Vor einem Jahr machte Alice Weidel Schlagzeilen mit der Umdeutung Hitlers zum Kommunisten, nahezu zeitgleich erschien Volker Weiß’ Buch „Das Deutsche Demokratische Reich“ (Klett-Cotta, 2025). Der Historiker und Publizist untersucht darin, wie Akteure der extremen Rechten sich historische Narrative und politische Symbole aneignen und gezielt umdeuten – ein Muster, das sich weltweit bei rechten Bewegungen beobachten lasse. Der ehemalige Berliner Kultursenator Klaus Lederer erkennt solche Strategien auch im parlamentarischen Alltag. Gemeinsam diskutieren Weiß und Lederer über Kulturkämpfe und die Geschichtspolitik der extremen Rechten sowie über die Frage, wie eine demokratische Öffentlichkeit auf solche Bedeutungsverschiebungen reagieren kann.

Einlass: 19:30

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