Dienstag, 20.02.2018

Literatur
Der Zerfall der Demokratie – Wie der Populismus den Rechtsstaat bedroht - Yascha Mounk
20.02.2018 in Stuttgart

Lesung und Gespräch
Moderation: Knut Krohn

Politikverweigerung und rechtspopulistische Parteien untergraben stabile Regierungen. Der Harvard-Politologe Yascha Mounk legt Gründe und Mechanismen offen, die westliche liberale Rechtsstaaten – so auch die USA unter Donald Trump – allmählich erodieren lassen. Zwei Muster treten dabei zu Tage: Entweder werden wie in den USA, Ungarn, Polen und der Türkei Demagogen ins Amt gewählt, die die Rechte von Minderheiten missachten, oder eine Regierung verschanzt sich, freiheitliche Rechte garantierend, hinter technokratischen Entscheidungen – und verliert wie in Deutschland, Großbritannien und Frankreich zunehmend an Volksnähe. Brillant und aufrüttelnd erklärt Yascha Mounk die komplexen Gründe und Mechanismen, die Demokratien zu Fall bringen können und benennt Maßnahmen, um bedrohte soziale und politische Werte für die Zukunft zu retten. Dafür braucht es eine breite Koalition gegen Populisten, die fraglose Unabhängigkeit von Justiz und Presse, die stärkere Teilhabe der Menschen an politischen Prozessen, den Kampf gegen soziale Ungleichheit – und vor allem politisches Engagement im allgemeinen. Yascha Mounk, 1982 in München geboren, in Freiburg, Kassel, Maulbronn und Karlsruhe aufgewachsen, unterrichtet politische Theorie an der Harvard University und schreibt als freier Publizist regelmäßig für Zeitungen wie "The New York Times", "The Wall Street Journal" und "Die ZEIT". Er lebt in New York.

In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof und der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Ballett
Bullshit
20.02.2018 in Stuttgart

Unter der künstlerischen Leitung von Gründer, Choreograph, Tänzer und Musiker Eric Gauthier zeigt das Tanzensemble des Theaterhauses Stuttgart nach Erfolgsprogrammen wie „Future 6“ oder „Poppea//Poppea“ erneut sein Können mit einer speziell für diese Tänzer entwickelten Choreographie. 2007 gegründet, hat sich die Company innerhalb kürzester Zeit einen Namen in der internationalen Tanzlandschaft gemacht. Gauthier selbst wurde für sein Engagement und seine Arbeit 2011 mit dem Deutschen Tanzpreis „Zukunft“ geehrt.

Ein ambitioniertes Ziel haben sie sich dabei gesteckt: sie wollen mit anspruchsvollen Choreographien, getragen von kreativen Ideen, viel Humor und noch mehr tänzerischem Niveau eine neue Generation für den zeitgenössischen Tanz begeistern. Liest man die Kritiken und die Stimmen der Presse, wird schnell deutlich, dass ihnen dies mehr als erfolgreich gelingt. „Wie könnte man Jugendliche für zeitgenössisches Ballett begeistern? (…) Die Antwort ist ganz einfach: Man verführe junge Menschen dazu, eine Aufführung der Gauthier Dance Company zu besuchen. Da springt der Funke von selbst über.“ (Süddeutsche Zeitung)

Erleben Sie eine Tanz-Sensation der besonderen Art. Lehen Sie sich zurück und lassen Sie sich wie so viele vor Ihnen verzaubern von jungen Tänzern, die einen neuen Weg des zeitgenössischen Tanzes gehen und dabei vor nichts zurückschrecken.

Nach Veranstaltungsbeginn - Kein Sitzplatzanspruch

Für diese Veranstaltung ist kein VVK mehr möglich - Tickets unter 0711 40 20 720
Theater & Comedy - Sonstige
Richard III. - von William Shakespeare
20.02.2018 in Stuttgart

Nach vielen Jahrzehnten gehen die Rosenkriege zu Ende – England atmet auf. Edward IV. aus dem Hause York ist der neue König. Doch sein jüngerer Bruder Richard, der Herzog von Gloucester, neidet ihm den Thron. Intelligent, ehrgeizig und verbittert über seine physische Verunstaltung beschließt er, „zum Bösewicht zu werden“ und selbst die Krone zu erlangen.

Doch dazu muss er zunächst seinen Bruder George, der in der Thronfolge noch vor ihm an der Reihe wäre, beseitigen – nebst dem einen oder anderen unliebsamen Rivalen. Da jeder dem anderen misstraut, fällt es dem gewitzten Richard nicht schwer, seine Feinde gegeneinander auszuspielen. Er intrigiert, heuchelt, verleumdet und verrät, was das Zeug hält. Ein Gegner nach dem anderen fällt, und Richard bahnt sich langsam, aber sicher seinen Weg zur Macht. Doch der Widerstand gegen ihn wächst, und irgendwann beginnen ihm die Zügel zu entgleiten. Sein Schicksal wendet sich …


„Richard III.“, um 1592/93 verfasst, ist eines der frühen Werke Shakespeares und gilt als das Meisterstück unter seinen Königsdramen. Bis heute hat die Titelfigur nichts von ihrer Verführungskraft eingebüßt: ein machtbesessenes, skrupelloses Ungeheuer, das uns dennoch gerade durch diese offen zur Schau gestellte Amoralität fasziniert. Anhand von Richards Aufstieg und Fall werden Machtstrukturen und
-mechanismen aufgezeigt, die geradezu erschreckend heutig und aktuell sind.

Die Titelrolle spielt Max Tidof, bekannt aus zahllosen Fernsehproduktionen und aus Filmen wie „Abgeschminkt!“ oder „Die Comedian Harmonists“ – in diesem Kino-Hit wurde er für seine Rolle mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. An den Schauspielbühnen kennt man ihn bereits aus „Auf und davon“ und „Ein Picasso“.


2. Februar bis 10. März 2018

Inszenierung: Manfred Langner
Ausstattung: Beate Zoff

mit Max Tidof, u.a.
Show
Aus voller Kehle für die Seele - Reihe: Das singende Gasthaus - Mit Patrick Bopp
20.02.2018 in Stuttgart

„Aus voller Kehle für die Seele“ ist die neue Reihe in der Rosenau und richtet sich an alle Menschen, die gerne singen! Es sind wirklich alle gemeint: Jene, die denken, dass sie gar nicht singen können, es ein wenig können oder es oft und gerne tun. „Aus voller Kehle für die Seele“ ist kein normaler Chor mit regelmäßigen Terminen und Aufführungen. Es ist eigentlich gar kein Chor! Sondern eine Verabredung zum Singen, bei der der Spaß im Vordergrund stehen soll: der Spaß am gemeinsamen Singen, der Spaß am Ausprobieren und Experimentieren und auch der Spaß am gemeinsamen Scheitern. Gesungen wird ohne Noten, der Text auf eine Leinwand projiziert. Es darf ausgelassen und wild zugehen.
Patrick Bopp alias Memphis ist Teil der Stuttgarter Vocal-Comedy-Gruppe „Füenf “ und gibt im „Singenden Gasthaus“ den musikalischen Moderator. Er singt vor, dirigiert, motiviert, bietet Begleitstimmen und begleitet am Klavier. Es wird gesungen, was sich singen lässt: von Rock- und Popsongs, Couplets der 20er, Volkslied, Kinderlied, Rap, Ska bis hin zu Jodler. Alles ist möglich: von ABBA, den Toten Hosen, über Heino, Schubert Liedern, Rio Reiser bis hin zu Ed Sheeran. Jeder kann eigene Vorschläge machen, die wenn möglich sofort umgesetzt oder für das nächste Mal vorbereitet werden. Gedacht ist an 2 x 45 Minuten, mit einer Pause dazwischen, der Saal ist bestuhlt und die Bar hat geöffnet.

Einlass ab 19 Uhr

Leider restlos ausverkauft!
Theater, Comedy
Honig im Kopf - von Florian Battermann, Hilly Martinek u. Til Schweiger
20.02.2018 in Stuttgart

Die 11-jährige Tilda liebt ihren Großvater Amandus über alles.
Als sie erfährt, dass er bei ihnen zuhause einziehen wird, freut sie das sehr. Im Gegensatz zu ihrem Vater Heiko und ihrer Mutter Sarah, denn der Anlass ist ein ernster: Amandus leidet nicht nur unter dem Verlust seiner unlängst verstorbenen Frau Margarete, sondern zunehmend auch an Orientierungs- und Gedächtnisschwund und kann nicht mehr alleine leben. Während Tilda es genießt, endlich einen Menschen zu haben, der – im Gegensatz zu ihren berufstätigen Eltern – zuhause da ist und um den sie sich kümmern kann, wird die Anwesenheit des verwirrten Mannes vor allem für Sarah unerträglich, denn Amandus‘ Aktionen werden zunehmend unberechenbarer und das Streitpotential zwischen Sarah und Heiko immer größer. Das Ehe- und Familienleben steht vor der Zerreißprobe.

Als Amandus dann ein seit langem geplantes Gartenfest rui-niert und zudem die Sicherheit im Hause gefährdet, kann Heiko die Tatsache nicht mehr verdrängen, dass sein Vater eine 24-Stunden-Betreuung benötigt und in ein Heim muss. Als Tilda davon erfährt, nimmt sie kurzerhand mit ihrem Großvater Reißaus …

Das Theaterstück, das nach dem gleichnamigen Film entstanden ist, erzählt die ebenso komische wie berührende Geschichte eines Mannes, der an Alzheimer erkrankt ist und zusammen mit seiner Enkelin die letzten, großen Abenteuer erlebt.

25. Januar bis 18. März 2018

Inszenierung: Frank Lorenz Engel
Ausstattung: Bettina Neuhaus

mit Ernst Wilhelm Lenik u.a.