16 Sebastian Manz & Herbert Schuch
Niels Wilhelm Gade: Fantasiestücke
Robert Schumann:
Fantasiestücke op. 12: „Des Abends“ und „Aufschwung“
Francis Poulenc: Sonate für Klarinette und Klavier
Franz Schubert: Impromptu f-Moll op. 142 Nr. 1
Johannes Brahms: Sonate für Klarinette & Klavier op. 120 Nr. 1
// Sebastian Manz (Klarinette)
// Herbert Schuch (Klavier)
Sebastian Manz, internationaler Solist, brillanter Kammermusiker und Solo-Klarinettist des SWR Symphonieorchesters, begeistert seit 2012 beim Musikalischen Sommer mit Spielfreude und originellen Programmen. Seinen Durchbruch hatte er 2008 beim ARD-Wettbewerb, wo er als erster Klarinettist seit 40 Jahren den 1. Preis und den Publikumspreis gewann. 2022 erschien seine CD mit Herbert Schuch und Werken von Brahms, Schumann und Gade. Schuch schafft mit seinem Credo „Musik nicht nur zum Klingen, sondern auch zum Sprechen zu bringen“ mit durchdachten Programmen auf höchstem Niveau einen Dialog zwischen Komponist*innen, Podium und Publikum.
Der dänische Komponist Niels Wilhelm Gade schöpfte seine Inspiration aus nordischer Literatur und prägte seinen Stil mit volksliedhaften Melodien. Seine Ossian-Ouvertüre wurde ein großer Erfolg und fand in Robert Schumann einen begeisterten Fürsprecher. Dessen Fantasiestücke op. 12 sind von E.T.A. Hoffmanns Figur des Kapellmeisters Johannes Kreisler inspiriert. Sie spiegeln dessen „exzentrisches, wildes, geistreiches“ Wesen (Schumann), werden aber von lyrischen, „sehr innigen“ Episoden durchbrochen.
Francis Poulencs poetische Klangsprache zählt zu den reizvollsten des 20. Jahrhunderts. Sein Freund Darius Milhaud sah in ihr eine Rückkehr zu Klarheit und Eleganz. Besonders in der Kammermusik entwickelte Poulenc einen unverwechselbaren Stil: kess, großstädtisch, romantisch gefärbt und zugleich modern.
Johannes Brahms schrieb 1894 seine beiden Klarinettensonaten für Richard Mühlfeld, dessen unvergleichliches Spiel ihn derart begeisterte, dass er seinen Entschluss, das Komponieren aufzugeben, revidierte.
Einlass ab 19:30 Uhr