Freitag, 04.04.2025
um 20:00 Uhr




ein Figurenspiel nach Oscar Wilde für Erwachsene und Jugendliche ab 10 Jahren (70 min mit Pause)

Wenn’s einem gold‘nen Mädchen gelingt,
Dass es Sünderlippen zum Beten bringt,
Wenn der dürre Mandelbaum Blüten sprießt
Und ein Kinderauge Tränen vergießt,
Wenn die stumme Glocke hell ertönt,
So sind alle ausgesöhnt.
Dann wird’s im ganzen Schlosse still,
Und Friede kommt nach Canterville.
(Prophezeiung auf dem Bibliotheksfenster, Gespenst von Canterville)


Ein Mord aus Jähzorn führt zur jahrhundertelangen Verdamnis im Spuken.
Doch was passiert, wenn sich keiner mehr erschreckt oder fürchtet?
Wenn Kulturen aufeinanderprallen; wenn aufgeklärte Amerikaner dem englischen Gespenst lieber Öl für seine Ketten geben, als vor ihm davonzulaufen?

Dann heißt es für ein Gespenst entweder aufgeben oder den Kampf gegen die neuen Besitzer aufnehmen. Gestärkt von den Heldentaten der vergangenen Jahrhunderte und mit allerlei Folterwerkzeug und großem Waffenarsenal beginnt die Schlacht in der es sich am Ende gegen Fleckenentferner und ein Kunstgespenst geschlagen geben muss.

Begleitet wird die Szenerie von einer nicht müde werdenden Haushälterin, die lieber weiter Reisegruppen durch das Schloss führen würde als den neuen Besitzern ohne Anstand und Ehrgefühl zu dienen. Aufgeben scheint für beide die einzig verbleibende Lösung.

Wenn da nicht Virginia, die Tochter der neuen Besitzer wäre. Sie sieht hinter die Kulissen des Gespenstes, sieht seine wahren Gefühle und will helfen.
Ob es ihr gelingt, das Gespenst zu erlösen und endlich Friede nach Canterville zu bringen und ob dieser Friede auch für die alternde Haushälterin gilt?

Bereits zum dritten Mal wagt sich die Marionettenbühne Mottenkäfig an diese bekannte Erzählung aus dem Jahre 1887, die aktueller ist denn je.
Mit dieser Inszenierung möchte das 18-köpfige Ensemble eine Brücke zwischen modernem Figurentheater und einer Hommage an das klassische Figurenspiel bauen. Gefühlvolle Momente wechseln sich mit actionreichen Szenen ab; es gibt viel zu lachen und vielleicht auch mal eine Träne zu vergießen.

Die noch vom bereits verstorbenen Künstler Rainer Mürle entworfenen und gebauten kongenialen Figuren mit bis zu 20 Fäden pro Figur schmiegen sich nahtlos in das neu entworfene Bühnenbild ein. Eine auf das Stück angepasste Musik und ein speziell für diese Inszenierung entwickeltes Lichtdesign runden den Abend ab.

Seien Sie gespannt und freuen Sie sich auf einen Abend voller Emotionen und guter Unterhaltung.

Einlass: ca. 15 Minuten vor Beginn

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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