"Man muss für Werte eintreten" - Zum Tod von Walter Lübcke
Montag, 02.06.2025 um 19:30 Uhr
"Man muss für Werte eintreten" - Zum Tod von Walter Lübcke
Montag, 02.06.2025
um 19:30 Uhr
In Zusammenarbeit des Vereins "Offen für Vielfalt – Geschlossen gegen Ausgrenzung e.V." und dem Kulturring Frankenberg
Stückinformation
Christian Scholze
MAN MUSS FÜR WERTE EINTRETEN. Der Mord an Walter Lübcke
Zeitgenössisches Stück
PREMIERE: 30. August 2023, Studio Castrop-Rauxel
"Ich würde sagen, es lohnt sich, in unserem Land zu leben. Da muss man für Werte
eintreten. Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen,
wenn er nicht einverstanden ist."
Walter Lübcke
Am 14. Oktober 2015 sprach der damalige Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke
auf einer Veranstaltung in Lohfelden. Der Politiker informierte über ein
Flüchtlingsheim, das in Kürze eröffnet werden sollte. Lübcke drückte mit seinen
Worten nicht nur seine tiefe Überzeugung aus, sondern formulierte auch das
gesellschaftliche Grundverständnis von Rechtsstaat und Demokratie. Während ein
großer Teil des Publikums aufmerksam zuhörte, versuchte eine Gruppe Rechtsextremer
die Veranstaltung zu stören und Lübcke zu provozieren. Seine Antwort sorgte in
rechten Foren für eine Spirale des Hasses. Vier Jahre später ist Walter Lübcke tot.
Erschossen auf seiner heimischen Terrasse.
Der Täter, Stephan Ernst, war bei der Veranstaltung in Lohfelden zugegen. Er ist den
Behörden bereits seit den 1990er Jahren bekannt. In den Jahren von 2015 bis 2019
radikalisiert er sich und wird schließlich zum Mörder. Er ist ein Beispiel für eine sich
verändernde Gesellschaft und die zunehmende Gewalt- und Mordbereitschaft in der
rechtsradikalen Szene.
Das Westfälische Landestheater entwickelt anhand der Tragödie um den politischen
Mord an Walter Lübcke eine Produktion über die Entwicklung der rechtsradikalen
Strömungen in Deutschland. Dabei fokussiert sie die Gefährdung unserer Demokratie,
die sich unter anderem in der Situation von Politiker*innen zeigt, die schlimmsten
Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt sind.
Die Familie von Walter Lübcke unterstützt die Produktion.
Das Stück wird gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung NRW. In
Kooperation mit der Auslandsgesellschaft.de e.V. Dortmund.
BESETZUNG
Walter Lübcke
Irmgard Braun-Lübcke
Stephan Ernst
Markus Hartmann
Inszenierung
Ausstattung
Regieassistenz / Abendspielleitung
Bühnentechnik
Licht
Ton
Requisite
Neven Nöthig
Ulrike Volkers
Helge Salnikau
Alexander Ritter
Christian Scholze
Anja Müller
Alina Mathiak
Martin Lange
Kolja Fiebig
Roland Knör
Daniela Schacht
Copyright: Volker Beushausen
Einlass: 18:30 Uhr
Eventdaten bereitgestellt von: Reservix
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GASTSPIEL Der Tod • Tödliche Weihnacht
Alle Jahre wieder feiert die christliche Welt eine Geburt. Pfui Spinne, meint der Tod. Doch weil jedem Anfang auch ein Ende inne wohnt, lädt er in diesem Jahr persönlich zu einer weihnachtlichen Spezial- Version seines preisgekrönten Comedy-Programms ein. Schließlich ist er auf großer Image-Kampagne und da sollte sich auch ein Tod dem Fest der Liebe nicht völlig verschließen. Und so werden Sensenkekse verkostet, gefällte Tannenbäume und gebratene Gänse besungen und Lebkuchen als diskriminierend geoutet. Mit dabei sind neben dem Sensenmann seine rosarote Praktikantin Exitussi, Mautzi, die rechte Hand des Todes und neue Freunde, die gemeinsam mit dem Publikum Weihnachten einmal ganz anders „erleben“ wollen.
In schwarzer Kutte und ähnlich farbigem Humor wendet sich der Gewinner des Kleinkunstfestivals der Wühlmäuse 2013 und Autor des Buches „Mein Leben als Tod“ (Fischer-Verlag) an seine Zuschauer, berichtet vom Winterschlussverkauf im Jenseits, zeigt Bilder aus seinem privaten Fotoalbum und singt schaurig schön Weihnachtsklassiker, die aus seinem Munde eine ganz neue Bedeutung bekommen. Denn die dunkle Jahreszeit kann jemand wie er auch an Weihnachten nicht ganz dem Leben überlassen. Mit Witz und Charme begegnet der Tod dem Tabuthema der modernen Gesellschaft.
„Ein Sensenmann zum Totlachen!“ (Süddeutsche Zeitung)
„Teuflisch gut.“ (Münchner Merkur)
„Hier spielt der Chef noch persönlich.“ (auf der Weihnachtsfeier eines Berliner Bestattungs-Instituts)
„Ich freu mich jetzt schon zum dritten Mal auf den Tod.“ (72jähriger Fan vor Auftritt)
Auszeichnungen
- Publikumspreis Leipziger Lachmesse 2019
- Thüringer Kleinkunstpreis 2016
- Achterbahn Kulturpreis 2015 für die Übersetzung des Programms in Gebärdensprache für Gehörlose - Live-Kulturhighlight 2014 in München (Kulturküche)
- Jurypreis 2013 beim Großen Kleinkunstfestival der Wühlmäuse
- Gewinner des Kupferpfennigs bei der Leipziger Lachmesse 2013
- Publikumspreis 2012 beim Stockstädter Römerhelm
- Gewinner 2011 der RBB fritz Nacht der Talente (Bereich Wort)
Lutherstadt Wittenberg
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