Mad Songs - Englische Lieder von Liebe, Eifersucht und Wahnsinn - Ensemble musica cubicularis zu Gast in der Kirche Markau
Programm: Henry Purcell, Daniel Purcell, John Blow, John Eccles, Matthew Locke, Cuthbert Hely
Ensemble musica cubicularis
Helena Bregar, Sopran
Sam Chapman, Erzlaute
Domen Marincic, Viola da Gamba
Tomaž Sevšek, Cembalo
In englischen Liedern über Liebe, Verlust, Eifersucht und Wahnsinn erkennen wir eine ähnliche Verrücktheit wie bei den Figuren aus Shakespeares Theaterstücken wie Hamlet, Ophelia, König Lear und Macbeth. Die Sprünge von einem extremen Gefühl zum nächsten waren eine außergewöhnliche Inspirationsquelle für Dichter, Komponisten und Interpreten.
Seit seiner Gründung im Jahr 2004 widmet sich musica cubicularis Alter Musik auf historischen Instrumenten. Das Repertoire des Ensembles umfasst weniger bekannte und noch unveröffentlichte Werke, darunter Opernarien aus dem Archiv der Grafen Attems in Slovenska Bistrica, Motetten und geistliche Dialoge aus dem Archiv der Kathedrale von Koper, Musik aus dem Franziskanerkloster in Novo Mesto, Konzerte aus der Sammlung von Ptuj, Renaissance-Musik, die den Mitgliedern der Familie Khisl gewidmet ist, und das Repertoire, das einst im Archiv der Kathedrale von Ljubljana aufbewahrt wurde. Das Ensemble tritt in Slowenien, Österreich, Italien, Deutschland, Kroatien, Tschechien, Spanien und der Schweiz auf. Es arbeitet mit bekannten Sängern und Instrumentalisten zusammen, darunter auch bekannte Spezialisten wie Federico Guglielmo, Bojan Čičić, Alex Potter, William Dongois, María Cristina Kiehr und Edoardo Torbianelli. Ende 2021 nahm musica cubicularis in Schweden eine CD mit Motetten und Instrumentalmusik von Isaac Posch auf.
Die Sopranistin polnisch-slowenischer Herkunft Helena Bregar studierte an der Musikakademie in Bydgoszcz und schloss ihr Studium am Pôle Supérieur Paris Boulogne-Billancourt bei Isabelle Poulenard ab. Sie trat in Opern von Mozart, Rossini, Campra, Cavalli und Luigi Rossi auf. Sie gastierte in der Pariser Philharmonie und in der Cité de la Musique. Sie arbeitet mit den Ensembles Compagnie La Tempête, Flores Myrtae, Musiciens de Saint-Julien und Vox Cantoris zusammen und leitet auch ihr eigenes Ensemble La Sensible. Sie beschäftigt sich mit traditionellem slawischem Gesang, auch als Solistin der Gruppe Kapela OldNova, und interessiert sich für alternatives Theater und Barocktanz.
Sam Chapman studierte historische Zupfinstrumente bei Elizabeth Kenny an der Royal Academy of Music (London), wo er den Julian Bream Prize sowie Robert Spencer Award erhielt. 2004 kam er nach Basel, um eine Ausbildung zum Alexander-Technik Lehrer zu machen. Nach Erhalt des Leverhulme-Stipendiums studierte er an der Schola Cantorum Basiliensis im Masterstudiengang (MA) Laute bei Hopkinson Smith. 2012 schloss er außerdem einen MA in Generalbass bei Jesper Christensen ab. Er wirkte bei diversen CD-Produktionen und trat schon bei herausragenden Festivals für Alte Musik auf, so zum Beispiel in der Wigmore Hall in London, im Konzerthaus Wien, und bei der Staatsoper Berlin. Als Continuo-Spieler hat er u.a. mit der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Orchestra of the Age of Enlightenment mitgewirkt, sowie unter Dirigenten wie William Christie, Alessandro de Marchi, Diego Fasolis und Rinaldo Alessandrini. Einige Jahre war er Lehrbeauftragter für Laute, Generalbass und Kammermusik an der Universität der Künste Berlin und unterrichtet seit 2023 an der HfMDK Frankfurt.
Domen Marincic; begann seine musikalische Ausbildung auf dem Cello und studierte später Viola da Gamba in Nürnberg und bei Philippe Pierlot in Trossingen. Er erhielt auch ein Diplom im Hauptfach Cembalo bei Carsten Lohff und absolvierte ein Aufbaustudium für Generalbass bei Alberto Rinaldi. Als Kammermusiker konzertiert er in ganz Europa, in Kanada, USA, China, Korea und Vietnam. Als Cellist, Gambist oder Cembalist ist er an etwa 40 CD-Produktionen beteiligt für Labels wie Accent, Aeolus, Arcana, BIS, Brilliant Classics, Harmonia Mundi France, Oehms Classics und Sony/DHM. In den letzten Jahren leitet er Orchesterprojekte in Slowenien, Finnland und Kroatien; unter anderem führte er Oratorien von Scarlatti, Stradella und Pasquini sowie das Requiem von Jean Gilles auf. Er hielt Vorträge oder Workshops an Konservatorien und Musikhochschulen in Venedig, München, Detmold, Bremen, Freiburg, Basel, Helsinki, Linz, Salzburg und Wien. Von 2021 bis 2025 war er Professor für historische Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit Oktober 2025 ist er in gleicher Funktion als Nachfolger von Reinhard Goebel an der Universität Mozarteum Salzburg tätig.
Tomaž Sevšek studierte Orgel bei Zsigmond Szathmary und Cembalo bei Robert Hill an der Hochschule für Musik in Freiburg und bildete sich später an der Eastman School of Music in Rochester (USA) bei David Higgs und Arthur Haas weiter. Er tritt in Slowenien, Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Spanien, Kroatien und der Schweiz auf und arbeitet regelmäßig mit einer Reihe von Ensembles und Orchestern zusammen. Er konzertierte auf bedeutenden historischen Instrumenten, darunter auch auf der ältesten Orgel der Welt in Sion in der Schweiz. Er beschäftigt sich auch intensiv mit dem Clavichord und einem vergessenen Instrument, der französischen Kunstharmonika.
Foto (c) Philippe Denis
In Kooperation mit Kulturfeste in Brandenburg e.V.
Einlass: 14:30 Uhr / Kaffee und Kuchen ab 14:00 Uhr