Sonntag, 9. November 2025, 19.00 Uhr
18.00 Uhr: Konzerteinführung mit Intendantin Anna Becker

Louisa Staples, Violine
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Holly Choe, Leitung

Konzertant – Junge Bühne
Mieczysław Karłowicz (1876-1909): Serenade für Streicher op. 2
Igor Strawinsky (1882-1971): Concerto in D „Basel“
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“ (Arr. für Violine und Streicher von Richard Tognetti)

Alles Streicher oder was? Genau!!
Da ist zunächst die süffig-sentimentale und doch so überaus vielseitige Serenade für Streicher des polnischen Spätromantikers Mieczysław Karłowicz. Für sie trifft die Bezeichnung Salonmusik nur irgendwie zu: Einerseits lädt sie immer wieder zum Tanz, andererseits liebt sie ganz unfeine skurrile Überraschungen.
Mit Strawinskys Concerto in D macht sich das Orchester ein Jubiläumsgeschenk der besonderen Art. Hier ist es sein eigener Solist, der die ausgefallensten Extreme darbietet und selbst geniest: klangliche Schwerelosigkeit, rhythmische Brillanz, melodische Lust und geistreiche Ironie – Strawinsky halt…
Zum Finale erklingt die berühmte Kreutzer- Sonate von Ludwig van Beethoven, die zu ihrer Entstehungszeit ihre Hörer gleichermaßen begeistert und verschreckt hat und zum Brillantesten und Virtuosesten gehört, was je für die Geige geschrieben wurde. Sie erklingt in neuem Gewand, denn der Klavierpart, den Beethoven einst selbst gespielt hatte, wurde vom Kreativpapst Richard Tognetti in einen lebendigen, farbenreichen und opulenten Streichorchestersatz umgearbeitet. Heraus kam: ein prächtiges, atemberaubendes Violinkonzert!

Die mehrfach international preisgekrönte britische Geigerin Louisa Staples studiert derzeit an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in der Klasse von Professorin Antje Weithaas. Die Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben spielt auf der ex-Michel Schwalbe Guadagnini, hergestellt in Piacenza im Jahr 1744, die ihr großzügig vom Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung gestellt wird.
Als Semifinalistin des Joseph-Joachim Violinwettbewerbs 2024, dessen Kooperationspartner das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim ist, wurde sie für das heutige Konzert ausgewählt.

Holly Hyun Choe, in Südkorea geboren und in Los Angeles aufgewachsen, beeindruckt mit Präsenz und Strahlkraft auf dem Podium. Sie hat kürzlich ihr Studium an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen und debütiert mit Orchestern in ganz Europa.

Dieses Konzert unter der Leitung von Holly Hyun Choe wird im Rahmen der Konzertförderung Forum Dirigieren - eine Initiative des Deutschen Musikrates - aus Fördermitteln der Gesellschaft für Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) unterstützt.

Konzerteinführung: 18.00 Uhr

Restkarten sind ggf. an der Abendkasse erhältlich.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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