Dienstag, 16.10.2018

Sonstige Konzerte ab 26,50 €
Maria Bill: Bill singt Piaf und Brel
16.10.2018 in Stuttgart

Maria Bill Gesang
Krzysztof Dobrek Akkordeon
Michael Hornek Klavier

„Ich bereue nichts“: Genau wie einst Edith Piaf hat auch Maria Bill nichts zu bereuen.
Die in der Schweiz geborene, und seit über dreißig Jahren in Wien lebende Schauspielerin und Sängerin arbeitete am Schauspielhaus, am Burgtheater, am Theater in der Josefstadt und am Volkstheater, sie war u.a. Brechts Mutter Courage, Shakespeares Desdemona, Albees Martha in „Wer har Angst vor Virginia Woolf“, Nestroys Salome Pockerl, Sally Bowles in „Cabaret“, die Jenny in der „Dreigroschenoper“ (Nestroy-Preis 2014), Arturo Ui von Brecht und die Anna in „Die sieben Todsünden“, Brecht/Weill .
2014 wurde ihr durch den Bundesminister für Kunst und Kultur in Wien der Berufstitel „Kammerschauspielern“ verliehen.

Die Kainz-Medaille aber errang Maria Bill für ihre sensationelle Darstellung des „Spatzen von Paris“ am Schauspielhaus Wien 1982. Seither ist klar: „In Zukunft wird man nicht mehr Edith Piaf sagen können, ohne gleichzeitig Maria Bill denken zu müssen“ (Neue Zürcher Zeitung). Denn durch die Bill wird die 1963 verstorbene Chanson-Legende in ihrer ganzen persönlichen Intensität und Tragik ungeheuer präsent: vom Aufstieg aus der Gosse bis zum Erfolg, dem Triumph in den USA – und der ewigen Sehnsucht nach Liebe. Schwarz gekleidet, mit großen Augen, roten Lippen und rauchiger Stimme, die immer ein bisschen verzweifelt klingt. „Ordinär und poetisch, ein Stimmwunder und Spielzauber zwischen Lachen und Weinen“, schreibt „Der Spiegel“.

Nach dem überwältigenden Erfolg wagt sich die Entertainerin und Schauspielerin an ein weiteres Urgestein des französischen Chansons – mit dem gleichen fulminanten Erfolg: Jacques Brel. Sie betritt als „junger Mann“ die Bühne: schmächtig, in schwarzen Nadelstreifhosen und Strubbelhaar, innerlich brennend für jedes einzelne Lied wie „Quand on n´a que l´amour“, eine Hommage an den belgischen Chansonnier und Sängerpoeten, der 1978 – gleich der Piaf, mit nicht einmal 50 Jahren, – einem Krebsleiden erlag. „Oft singt dein Lachen in meinem Kopf. Was für ein Geschenk!“

Beide werden auf altbekannte und doch ganz neue Weise wieder zu Bühnenleben erweckt: Piaf und Brel – durch das musikalische Medium Maria Bill.

http://www.mariabill.at/

Einlass 19.45 h
Theater & Comedy - Sonstige ab 13,10 €
Maria Stuart - Friedrich Schiller
16.10.2018 in Stuttgart

MARIA STUART

Trauerspiel in fünf Aufzügen

Fabelhafte Rollen für ein spielfreudiges Ensemble, eine bühnenmächtige Sprache und ein Politkrimi, den die Gegenwart geschrieben zu haben scheint: Schillers Königinnendrama, 1800 erstmals aufgeführt, fragt nach dem Verhältnis von Macht und Moral. Die Figuren sind verstrickt in ein Netz aus persönlichen Interessen und politischen Handlungszwängen, hin- und hergerissen zwischen Gefühl und Kalkül.

Maria Stuart, Königin von Schottland und Katholikin, ist seit vielen Jahren die Gefangene der englischen Königin Elisabeth. Marias Todesurteil ist gefällt. Doch die protestantische Elisabeth, um ihr Ansehen besorgt, zögert noch, ihre Unterschrift darunter zu setzen.

Mortimer, ein katholischer Konvertit, plant im Geheimen Marias Befreiung. Diese setzt ihre Hoffnung jedoch auf Leicester, einen Günstling der Königin. Leicester arrangiert ein Treffen der beiden Frauen, das jedoch nicht in der erhofften Annäherung mündet.
Zwei Herrscherinnen gefangen im Teufelskreis der Macht – mit Maria Stuart und Königin Elisabeth schuf Friedrich Schiller zwei der größten Frauengestalten der Weltliteratur.

Der Regisseur Martin Schulze inszeniert zum ersten Mal am Alten Schauspielhaus. Zu seinen künstlerischen Stationen gehören u.a. die Staatstheater in Braunschweig, Kassel und Karlsruhe.

Vorstellungen 14.9. bis 20.10.2018

Mit Ulrike Barthruff, Robert Besta, Franziska Beyer, Gunnar Blume, Thomas Halle, Oliver Jaksch,
Andreas Klaue, Alina Rank, Karlheinz Schmitt, Daniel Tille, Reinhold Weiser
Regie Martin Schulze
Bühne und Kostüme Pia Maria Mackert
Musik Dirk Raulf
Dramaturgie Axel Preuß
Ausstellung
Ernst Ludwig Kirchner
16.10.2018 in Stuttgart

Die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart beherbergt den großen Schatz von 81 Zeichnungen sowie 84 Druckgraphiken und einigen illustrierten Büchern von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), dem Mitbegründer der Künstlergemeinschaft »Brücke«. Alle seine Schaffensperioden und wichtigen Themen wie Großstadt und Tanz, Landschaften auf Fehmarn sowie die Alpen und anderes sind in diesem bemerkenswerten Bestand vertreten. Vor allem Kirchners Druckgraphik ist außergewöhnlich, gibt es die einzelnen Blätter doch nur selten in Auflagen, sondern oft nur in jeweils wenigen Handdrucken.



 



Die zuletzt als Gesamtkomplex 1980 ausgestellten Werke werden 2018, im 80. Todesjahr des Künstlers, in einer Ausstellung präsentiert, begleitet von einem Bestandskatalog.



 



Alle vom Museum bereits in den 1920er Jahren erworbenen Druckgraphiken Kirchners wurden 1937 als »entartet« beschlagnahmt, so dass der Aufbau der Stuttgarter Kirchner-Sammlung erst nach dem Zweiten Weltkrieg beginnen konnte: Neben diversen Ankäufen und Geschenken von 1947 an bis in die 1970er Jahre war es vor allem das Konvolut von 143 Zeichnungen und Druckgraphiken, das 1957 in die Sammlung kam und dessen Herkunft mit »Sammlung Dr. Gervais, Zürich / Lyon« angegeben wurde. Mit dieser Provenienz gibt es in vielen Museen Kirchner-Blätter, aber der Sammler blieb lange Zeit ein Rätsel. Ein mittlerweile abgeschlossenes Forschungsprojekt der Staatsgalerie Stuttgart hat gezeigt, dass alle Blätter aus dem Nachlass des Künstlers bzw. seiner Witwe Erna Kirchner (1884-1945) stammen und dass die »Sammlung Gervais« offenbar eine Erfindung des Kirchner-Schülers Christian Laely (1913–1992) war, um die Werke trotz Vermögenssperre nach Deutschland verkaufen zu können.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de