Freitag, 17.04.2026
um 19:30 Uhr




„Motte“ wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater
ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter:
den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke
kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den
anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich
nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt
die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so. Auch
Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim
Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr
warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur,
weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft.

Lena Schätte, geboren 1993 in Lüdenscheid, debütierte 2014 mit
dem Roman »Ruhrpottliebe«. In den Folgejahren arbeitete sie als
Psychiatriekrankenschwester, bis sie ein Studium des Literarischen
Schreibens am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aufnahm. Heute
betreut sie suchtkranke Menschen – und schreibt. Für »Das Schwarz
an den Händen meines Vaters« wurde Lena Schätte u. a. mit dem
W.-G.-Sebald-Literaturpreis ausgezeichnet. Der Roman stand zudem
auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2025.

Einlass: 19:00 Uhr

Der Vorverkauf startet am 16. März 2026, 9 Uhr.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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