Dienstag, 27.05.2025
um 20:00 Uhr




Ursula Krechel schreibt in ihrem hoch politischen Roman eine Kulturgeschichte aller Frauen – über symbiotische Mutterschaft, existenziell gefährdete Frauen und über politische Macht.

Mit seiner Mutter sprechen zu müssen, ist für den Sohn von Eva Patarak ein Staatsverbrechen. Für Eva hingegen ist es ein Verbrechen, dass ihr Sohn und sie offenbar ausspioniert werden. Welches Ziel verfolgt die Lateinlehrerin Silke Aschauer mit ihrer Observation? Schreibt sie einen Roman? Doch Silke hält längst nicht alle Fäden in der Hand, denn ihr eigener Körper hat einen Aufstand gegen sie angezettelt, der sie in die Rolle der Patientin zwingt.

In ihrer Ohnmacht wenden sich beide Frauen an die Justizministerin – ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie diese damit bringen.

“Mich hat ihre Normalität interessiert”, sagt die Schriftstellerin über Eva Patarak (BR24). “Mich hat interessiert, dass sie von ihrer eigenen Schüchternheit, von ihren eigenen Mängeln so sehr überzeugt ist. Und diese Mängel machen es wiederum interessant, über sie zu schreiben. Sie ist angestrengt. Sie will auch für den Sohn selbstverständlich das Beste.” Das Hauptthema ihrer Ministerin sei der Rechtsstaat, so Krechel. “Und der Rechtsstaat ist etwas, was wir im Moment sehen, das verteidigt werden muss – ich glaube, zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik auf so heftige Weise.”

Ursula Krechel, geb. 1947, war Theaterdramaturgin. Sie lehrte u.a. an der Universität der Künste Berlin, der Washington University St. Louis und schreibt Gedichte, erzählende Prosa, Romane, Essays, Theaterstücke und Hörspiele.

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