannt nach einem Township bei Johannesburg, gelegen in einer jener benachteiligten Gegenden, in denen die südafrikanische Widerstandskultur geboren wurde. Ohne zu beschönigen, zeichnet die 1992 gegründete Kompanie das Bild einer Post-Apartheid-Gesellschaft, geprägt von Korruption, Enttäuschungen aber auch Hoffnung. Arbeitslosigkeit und Kriminalität begegnet sie mit Tanz. Ausdruck ihres Protests ist der „Pantsula“, der dynamische, mit Gummistiefeln vollzogene Tanzstil der ehemaligen Townships.
Das Stück „Via Kanana“ für acht Tänzer*innen hat der südafrikanische Choreograf Gregory Maqoma in Zusammenarbeit mit Buru Mohlabane, künstlerischer Direktor des Ensembles, kreiert. Der Titel erinnert an ein gelobtes Land, das seine Versprechen nicht gehalten hat und uns dazu aufruft, weiterzusuchen.
Gregory Maqoma stammt aus Soweto, begann dort seine Tanzausbildung und erweiterte sie als Stipendiat bei P.A.R.T.S. – Performing Arts Research and Training Studios in Brüssel. 1999 gründete er das Vuyani Dance Theatre in Johannesburg, das bereits zweimal mit großen Bühnenproduktionen im tanzhaus nrw zu Gast war. Die international tourenden Produktionen verknüpfen, in Auseinandersetzung mit europäischen Pendants sowie mit panafrikanischer Tanz- und Musikkulturgeschichte, urbane Tanzstile und zeitgenössische Ästhetiken.

Dauer: 60 Min. / Do anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / Fr 19:00 Physical Introduction / Mo 28.10. – Do 31.10. Professional Training mit Tanzer*innen von Via Katlehong und Vuyani Dance Theatre


Gregory Maqoma stammt aus Soweto, begann dort seine Tanzausbildung und erweiterte sie als Stipendiat bei P.A.R.T.S. – Performing Arts Research and Training Studios in Brüssel. 1999 gründete er, zunächst als freischaffende Kompanie, das Vuyani Dance Theatre – VDT in Johannesburg. Die international tourenden Produktionen verknüpfen, in Auseinandersetzung mit europäischen Pendants sowie mit panafrikanischer Tanz- und Musikkulturgeschichte, urbane Tanzstile und zeitgenössische Ästhetiken.
Via Katlehong / Gregory Maqoma - „Via Kanana“
Via Katlehong / Gregory Maqoma

„Via Kanana“

Reihe GROSS TANZEN

Do 31.10. 20:00 + Fr 01.11. 20:00

Tanz als Instrument des Widerstands – so sieht die südafrikanische Kompanie Via Katlehong ihre Mission. Sie ist benannt nach einem Township bei Johannesburg, gelegen in einer jener benachteiligten Gegenden, in denen die südafrikanische Widerstandskultur geboren wurde. Ohne zu beschönigen, zeichnet die 1992 gegründete Kompanie das Bild einer Post-Apartheid-Gesellschaft, geprägt von Korruption, Enttäuschungen aber auch Hoffnung. Arbeitslosigkeit und Kriminalität begegnet sie mit Tanz. Ausdruck ihres Protests ist der „Pantsula“, der dynamische, mit Gummistiefeln vollzogene Tanzstil der ehemaligen Townships.
Das Stück „Via Kanana“ für acht Tänzer*innen hat der südafrikanische Choreograf Gregory Maqoma in Zusammenarbeit mit Buru Mohlabane, künstlerischer Direktor des Ensembles, kreiert. Der Titel erinnert an ein gelobtes Land, das seine Versprechen nicht gehalten hat und uns dazu aufruft, weiterzusuchen.
Gregory Maqoma stammt aus Soweto, begann dort seine Tanzausbildung und erweiterte sie als Stipendiat bei P.A.R.T.S. – Performing Arts Research and Training Studios in Brüssel. 1999 gründete er das Vuyani Dance Theatre in Johannesburg, das bereits zweimal mit großen Bühnenproduktionen im tanzhaus nrw zu Gast war. Die international tourenden Produktionen verknüpfen, in Auseinandersetzung mit europäischen Pendants sowie mit panafrikanischer Tanz- und Musikkulturgeschichte, urbane Tanzstile und zeitgenössische Ästhetiken.

Dauer: 60 Min. / Do anschl. Gespräch „It’s Your Turn!“ / Fr 19:00 Physical Introduction / Mo 28.10. – Do 31.10. Professional Training mit Tanzer*innen von Via Katlehong und Vuyani Dance Theatre


Gregory Maqoma stammt aus Soweto, begann dort seine Tanzausbildung und erweiterte sie als Stipendiat bei P.A.R.T.S. – Performing Arts Research and Training Studios in Brüssel. 1999 gründete er, zunächst als freischaffende Kompanie, das Vuyani Dance Theatre – VDT in Johannesburg. Die international tourenden Produktionen verknüpfen, in Auseinandersetzung mit europäischen Pendants sowie mit panafrikanischer Tanz- und Musikkulturgeschichte, urbane Tanzstile und zeitgenössische Ästhetiken.
Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas - „Bartók / Beethoven / Schönberg“
Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas

„Bartók / Beethoven / Schönberg“

Konstellationen

Fr 15.11. 20:00 + Sa 16.11. 20:00 + So 17.11. 15:00

Der Abend sammelt drei frühe Arbeiten von Anne Teresa De Keersmaeker. Jede der Choreografien bietet in ihrer Bewegung und Aufladung eine Antwort auf eine historische Musik-Komposition und zeigt zugleich, wie virtuos die flämische Choreografin zwischen abstrahierendem Konzept und anschaulicher Erzählung navigiert.
Im Jahr 1986 begibt sie sich mit Béla Bartóks „Streichquartett No. 4“ erstmals in das Feld der modernen Musik. Aus Bartóks komplexen Rhythmen und geschichteten Harmonien distilliert sie eine Choreografie, die Bartóks Komposition ebenso kämpferisch wie verspielt erobert. In der Auseinandersetzung mit der „Großen Fuge“ von Ludwig van Beethoven arbeitet sie seinen erfindungsreichen Umgang mit Kontrapunkten heraus und kreiert 1992 eine Choreografie, die ein männliches* Bewegungsvokabular sucht und dabei die Schwerkraft auf die Probe stellt. Mit Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ stürzt sich Anne Teresa De Keersmaeker 1995 und 2014 in einer neuen Version ganz unverblümt in eine Romanze, in der männliche* und weibliche* Rollen in ihrer emotionalen Aufladung auseinandergenommen und kontrastreich in Duetten und Trios inszeniert werden.

Dauer: 105 Min. / Fr 15.11. 18:30 + So 17.11. 17:00 Dokumentarfilm „Mitten“ (2019) über De Keersmaekers Produktion „Mitten wir im Leben sind/Bach6Cellosuiten“ (Regie: Olivia Rochette, Gerard-Jan Claes) / Sa 16.11. 19:00 Einführungsvortrag von Alexander Kleinschrodt
Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas - „Bartók / Beethoven / Schönberg“
Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas

„Bartók / Beethoven / Schönberg“

Konstellationen

Fr 15.11. 20:00 + Sa 16.11. 20:00 + So 17.11. 15:00

Der Abend sammelt drei frühe Arbeiten von Anne Teresa De Keersmaeker. Jede der Choreografien bietet in ihrer Bewegung und Aufladung eine Antwort auf eine historische Musik-Komposition und zeigt zugleich, wie virtuos die flämische Choreografin zwischen abstrahierendem Konzept und anschaulicher Erzählung navigiert.
Im Jahr 1986 begibt sie sich mit Béla Bartóks „Streichquartett No. 4“ erstmals in das Feld der modernen Musik. Aus Bartóks komplexen Rhythmen und geschichteten Harmonien distilliert sie eine Choreografie, die Bartóks Komposition ebenso kämpferisch wie verspielt erobert. In der Auseinandersetzung mit der „Großen Fuge“ von Ludwig van Beethoven arbeitet sie seinen erfindungsreichen Umgang mit Kontrapunkten heraus und kreiert 1992 eine Choreografie, die ein männliches* Bewegungsvokabular sucht und dabei die Schwerkraft auf die Probe stellt. Mit Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ stürzt sich Anne Teresa De Keersmaeker 1995 und 2014 in einer neuen Version ganz unverblümt in eine Romanze, in der männliche* und weibliche* Rollen in ihrer emotionalen Aufladung auseinandergenommen und kontrastreich in Duetten und Trios inszeniert werden.

Dauer: 105 Min. / Fr 15.11. 18:30 + So 17.11. 17:00 Dokumentarfilm „Mitten“ (2019) über De Keersmaekers Produktion „Mitten wir im Leben sind/Bach6Cellosuiten“ (Regie: Olivia Rochette, Gerard-Jan Claes) / Sa 16.11. 19:00 Einführungsvortrag von Alexander Kleinschrodt
Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas - „Bartók / Beethoven / Schönberg“
Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas

„Bartók / Beethoven / Schönberg“

Konstellationen

Fr 15.11. 20:00 + Sa 16.11. 20:00 + So 17.11. 15:00

Der Abend sammelt drei frühe Arbeiten von Anne Teresa De Keersmaeker. Jede der Choreografien bietet in ihrer Bewegung und Aufladung eine Antwort auf eine historische Musik-Komposition und zeigt zugleich, wie virtuos die flämische Choreografin zwischen abstrahierendem Konzept und anschaulicher Erzählung navigiert.
Im Jahr 1986 begibt sie sich mit Béla Bartóks „Streichquartett No. 4“ erstmals in das Feld der modernen Musik. Aus Bartóks komplexen Rhythmen und geschichteten Harmonien distilliert sie eine Choreografie, die Bartóks Komposition ebenso kämpferisch wie verspielt erobert. In der Auseinandersetzung mit der „Großen Fuge“ von Ludwig van Beethoven arbeitet sie seinen erfindungsreichen Umgang mit Kontrapunkten heraus und kreiert 1992 eine Choreografie, die ein männliches* Bewegungsvokabular sucht und dabei die Schwerkraft auf die Probe stellt. Mit Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ stürzt sich Anne Teresa De Keersmaeker 1995 und 2014 in einer neuen Version ganz unverblümt in eine Romanze, in der männliche* und weibliche* Rollen in ihrer emotionalen Aufladung auseinandergenommen und kontrastreich in Duetten und Trios inszeniert werden.

Dauer: 105 Min. / Fr 15.11. 18:30 + So 17.11. 17:00 Dokumentarfilm „Mitten“ (2019) über De Keersmaekers Produktion „Mitten wir im Leben sind/Bach6Cellosuiten“ (Regie: Olivia Rochette, Gerard-Jan Claes) / Sa 16.11. 19:00 Einführungsvortrag von Alexander Kleinschrodt