Sebastian Pufpaff - "WIR NACH"

Mittwoch, 03.04.2019 um 20:00 Uhr



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- Hamburg-Premiere -


Gretel fing an zu weinen und sprach: »Wie sollen wir nun aus dem Wald kommen?« Hänsel aber tröstete sie: »Wart nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden.«



Wissen Sie was, die Welt geht unter und wir fahren mit Vollgas darauf zu, ja, das stimmt. Aber wir sind die Lenker. Sie haben das Steuer in der Hand. Die Richtung ist nicht in Stein gemeißelt, vorgegeben oder gar eine Einbahnstraße. Die Richtung ist unsere Entscheidung. Also, packen Sie die Sonnencreme ein, nehmen Sie ihre besten Vorurteile mit und lassen Sie uns auf eine Reise gehen. Wohin? In die Mitte des Humors, denn da entspringt der Sinn des Lebens: Lachen! Ich verspreche Ihnen anzukommen, denn dafür stehe ich mit meinem Namen.

Ihr Pufpaff



P.S. Sorry, aber es kann sein, dass Sie auf dem Weg gehörig was abkriegen, aber das lachen wir weg. Keine Sorge!



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Sebastian Pufpaff - WIR NACH
Gretel fing an zu weinen und sprach: »Wie sollen wir nun aus dem Wald kommen?« Hänsel aber tröstete sie: »Wart nur ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann wollen wir den Weg schon finden.« Den Weg finden? Nun, die Welt geht unter und wir fahren mit Vollgas darauf zu, das stimmt. Aber wir sind die Lenker, wir haben das Steuer in der Hand. Die Richtung ist nicht in Stein gemeißelt, vorgegeben oder gar eine Einbahnstraße. Die Richtung ist unsere Entscheidung. Findet Pufpaff. Ein Name wie ein Backenstreich, der dem Zuschauer verabreicht wird: eine links: puf, eine rechts: paff. Pufpaff haut den Zuschauer*innen, ob in Fernseh-Shows oder auf der Bühne, mit brillanter Rhetorik und feinem Hintersinn Worte um die Birne, dass sie nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Da kriegt man durchaus schon mal gehörig was ab. Aber ganz ohne Schmerzen – ob von den Worten oder vor Lachen – geht eben auch ein Weltuntergang nicht ab. Und genau auf den steuern wir zu, sagt Sebastian Pufpaff. Aber ganz verloren sind wir noch nicht, wir können das Ruder noch herumreißen und eine andere Richtung einschlagen. Also, packen Sie die Sonnencreme ein, nehmen Sie Ihre besten Vorurteile mit und lassen Sie uns auf eine Reise gehen. Wohin? In die Mitte des Humors, denn da entspringt der Sinn des Lebens: Lachen!

Weitere Infos unter:
https://pufpaff.de/


Neben den bekannten Vorverkaufsstellen erhalten Sie Tickets auch online:

http://www.reservix.de
http://www.rantastic-kleinkunst.de

Veranstaltungshinweise:

Donnerstag 02. Mai 2019
Beginn 20:30 Uhr / Einlass 18:30 Uhr
Info-Tel. (07221) 398011


Rantastic GmbH
Aschmattstr. 2
76532 Baden-Baden

Fotonachweis: Manuel Berninger

Einlass ab 18:30 Uhr

Baden-Baden

02.05.2019
20:30 Uhr
Tickets
ab 27,30 €
Sebastian Pufpaff - "Wir nach"- Das neue Kabarett- Solo
Vom Malte zum Pufpaff

Das Ganze fing am 15. September 1976 in Troisdorf an, als ich mit Blaulicht in die Kinderklinik gefahren wurde. Verdacht auf Gelbsucht. Für meine Mutter, Mitglied in der FDP, war ein blau-gelbes Kind durchaus ein Zeichen. Darüber lachen konnte sie jedoch erst sehr viel später.

Die schulische Laufbahn kann man getrost als konservativ, langweilig beschreiben. Die Liste, Kindergarten (Rheinbreitbach), Grundschule (Rheinbreitbach), Gymnasium (Bad Honnef bei Rheinbreitbach), wurde ohne nennenswerte Dramen oder Katastrophen abgehakt und nur durch ein Jahr Highschool in Red Wing Minnesota (kältester Staat der USA nach Alaska) unterbrochen. Die USA können sehr viel anders sein, als wir manchmal glauben zu wissen.



Nach der Schule durfte ich wählen zwischen Panzerfahren und der Pflege von alten Leuten, die einmal Panzer gefahren sind. Ich entschied mich für die Pflege von behinderten Kindern, was mir sinnvoller erschien und noch immer freue ich mich auch heute noch darüber, wie schnell ich damals akzeptiert wurde.

Nach dem Zivildienst sollte/wollte/musste/durfte ich studieren. In fast familiärer Tradition und Dank der ZVS verbrachte ich die ersten sieben Semester in Frankfurt am Main, wo ich Rechtswissenschaft studierte. Die Frankfurter Schule fesselte mich jedoch ungleich mehr und so gingen Jura und ich getrennte Wege.

Nach einer einjährigen Praktikantenphase bei Pro7 und dem ZDF trieb es mich zurück in das Rheinland an die Bonner Universität, an der ich mein Studium der Politikwissenschaft, der Soziologie und des Staats- und Verfassungsrechtes bis zum anerkannten Abschluss zeitlich bis auf das äußerste strapazierte.
Mit der Abschlussarbeit: Der moderne Politiker – Inszenierung in der Demokratie, feierte ich drei Jahre vor zu Guttenbergs ganz eigenem Studierstil das Ende einer Lebensphase.

Bemerkenswert sei hier noch, dass ich das Studium ohne meine beiden Hilfsjobs niemals hätte beenden können. Am 11. September 2001 fing ich im RTL Newsarchiv meine Stelle als studentische Aushilfskraft an. Ich habe niemals wieder so viel über das Fernsehen gelernt, wie an diesem Tag.
Außerdem half mir der RTL-Shop über die Runden, wo ich tatsächlich neben Walter Freiwald (wir erinnern uns, das war der Mann neben Der-Preis-ist-heiß-Harry, der die Preise ansagen durfte) fast zwei Jahre lang Qualitätsprodukte verkauft habe. Mir wurde damals mit folgenden Worten gekündigt: Wir machen hier Teleshopping und keine Comedy. Das Produkt steht immer im Vordergrund.
Nur wer im Keller gespielt hat, genießt den Ausblick von der Dachterrasse!

Im Jahre 2004 verschaffte sich zum ersten Mal meine Leidenschaft lautstark Gehör. Bei einem Comedy-Workshop in Köln wollte ich wissen, ist Witzigsein ein Ausweg? Es war kein Ausweg, es war der Einstieg. Zusammen mit Henry Schuman und Maxim Hofmann gründeten wir kurze Zeit später das legendär unbekannte und doch irgendwie schon mal gehörte Trio Das Bundeskabarett. Wie in jeder guten Dreierbeziehung wechselte auch bei uns der Partner und ab 2007 wurde der kongeniale Musiker Martin Zingsheim unser Mann am Klavier. Es folgten wunderbar durchgeknallte Touren mit Erfahrungen, die keine Seifenoper darstellen würde. Ob vor sechs Zuschauern im Konzertsaal oder auch mit Fischvergiftung auf der A9, ich empfehle jedem die Tortur des Armseins und ein Leben als Ensemblemitglied (jedenfalls für absehbare Zeit), denn die Erfahrungen sind unbezahlbar. Es relativiert alles. Wir haben viel gespielt und noch mehr gelernt. Niemand kann einem das Kabarett besser beibringen als das Publikum und so blicke ich nickend und grinsend zurück auf ein paar echt bekloppte Jahre.

Der Wendepunkt: Mitten in einer McDonalds-Filiale klingelte 2010 mein Telefon und ich wurde Teil folgenden Dialogs:

Sebastian Pufpaff
Hallo, hier ist Rainer Pause vom Pantheon
...
Hallo, Sebastian, kannst Du mich hören?
Hallo Herr Pause, ja ich ....
Sach Rainer.
Hallo Rainer, ja ich kann.
Gut, was hältst Du davon, beim Prix Pantheon aufzutreten?

Wenn eine Kuh grinsen könnte, so sah ich aus.

Wie sieht das Leben eines Kleinkunstkünstlers aus? Arm, auf der Suche und gefährlich nah am Alkoholismus. Man muss schon ordentlich einstecken können, um die Ochsentour durchzustehen. Viele Bühnen lehnen junge Künstler grundlos ab. Die eigene Existenzangst überwiegt die des Künstlers. Mein Lieblingsveranstaltergespräch verlief so:

Sie können nicht auf unserer Bühnen spielen. – Warum? – Sie müssen erst schon mal auf einer großen Bühne gespielt haben, um auf einer großen Bühne spielen zu dürfen. Haben Sie schon mal auf einer großen Bühne gespielt? – Nein. – Eben.

Die Teilnahme am und glücklicherweise auch der Gewinn des Prix Pantheons war die Chance, das verkrustete System der Nachwuchsförderung, besser bekannt als Nachwuchsbehinderung, zu durchbrechen. Dank des Publikums darf ich mich jetzt vollends meiner Leidenschaft und meinem Beruf widmen. Aus dem Malte wurde der Pufpaff und das soll auch noch einige Zeit so bleiben.

Beste Grüße

Euer Pufpaff

Einlass: 19:00 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Kulturkurier