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28199 Bremen

 

 

Quelle: kulturkurier

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Kommende Events

"Erziehen, erzwingen, erniedrigen"
30.09.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Szenische Lesung aus der Reihe »Aus den Akten auf die Bühne«, Kooperation Uni Bremen in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung - Denkort Bunker Valentin.

Einrichtung Text/Szene: Peter Lüchinger. Mit: Simon Elias, Peter Lüchinger, Markus Seuß, Petra-Janina Schultz.

Das Arbeitserziehungslager in Bremen-Farge (1940-1945) „Eingang zu einer Danteschen Hölle“ so beschreibt der ehemalige Häftling und spätere Finanzsenator Wilhelm Nolting-Hauff die Rüstungslandschaft um den Bunker Valentin in Bremen-Farge. Teil dieser Hölle war auch das Lager Farge, für das sich die Bremer Wirtschaft einsetzte. Sie wollte ihre Arbeitskräfte disziplinieren, zuerst die deutschen, später auch die Zwangsarbeiter aus den besetzten Teilen Europas. Das im Juni 1940 von der Bremer Gestapo eingerichtete Lager wurde zum Vorbild für die Arbeitserziehungslager, die Heinrich Himmler ab 1941 reichsweit bauen ließ. „Pass auf oder du kommst nach Farge“ mit diesem Satz wurde den Arbeitern in den Betrieben gedroht. Kommandant Heinrich Schauwacker wurde im Februar 1945 von der Gestapo verhaftet: der Lagerarzt hatte ihn wegen übermäßiger Brutalität gegenüber den Häftlingen angezeigt. Wer waren die Profiteure und Täter und wer waren die Häftlinge? Wie wurde nach 1945 über dieses Lager von der britischen Militärjustiz und in anderen Verfahren verhandelt? Zeugnisse dieser Akteure sind Teil der szenischen Lesung der bsc. Es war der Wunsch der Erben Richard Lahmanns (1924-2017, ebenfalls Häftling in Farge), dass dieses dunkle Kapitel der Geschichte Bremens auf der Bühne zum Sprechen gebracht wird.

Öffentliche Probe: Der Zinnsoldat und die Tänzerin
01.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Idee: Michael Meyer. Text/Regie: Manfred Schiffers. Ausstattung: Melanie Kuhl.
Mit: Katharina Hoffmann, Michael Meyer.

Ein Mann und eine Frau, beide nicht mehr ganz jung. Sie können nicht besonders gut miteinander, aber ohne den anderen geht es auch nicht. Er, seit vielen Jahren nur noch auf einem Bein, und sie mit einem Geisteszustand, der einem Blatt Papier ähnelt, auf dem das Geschriebene allmählich verblasst. Aus Andersens Märchen scheinen sie ins Hier und Jetzt geflogen zu sein, um das Ideal ihrer sehnsuchtsvollen Liebe zu erfüllen - und müssen doch scheitern.

Der Theaterabend zeigt ihre Beziehung mal humorvoll wie durch die Brille Loriots, und mal vital und verrückt wie aus einem Fellini-Film. Mit viel Musik!

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: online oder telefonisch unter 0421-500 333, Mo-Fr 15-18 Uhr.

Alvaro Solar: Schon wieder Geburtstag?
08.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Text/Lieder: Alvaro Solar. Kostüme/Lichtdesign/Video: Cristina Collao. Gitarre/Perkussion/Gesang: Alvaro Solar. Querflöte/Gitarre/Perkussion: Christian Vasquez. Bass/Perkussion/Gesang: Cristina Collao.

Wie viel Zeit haben Sie noch?
Wenn man den Durchschnittsalter des Menschen betrachtet, wird man 75 Jahre alt. Aber wenn man jetzt 20 oder älter ist, hat man nur noch 55 Jahre oder weniger übrig zu leben… Glauben Sie! Das ist auch nicht ganz richtig. Von diesen 55 Jahren werden Sie 18 Jahre schlafen, 13 Jahre werden Sie schuften, viereinhalb Jahre im Verkehr verbringen, viereinhalb Jahre beim Essen, eineinhalb auf der Toilette! Insgesamt, wenn wir das alles subtrahieren, haben Sie nur noch… 13 Nettojahre Freizeit!
In 90 Minuten Humor, Reflexion, Musik, Gesang, Comics, Poetry Slam und Verrückheit werden Sie miterleben, wie man älter wird, ohne beim Versuch, dabei zu sterben. Sie werden nach Hause gehen und mehr über Wölfe, über himmlische Wetten und über Männeralpträume von Andropause und genervte Pimmel, die in Rente gehen wollen, erfahren haben. Alles innerhalb kurzer Zeit, weil Solar es eilig hat. Er hat ja Geburtstag… schon wieder! Zusammen mit der visuellen Künstlerin Cristina Collao und den Komponisten Christian Vasquez lädt Alvaro Solar Sie ein, eine Zeitreise auf der Suche nach dem Jungbrunnen zu unternehmen und unterwegs den Lebensinns zu hinterfragen.

Die Zollhausboys 2: "Geht weiter"
09.10.2020 um 20:00 Uhr / Bremen

Mit: Selin Demirkan, Ismaeel Foustok, Azad Kour, Shvan Sheikho, Pago Balke, Thomas Krizsan.

Die Geschichten der Zollhausboys sind noch nicht zu Ende erzählt!
Kultur kann dabei helfen, Geschichten lebendig zu erzählen, Menschen zu berühren, zu erheitern und bei aller Dramatik auch zu unterhalten. Auch das neue kurzweilige und abwechslungsreiche Programm mit fast ausschließlich deutschen Texten ist eine lebendige Antwort gegen den Rechtspopulismus und ein Baustein zum Erfolg von Integration. In Angesicht der aktuellen Ereignisse in Syrien sind die authentischen Stimmen der "Zollhausboys" wichtiger denn je.

Die Zollhausboys sind eine Gruppe von drei jungen syrischen ‘Bremer Neubürgern‘, Ismaeel Foustok, Azad Kour, Shvan Sheikho, der Berliner Sängerin Selin Demirkan, dem Musiker Thomas Krizsan und dem Schauspieler und Kabarettisten Pago Balke.

Flucht war gestern. Ankommen ist heute. Wie wird es morgen?

Der Zinnsoldat und die Tänzerin
15.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Idee: Michael Meyer. Text/Regie: Manfred Schiffers. Ausstattung: Melanie Kuhl.
Mit: Katharina Hoffmann, Michael Meyer.

…und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Ein Mann und eine Frau, beide nicht mehr ganz jung. Sie können nicht besonders gut miteinander, aber ohne den anderen geht es auch nicht. Er, seit vielen Jahren nur noch auf einem Bein, und sie mit einem Geisteszustand, der einem Blatt Papier ähnelt, auf dem das Geschriebene allmählich verblasst. Aus Andersens Märchen scheinen sie ins Hier und Jetzt geflogen zu sein, um das Ideal ihrer sehnsuchtsvollen Liebe zu erfüllen - und müssen doch scheitern. Der Zinnsoldat, für den das Zinn nicht mehr gereicht hat, so dass er nur ein Bein hat, versucht dennoch ständig sein Stehvermögen unter Beweis zu stellen und die Tänzerin aus Papier, die nicht viel mehr weiß, als auf einem Bein stehen und die Arme anmutig in die Höhe strecken zu müssen – bis sie plötzlich die starke Anziehung zum Pianoforte fühlt… Der Theaterabend zeigt ihre Beziehung mal humorvoll wie durch die Brille Loriots, und mal vital und verrückt wie aus einem Fellini-Film. Mit viel Musik!

Alvaro Solar: Schon wieder Geburtstag?
16.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Text/Lieder: Alvaro Solar. Kostüme/Lichtdesign/Video: Cristina Collao. Gitarre/Perkussion/Gesang: Alvaro Solar. Querflöte/Gitarre/Perkussion: Christian Vasquez. Bass/Perkussion/Gesang: Cristina Collao.

Wie viel Zeit haben Sie noch?
Wenn man den Durchschnittsalter des Menschen betrachtet, wird man 75 Jahre alt. Aber wenn man jetzt 20 oder älter ist, hat man nur noch 55 Jahre oder weniger übrig zu leben… Glauben Sie! Das ist auch nicht ganz richtig. Von diesen 55 Jahren werden Sie 18 Jahre schlafen, 13 Jahre werden Sie schuften, viereinhalb Jahre im Verkehr verbringen, viereinhalb Jahre beim Essen, eineinhalb auf der Toilette! Insgesamt, wenn wir das alles subtrahieren, haben Sie nur noch… 13 Nettojahre Freizeit!
In 90 Minuten Humor, Reflexion, Musik, Gesang, Comics, Poetry Slam und Verrückheit werden Sie miterleben, wie man älter wird, ohne beim Versuch, dabei zu sterben. Sie werden nach Hause gehen und mehr über Wölfe, über himmlische Wetten und über Männeralpträume von Andropause und genervte Pimmel, die in Rente gehen wollen, erfahren haben. Alles innerhalb kurzer Zeit, weil Solar es eilig hat. Er hat ja Geburtstag… schon wieder! Zusammen mit der visuellen Künstlerin Cristina Collao und den Komponisten Christian Vasquez lädt Alvaro Solar Sie ein, eine Zeitreise auf der Suche nach dem Jungbrunnen zu unternehmen und unterwegs den Lebensinns zu hinterfragen.

Das Wintermärchen
17.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Ü: Chris Alexander. R:Patricia Benecke. B/K: Heike Neugebauer, Rike Schimitschek.
M: Simon Slater.
Mit: Simon Elias, Tim D. Lee, Petra-Janina Schultz, Markus Seuß.

In Sizilien ist alles Sonnenschein: König Leontes, seine schwangere Frau Hermione und Polixenes, König von Böhmen frönen ihrer gegenseitigen Liebe und Freundschaft. Doch aus heiterem Himmel bezichtigt König Leontes seine Frau Hermione der Untreue mit Polilxenes. Er lässt seine Frau ins Gefängnis werfen und das neugeborene Mädchen auf dem Meer aussetzen. Als urplötzlich auch noch der gemeinsame Sohn Mamillius stirbt, bricht Hermione unter soviel Unglück zusammen und erstarrt, so dass man von ihrem Tod berichtet. Von bitterer Reue geplagt, sieht Leontes sein Unrecht ein, doch zu spät -in einem Zug hat er sein ganzes Glück vernichtet, und sein Königreich fällt durch seine Schuld und seine Reue in Eisesstarre.
20 Jahre später lebt das Mädchen, „Perdita“ genannt, als adoptierte Tochter von einfachen Schäfern in Böhmen. Mit dem Sohn des Königs Polixenes verbindet sie eine heimliche Liebe. Auf einem ausgelassenen Schafschurfest wird ihre Verbindung unerwartet entdeckt, und die zwei fliehen vor Polixenes’ Zorn nach Sizilien…
Die Inszenierung entwirft mit Musik, atmosphärischen Geräuschen und Tiermasken einen märchenhaften Erzählraum. Shakespeare wirft in seinem Spätwerk einen abgeklärten Blick auf die Unberechenbarkeit menschlicher Gefühle, die bestimmen, ob sich das Leben in eine Tragödie oder Komödie verwandelt. Sind am Ende vielleicht alle schicksalhaften Verstrickungen nur ein Traum? Haben allein die Gefühle auch die Kraft, einen Traum in Realität zu verwandeln?
 
Eine ebenso kurzweilige wie berührende Aufführung.
Kreiszeitung
 
Patricia Benecke und ihren vier Spielern ist eine absolut stimmige und verzaubernde Version des Stückes gelungen, bei der sich das Tragische des ersten Teils lustig-leicht in Luft auflöst.
foyer

Der Zinnsoldat und die Tänzerin
18.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Idee: Michael Meyer. Text/Regie: Manfred Schiffers. Ausstattung: Melanie Kuhl.
Mit: Katharina Hoffmann, Michael Meyer.

…und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Ein Mann und eine Frau, beide nicht mehr ganz jung. Sie können nicht besonders gut miteinander, aber ohne den anderen geht es auch nicht. Er, seit vielen Jahren nur noch auf einem Bein, und sie mit einem Geisteszustand, der einem Blatt Papier ähnelt, auf dem das Geschriebene allmählich verblasst. Aus Andersens Märchen scheinen sie ins Hier und Jetzt geflogen zu sein, um das Ideal ihrer sehnsuchtsvollen Liebe zu erfüllen - und müssen doch scheitern. Der Zinnsoldat, für den das Zinn nicht mehr gereicht hat, so dass er nur ein Bein hat, versucht dennoch ständig sein Stehvermögen unter Beweis zu stellen und die Tänzerin aus Papier, die nicht viel mehr weiß, als auf einem Bein stehen und die Arme anmutig in die Höhe strecken zu müssen – bis sie plötzlich die starke Anziehung zum Pianoforte fühlt… Der Theaterabend zeigt ihre Beziehung mal humorvoll wie durch die Brille Loriots, und mal vital und verrückt wie aus einem Fellini-Film. Mit viel Musik!

Buchpremiere: Stolpersteine in der Neustadt
21.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Seit 2004 sind in Bremen über 720 Stolpersteine verlegt worden; davon nahezu 100 in der Neustadt. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die NS-Opfer, indem er vor ihrem letzten, meist selbst gewählten, Wohnort Stolpersteine – Gedenktafeln aus Messing – in den Bürgersteig einlässt. Der Initiativkreis Stolpersteine Bremen hat die Biografien der verfolgten Personen in mehreren Bänden, nach Stadt- und Ortsteilen geordnet, veröffentlicht. Die Bände enthalten neben dem lokalen Schwerpunkt auch unterschiedliche grundlegende Darstellungen zu Bremen in der NS-Zeit. Jetzt ist der Band 6: Neustadt erschienen. Er enthält neben den biografischen Abrissen u.a. Beiträge zu Spuren der NS-Zeit in der Neustadt, zum Isenbergheim in der Kornstraße und zu den Judenhäusern im verschwundenen Warnkengang. Über den Stadtteil hinaus führen die Beiträge über die Verfolgung der Bremer Zeugen Jehovas, der Geschichte des jüdischen Produktenhandels, der Geschehnisse in der Novemberpogromnacht 1938 und deren juristische Aufarbeitung während der NS-Zeit und in der frühen Nachkriegszeit. Dem Buch liegt ein Stadtplan mit Markierung der Verlegeorte bei und ermöglicht eine persönliche Spurensuche.

Neben einer kurzen Vorstellung des Buches und einem Grußwort der Ortsamtsleiterin Annemarie Czichon, wird der Chor der Hochschule Bremen, "Intonation", Lieder von verfolgten Komponisten unter der Leitung von Julio Fernandez präsentieren.

Eintritt frei, Spenden sind willkommen. Anmeldung erforderlich: online oder telefonisch unter 0421-500 333, Mo-Fr 15-18 Uhr.

Der Zinnsoldat und die Tänzerin
22.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Idee: Michael Meyer. Text/Regie: Manfred Schiffers. Ausstattung: Melanie Kuhl.
Mit: Katharina Hoffmann, Michael Meyer.

…und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Ein Mann und eine Frau, beide nicht mehr ganz jung. Sie können nicht besonders gut miteinander, aber ohne den anderen geht es auch nicht. Er, seit vielen Jahren nur noch auf einem Bein, und sie mit einem Geisteszustand, der einem Blatt Papier ähnelt, auf dem das Geschriebene allmählich verblasst. Aus Andersens Märchen scheinen sie ins Hier und Jetzt geflogen zu sein, um das Ideal ihrer sehnsuchtsvollen Liebe zu erfüllen - und müssen doch scheitern. Der Zinnsoldat, für den das Zinn nicht mehr gereicht hat, so dass er nur ein Bein hat, versucht dennoch ständig sein Stehvermögen unter Beweis zu stellen und die Tänzerin aus Papier, die nicht viel mehr weiß, als auf einem Bein stehen und die Arme anmutig in die Höhe strecken zu müssen – bis sie plötzlich die starke Anziehung zum Pianoforte fühlt… Der Theaterabend zeigt ihre Beziehung mal humorvoll wie durch die Brille Loriots, und mal vital und verrückt wie aus einem Fellini-Film. Mit viel Musik!

"Erziehen, erzwingen, erniedrigen"
29.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Szenische Lesung aus der Reihe »Aus den Akten auf die Bühne«, Kooperation Uni Bremen in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung - Denkort Bunker Valentin.

Einrichtung Text/Szene: Peter Lüchinger. Mit: Simon Elias, Peter Lüchinger, Markus Seuß, Petra-Janina Schultz.

Das Arbeitserziehungslager in Bremen-Farge (1940-1945) „Eingang zu einer Danteschen Hölle“ so beschreibt der ehemalige Häftling und spätere Finanzsenator Wilhelm Nolting-Hauff die Rüstungslandschaft um den Bunker Valentin in Bremen-Farge. Teil dieser Hölle war auch das Lager Farge, für das sich die Bremer Wirtschaft einsetzte. Sie wollte ihre Arbeitskräfte disziplinieren, zuerst die deutschen, später auch die Zwangsarbeiter aus den besetzten Teilen Europas. Das im Juni 1940 von der Bremer Gestapo eingerichtete Lager wurde zum Vorbild für die Arbeitserziehungslager, die Heinrich Himmler ab 1941 reichsweit bauen ließ. „Pass auf oder du kommst nach Farge“ mit diesem Satz wurde den Arbeitern in den Betrieben gedroht. Kommandant Heinrich Schauwacker wurde im Februar 1945 von der Gestapo verhaftet: der Lagerarzt hatte ihn wegen übermäßiger Brutalität gegenüber den Häftlingen angezeigt. Wer waren die Profiteure und Täter und wer waren die Häftlinge? Wie wurde nach 1945 über dieses Lager von der britischen Militärjustiz und in anderen Verfahren verhandelt? Zeugnisse dieser Akteure sind Teil der szenischen Lesung der bsc. Es war der Wunsch der Erben Richard Lahmanns (1924-2017, ebenfalls Häftling in Farge), dass dieses dunkle Kapitel der Geschichte Bremens auf der Bühne zum Sprechen gebracht wird.

Der Zinnsoldat und die Tänzerin
31.10.2020 um 19:30 Uhr / Bremen

Idee: Michael Meyer. Text/Regie: Manfred Schiffers. Ausstattung: Melanie Kuhl.
Mit: Katharina Hoffmann, Michael Meyer.

…und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Ein Mann und eine Frau, beide nicht mehr ganz jung. Sie können nicht besonders gut miteinander, aber ohne den anderen geht es auch nicht. Er, seit vielen Jahren nur noch auf einem Bein, und sie mit einem Geisteszustand, der einem Blatt Papier ähnelt, auf dem das Geschriebene allmählich verblasst. Aus Andersens Märchen scheinen sie ins Hier und Jetzt geflogen zu sein, um das Ideal ihrer sehnsuchtsvollen Liebe zu erfüllen - und müssen doch scheitern. Der Zinnsoldat, für den das Zinn nicht mehr gereicht hat, so dass er nur ein Bein hat, versucht dennoch ständig sein Stehvermögen unter Beweis zu stellen und die Tänzerin aus Papier, die nicht viel mehr weiß, als auf einem Bein stehen und die Arme anmutig in die Höhe strecken zu müssen – bis sie plötzlich die starke Anziehung zum Pianoforte fühlt… Der Theaterabend zeigt ihre Beziehung mal humorvoll wie durch die Brille Loriots, und mal vital und verrückt wie aus einem Fellini-Film. Mit viel Musik!

Axel Hacke liest
18.11.2020 um 20:00 Uhr / Bremen

Axel Hacke liest – aber was liest er denn? Das lässt sich vorher nicht so genau sagen, denn Hackes Prinzip ist, alle seine Texte mit auf die Bühne zu bringen und erst im Laufe des Abends zu entscheiden, welche er vorträgt: Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest: Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen. Aber dann? Vielleicht ein Stück aus Die Tage, die ich mit Gott verbrachte, in dem es in jener wunderbar leicht-verspielten Weise, die allen Hacke-Büchern eigen ist, um nicht weniger als den Sinn des Lebens geht? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie?
Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Norddeutsche Rundfunk einmal dem Publikum gab: „Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden.“

“Wie er da so locker im Scheinwerferlicht auf der Bühne sitzt, ohne Moderator, nur mit seinem Erzähltalent, wie er Pointe um Pointe setzt, da dürfte auch jenen, die ihn zum ersten Mal erleben, schnell klar sein, dass dieser Mann ein Profi in Sachen Dramaturgie ist, mit dem Gespür für feine Ironie, der nichts anbrennen lässt.”
FAZ 11.04.18

“Die Einschübe zwischen den Texten sind ein ebenso großes Vergnügen wie die Lesung selbst, die der Schriftsteller, Kolumnist und Journalist mit viel Gespür für Wirkung und Timing vorträgt.”
Kieler Nachrichten, 11.11.2016

“Es so schön zuzuspitzen, ist die Kunst.”
Mannheimer Morgen 06.04.2016

Axel Hacke, 1956 in Braunschweig geboren, lebt als Schriftsteller in München. Berühmt ist seine Kolumne „Das Beste aus aller Welt”, die Woche für Woche im Magazin der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wird. Seine Bücher, zum Beispiel „Der weiße Neger Wumbaba“ oder „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“, sind Bestseller. Seine Arbeit wurde mit dem Joseph-Roth-Preis, zwei Egon-Erwin-Kisch-Preisen und dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Im August 2017 erscheint „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“.

Bibliographie: • Nächte mit Bosch (1991) • Der kleine Erziehungsberater (1992) • Der kleine König Dezember (1993) • Hackes Tierleben (1995) • Ich hab’s euch immer schon gesagt (1998) • Auf mich hört ja keiner (1999) • Ich sag’s Euch jetzt zum letzten Mal (2000) • Ein Bär namens Sonntag (2001) • Das Beste aus meinem Leben (2003) • Deutschlandalbum (2004) • Der Weisse Neger Wumbaba (2004) • Prálinek (2005) • Der Weisse Neger Wumbaba kehrt zurück (2007) • Wortstoffhof (2008) • Wumbabas Vermächtnis (2009) • Alle Jahre schon wieder (2009) • Wofür stehst Du? (2010, mit Giovanni di Lorenzo)
• Das Beste aus meinem Liebesleben (2011)
• Oberst von Huhn bittet zu Tisch (2012)
• Fußballgefühle (2014) )
• Das kolumnisitische Manifest (2015)
• Die Tage, die ich mit Gott verbrachte (2016)
• Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen (2017)


Location bereitgestellt von: Kulturkurier