Dienstag, 16.10.2018

Literatur
Enzephalogramm
16.10.2018 in München

Außerdem mit Nana Tchigladze und Stefan Monhardt



Mit freundlicher Unterstützung des Georgischen Nationalen Buchzentrums und des Kulturreferats der LH München



„Ihre kraftvollen Bilder und Metaphern sind so von Inhalt erfüllt, dass es für einen ganzen Film reichen würde“, urteilt der georgische Filmregisseur und Lyriker Reso Esadse über die Gedichte von Lia Sturua, eine der zentralen Stimmen der modernen georgischen Lyrik. 1939 in Tiflis geboren, war sie nach einem Philologie-Studium als Universitätsdozentin tätig. Ihrer ersten Gedichtsammlung (1962) folgten zwölf weitere Bände, die Konkret-Körperliches facettenreich mit der modernen Technik und Zivilisation verweben, zudem Prosawerke und Essays. Berühmt wurde sie durch ihre Dichtung in freien Versen, sie beherrscht aber meisterlich auch traditionelle Formen wie das Sonett. Nana Tchigladze (Interlinearübersetzung) und Stefan Monhardt (Nachdichtung) haben eine Auswahl ihrer Lyrik ins Deutsche übertragen, stellen sie zweisprachig vor und erkunden im Gespräch mit der Dichterin Hintergrund und Besonderheit ihrer Poesie. Nana Tchigladze, 1965 in Tiflis geboren, studierte Journalistik, Deutsche Literatur und Linguistik. Sie übersetzt ins Georgische und Deutsche und war an zahlreichen Lyrikprojekten beteiligt. Stefan Monhardt, 1963 in Calw geboren, lebt als Lyriker, Übersetzer und Verleger in Berlin.

 





ვინმეს  აინტერესებს, როგორია

ეს უძინართა ხელობა, ლექსის წერა ?





Interessiert sich wohl jemand dafür, wie das ist,

dieses Handwerk der Schlaflosen, Gedichte zu schreiben?



Lia Sturua, aus: „Dort“,

wie in: Enzephalogramm. Aus dem Georgischen von Nana Tchigladze (Interlinearversion) und Stefan Monhardt (Nachdichtung). Edition Monhardt 2018.



Foto: Lia Sturua (c) Nata Sopromadze (Detail)


Kunst & Kultur
DAS ENDE DES REGENS
16.10.2018 in München



"Ich werde jede Spur von dir aus Gabriels Leben verbannen. Und jedes Mal, wenn der Junge nach dir fragt, nach seinem Vater, und das wird er unweigerlich, werde ich schweigen. Es wird ihn und mich umbringen. Aber ich werde schweigen. Es wird so sein, als ob du nie existiert hättest."



Alice Springs, Australien, 2039: Gabriel York erwartet seinen Sohn Andrew, den er vor 20 Jahren verlassen und seitdem nicht mehr gesehen hat. Es regnet.



London, 1968: Henry Law verlässt seine Frau Elizabeth und den 8-jährigen Sohn Gabriel. Über den Grund seines Fortgehens wird Elizabeth für immer schweigen. Es regnet.



London, 1988: Der 28-jährige Gabriel Law bricht nach Australien auf, um sich auf die Spuren seines zwanzig Jahre zuvor am Ayers Rock verschwundenen Vaters zu begeben. Es regnet.



Coorong, Australien, 1988: Als Gabriel sich in die junge Gabrielle York verliebt, kommen sie einem seit fast 30 Jahren verschwiegenen Geheimnis auf die Spur, dessen Folgen das Schicksal ihrer beiden Familien unauslöschlich und für immer miteinander verbindet. Es regnet.



Alice Springs, Australien, 2039: Gabriel York, der Sohn von Gabriel und Gabrielle, begegnet seinem Sohn Andrew. Nach acht Jahrzehnten verbinden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.



"Das Ende des Regens" entfaltet die Geschichte zweier Familien über 80 Jahre, vier Generationen und zwei Kontinente hinweg und umspannt dabei die Jahre 1959 bis 2039.



Szene um Szene greift die Handlung voraus und zurück, verschränken sich die Orte des Geschehens, zeigen sich die Figuren zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihres Lebens.

Stein um Stein lässt Andrew Bovell das Mosaik einer tragischen Familienchronik entstehen; er erzählt von Schweigen, Einsamkeit, Verbrechen, Verlust, aber auch von Liebe und Versöhnung vor dem Hintergrund einer von Naturkatastrophen heimgesuchten Welt.





Regie Jochen Schölch Bühne Thomas Flach Kostüme Sanna Dembowski Licht Hans-Peter Boden Dramaturgie Katharina Schöfl Ton Philipp Kolb Regieassistenz Domagoj Maslov Bühnenbau Alexander Ketterer Maske Nicole Weinfurtner



Mit Vanessa Eckart, Lilly Forgách, James Newton, Hubert Schedlbauer, Thomas Schrimm, Dascha von Waberer, Eli Wasserscheid





Eintrittspreise

€ 19 | € 23

ermäßigt € 15 | € 19

juniorermäßigt € 13 | € 17 (für Schüler, Studenten, FSJler und Auszubildende bis zum 27. Lebensjahr)



Montag und Dienstag = Theatertag - alle Kartenpreise € 4 reduziert





Produktion und Veranstalter: GbR Schölch u.a. "Das Ende des Regens"



Commissioned and originally produced by Brink Productions in Australia in 2008