Montag, 20.08.2018

Ausstellung
Juden in Ronnenberg – Flucht oder KZ
20.08.2018 in Celle

Eine Ausstellung von Peter Hertel und Christiane Buddenberg-Hertel.



Wie in vielen deutschen Gemeinden wurde in Ronnenberg (Region Hannover) das friedliche Zusammenleben der Juden mit Nachbarn und Kunden zerstört, nachdem 1933 die Nationalsozialisten an die Macht gekommen waren. In der Pogromnacht 1938 wurden die jüdischen Familienväter in das KZ Buchenwald deportiert und bedroht: Wenn sie Deutschland nicht verließen, würden sie wieder eingesperrt. Ende 1939 lebten in Ronnenberg keine Juden mehr.



In einer historischen Darstellung an der Leibniz-Universität Hannover erschien die jüdische Gemeinschaft von Ronnenberg als kompaktes Fallbeispiel für das Ziel der Nazis, deutsche Gemeinwesen „judenfrei“ zu machen. Die meisten der Jüdinnen und Juden dieser Gemeinde konnten ins Ausland entkommen. Doch drei von ihnen misslang der Versuch. Sie wurden im Holocaust ermordet.



Die Autoren der Ausstellung, Peter Hertel und Christiane Buddenberg-Hertel, schildern das ursprüngliche jüdische Leben von Ronnenberg, die Fluchtgeschichten und lassen die übergreifenden Zusammenhänge des Naziterrors deutlich werden.



Eröffnung: Donnerstag, 16. August 2018, 19.00 Uhr



Einführung: Peter Hertel, Ronnenberg



Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.




Mo von 10 bis 17 Uhr, Di bis Do von 9 bis 17 Uhr, Fr von 9 bis 16 Uhr und So von 15 bis 17 Uhr
Ausstellung
ECHT SCHARF. Der Spiegel als Spielfeld
20.08.2018 in Celle

„Überall Spiegel, auch der eigenen Seele."

Eberhard Schlotter (1921–2014)



Wahrheit und Wollust, Angst und Aberglaube – seit der Antike fasziniert der Spiegel die Menschheit. Als Motiv, Mythos und Metapher ist dieser Gegenstand weltweit in Kunst und Kultur zu finden. Im anregenden Wechselspiel zwischen Sinnbild und Alltagsgebrauch gibt der Spiegel immer wieder Anlass zu überraschenden Perspektiven.



Das Werk Eberhard Schlotters macht sichtbar: Der Spiegel ist für den Maler und Grafiker wichtiges Motiv und wertvolles künstlerisches Instrument. Inspiriert von Verzerrung, Unschärfe, Brechung und Bewegung des Spiegelbildes erforscht er reizvolle Nuancen sichtbarer und unsichtbarer Erscheinungen. Mit meisterhafter Darstellungslust widmet er sich dem Facettenreichtum des Spiegels: Als optisches Phänomen, als poetisches Sinnbild oder als subtile Bildmetapher.



Mit dieser Ausstellung rückt die Eberhard Schlotter Stiftung erstmals ein Einzelmotiv aus dem Repertoire des Künstlers in den Fokus der Präsentation. Losgelöst von der klassischen Chronologie seiner Stilphasen werden somit neue und wenig bekannte Aspekte in Eberhard Schlotters Werk aufgedeckt und zusammengeführt.



Die pointierte Auswahl an Grafiken und Gemälden lädt ein, den Spiegeln und Be-Spiegelungen nachzuspüren und macht ein Grundthema Eberhard Schlotters deutlich: Sein unersättliches Bedürfnis, in das Wesen der Dinge einzudringen und die beharrliche Suche nach einer Antwort auf die unlösbare Frage: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
Hinter Stacheldraht
20.08.2018 in Celle

Im Ersten Weltkrieg entstand das erste große Lagersystem des 20. Jahrhunderts; Kriegsgefangenschaft wurde zu einem Schicksal der Massen. Insgesamt waren bis 1918 in allen kriegsteilnehmenden Staaten zwischen 6,6 und 8,4 Millionen Soldaten in Gefangenschaft geraten.



Auch in bzw. bei Celle gab es zwei Gefangenenlager: Im Dorf Scheuen, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt, entstand ab September 1914 ein Barackenlager, das unter dem Namen Cellelager bekannt wurde. Es war auf etwa 10.000 Kriegsgefangene ausgelegt und damit eines der größten Lager in der Provinz. Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager ganz anderen Charakters – und einmalig im Deutschen Kaiserreich – eingerichtet: Etwa 250 „Zivilgefangene höherer Lebensstellung" waren mitten im Zentrum von Celle interniert.



Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und Fotografien das Leben der Kriegsgefangenen, ihre Unterbringung und Behandlung, ihre Ernährung in Zeiten des Mangels, die Seelsorge für die Mitglieder von vier Religionsgemeinschaften oder die „Freizeitgestaltung" mit Theater, Musik, Kunst, Sport und Bildung. Thematisiert werden aber auch Fluchtversuche, Krankheit und Tod. Leihgaben aus dem In- und Ausland, darunter eine große Sammlung von Objekten, Grafiken und Gemälden aus Italien, sowie Tagebücher und kurz nach dem Krieg verfasste Erinnerungen vermitteln ein berührendes Bild vom Alltag der Kriegsgefangenen hinter Stacheldraht im Ersten Weltkrieg in Deutschland.



Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband.




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
Frank Schult. Welt
20.08.2018 in Celle

Seine Bilder sind Gewebe aus Irrsinn und Idylle, Menschen und Monstren, Traum und

Geschichte. Die neue Ausstellung „Frank Schult. WELT“ im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert

Simon lädt zu einer künstlerischen Wanderung zwischen Wirklichkeit und Fantastischem.

Zu sehen ist eine markante Auswahl großformatiger Werke eines Malers, der seit 28 Jahren in Celle

lebt und arbeitet. Von hier aus schickt Frank Schult (*1948 in Thüringen) seine Schöpferkraft in die Welt

und holt im Gegenzug die Welt in seine Bilder. Sein Kunst-Studium in Leipzig prägen die

kulturpolitischen Spannungen in der DDR. In den 80er Jahren befreit er sich von seinen Lehrern

Bernhard Heisig und Willi Sitte, stößt sich ab und entwickelt auch künstlerisch eine eigene, eigenwillige

Handschrift. Kurz vor dem Mauerfall gelingt ihm die Ausreise. In der BRD findet er Zuflucht und neue

künstlerische Freiräume. Seitdem sind seine Werke in Ausstellungen deutschlandweit vertreten. Für

internationale Theaterproduktionen schafft er Bühnenbilder. 1990 entdeckt Frank Schult Celle als

neuen Ausgangspunkt für sein Schaffen als Maler, Grafiker und Bildhauer. Ein wichtiger Arbeitsort ist

außerdem Hamburg, wo er Unterstützung durch seinen Galeristen Rainer Herold findet und über

mehrere Jahre ein zweites Atelier hat. Mit der besonderen Neugier des „Zugereisten“ wird er

Beobachter und Mitgestalter des Kunstlebens in Celle. Seine künstlerischen Visionen allerdings

entstehen unabhängig von Ort und Zeit. Gleich einem Weltenerfinder schafft Frank Schult komplexe

erzählerische Gebilde aus Vertrautem und Absurdem, Innenleben und Außensicht.

Die Eröffnung findet statt am Sonntag, 10. Juni 2018, um 11.30 Uhr im Kunstmuseum Celle. Laufzeit

der Ausstellung ist bis zum 2. September 2018. Weitere Informationen und Hinweise zum

Begleitprogramm unter
http://www.kunst.celle.de




Di bis So von 11.00 bis 17 Uhr

Dienstag, 21.08.2018

Ausstellung
Juden in Ronnenberg – Flucht oder KZ
21.08.2018 in Celle

Eine Ausstellung von Peter Hertel und Christiane Buddenberg-Hertel.



Wie in vielen deutschen Gemeinden wurde in Ronnenberg (Region Hannover) das friedliche Zusammenleben der Juden mit Nachbarn und Kunden zerstört, nachdem 1933 die Nationalsozialisten an die Macht gekommen waren. In der Pogromnacht 1938 wurden die jüdischen Familienväter in das KZ Buchenwald deportiert und bedroht: Wenn sie Deutschland nicht verließen, würden sie wieder eingesperrt. Ende 1939 lebten in Ronnenberg keine Juden mehr.



In einer historischen Darstellung an der Leibniz-Universität Hannover erschien die jüdische Gemeinschaft von Ronnenberg als kompaktes Fallbeispiel für das Ziel der Nazis, deutsche Gemeinwesen „judenfrei“ zu machen. Die meisten der Jüdinnen und Juden dieser Gemeinde konnten ins Ausland entkommen. Doch drei von ihnen misslang der Versuch. Sie wurden im Holocaust ermordet.



Die Autoren der Ausstellung, Peter Hertel und Christiane Buddenberg-Hertel, schildern das ursprüngliche jüdische Leben von Ronnenberg, die Fluchtgeschichten und lassen die übergreifenden Zusammenhänge des Naziterrors deutlich werden.



Eröffnung: Donnerstag, 16. August 2018, 19.00 Uhr



Einführung: Peter Hertel, Ronnenberg



Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.




Mo von 10 bis 17 Uhr, Di bis Do von 9 bis 17 Uhr, Fr von 9 bis 16 Uhr und So von 15 bis 17 Uhr
Ausstellung
ECHT SCHARF. Der Spiegel als Spielfeld
21.08.2018 in Celle

„Überall Spiegel, auch der eigenen Seele."

Eberhard Schlotter (1921–2014)



Wahrheit und Wollust, Angst und Aberglaube – seit der Antike fasziniert der Spiegel die Menschheit. Als Motiv, Mythos und Metapher ist dieser Gegenstand weltweit in Kunst und Kultur zu finden. Im anregenden Wechselspiel zwischen Sinnbild und Alltagsgebrauch gibt der Spiegel immer wieder Anlass zu überraschenden Perspektiven.



Das Werk Eberhard Schlotters macht sichtbar: Der Spiegel ist für den Maler und Grafiker wichtiges Motiv und wertvolles künstlerisches Instrument. Inspiriert von Verzerrung, Unschärfe, Brechung und Bewegung des Spiegelbildes erforscht er reizvolle Nuancen sichtbarer und unsichtbarer Erscheinungen. Mit meisterhafter Darstellungslust widmet er sich dem Facettenreichtum des Spiegels: Als optisches Phänomen, als poetisches Sinnbild oder als subtile Bildmetapher.



Mit dieser Ausstellung rückt die Eberhard Schlotter Stiftung erstmals ein Einzelmotiv aus dem Repertoire des Künstlers in den Fokus der Präsentation. Losgelöst von der klassischen Chronologie seiner Stilphasen werden somit neue und wenig bekannte Aspekte in Eberhard Schlotters Werk aufgedeckt und zusammengeführt.



Die pointierte Auswahl an Grafiken und Gemälden lädt ein, den Spiegeln und Be-Spiegelungen nachzuspüren und macht ein Grundthema Eberhard Schlotters deutlich: Sein unersättliches Bedürfnis, in das Wesen der Dinge einzudringen und die beharrliche Suche nach einer Antwort auf die unlösbare Frage: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
Hinter Stacheldraht
21.08.2018 in Celle

Im Ersten Weltkrieg entstand das erste große Lagersystem des 20. Jahrhunderts; Kriegsgefangenschaft wurde zu einem Schicksal der Massen. Insgesamt waren bis 1918 in allen kriegsteilnehmenden Staaten zwischen 6,6 und 8,4 Millionen Soldaten in Gefangenschaft geraten.



Auch in bzw. bei Celle gab es zwei Gefangenenlager: Im Dorf Scheuen, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt, entstand ab September 1914 ein Barackenlager, das unter dem Namen Cellelager bekannt wurde. Es war auf etwa 10.000 Kriegsgefangene ausgelegt und damit eines der größten Lager in der Provinz. Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager ganz anderen Charakters – und einmalig im Deutschen Kaiserreich – eingerichtet: Etwa 250 „Zivilgefangene höherer Lebensstellung" waren mitten im Zentrum von Celle interniert.



Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und Fotografien das Leben der Kriegsgefangenen, ihre Unterbringung und Behandlung, ihre Ernährung in Zeiten des Mangels, die Seelsorge für die Mitglieder von vier Religionsgemeinschaften oder die „Freizeitgestaltung" mit Theater, Musik, Kunst, Sport und Bildung. Thematisiert werden aber auch Fluchtversuche, Krankheit und Tod. Leihgaben aus dem In- und Ausland, darunter eine große Sammlung von Objekten, Grafiken und Gemälden aus Italien, sowie Tagebücher und kurz nach dem Krieg verfasste Erinnerungen vermitteln ein berührendes Bild vom Alltag der Kriegsgefangenen hinter Stacheldraht im Ersten Weltkrieg in Deutschland.



Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband.




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
Frank Schult. Welt
21.08.2018 in Celle

Seine Bilder sind Gewebe aus Irrsinn und Idylle, Menschen und Monstren, Traum und

Geschichte. Die neue Ausstellung „Frank Schult. WELT“ im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert

Simon lädt zu einer künstlerischen Wanderung zwischen Wirklichkeit und Fantastischem.

Zu sehen ist eine markante Auswahl großformatiger Werke eines Malers, der seit 28 Jahren in Celle

lebt und arbeitet. Von hier aus schickt Frank Schult (*1948 in Thüringen) seine Schöpferkraft in die Welt

und holt im Gegenzug die Welt in seine Bilder. Sein Kunst-Studium in Leipzig prägen die

kulturpolitischen Spannungen in der DDR. In den 80er Jahren befreit er sich von seinen Lehrern

Bernhard Heisig und Willi Sitte, stößt sich ab und entwickelt auch künstlerisch eine eigene, eigenwillige

Handschrift. Kurz vor dem Mauerfall gelingt ihm die Ausreise. In der BRD findet er Zuflucht und neue

künstlerische Freiräume. Seitdem sind seine Werke in Ausstellungen deutschlandweit vertreten. Für

internationale Theaterproduktionen schafft er Bühnenbilder. 1990 entdeckt Frank Schult Celle als

neuen Ausgangspunkt für sein Schaffen als Maler, Grafiker und Bildhauer. Ein wichtiger Arbeitsort ist

außerdem Hamburg, wo er Unterstützung durch seinen Galeristen Rainer Herold findet und über

mehrere Jahre ein zweites Atelier hat. Mit der besonderen Neugier des „Zugereisten“ wird er

Beobachter und Mitgestalter des Kunstlebens in Celle. Seine künstlerischen Visionen allerdings

entstehen unabhängig von Ort und Zeit. Gleich einem Weltenerfinder schafft Frank Schult komplexe

erzählerische Gebilde aus Vertrautem und Absurdem, Innenleben und Außensicht.

Die Eröffnung findet statt am Sonntag, 10. Juni 2018, um 11.30 Uhr im Kunstmuseum Celle. Laufzeit

der Ausstellung ist bis zum 2. September 2018. Weitere Informationen und Hinweise zum

Begleitprogramm unter
http://www.kunst.celle.de




Di bis So von 11.00 bis 17 Uhr