Auch in diesem Jahr haben wir für Sie wieder eine ganz besondere Mischung für die „KuK“-Abende herausgesucht. Eines ist dabei sicher: Es darf viel gelacht, aber auch ein wenig gestaunt werden.
Marcus Jeroch wirbelt über die Bühne, wirft mit Worten und Bällen um sich, tauscht ihre Sinne, verstellt das Sagen, taucht ein in Sprache, bis zu Wahn und Tiefenrausch. Den Körper verschraubt in Schachtelsätzen, die Gliedmaßen in Rage, grotesk und wild, als habe ihn die Muse einmal zu viel geküsst … Marcus Jeroch deutscht anders! Ob Travestie des Worts, Artistik des Klangs, Buchstabenspiel und Sprachgewitter – Marcus Jeroch bietet ein Vergnügen der Denkerei, voll Nonsens und feinster, versteckter Philosophie. Da werden Sprachverrenkungen zur Person, werden Worte beschworen, jongliert und mit kongenialer Schöpferrage wach geküsst. Mit Marcus Jeroch erhalten die skurrilen Texte seines Autoren, des Wowoeten Friedhelm Kändler Ton und Kleid, gelangen zu Atem und Leben. Eine hörbare Lust, der angenehme Wahn des Besonderen.
Mona und Laura haben Körperkunst neu definiert: Die Artistinnen aus dem Norden haben ihren ganz eigenen Stil definiert. Der ist puristisch, tänzerisch, synchron und dennoch individuell, modern und sinnlich, spektakulär in seinem artistischen Niveau, untermalt von coolen Songs, auf den Punkt choreographiert, atemberaubend. Klassische Luftakrobatik wird von Mona und Laura sanft revolutioniert: An vertikalen Bändern, den Strapaten, zeigt das Duo, wie sich die Grenzen zwischen Himmel und Erde aufheben lassen. Ein poetischer Ein-Akter, ein Dialog in Bewegung. Performance und Unterhaltung für unvergessliche Augenblicke. Ein Würfel aus hartem Stahl bietet den Kontrapunkt zu einer anderen, fließenden Darbietung: Mit, an und rund um das maßangefertigte Requisit, dem Cube, schweben Mona und Laura durch eine Darbietung, die schon weltweit für Furore sorgte, durch Gegensätze besticht und ästhetisch wie technisch einzigartig ist.
Eleftheria, in Deutschland geboren und in Griechenland aufgewachsen, verbindet seit ihrer Kindheit Sport und Tanz. 2015 entdeckte sie die Zirkusdisziplinen, die sie sofort fesselten. Nach ihrem Abschluss in Physiotherapie entschloss sie sich, professionelle Artistin zu werden. Sie begann ihre Luftartistik-Ausbildung in Griechenland, setzte sie in Berlin fort und schloss schließlich die Zirkusschule Flic in Italien ab. In ihren Darbietungen verbindet Eleftheria Eleganz und Stärke mit Ästhetik.
Sie ist in der deutschen Kleinkunstszene etwas ganz Besonderes: Sabine Murza, alias „Murzarella“, die sich als „Bauchsängerin“ einen Namen gemacht hat. Die preisgekrönte Künstlerin ist in all ihrer Vielseitigkeit – zwischen musikalischer Professionalität, exzellentem Niveau, deftigem Witz und perfekter Bauchrednerkunst – vor allem eines: ein Phänomen. Mit Leichtigkeit haucht sie ihren Puppen Leben ein. Alle haben ihren ganz persönlichen Musikgeschmack und singen mit ihrer eigenen Stimme: Eine Kanalratte aus Wanne-Eickel, die Heavy Metal röhrt, ein verrückter Kakadu, der herzergreifend Schlager singt und eine Dame im besten Alter, die im schönsten Klassik-Timbre Opernarien schmettert. Und dann ist da noch die neue Praktikantin Leonie, auch sie hat ihre Stimmbänder schon geölt. Kann Murzarella da noch mithalten?
Es werden wieder tolle Abende – mit einer hervorragenden Mischung aus Humor, Akrobatik und kulinarischen Köstlichkeiten von unseren Freunden des benachbarten Steakhouses. Ganz so, wie es kurz vor Weihnachten sein sollte.
Gruppen sitzen automatisch zusammen!
19 Uhr