Freitag, 19.01.2018

Comedy
DER GROSSE LORIOT ABEND - mit dem Programm: Ein Klavier! Ein Klavier!
19.01.2018 in Karlsruhe

Die besten musikalischen und szenischen Sketche

DER GROSSE LORIOT ABEND
Ensemble und Orchester der Kammeroper Köln


Victor von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot, genauer Beobachter des Alltags, hat Humorgeschichte geschrieben und viele unverwüstliche, witzige Kostbarkeiten hinterlassen.
Einige der lustigsten musikalischen und szenischen Sketche - auch aus dem Fernsehen und Kino bekannt – präsentiert die renommierte Kammeroper Köln mit großem Ensemble und Orchester an diesem pointenreichen Loriot-Abend.

Aber die Ente bleibt draußen!
Die Auswahl an skurrilen und verrückten Einfällen ist vielfältig: Da ist das legendäre Frühstücksei, das dann musikalisch in dem Gassenhauer „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ eskaliert.
Die berühmte Ente, die Herr Müller-Lüdenscheidt in der Badewanne zu Wasser lässt, der sprechende Hund, Liebe im Büro und die Eheberatung – es wird nichts ausgelassen und mit dem Loriot´schen Jodeldiplom erster Güte garnieren die Gesangseinlagen immer wieder die witzigen Szenen.

„Mein Thema ist die Kommunikation“, sagte der kürzlich verstorbene Loriot, „das Missverständnis zwischen zwei Menschen. Kommunikationsgestörte interessieren mich am meisten. Alles, was ich als komisch empfinde, entsteht aus der zerbröselten Kommunikation, aus dem Aneinander-vorbei-Reden.“

Loriot ist und bleibt der große Meister des Alltagshumors, der so einfach daherkommt und so schwer zu machen ist und nur ein hintergründig-humorvolles Genie wie Loriot zu Wege bringen kann.

Die Kammeroper Köln präsentiert mit großem Ensemble diesen Loriot-Abend und das Publikum lacht sich so schief wie das Bild von Botticellis Venus mit Knollennase, das auf der Bühne über dem Loriot-Sofa hängt.


Kritiken:

„Der Kammeroper Köln ist ein rundum unterhaltsamer Loriot-Abend der bekannten Sketche gelungen. Das Publikum lachte sich schief.“ (Kölner Stadtanzeiger)

Einlass 19:00 Uhr

Eventuell sind noch Karten an den örtlichen Vorverkaufsstellen oder der Abendkasse erhältlich.
Partys
Nuit Africaine – Afrikanische Nacht
19.01.2018 in Karlsruhe

Trommelworkshop, Musik, Tanz & Kulinarisches – african beats & world music

mit Mayembé Malayika , A.M. Gaio & dem Trio Malibéde

Nach zwanzig Jahren kommt La Nuit Africaine (Afrikanische Nacht) wieder ins Jubez. Sie war nicht nur eine der größten Jahresveranstaltungen im Jubez, sondern auch eine Plattform des guten Miteinanders mit internationalen Musikgruppen und kulinarischen Spezialitäten. Bei diesem interkulturellen Event werden sich wie immer Kulturen, Generationen und Nationen beim fröhlichen Zusammensein vermischen und die vielfältige Musik Afrikas erleben und genießen.

Ansu Manes Gaio ist einer der berühmtesten Koraspieler und Sänger Westafrikas. Er singt vor allem in den westafrikanischen Sprachen Balante, Mandinga und Fula. Er spielte unter anderen mit Iran de Terra aus Bafata, Super-Ray-Band aus Mali und mit vielen bekannten Musikern wie Salif Keita, Mory Kanté, Adela Beodun etc.

Das Trio Malibéde nimmt in seinen Gesängen die Mächtigsten der Welt in die Pflicht. Die Band bewegt und fordert alle Menschen der Welt vor allem die Regierungschefs und die großen Firmen zu mehr Einsatz gegen Armut und Hungersnöte.

Mayembé Malayika ist auch bekannt als Akeva; ihr neues Album „Pan-African Soul“ ist eine gut produzierte und äußerst intensive Verschmelzung von Soul, Reggae und Afrobeats. Mit einem Sound, der sowohl westliche als auch afrikanische Hörer anspricht, gehen die Songs kunstvoll ineinander über. Titel wie ‚African Soul‘, ‚Africanization‘ oder ihre Single ‚Good Things Come Around‘ klingen wie spirituelle Gute-Laune-Lieder – doch gleichzeitig sind sie ein Weckruf für den Soul.

Das afrikanische Ambiente beginnt aber schon um 16:00 Uhr mit einem Trommelworkshop (mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl Anmeldung unter 01719961672).
Ausstellung
WHY KNOT? Rhizome – Connection – Icon. Sabine Schäfer
19.01.2018 in Karlsruhe

Werke von Sabine Schäfer Studio <SA/JO>

Mit Ulrich Singer (GREENCODE) und Lorenz Schwarz (Lichtklang-Objekt)

Kuratiert von Dr. Annette Hünnekens und Sabine Schäfer



Vernissage am Freitag, 12.01.2018 um 19 Uhr

Einführung: Dr. Annette Hünnekens

Konzertinstallation "SolarSonical Insects" mit Carolin E. Fischer, Blockflöten



Die Medienkunstausstellung bespielt zwei unterschiedliche Räumlichkeiten und setzt der Kunst im Galerieraum der GEDOK Karlsruhe auch Werke der Kunst für den öffentlichen Raum hinzu.



Aktuell gehen Technologie und Naturwissenschaft zunehmend vielfältige kommunikative Verbindungen nach Regeln kreativer Verknüpfung ein. Die dabei entstehenden Hybride haben nicht nur neue Materialeigenschaften, sondern können immer auch mit Blick auf ihre Codes gelesen werden. Im Spannungsfeld zwischen der naturhaften Welt der Rhizome und der abstrahierten Welt der Zeichen und Ikone werden Verbindungsmuster zwischen analog und digital wahrnehmbar.



Die Ausstellung, konzipiert als audio-visuelle Rauminstallation, bringt nicht nur Licht zum Klingen, sondern zeigt in den Arbeiten und Kooperationen von Sabine Schäfer, wie Verknüpfungen in unterschiedlichen Dimensionen ein unsere Zeit prägendes synästhetisches Erleben analoger Welt und digitaler Realität hervorbringen.



„Leuchtender Klang“ als „werdendes Sein“ in Raum und Zeit – „klingendes“ Licht als „seiendes Werden“ von Zeit und Raum. (Sabine Schäfer/Joachim Krebs, 2009)



Sabine Schäfer, Komponistin und Medienkünstlerin, lebt und arbeitet in Karlsruhe. Sie gilt als Pionierin in der Raumklangkunst. Für die Entwicklung ihrer „TopoPhonien“ erhielt sie 1993 den Siemens Medienkunstpreis. Als Solokünstlerin wie auch als Künstlerpaar Sabine Schäfer/Joachim Krebs entwickelte sie eine Vielzahl von installativen audio-visuellen Werken. Für die Architektur Zaha Hadids kreierten die Künstler eine begehbare Rauminstallation für das Science Center phaeno Wolfsburg. Ihre Werke sind Bestandteil der Sammlung der Stadt Wolfsburg und des ZKM Karlsruhe.



in Kooperation mit Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe;

Computerstudio der Hochschule für Musik Karlsruhe; Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission; Karlsruher Institut für Technologie (KIT); Max-Planck Institut für Sonnensystemforschung (MPS); NASA; Staatl. Museum für Naturkunde Karlsruhe (SMNK) und dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe.

 







Begleitprogramm



KNOT I: 20.01.2018, 19 Uhr

Live-Performance mit Studierenden der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe

(Fin Baygan, Lauren Leis, Anina Rubin), Leitung und Kurator: Dr. Paul Modler

im Rahmen des Karlsruher Galerientags, Ausstellung geöffnet von 15–20 Uhr





KNOT II: 07.02.2018, 17 Uhr

„Kommunikation als Prozesse des Lebens“ Veranstaltung im Rahmen der AWWK Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe mit Sabine Schäfer, Gäste: Jacques Hawecker (ehem. technisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Elektronenmikroskopie des KIT) und Lorenz Schwarz (Medienkünstler).

Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung per Email: awwk@awwk-karlsruhe.de oder Tel. 0721-608-47974



KNOT III: 07.-11.02.2018

Lichtklang-Objekt aus Plasma-Ionen-Lautsprechern von Lorenz Schwarz (Weltpremiere)

Über das Lichtklang-Objekt wird die Audio-Komposition „SolarSonical Insects“ im 360° Radius über Plasma-Lichtbögen wiedergegeben



KNOT IV: 11.02.2018, 16 Uhr Finissage

Live-Performances und Gespräch

mit Carolin E. Fischer, Dr. Annette Hünnekens, Dr. Paul Modler, Sabine Schäfer, Lorenz Schwarz




Mi - So 16–19 Uhr |
Karlsruher Galerien-Tag am 20.01.2018, 15–20 Uhr
Ausstellung
FEMINISTISCHE AVANTGARDE der 1970er-Jahre
19.01.2018 in Karlsruhe

Das ZKM zeigt mit über 500 Kunstwerken aus der SAMMLUNG VERBUND, wie Künstlerinnen in den 1970er-Jahren zum ersten Mal ein eigenes »Bild der Frau« kollektiv neu kreierten. Zuletzt, im Frühjahr 2015, hat das ZKM im Rahmen des Karlsruher Festivals »Frauenperspektiven« das virtuelle Ausstellungsprogramm »Frauen Video Arbeiten« aus der ZKM-Videosammlung plus Leihgaben präsentiert.



Die wichtige künstlerische Bewegung »Feministische Avantgarde« fand bisher in der Kunstgeschichte wenig Beachtung. Anspruch der Ausstellung im ZKM ist nicht nur die »Feministische Avantgarde« in den Kanon der Kunstgeschichte aufzunehmen, sondern die Pionierleistung dieser Künstlerinnen hervorzuheben. Erstmals war es den Künstlerinnen, die in den Kriegs- und Nachkriegsjahren geboren sind, möglich, in nennenswerter Zahl an den Akademien Kunst zu studieren und sich damit von der passiven Rolle der Muse und des Modells zu emanzipieren. In ihren Werken stellen sie radikal neue Fragen an die Gesellschaft, an den Kunstbetrieb und die Rollen der Frau. Die Ablehnung tradierter, normativer Vorstellungen verbindet das Engagement der Künstlerinnen dieser Generation. Auch wenn sie sich untereinander nicht alle kannten, entstanden verwandte Werke.



Das Private ist Politisch



Vor dem Hintergrund der Bürgerrechts- und Frauenbewegung werden Anliegen von Frauen erstmals öffentlich diskutiert; das Private bekommt politische Bedeutung. Innerhalb kürzester Zeit begannen Frauen sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen, versammeln sich zu Aktionen, halten Demonstrationen ab und organisieren Ausstellungen, in denen Frauen ihre Werke zeigen konnten. Die Künstlerinnen der »Feministischen Avantgarde« gehen der Frage nach, wie das traditionelle »Bild der Frau«, die Konstituierung weiblicher Identitäten in unserer Gesellschaft bestimmt. Dabei stehen Themen wie eindimensionale Rollenzuweisungen als Mutter, Haus- und Ehefrau, weibliche Sexualität, der eigene Körper, Schönheit und Gewalt gegen Frauen im Fokus.



Rollenspiel - Klischees und Stereotypen werden hinterfragt



Viele Künstlerinnen eint die Ablehnung stereotyper Rollenbilder. Martha Rosler (*1943) etwa überzeichnet die Rolle der für Heim und Herd verantwortlichen Frau. Birgit Jürgenssen (*1949) hängt sich einen Herd wie eine Küchenschürze um. Es ist das Spiel mit der Kamera, die Maskerade und das Kostüm als Mittel der Selbstdarstellung, mit denen die Künstlerinnen Vorstellungen von Identität und Weiblichkeit als gesellschaftliches Konstrukt hinterfragen. Cindy Sherman (*1954), Hannah Wilke (*1940) und Martha Wilson (*1947) nehmen für ihre Fotografien verschiedenste Rollen ein, untersuchen alltägliche und historische Klischees. Ähnlich Lynn Hershman Leeson (*1941), die mit Roberta Breitmore eine fiktive Person kreiert, die sie über Jahre hinweg lebt. Rita Myers (*1947), Ewa Partum (*1945) und Suzy Lake (*1947) befragen dagegen in ihren Arbeiten Ideale von Schönheit und Makellosigkeit.



Neue Medien



Zahlreiche Künstlerinnen wenden sich ganz bewusst den neuen, historisch unbelasteten Medien wie Fotografie, Film und Video zu, nutzten die Performance als künstlerisches Ausdrucksmittel. VALIE EXPORT (*1940) etwa lädt auf dem Münchner Stachus Passanten ein, ihr Tapp und Tastkino zu besuchen. Dies bedeutete, dass die Passanten ihre Hände in einen Kasten stecken konnten, den die Künstlerin vor ihrem nackten Oberkörper trug. Oftmals ist es der eigene Körper, der zum Material der Kunst wird, dabei gehen einige Künstlerinnen bis an die Grenzen körperlicher Belastbarkeit, darunter Ana Mendieta (1948–1985) oder Gina Pane (1939–1990). Humorvoll und ironisch, subtil und provozierend dekonstruieren die Künstlerinnen der »Feministischen Avantgarde« die traditionelle Ikonographie des Weiblichen.



Gegen das Diktat der Schönheit



Ein weiterer Topos der »Feministischen Avantgarde« ist die Ironisierung des weiblichen Schönheitsideals und die Attribute der Makellosigkeit und Reinheit die den Frauen zugeordneten werden. In der Performance »Change« (*1974) lässt sich die polnische Künstlerin Ewa Partum (*1945) eine Körperhälfte von MaskenbildnerInnen gealtert schminken. Sie inszeniert sich als alte Dame und hinterfragt zugleich das gängige weibliche Schönheitsideal. Eleanor Antin (*1935) zeigt in ihrem Video »Representational Painting« (*1971) wie sie ihr Gesicht schminkt. Der Titel bezieht sich auf das Auftragen von Make-up als ein übertragener Akt des Malens. Das Zögern und Zweifeln der Künstlerin beim Schminkprozess hinterfragt die »Schönheitsindustrie« – wie Wimpern– tusche und BH – die für Frauen in der Gesellschaft selbstverständlich sind. Indem die amerikanische Künstlerin Rita Myers (*1947) ihre »bessere« Körperhälfte in einer Fotografie spiegelt, kreiert sie den vermeintlichen perfekten weiblichen Körper und zugleich ein irritierendes Bild.



Während VALIE EXPORT, Cindy Sherman oder Martha Rosler einem breiten Publikum bekannt sind, bietet diese Ausstellung die seltene Möglichkeit die einflussreichen Werke von Künstlerinnen unter anderem Katalin Ladik, Nil Yalter, Birgit Jürgenssen und Sanja Iveković zu entdecken. Zum ersten Mal sind Künstlerinnen aus Europa, Nord- und Südamerika und Neuseeland vertreten. 




Mittwoch–Freitag 10:00–18:00 Uhr
Samstag 14:00–18:00 Uhr
Sonntag 11:00–18:00 Uhr