War die erste Akkordeonale 2009 noch damit beschäftigt, das Akkordeon aus seinem Nischendasein herauszuholen, hat sich seither viel getan. Wie beliebt das Instrument heute ist, zeigt sich stets, wenn die Akkordeonale als Festival durch die Lande tourt. 2026 wird nun ein ganz besonderer Jahrgang. Festivalgründer Servais Haanen ist letztmals mit dabei, denn er übergibt die bestens etablierte Veranstaltung in jüngere Hände. Somit geht eine Ära einerseits zu Ende, aber auch weiter.
Noch einmal hat der beliebte Organisator und Moderator heuer dafür gesorgt, dass das Akkordeon in all seiner Vielfalt zu genießen ist.
Zu hören sind: Esprit und Poesie mit südbrasilianischer Gaucho-Musik, Rembetiko und Balkan-Jazz aus der griechischen Metropole, intim-expressiver Minimal-Music auf Italienisch, virtuoser französischer Tastenzauber sowie niederländischer Klangästhetik – dazu unkonventionelle Cello- und Saxophonklänge.

Das Programm:
Adriana de Los Santos kommt aus Süd-Brasilien. Über ihr erstes Akkordeon sagt sie: „Ich merkte schnell, dass es unmöglich ist, das Instrument nicht anzufassen. Wenn man es spielt, ist es wie ein Lachen, dem eine Herzen und Seelen erobernde Musik entströmt.“
Seit über 20 Jahren behauptet sie sich in der von Männern dominierten Gaucho-Welt und repräsentierte als erste Frau die Gaucho-Kultur in Europa – auf der Akkordeonale 2014! Mit ihrer Frauenband „Gurias Gauchas“ spielt sie auf Rodeos und Festivals und tritt in diversen Shows auf. Zudem vermittelt sie das immaterielle Weltkulturerbe des Chamamé.
Zabou Guérin aus Frankreich wurde bereits im Mutterleib vom Klang des Akkordeons mitgerissen. Aufgewachsen ist sie im Restaurant ihre Eltern, wo die Abende oft mit einer Session verschiedenster Künstler endeten. Ob als Solistin oder in Bands, ob Klassik, Tango, Liedbegleitung, traditionelle Musik aus verschiedenen Ländern oder Swingwalzer ... Guérin spielt, was ihr gefällt - und wenn sie ein bisschen Freizeit hat, unterrichtet sie.
Maurizio Minardi, der italienische Komponist, Akkordeonist und Pianist, kombiniert musikalische Einflüsse von minimalistischer Klassik, Jazz und Folk mit Tango und Rumba und kreiert so einen intimen expressiven Klang. Sein Album „The Cook, the Clown, the Monk and the Accordionist“ hat die Qualitäten eines Soundtracks und steht in der Tradition von Komponisten wie Nino Rota, Yann Thiersen und Ennio Morricone. Er spielte u.a. mit Carmen Souza, Paolo Fresu, Enrico Rava und der Royal Shakespeare Company.
Dimos Vougioukas begann sein Akkordeon-Studium schon als Elfjähriger! Er promovierte mit Auszeichnung und hat sich auf die Musik seiner Heimat Griechenland und den Balkan spezialisiert. Dimos spielte mit erstklassigen Balkan-Akkordeonisten wie Petar Ralchev und Ionica Minune zusammen sowie mit diversen Koryphäen griechischer Musik, etwa Nena Venetsanou, George Dalaras, Nana Mouskouri …
Servais Haanen ist ein Meister feiner Klänge und musikalischer Querdenker. Der Niederländer komponiert und arrangiert die Ensemble-Stücke des Festivals und führt legendär durchs Programm. Schon lange arbeitet er daran, die Grenzen der Ziehharmonika zu sprengen und ausgefallene Klänge zu integrieren. Dank seiner vielfältigen Bandarbeit und Komponistentätigkeit für Musiktheater und Dokumentarfilm bringt er unterschiedlichste Ideen ein.
Johanna Stein (Deutschland) am Cello und Diogo Picão (Portugal) am Saxophon begleiten und ergänzen das Spiel der Akkordeonkünstler.

Einlass & Gastro ab 19:00 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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