Donnerstag, 22.02.2018

Sonstige Events
3 Veranstaltungen zu Hans Blumenberg: Kurt Flasch - Franz Josef Wetz - Sibylle Lewitscharoff
22.02.2018 in Bonn

Freitag, 02.02.2018, 20 Uhr: 

Prof. Dr. Kurt Flasch: Hans Blumenberg

 



Freitag, 16.02.2018, 20 Uhr

Prof. Dr. Franz Josef Wetz: Einführung in Leben und Werk Hans Blumenbergs



Freitag, 23.02.2018, 20 Uhr

Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg



Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur im Jahr 1939 durfte er keine reguläre Hochschule besuchen. Er galt trotz seiner katholischen Taufe als ›Halbjude‹. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation "Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie" an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie "Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls". Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.



Nahezu alle lieferbaren Bücher von Hans Blumenberg befinden sich im Sortiment der Buchhandlung. Eine Auswahl von 20 Titeln erscheinen in der beweglichen Leiste auf der Startseite des Webshops: 
https://shop.buchhandlung-boettger.de/ .




Di - Fr: 10 - 13 und
14 - 18.30 Uhr
Sa: 10 - 16 Uhr
Montags ist die Buchhandlung geschlossen.
Logo der Buchhandlung: Foto von Florian Beckers
Ausstellung
BESTANDSAUFNAHME GURLITT
22.02.2018 in Bonn

3. November 2017 bis 11. März 2018

Bundeskunsthalle, Bonn: Bestandsaufnahme Gurlitt.

Der NS-Kunstraub und die Folgen



2. November 2017 bis 4. März 2018

Kunstmuseum Bern: Bestandsaufnahme Gurlitt.

„Entartete Kunst“ – Beschlagnahmt und verkauft



Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern präsentieren zeitgleich eine Auswahl von Kunstwerken aus dem Nachlass von Cornelius Gurlitt mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Die in einen historischen Gesamtkontext eingebetteten Präsentationen basieren auf dem aktuellen Forschungsstand zum „Kunstfund Gurlitt“ und stellen das umfangreiche Werkkonvolut erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor.

Beide Ausstellungen sind inhaltlich eng aufeinander abgestimmt. In Bern liegt der Fokus auf Werken der „Entarteten Kunst“ und auf Arbeiten aus dem Kreis der Familie Gurlitt. Die Bundeskunsthalle konzentriert sich auf Werke, die NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden, sowie auf Werke, deren Herkunft noch nicht geklärt werden konnte. Auch werden in der Bonner Ausstellung die Schicksale der verfolgten, meist jüdischen, Kunstsammler und Kunsthändler den Täterbiografien gegenübergestellt sowie der beispiellose Kunstraub der Nationalsozialisten in Deutschland und in den von den Nazis besetzten Gebieten thematisiert.

Die Bonner Ausstellung wird anschließend im Kunstmuseum Bern gezeigt. Eine weitere Station ist für Herbst 2018 im Martin-Gropius-Bau in Berlin geplant.



Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und des Kunstmuseums Bern




Dienstag und Mittwoch
10-21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag
10-19 Uhr
Freitag für Gruppen ab 9 Uhr geöffnet und freier Eintritt für Schulklassen
Montags geschlossen

Heiligabend 10-15 Uhr
31. Dezember geschlossen
Ausstellung
WETTERBERICHT
22.02.2018 in Bonn

Das Wetter ist allumfassend und unentrinnbar. Niemand kann sagen: „Das gefällt mir nicht, und deshalb nehme ich daran nicht teil.“ Inwieweit nehmen Klima- und Wetterereignisse Einfluss auf die menschliche Zivilisation und Kultur? Sowohl die wissenschaftliche und statistische Erforschung des Klimas als auch der alltägliche Umgang mit dem Wetter sind Thema dieser Ausstellung und ihrer Begleitveranstaltungen. Dem Besucher wird das Wetter in ungeahnter Vielfalt begegnen: Wettervorhersage, Dokumente zu Naturkatastrophen, Solar- und Windenergie, Aerodynamik, Wetterphänomene als dramaturgische Effekte, Bauernregeln, Sintflut, Erkältungen und Pharmaindustrie, Kleidung von Mensch und Tier, Götterzorn, Kugelblitz und vieles mehr.

Neben der kulturhistorischen Betrachtung des Wetters und seiner künstlerischen Rezeption spielen auch die wissenschaftliche Erfassung, die Geschichte der Meteorologie sowie aktuelle Aspekte der globalen Klimaveränderungen eine Rolle. Der Klimawandel ist Teil unseres kollektiven Bewusstseins, und trotz wissenschaftlicher Forschung und politischem Bemühen ist das Problem weit davon entfernt, gelöst zu sein. Die Ausstellung und ihre Begleitveranstaltungen werden mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln versuchen, verschiedene Thesen der Klimadebatte zu beschreiben, sie wollen aber vor allem Sensibilität und Aufmerksamkeit für das komplexe und lebensbedingende System unserer Atmosphäre wecken.



Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle, Bonn, und des Deutschen Museums

In Kooperation mit der UNFCCC und dem Deutschen Wetterdienst




Dienstag und Mittwoch
10-21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag
10-19 Uhr
Freitag für Gruppen ab 9 Uhr geöffnet und freier Eintritt für Schulklassen
Montags geschlossen

Heiligabend 10-15 Uhr
31. Dezember geschlossen
Kunst & Kultur
MALALA
22.02.2018 in Bonn

Wie Millionen Mädchen ihres Alters weltweit geht die 15-jährige Malala zur Schule und lernt. Doch im Swat-Tal in Pakistan, in dem sie lebt, herrschen seit einigen Jahren die Taliban und haben Mädchen die Teilnahme am Schulunterricht verboten. In einem Blog schreibt Malala darüber, wie sie sich dem Verbot widersetzt. Das reichte den Taliban als Grund für den brutalen Anschlag aus. Für die selbsternannten ‚Gotteskrieger‘ ist Malalas Verhalten eine Todsünde. Frauen brauchen ihrer Meinung nach keine Bildung.



Eine Kugel trifft Malala aus nächster Nähe in den Kopf. Mehrere Wochen lang ringt sie mit dem Tod, doch wie durch ein Wunder überlebt das mutige Mädchen den feigen Anschlag. Schon kurz nach dem Attentat erklärt sie, dass sie sich nicht davon abhalten lassen wird, auch weiterhin für die Rechte von Kindern, insbesondere von Mädchen, einzutreten. Sie schreibt, dass sie nicht als das Mädchen in Erinnerung bleiben wolle, „das von den Taliban angeschossen wurde.“ Sie möchte das Mädchen sein, das für das Recht aller Kinder auf Bildung kämpft.





Malala lebt heute mit ihrer Familie in England, wo sie sich von ihren schweren Verletzungen erholt. Seit März 2013 geht sie in Birmingham wieder zur Schule. 2013 wurde sie für ihren „furchtlosen Einsatz gegen Intoleranz und Unterdrückung“ mit dem 'Sacharow-Preis für Menschenrechte‘ des Europäischen Parlaments ausgezeichnet. 2014 erhielt sie zusammen mit Kailash Satyarthi den Friedensnobelpreis. Sie ist die jüngste Preisträgerin in der Geschichte des Nobelpreises, und die mit Abstand jüngste in der Geschichte des Friedensnobelpreises. Sie ist Autorin oder Co-Autorin von bislang drei Büchern. ‚Ich bin Malala‘ schrieb sie 2013 gemeinsam mit Christina Lamb, das in Deutschland im Knaur Verlag erscheint und seit mehreren Monaten auf den Bestsellerlisten steht.



Der renommierte britische Dramatiker Nick Wood hat Malalas Geschichte zu einem packenden Theatermonolog für ein junges Publikum ab 12 Jahren verdichtet. Sein Stück ‚Malala – Mädchen mit Buch‘ wurde 2013 in Nottingham uraufgeführt, seit Herbst 2014 läuft die Deutschsprachige Erstaufführung mit riesigem Erfolg im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. „Dieses Stück zeigt, dass das mutige Handeln eines einzelnen Menschen entscheidend sein kann für die Art und Weise, wie wir die Welt sehen“, schrieb die Presse über die Inszenierung in Hamburg.