Sonntag, 21.01.2018

Donnerstag, 25.01.2018

Literatur
Kay Lutter feat. Monomann - Eine musikalische Lesung zu Kay Lutter´s Buch „Bluessommer“
25.01.2018 in Wuppertal

Gast: In Extremo Sänger Michael Rhein

KAY LUTTER,
Bassist der Mittelalter-Rockband IN EXTREMO, veröffentlichte am 08. Mai 2017 sein Romandebüt: BLUESSOMMER

Aus dem Inhalt:
Es sind die 80er-Jahre, Deutschland ist geteilt in BRD und DDR. In Potsdam lebt der musikverrückte Mike, der zusammen mit seinen Kumpels Floyd und Porni von einer Zukunft als erfolgreicher Musiker und von einem Leben in Freiheit träumt. Mikes Träume scheinen in greifbare Nähe zu rücken, als er die Zulassung für ein Musikstudium in Berlin erhält: Endlich weg aus der Provinz, ein neues Leben in der Metropole und die Musik soll jetzt endlich die Hauptrolle in seinem Leben spielen.
Doch bald bekommt Mike zu spüren, was es heißt, als Freigeist im totalitären System der DDR überleben zu müssen. Dazu kommen die erste große Liebe und der Schmerz über ihren Verlust, die unstillbare Sehnsucht nach Freiheit, der Verlust eines guten Freundes, der in die BRD flüchtet, und immer wieder die limitierenden Grenzen der DDR-Bürokratie, die Mike das Leben seines Traumes so schwer machen.
Kay Lutter hat einen überwältigenden Comingof-Age-Roman geschrieben, gespickt mit jeder Menge Details zur DDR-Musikszene und dem Leben als junger Mann in der DDR, das sich in so vieler Hinsicht vom Westen unterschied, aber dennoch dieselben Themen hatte wie überall auf der Welt: Liebe, Freiheit, Träume.

Die Lesereise:
Bassisten sind schon seltsame Wesen:
Sie stehen selbst nicht gern im Mittelpunkt und genießen ihr Dasein stattdessen lieber im hinteren - und vor allem weniger ausgeleuchtetem - Bereich der Bühne.
Sie sind schüchtern, stets in sich gekehrt und verstecken ihre Talente genau deshalb in der Regel hinter den 4 oder 5 Saiten ihres oftmals unbeachteten Instruments. Genau wie der Protagonist Mike Bergner aus meinem Roman, der seinen plötzlichen Ruhm im kurzen Bluessommer zwar sichtlich genießt, trotzdem aber stets an sich selbst zweifelt.
Auf der Suche nach der Freiheit ist der Weg das Ziel, diese Erkenntnis von Mike lässt lange auf sich warten. Doch da wir uns in gewisser Hinsicht ähnlich sind, habe ich mich dazu entschlossen, mir eine Band zur Verstärkung zu holen. Ich möchte aus dem Roman lesen und wir werden mit der Band - die natürlich nur aus purem Zufall mit Monomann denselben Namen wie die Band von Mike Bergner trägt - ein paar Songs aus den Bluessommern der wilden 80er in der ehemaligen DDR spielen.
Mit dabei sind Brian Bosse, Gitarrist und Sänger der Freygangband, Albrecht Steinfort, seines Zeichens Schlagzeuger der Berliner Band Illi noise und als eine Art Dauergast mein Freund und Bandkollege Michael Rhein von In Extremo.
(Brian Bosse/Kay Lutter/Albrecht Steinfort, Foto: Christian Thiele)

Über den Autor:
Kay Lutter, geboren 1965 in Potsdam, bekam an seinem 9. Geburtstag einen Bass geschenkt und blieb dem Instrument seitdem treu. Nach diversen Stationen in der Musikszene, u.a. als Mitglied der legendären DDR- Kultband Freygang, ist er seit 1996 Bassist der erfolgreichsten deutschen Mittelalter-Rock-Band In Extremo.
Er schreibt seit vielen Jahren die Tour-Tagebücher der Band, die bei Fans Kultstatus haben, sowie auch viele Songtexte und lebt mit seiner Familie in Berlin. Bluessommer ist sein Debütroman.

Foto: Christian Thiele

Einlass: 19:00 Uhr / im Club

die Veranstaltung fällt leider aus

Freitag, 26.01.2018

Kunst & Kultur - Sonstige
Filme zur Kunst | Chance 2000
26.01.2018 in Wuppertal

CHANCE 2000 – ABSCHIED

VON DEUTSCHLAND

DE 2017, 125 Min.

Regie: Kathrin Krottenthaler, Frieder Schlaich

Im Anschluss: Filmgespräch mit Thomas Braus, Intendant der Wuppertaler Bühnen



1998 stand Deutschland vor der Wahl zwischen Helmut Kohl und Gerhard Schröder, hatte 6 Millionen Arbeitslose 

und eine Volksbühne, an der ein noch nicht allzu bekannter Christoph Schlingensief das Theater umkrempelte. Mit 

seinem Mammutprojekt CHANCE 2000 inszenierte Schlingensief vor der Wahl nichts weniger als „das größte Thea-

terstück der Bundesrepublik Deutschland“. Dazu gründete er eine Protestpartei und stellte im Berliner Prater 

ein Zirkuszelt auf. Welche Ausmaße CHANCE 2000 letztlich annehmen würde, war zu Beginn noch niemandem 

klar. Manege frei für den Abschied von Deutschland! 



Filme zur Kunst 2018



Wie die jüngsten Wahlausgänge in den USA, Frankreich, Österreich und Deutschland gezeigt haben, ist der Erfolg rechtspopulistischer Parteien ein Phänomen, von dem fast alle westlichen Demokratien betroffen sind. Hier wie dort wird diese Entwicklung mit der wachsenden Unzufriedenheit einer Wählerschicht erklärt, die trotz des gesamtwirtschaftlichen Erfolges von prekären Arbeitsverhältnissen und zunehmender Verarmung betroffen ist und die sich durch keine der etablierten Parteien mehr repräsentiert fühlt. Angesichts dessen ist es nicht übertrieben, von einer grundlegenden Krise der parlamentarischen Demokratie zu sprechen. Uns veranlasst dieser beunruhigende Trend dazu, in diesem Jahr eine Auswahl von Filmen zu zeigen, die deren Werk konkrete politische Aktionen umfasst. Dabei interessieren wir uns einerseits wie Christoph Schlingensief und Joseph Beuys, die die politische Aktion für ihr künstlerisches Werk nutzbar gemacht haben.. Wir stellen aber mit Neo Rauch und Bruno Schulz auch zwei Maler vor, deren Biografien von den Umwälzungen der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts geprägt sind. Julian Rosefeldt schließlich hinterfragt in „Manifesto“ 

den Totalitarismus der Kunst. 


Samstag, 27.01.2018

Sonntag, 28.01.2018

Dienstag, 30.01.2018

Freitag, 02.02.2018

Kunst & Kultur - Sonstige
Filme zur Kunst | Neo Rauch
02.02.2018 in Wuppertal

NEO RAUCH – GEFÄHRTEN 

UND BEGLEITER

DE 2016, 101 Min.

Regie: Nicola Graef



Die Kunstwelt reagierte euphorisch, als Ende der 90er Jahre eine Gruppe junger Maler in Erscheinung trat, die an der 

renommierten Leipziger HGB studiert hatten. Der Vorreiter und Star dieses bald als „Neue Leipziger Schule“ bekannten 

Kreises war Neo Rauch. Doch im Unterschied zu vielen seiner Mitstreiter und Epigonen stammt Rauch tatsächlich aus 

Ostdeutschland und tritt mit seinem Werk das Erbe der großen DDR-Maler von Tübke bis Rink an. Die Malerei ver-

bindet ihn aber auch mit seinen Eltern, die ihrerseits Künstler waren und nur wenige Wochen nach seiner Geburt bei 

einem Unfall ums Leben kamen.



Filme zur Kunst  2018



Wie die jüngsten Wahlausgänge in den USA, Frankreich, Österreich und Deutschland gezeigt haben, ist der Erfolg rechtspopulistischer Parteien ein Phänomen, von dem fast alle westlichen Demokratien betroffen sind. Hier wie dort wird diese Entwicklung mit der wachsenden Unzufriedenheit einer Wählerschicht erklärt, die trotz des gesamtwirtschaftlichen Erfolges von prekären Arbeitsverhältnissen und zunehmender Verarmung betroffen ist und die sich durch keine der etablierten Parteien mehr repräsentiert fühlt. Angesichts dessen ist es nicht übertrieben, von einer grundlegenden Krise der parlamentarischen Demokratie zu sprechen. Uns veranlasst dieser beunruhigende Trend dazu, in diesem Jahr eine Auswahl von Filmen zu zeigen, die deren Werk konkrete politische Aktionen umfasst. Dabei interessieren wir uns einerseits wie Christoph Schlingensief und Joseph Beuys, die die politische Aktion für ihr künstlerisches Werk nutzbar gemacht haben.. Wir stellen aber mit Neo Rauch und Bruno Schulz auch zwei Maler vor, deren Biografien von den Umwäl-

zungen der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts geprägt sind. Julian Rosefeldt schließlich hinterfragt in „Manifesto“ den Totalitarismus der Kunst. 



 


Samstag, 03.02.2018