Multidimensionalität musikalischer Gegenwart
Kammerensemble Stoll / Theodorakis / Santorsa / Sailer / Lawrence
Einen in höchstem Maße spannenden Konzertabend vielfältigster Perspektiven musikalischer
Performance verspricht das Kammerensemble Stoll / Theodorakis / Santorsa / Sailer / Lawrence aus
Berlin am Mittwoch, den 01. April um 20 Uhr in der Kapelle des Vonderau Museums.
Jeder der Interpreten des Abends, Samuel Stoll, Horn, Ermis Theodorakis, Klavier, Ruben Mattia
Santorsa, Gitarre, Miria Sailer, Violine und Rebecca Lawrence, Kontrabass konzertiert sowohl als
Solist als auch in namhaften Kammermusikformationen wie z.B. Klangforum Wien, Ensemble
Recherche, Ensemble Modern regelmäßig international auf renommierten Festivals und mit
bedeutenden Orchestern wie etwa dem RSO Wien, dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra
etc. Exklusiv für dieses Konzertprojekt haben sie sich zu einer eigenen Ensembleformation
zusammengefunden.
Das enorm spannungsreiche Programm des Abends vereint Werke von fünf KomponistInnen, die
jeweils fünf gänzlich unterschiedliche Perspektiven beleuchten, was für sie jeweils Kunstmusik heute
sein kann.
So betrachtet Manuel Zwerger, der sich an den Schnittstellen zwischen Neuer Musik, Performance
und Installationskunst bewegt, in seinem Werk „I <3 COKE“ für Horn und vier Performer*innen
(2021) ganz bewusst die szenisch-performativen und theatralischen Aspekte musikalischer Kunst.
In „Metusalem“ für Horn solo mit Zuspielband der schwedischen Komponistin Hanna Hartmann
öffnet die Korrespondenz des Solisten mit dem unmittelbar abgenommenen Zuspiel vitale Räume der
Interaktion.
Nach den multiplen und extrem kontrastreichen Klanglandschaften in Rebecca Saunders „Fury“ für
Kontrabass solo (2005) gewinnt Stefan Beyer in seinem Werk „Marsch“ für Horn, Klavier, E-Gitarre,
Violine und Kontrabass seine musikalische Formensprache aus der Vorstellung der Marschlandschaft,
jenem häufig überschwemmten, sehr fruchtbaren Land hinter den Deichen.
Michael Quell gewinnt die Inspiration zu seinem Werk „A Blurring Cloud – Geschöpfe der Fahrt“ für
Violine, Gitarre und Klavier (2012) aus einer Gedichtzeile Botho Strauss: „Denn nur Geschöpfe der
Fahrt sind wir und unsere Gestalt ist Fluktuation, zerrauschene Wolke“. Zwischen Phasen extrem
dichter fluktuierender Klangfelder und der Erfahrung eines aus-der-Zeit-Fließens, einer Art Auflösung
von Zeit und Raum spannt sich ein enormer Spannungsbogen.
Die Komponisten Stefan Beyer und Michael Quell werden an diesem Abend anwesend sein und
jeweils kurze Einführungen in ihr Werk geben.

@ Veranstalter

Einlass: 19:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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