Programm:


Fazil Say:
„Never give up“
Konzert für Violoncello und Orchester

Gustav Mahler:
Symphonie Nr. 1 D-Dur "Der Titan"


Ausgelöst vom Entsetzen über die häufigen Terror-Attentate entstand Fazil Says Cellokonzert "Never Give Up" als ein "Aufschrei für Freiheit und Frieden". Die franko-belgische Cellistin Camille Thomas spielte schon bei der Uraufführung 2018 den Solopart. Rhythmik und Perkussion, große Dramatik und Expressivität, aber auch experimentelle Töne kennzeichnen dieses Konzert. Im mittleren Satz kann man Anspielungen auf MG-Feuer und Menschenschreie ahnen. Der Ausklang ist dennoch voller Hoffnung für die Zukunft – mit Anmutungen von Vogelgesang, Meereswellen und friedlichen türkischen Tänzen.

Gustav Mahlers 1. Symphonie sollte ursprünglich eine "symphonische Dichtung" werden. Das "erzählende" Programm ist in der vollendeten Symphonie noch zu spüren, vielfach wurde vermutet, Jean Pauls Roman "Titan" sei das Modell gewesen. Jeder der vier Sätze ist aber auch ein gewaltiges Kunstwerk für sich. Im ersten Satz, in dem Mahler sein Lied "Ging heut morgen übers Feld" verarbeitet, scheint seine "Heldenfigur" durch die Natur zu wandern. Der zweite Satz enthält einen von Mahlers derb-grotesken Ländler-Tänzen, der dritte ist ein abgründiger Trauermarsch mit weiteren Liedzitaten darin. Der 20-minütige Schlusssatz schließlich wird zum stürmischen Inferno – ein turbulentes "Schreckensfinale" (Hanslick).


Tischgespräch mit Bjørn Woll um 19 Uhr im Kleinen Saal


Mitwirkende:

Camille Thomas, Violoncello
Bochumer Symphoniker
Gemma New, Dirigentin


Foto Camille Thomas: © Dan Carabas
Foto Gemma New: © Benjamin Ealovega

Hausöffnung um 18:45 Uhr, Einführung im Kleinen Saal um 19:00 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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