„What if“

– was wäre wenn – ist die Frage, die am Anfang jeder Geschichte steht. In ihrem neuen Album erkundet MAIIJA unterschiedliche Facetten des Menschseins. Was verbindet uns? Es sind unsere Gefühle, unsere Ängste – nicht die Momente, in denen wir Stärke zeigen wollen, sondern jene, in denen wir uns erlauben, Schwäche zu zeigen. Denn das kostet Mut: das Aushalten, das Hinsehen, das Verstehen. Dabei ist es Marilies Jagschs Stimme, die zwischen stark und verletzlich oszilliert, sie nimmt uns an der Hand, sie flüstert in unser Ohr, sie kriecht unter unsere Haut, während sie tastend diese Gebiete erkundet. Musikalisch verschmelzen elektronische Elemente mit organischen Klängen. Das Schlagzeug treibt kraftvoll an oder bleibt bewusst zurückhaltend. Stimme und Gitarre treten oft in den Vordergrund, was für eine berührende Klarheit sorgt. Jagsch lebt seit Jahren mit der chronischen Krankheit Endometriose und lässt uns roh und poetisch an ihren persönlichen Erfahrungen teilhaben, die sie auf zwingende Weise mit kollektiven Verlusten in unserer unsicheren Gegenwart verknüpft. Wie schon beim letzten Album war auch diesmal der Produzent Peter Paul Aufreiter beteiligt. Zusammen mit dem Schlagzeuger Gernot Scheithauer, dem Cellisten Lukas Lauermann und Gästen wie The Zew, Oskar Mayböck und Paul Szelegowitz gelingt ihnen eine Musik, die keine Angst davor hat, verwundbar zu sein, die verbindet und in ihrer ganzen schillernden Melancholie tröstet. Was bleibt, ist eine Erkenntnis, die wir nur zu leicht vergessen: Was auch kommt, wir stecken da gemeinsam drin. (Jessica Lind)



“What if” is the question that stands at the beginning of every story. In her new album, MAIIJA explores different facets of being human. What connects us? It is our feelings, our fears – not the moments in which we want to show strength, but those in which we allow ourselves to show weakness. Because that takes courage: enduring, looking closely, understanding.
It is Marilies Jagsch’s voice that oscillates between strength and vulnerability; she takes us by the hand, whispers in our ear, crawls under our skin, all while tentatively exploring these territories. Musically, electronic elements blend with organic sounds.
The drums either drive powerfully or deliberately hold back. Voice and guitar often come to the forefront, creating a touching clarity. Jagsch has lived for years with the chronic illness endometriosis and allows us, in a raw and poetic way, to share in her personal experiences, which she compellingly links to collective losses in our uncertain present.
As with her previous album, producer Peter Paul Aufreiter was involved this time as well. Together with drummer Gernot Scheithauer, cellist Lukas Lauermann and guests such as The Zew, Oskar Mayböck, and Paul Szelegowitz, they create music unafraid of being vulnerable, music that connects and, in all its shimmering melancholy, comforts. What remains is a truth we all too easily forget: whatever comes, we are in it together. (Jessica Lind)

Bio MAIIJA:

MAIIJA ist das Projekt der österreichischen Musikerin und Komponistin Marilies Jagsch, deren Stimme seit über 15 Jahren die Wiener Musikszene prägt. Nach zwei frühen Soloalben öffnete sie 2023 ein neues Kapitel: Unter dem Namen MAIIJA erschafft sie gemeinsam mit dem Produzenten Peter Paul Aufreiter (Hearts Hearts) Songs, die experimentellen Pop, intimes Songwriting und elektronische Texturen zu einer einzigartigen Klangwelt verweben. 2023 erschien das Debüt I AM (Noise Appeal Records) und 2026 folgt das Album WHAT IF, das auf berührend persönliche Weise von Verwundbarkeit und Stärke erzählt, von Krankheit und Hoffnung, von Stillstand und Aufbruch – immer verknüpft mit der Frage nach kollektiver Verantwortung in einer unsicheren Gegenwart.

Foto: Michael Poetschko

Einlass: 30 min vor Veranstaltungsbeginn.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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