50 Jahre IG JAZZ
Angelika Nescier & Marta Warelis
Niescier und Warelis spielen ohne Netz. Ihre Musik lebt vom Risiko des Moments: Wege werden eingeschlagen, verlassen, wieder aufgenommen, mit einer Intensität, die den Raum elektrisiert.
Die Grenzen zwischen Improvisation und Komposition werden verwischt, Linien widersprechen sich, Klänge fügen sich zusammen, nichts ist endgültig, alles bleibt in Bewegung.
Zwei Musikerinnen, die einander genau kennen und trotzdem jedes Mal neu anfangen. Musik, die atmet und die man beim Entstehen erlebt.
Angelika Niescier ist eine der herausragenden Musikerinnen, die seit einiger Zeit die Konturen der internationale Jazzszene neu definieren - eine Künstlerin auf Mission, mit grenzenloser Energie, einer reichen Palette an Farben und virtuoser Technik. Als Bandleaderin und Komponistin erhielt sie einige der renommiertesten Auszeichnungen (u.a. Deutscher Jazzpreis, WDR-Jazzpreis). Sie brennt auf den Bühnen und Festivals der Welt von Vancouver bis Tokyo mit einigen der prägendsten Musiker*innen unserer Zeit wie Joachim Kühn, Tyshawn Sorey, Aki Takase, Nasheet Waits, Tomeka Reid, Ernie Watts, Sylvie Courvoisier, Gerald Cleaver und Michio Yagi.
Marta Warelis ist eine mitreißende Performerin mit einer tiefen Leidenschaft für Improvisation und Experimentierfreude in allen Genres. Durch ihre Experimentierfreude und Offenheit öffnet sie musikalisch Türen zwischen Jazz, Avantgarde, freier Improvisation und Geräusch- wie Klangforschung — und steht damit beispielhaft für eine neue Generation improvisierender Musikerinnen in Europa. Nach ihrer Studienausbildung in Polen und den Niederlanden wirkte sie lange in Amsterdam und lebt nun in Berlin. Sie arbeitet u.a. mit Dave Douglas, Ingekrikt Håker Flaten, Frank Rosaly, John Dikeman und Nick Dunston.
Angelika Nescier (sax) / Marta Warelis (p)
Johannes Enders – „Sweet Freedom“
A Tribute to Sonny Rollins
Sonny Rollins, eine der letzten lebenden Ikonen des Modern Jazz, war und ist Vorbild für unzählige Generationen von Saxophonist.innen.
So auch für Johannes Enders, eine der wichtigsten europäischen Stimmen am Tenorsaxophon. Grund genug also, Sonny Rollins, dem „Saxophon Colossus“, ein ganzes Album mit Arrangements einiger seiner grössten Hits zu widmen und mit diesem Programm auf Tour zu gehen!
Bei diesem Abenteuer mit dabei sind der Münchner Bassist Henning Sieverts sowie der US-amerikanische Meister-Schlagzeuger Howard Curtis aus Washington.
Der Titel der Aufnahme „Freedom Suite“ sagt viel über eine der zentralen Eigenschaften des Jazz aus: den Drang nach musikalischer Freiheit, aber auch den Drang nach Freiheit afroamerikanischer Menschen. Im Aufnahmejahr 1958, als die Bürgerrechtsbewegung in den USA Fahrt aufgenommen hatte, entschied sich die Plattenfirma, die Platte mit diesem Titel vom Markt zu nehmen, aus Angst vor einer Politisierung der Musik.
Den Wert dieser Kompositionen, die heute als Klassiker gelten, und ihre raffinierten Bearbeitungen können wir jetzt endlich live geniessen!
Johannes Enders – Tenor Saxophone
Henning Sieverts – Bass
Howard Curtis – Drums