Quelle: Veranstalter

Samstag, 17.10.2026
um 15:00 Uhr




Georg Büchners Briefwerk ist nur bruchstückhaft überliefert, viele Briefe liegen nicht mehr im Original vor. So hat z.B. seine Braut Wilhelmine Jaeglé die meisten der an sie gerichteten Briefe nach dem Tod Büchners vernichtet. Ein weiterer großer Teil ging bei einem Archivbrand in den 1850er Jahren verloren.

Die heutigen Ausgaben stützen sich deshalb vor allem auf den ersten Herausgeber des Briefwerks, Georgs Bruder Ludwig (1850). Dessen Bestreben war jedoch nicht eine lückenlose Sammlung, sondern eine interpretierende Auswahl mit einem besonderen Augenmerk auf Büchners politische Aktivitäten.

Das Briefwerk gibt einen tiefen Einblick in Büchners Leben, und die Einflüsse auf sein Werk werden sichtbar. Wie bei kaum einem anderen Schriftsteller sind politisches Engagement und literarisches Schaffen miteinander verwoben. Dies zeigt sich sowohl im Inhaltlichen als auch im Formalen - so finden sich Formulierungen darin, die auch Eingang in die Stücke gefunden haben.

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