Erleben Sie die intime Brillanz Franz Schuberts durch zwei seiner beliebtesten Kammermusikwerke. Das Klaviertrio Nr. 2 in Es-Dur zeigt Schuberts Gabe, tiefe Emotionen in elegante musikalische Dialoge zu verweben, während das ikonische "Forellenquintett" mit seinem spielerischen Charme und den berühmten Forellen-Variationen begeistert. Dieses Programm erfasst Schuberts einzigartige Fähigkeit, klassische Struktur mit romantischem Ausdruck zu verbinden.
Franz Schubert (1797–1828)
Trio Nr. 2 für Violine, Violoncello und Klavier Es-Dur Op. 100
Quintett für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier Op. 114 “Forellenquintett”
Judith Ingolfsson – Violine
Alan Stoupel – Bratsche
Friedemann Ludwig – Violoncello
Maria Krykov – Kontrabass
Vladimir Stoupel – Klavier
Zum Jahresauftakt erklingen zwei Meisterwerke von Franz Schubert, die wie kaum andere Lebensfreude, Melancholie und innige Poesie miteinander verbinden.
Nach Beethovens Opus 97 versank die Gattung des Klaviertrios für nahezu ein Jahrzehnt in eine Art Lethargie – bis Franz Schubert in seinem Todesjahr 1828 sein Es-Dur-Trio erstmals im Druck veröffentlichte. Entstanden im November 1827, also in der Zeit der Winterreise, erklärt sich daraus der melodische Duktus, die abrupten harmonischen Abgründe und die existenzielle Spannung, die nahezu jeden Takt durchzieht. „Wie eine zürnende Himmelserscheinung“ sei dieses Werk über das damalige „Musiktreiben“ hinweggegangen, erinnerte sich Robert Schumann noch ein Jahrzehnt später. Für ihn blieb es zeitlebens Schuberts „eigentümlichstes“ Werk – ein Nonplusultra romantischer Kammermusik.
Im zweiten Teil erklingt das berühmte Forellenquintett für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier. Es entstand „auf besonderes Ersuchen“ des k. und k. Beamten und Amateurcellisten Sylvester Paumgartner, den Schubert 1819 im oberösterreichischen Steyr kennengelernt hatte. Paumgartner hatte den Komponisten ausdrücklich gebeten, Variationen über das Lied Die Forelle (1816/17) in das Werk zu integrieren, da er „über das köstliche Liedchen ganz entzückt“ war. Der heitere Grundton des Liedes prägt die Atmosphäre des gesamten Quintetts: eine unbeschwerte Musizierfreude, getragen von seinem lichten, hellen Klang. Schubert hat Paumgartners Auftrag auf meisterhafte Weise mit einem Werk erfüllt, das zwischen Volksmusik, Salon und Romantik die Brücke schlägt.
Ein festlicher Beginn des Konzertjahres und ein musikalisches Neujahrsgeschenk, das Sie nicht verpassen sollten!