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Donnerstag, 18.03.2027
um 20:00 Uhr




Die im letzten Jahr für den Deutschen Buchpreis nominierte Autorin wurde im Kosovo geboren und gelangte mit ihren Eltern auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Serbien nach Deutschland. Ihr bewegender Roman ist ein Buch über Erinnern und Vergessen und den mühevollen Neuanfang in einer fremden, neuen Heimat.

Aus der neuen Sprache verschwunden ist auch das "ë" (ein e mit zwei Punkten), das im Albanischen ein eigener Vokal ist, und dem Buch den Titel gegeben hat. Albanisch ist eine Sprache, die nicht mit den anderen Sprachen des früheren Jugoslawiens verwandt ist. Sie wird nicht nur in Albanien, sondern auch im Kosovo gesprochen. In Deutschland plötzlich sprachlos, erfindet Jehona Kicaj in ihrer mühsam erlernten neuen Sprache wunderschöne Bilder, und ihre Stimme wird zur Stimme einer Frau, die sich mit ihren Traumata auseinandersetzt.

Der Roman »ë« erinnert an den in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben. Jehona Kicaj, die den Krieg als Kind von Geflüchteten aus der Entfernung erlebt hat, bringt eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, im wahrsten Wortsinn zur Sprache.

Copyright Foto: Carl Philipp Roth

Einlass: 19:15

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