Angel of Death
Ed Brubaker hat das Drehbuch zu »Angel of Death« von Anfang an für Zoë Bell konzipiert
und geschrieben. Und das ist wirklich in jeder Szene und jedem Augenblick, in dem sie auf
der Leinwand präsent ist, zu spüren. Die von ihr verkörperte Profikillerin Eve ist nicht nur
eine typische Genrefigur, wie wir sie aus unzähligen Filmen und Serien kennen. Sie strahlt
eine ganz eigene Kraft aus, die sich natürlich vor allem in den Actionszenen offenbart, in
denen Bell sich eben nicht doubeln lässt. Aber da ist noch etwas anderes, eine faszinierende
Unschuld und Verletzlichkeit, wie sie nur Bell mitbringt. Wie in vielen seiner legendären
Graphic Novels hat Ed Brubaker für diesen vermeintlich kleinen, mit einem begrenzten
Budget gedrehten Actionfilm eine wunderbar stilisierte Noir-Welt erschaffen. Nach einem
Job, der komplett aus dem Ruder gelaufen ist, wird Eve von den Gespenstern ihrer
Vergangenheit eingeholt. Die Erinnerung an eine Teenagerin, die erschossen hat, bringt
alles hervor, was sie bis dahin verdrängt hat. Aus der eiskalten Killerin wird eine unerbittliche
und doch mitfühlende Kämpferin für Gerechtigkeit in einer Welt, in der Ehre und
Menschlichkeit eigentlich keinen Platz haben.