Er ist einer der produktivsten Autoren der Gegenwartsliteratur, das enfant terrible in einem Betrieb, der sich nach störungsfreier Glattheit sehnt, ein Solitär, dessen ästhetisches Programm und Formbewusstsein kompromisslos sind: Alban Nikolai Herbst. Anlässlich seines 70. Geburtstages wollen wir auf eine Schriftstellerkarriere zurückblicken, in deren Verlauf über mehr als vier Jahrzehnte zahllose Erzählungen, Hörspiele und Romane entstanden sind, darunter zuletzt "Briefe nach Triest", erschienen im Dezember 2024. Dieser Roman vereint, was Herbsts Gesamtwerk auszeichnet: ein der Zeit enthobenes Sprachgefühl, ausgeprägtes formales Traditionsbewusstsein und nicht zuletzt die in die Handlung einbrechenden Elemente des Phantastischen, die seit jeher Herbsts Schreiben so deutlich vom klassischen Realismus abgrenzen. „Eine Liebesgeschichte, die sich so niemals hätte ereignen dürfen, denn sie hält sich nicht an die Regeln, sprengt Konventionen, bringt nicht nur die Liebenden in Bedrängnis, sondern auch jene, die ihnen nahestehen, ja, sogar uns, die wir davon lesen“, schreibt die Schriftstellerin Ricarda Junge über Briefe nach Triest und wird mit Alban Nikolai Herbst über Ästhetik und Form, über das Phantastische und die Liebe sprechen.

Moderation: Ricarda Junge

Alban Nikolai Herbst wurde 1955 in Refrath, Nordrhein-Westfalen, geboren. Er publiziert seit 1981 und lebt seither – abgesehen von einem fünfjährigen Zwischenspiel als Aktien- und Devisenbroker – als freier Schriftsteller. Mit seinem 1000-seitigen Roman "Wolpertinger oder Das Blau" und der "Anderswelt"-Trilogie wurde er als Dichter der deutschen Postmoderne bekannt und erhielt u. a. den Grimmelshausen- sowie den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar.

Ricarda Junge, 1979 in Wiesbaden geboren, ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Anschließend studierte sie evangelische Theologie in Frankfurt am Main. Für ihr Debüt "Silberfaden" wurde sie 2003 mit dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet. Es folgten die Romane "Kein fremdes Land", "Eine schöne Geschichte", "Die komische Frau" und "Die letzten warmen Tage". 2013 erhielt sie den Robert-Gernhardt-Preis. Ricarda Junge lebt mit ihrer Familie in Kassel.

Foto (c) Gaga Nielsen

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