Mittwoch, 27.05.2026
um 20:00 Uhr




EuropäerInnen sind heute mehr als nur Angehörige eines Nationalstaats. Durch das EU-Recht sind sie EU-BürgerInnen mit Freizügigkeitsrechten, Familienangehörige, Geflüchtete oder Asylsuchende. Dennoch entstehen kaum tragfähige transnationale Beziehungen. Die Mitgliedstaaten beanspruchen weiterhin demokratische Legitimität auf Grundlage von Staatsbürgerschaft und nationaler Souveränität, während die EU ihre demokratischen Ambitionen oft einer marktorientierten Logik unterordnet. So wächst die Kluft zwischen dem Anspruch einer Solidaritätsgemeinschaft und der gelebten Realität. Ana Bobić entfaltet drei Dimensionen von Solidarität – Umverteilung, Integration und politische Solidarität – und fragt, wie sie echte Zugehörigkeit in Europa stärken können.

Dr. Ana Bobić ist Senior Researcher an der Hertie School und war von 2021 bis 2024 am Gerichtshof der EU tätig. Sie forscht zu europäischem Verfassungsrecht und rechtlicher Verantwortlichkeit in der EU.

Sprache: Englisch

In Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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