Was macht es mit einem Menschen, von einem Moment auf den nächsten verlassen zu werden? Zwei neue Bücher erzählen von Figuren, die sich in dieser Situation befinden. In Susanne Schirdewahns Roman »Karacho« (Voland & Quist, 2026) ist es die Künstlerin Kira, Mitte vierzig, die mit ihrem Ehemann Vau und zwei jugendlichen Söhnen in Berlin lebt. Eines Tages verabschiedet sich Vau mit den Worten: Ich liebe dich nicht mehr. Kira muss sich entlieben, und das ist kompliziert. Armin Wühle erzählt in »Mala Visión« (Albino, 2026) von Rafa, der sechs Jahre eine Beziehung mit Hannes geführt hat. Doch dann, gerade als die beiden zusammenziehen wollen, verschwindet Hannes von einem Tag auf den anderen. Bei Instagram tauchen Fotos von ihm in Mexiko auf; spontan reist Rafa hinterher, um den Freund zur Rede zu stellen: Ein lebensgefährlicher Irrweg beginnt. Im Zentrum dieses Abends steht die Frage, welche Wege sich öffnen, wenn Liebe endet. Und das Nachdenken darüber, wie sich die Beschreibung von Ausnahmezuständen in ein literarisches Kunstwerk verwandeln lässt.

Moderation: Thorsten Dönges

Bild: Susanne Schirdewahn © Nils Woitschach

Einlass: 18:30

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix