Schaurig schön - Geisterballaden und Liebeslieder
Verwunschene Schlösser, schaurige Gespenster, tragisch und glücklich Liebende – das Abschlusskonzert der Schlosshofkonzerte Tübingen taucht ein in die Welt der Königskinder, Wassernixen und Poltergeister. Balladen und Gesänge für Chor a cappella werden mit Gedicht-Rezitationen spannungsreich in Beziehung gesetzt.
Die Bandbreite der Dichter_innen reicht von William Shakespeare über Johann Wolfgang von Goethe und Justinus Kerner bis hin zu Ludwig Uhland, Eduard Mörike und Theodor Fontane. Annette von Droste-Hülshoffs „Knabe im Moor“ darf ebenso wenig fehlen wie Johann Gottfried Herders mordlüsterner „Edward“ oder Ludwig Höltys rachsüchtige „Nonne“.
Die Gedichte von brennender Liebe und Eifersucht, von Übersinnlichem, Abenteuer und Gefahr, aber auch von Rettung, Erlösung und Happy End inspirierten viele Komponist_innen bis in die Gegenwart. Sei es Friedrich Silchers legendärer „Barbarossa“, Josephine Langs ätherisch schönes „Brautlied“, Jaakko Mäntyjärvis für Chor bearbeitetes Beethoven-Fragment „Erlkönig“, Hugo Distlers spukhafter „Feuerreiter“ oder Robert Schumanns „Wassermann“, in dem gar „die Jungfern von Tübingen Tanz“
halten – beim mitreißend musizierenden Chor Ensemble Horizons sind sie alle bestens aufgehoben.
Für die Rezitation sorgt die Theater- und Filmschauspielerin Mechthild Großmann, unter anderem bekannt für ihre Rolle als ARD-„Tatort“-Staatsanwältin Wilhelmine Klemm.
Zusammen gestalten sie ein unvergessliches Programm an einem sagenhaften Ort, das noch lange nachklingen wird.
Mechthild Großmann - Rezitation
Ensemble Horizons - Chor
Matthias Klosinski - Musikalische Leitung
Foto: Mechthild Großmann © Jan Riephoff