Samstag, 30.05.2026
um 19:30 Uhr




Im Sommer 1938, kurz vor den nationalsozialistischen Pogromen, emigriert die aufstrebende Berliner Dichterin Mascha Kaléko nach New York. „Amegika!“, jubelt ihr „Bengel“ auf dem „mäßig guten Schiff Britannic“ in Richtung Staaten – so hält es Kaléko in ihrem Tagebuch fest.

Als jüdische Autorin im Exil vermischen sich wirtschaftliche Unsicherheit und Sorgen um die Zurückgebliebenen mit der Neugier auf diesen neuen, aufregenden Ort, der so viel von dem Berlin hat, das sie zurücklassen musste. Während in Europa der Krieg wütet, schreibt Kaléko unter fremdem Dach über Exilerfahrungen, Heimweh und Hoffnung – mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus Melancholie und Leichtigkeit: „Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond.“

Gemeinsam mit Almut Zilcher und der RZt-Hausband 21 downbeat entsteht eine musikalisch-literarische Annäherung an Mascha Kalékos Exiljahre – zwischen Berlin und New York, Verlust und Aufbruch, Sehnsucht und Zuversicht.

Almut Zilcher, geboren in Graz, spielte an zahlreichen Theatern, wie am Deutschen Schauspielhaus und am Thalia Theater in Hamburg, am Schauspielhaus Bochum, am Schauspiel Frankfurt, am Schauspiel Köln und an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist sie Ensmeblemitglied am Deutschen Theater Berlin und war dort auch mit Spieler:innen des RZt auf der Bühne zu sehen, mit denen sie seit Jahren eine enge Theaterfreundschaft verbindet.

21 downbeat sind in wechselnder Besetzung Schauspieler:innen des Rambazamba Theaters und der Komponist und Musiker Leo Solter. Abseits gängiger Grenzen und Vorstellungen kreieren die Bandmitglieder aus eigenen Texten und Gedichten von zeitgenössischen Autor:innen einen ganz individuellen Sound. Die Debut-EP mit Songtexten der preisgekrönten Autorin Yoko Tawada erschien im Sommer 2021 beim Label Keller. 21 downbeat war u.a. beim Pop-Kultur Festival, im Mensch Meier, im ausland, in der Kantine am Berghain und auf der Fusion zu bestaunen.

Hi Freaks ist eine Benefizveranstaltungsreihe des RZt. Hier arbeiten seit über 30 Jahren Schauspieler:innen mit Behinderungen gemeinsam mit renommierten Gästen aus der deutschen Kulturlandschaft an wildem, aufregendem Theater. Alte und neue Freund:innen des Hauses werden eingeladen, zusammen mit dem Ensemble zu lesen, zu spielen oder zu musizieren. Der Erlös wird in die Infrastruktur des Hauses sowie in die Ausbildung neuer Spieler:innen investiert.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

Das könnte auch interessant sein

Etta Scollo Trio & Eva Mattes - Nirgendland - Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Etta Scollo Trio & Eva Mattes - Nirgendland - Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Hi Freaks: Fritzi Haberlandt, Milan Peschel & das RambaZamba-Ensemble - Lesung: Besuch aus der Ostzone
Die Ballade vom traurigen Café - mit WORTLAUT (Giese/Furch), Albert Koch & Norbert Roschauer - Premiere
Also wat nu? - Kurt Tucholsky Feuilletons und Gedichte mit musikalischer Umrahmung
Etta Scollo Trio & Eva Mattes - Nirgendland - Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Etta Scollo Trio & Eva Mattes - Nirgendland - Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Etta Scollo Trio & Eva Mattes - Nirgendland - Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Etta Scollo Trio & Eva Mattes - Nirgendland - Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Etta Scollo Trio & Eva Mattes - Nirgendland - Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Etta Scollo Trio & Eva Mattes - Nirgendland - Ein literarisch-musikalischer Abend für Mascha Kaléko
Kalit 26 – Das Musik- und Literaturfestival im Gutshaus Friedenfelde - Probleme, Probleme – Sophie Rois liest Ingeborg Bachmann
Kalit 26 – Das Musik- und Literaturfestival im Gutshaus Friedenfelde - Probleme, Probleme – Sophie Rois liest Ingeborg Bachmann