Sonntag, 21.01.2018

Dienstag, 23.01.2018

Mittwoch, 24.01.2018

Literatur
Jan Weiler - Und ewig schläft das Pubertier
24.01.2018 in Hannover

Es ist wieder da und wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier.

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen.

Natürlich spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Hautunreinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört.
Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.


Jan Weiler wurde 1967 in Düsseldorf geboren. Er arbeitete zunächst als Texter in der Werbung und besuchte dann die Deutsche Journalistenschule in München. Anschließend arbeitete er von 1994 bis 2005 als Redakteur, Autor und schließlich Chefredakteur beim Süddeutsche Zeitung Magazin.
2003 entstand aus einer Kurzgeschichte im SZ-Magazin sein erster Roman „Maria, ihm schmeckt’s nicht.“ Das Buch gilt als das erfolgreichste deutsche Romandebüt der letzten zwanzig Jahre, die Verfilmung lief 2009 erfolgreich in den Kinos. 2005 folgte die Fortsetzung „Antonio im Wunderland.“
Seine Bücher gibt es komischerweise nicht auf italienisch, wohl aber auf koreanisch.

„Ein großartiger Schreiber“ (Hamburger Abendblatt)
„Jan Weiler spielt gewitzt mit Sprach– und Nationenstereotypen“ (DER SPIEGEL)
„Jan Weiler lesen macht einfach Spaß.“ (Brigitte)

http://www.janweiler.de

Donnerstag, 25.01.2018

Kunst & Kultur
NEUJAHRSKONZERT - A. M. Kaufmann, Solisten, Russ. Kammerphilharmonie
25.01.2018 in Hannover

Das große NEUJAHRSKONZERT

Die bekanntesten Highlights aus Film und Musical!

DAS NEUJAHRSPROGRAMM
erfüllt alle Wünsche der Musical -und Filmmusik-Fans!
Immer wichtiger und populärer sind in der heutigen Zeit die hinreißenden Film-Melodien aus den großen Kino-Erfolgen. Songs wie „My Heart Will Go On“ aus „Titanic“, „Time of my Life“ aus „Dirty Dancing“ oder „I See You“ aus „Avatar“ sind nur wenige Beispiele, die für immer in Erinnerung bleiben. Die großen Musik- Themen aus den Kino- und TV-Filmen wie „Cinema Paradiso“, „Das andere Leben“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ haben die Herzen von Millionen Zuschauern gewonnen.

Die bekanntesten Highlights aus den Andrew Lloyd Webber Musicals wie „Evita“ oder „Das Phantom der Oper“ kommen genauso auf die Bühne wie die beliebten Disney-Songs aus „Der König der Löwen“, „Aladdin“ oder „Der Glöckner von Notre Dame“.

All diese wunderbaren Songs und Melodien garantieren an diesem Abend große Gefühle und ein packendes Konzerterlebnis!

ANNA MARIA KAUFMANN
Der kanadisch-deutsche Musical-Star, Anna Maria Kaufmann, gehört seit über 2 Jahrzehnten zu den großen Stimmen unserer Zeit. Sie konzertierte weltweit auf den bedeutendsten Bühnen und begeisterte mit ihrer klaren und unvergleichlich einfühlsamen Stimme ein Millionenpublikum.
Mit ihrer einzigartigen Interpretation der „Christine“ im Musical-Klassiker „Das Phantom der Oper“ an der Seite von Peter Hofmann 1990 gelang Anna Maria der internationale Durchbruch. Der Soundtrack dieser Produktion ist mit über 2 Millionen allein in Deutschland verkauften Exemplaren der erfolgreichste Musical-Tonträger aller Zeiten!
Seitdem überzeugt die Ausnahmekünstlerin mit einem breitgefächerten Repertoire aus Musical, Film, Oper und Operette.


DIE RUSSISCHE KAMMER-PHILHARMONIE ST. PETERSBURG
unter Leitung des renommierten Dirigenten JURI GILBO gehört zu den internationalen Spitzenorchestern.
Aus der Verbindung der legendären russischen Streicherschule mit den westeuropäischen Bläsertraditionen formte Juri Gilbo den bekannten, unverwechselbaren Orchester-Klang. Alljährliche Tourneen führten das Orchester in alle europäischen Metropolen. Das Orchester arbeitet regelmäßig mit Weltstars wie Ute Lemper, Mischa Maisky, Nigel Kennedy, Vadim Repin, Olga Peretyatko, Giora Feidman, Eva Lind, Dmitri Hvorostovsky, Edita Gruberova, Fazil Say und vielen mehr.

RENÉ GIESSEN, Moderation und Mundharmonika
ist weltweit einer der berühmtesten Mundharmonika-Spieler. Bekannt wurde er durch seine Interpretationen der Winnetou-Filmmusik und Ennio Morricone‘s „Spiel mir das Lied vom Tod“. Rene spielte mit vielen renommierten Orchestern als Solist, darunter die BERLINER PHILHARMONIKER und die MÜNCHNER PHILHARMONIKER.

Einlass: 19:00 Uhr
Kunst & Kultur
Die Zauberflöte
25.01.2018 in Hannover

Rasant beginnt sie, diese Oper aller Opern: Prinz Tamino gerät in die Fänge einer gefährlichen Schlange, fällt relativ unheldenhaft in Ohnmacht und wird von drei mysteriösen Damen gerettet. Doch als Tamino erwacht, ist von ihnen nichts mehr zu sehen; statt ihrer kommt Papageno des Wegs, dem erfrischend gleich-gültig ist, dass Tamino von fürstlichem Geblüt ist. Ebenso wenig geniert er sich, den Sieg über die Schlange für sich in Anspruch zu nehmen – was die drei Damen aus ihrer Deckung lockt. Solche Taten für sich zu reklamieren, stünde Papageno – der lediglich ein Vogelfänger im Dienste ihrer Herrin, der sternflammenden Königin, sei – nicht an, befinden sie. Doch wird ihm eine Chance auf Wiedergutmachung eingeräumt: Er solle im Auftrag der Königin Tamino zur Seite stehen bei der Aufgabe, ihre von Sarastro entführte Tochter Pamina zu retten. Unversehens geraten also der Prinz und der Vogelfänger als ungleiches Duo in ein großes Abenteuer, bei dem sich immer neue Rätsel auftun: Gut und Böse prallen aufeinander, und nicht immer ist klar, wer welcher Seite zuzurechnen ist. Mehr als einmal sind der Prinz und der Vogelfänger bei den Prüfungen des Sarastro dem Tode nahe. Selbst Pamina gerät in Not: Taminos standhafte Stummheit in einer der Prüfungen bringt die an dessen Liebe zweifelnde junge Frau an den Rand des Selbstmords; Papageno hingegen wünscht sich einen Strick bei der Aussicht, ein entsagungsreiches und vor allem gefährtinnenloses Leben führen zu müssen. Schwerwiegende Entscheidungen müssen die Figuren für sich und ihr Leben treffen, während sie zwischen den Polen von Gut und Böse, von Pflichterfüllung und Freiheit hin und her gerissen werden. »Die Zauberflöte« sei neben Shakespeares »Hamlet« und Leonardos »Mona Lisa« das dritte große Rätselwerk unserer Kultur, beschreibt der Schweizer Germanist Peter von Matt die große Faszination dieses Werkes, zu der die Musik maßgeblich beiträgt – schließlich bestimmt sie in Form der titelgebenden Zauberflöte und eines Glockenspiels die Handlung mit.



Mozarts und Schikaneders Oper ist eine umfassende Mischung musikalischer Stile – vom volksliedhaften Ton des Papageno hin zur virtuosen Koloraturarie der Königin der Nacht, von den sakralen Chorklängen der Anhänger Sarastros zu den innig-puren Melodien der Arien Paminas. Gleichzeitig schwebt das Werk zwischen Kasperletheater und Zauberoper, zwischen spektakulärer Maschinenoper und rührendem Volkstheater, zwischen Märchen, Mythos und moralisch-freimaurerisch geprägtem Mysterienspiel. All dies trägt Tamino, Papageno und Pamina durch die Höhen und Tiefen der Handlung – doch geht diese über das Bestehen von Prüfungen hinaus. Dank der Musik Mozarts kommen sie am Ende dem einen großen Rätsel ein Stück weit auf die Spur: Wer bin ich?


Freitag, 26.01.2018

Kunst & Kultur
Club Figaro
26.01.2018 in Hannover

Mittendrin ist man hier – frei von der Aufsicht durch Erziehungsberechtigte und Erzeuger, frei von der Aufsicht durch Lehrer und sonstige Aufpasser: willkommen im Club Figaro! Sein, wer man ist, sich treffen, mit wem man will, Freundschaften pflegen und neue Kontakte knüpfen – all das kann man hier. Man muss nicht nur am Rande stehen und beobachten, man stürzt sich in die Menge und vergisst alle Sorgen. »Dance like nobody’s watching« – denn die Regeln des Verhaltens und Zusammenseins werden jeden Abend aufs Neue definiert von der großen Gemeinschaft, die die Liebe zur Musik und zur Bewegung erzeugt.



Alles friedlich also, heile Welt? Die Anonymität im Club hat auch ihre Kehrseiten: Befreit vom Druck, sich »korrekt« zu verhalten, gibt sich mancher dem Rausch hin, um ganz aus sich heraus zu kommen. Plötzlich ist der Club in der Hand von Einzelgängern, die eine neue Stufe von Freiheit entdeckt zu haben scheinen. Die Gemeinschaft reagiert mit dem einzigen Mittel, das sie hat: Sie erklärt kurzerhand diesen extremen Individualismus zum neuen Ziel, die Gruppe zieht nach. Was zunächst erstrebenswerte Einzigartigkeit war, wird unversehens zum »Massen- Mainstream«. Das gilt nicht nur für den Rausch, sondern auch für die Mode, die sehr klar definiert, wer dazu gehört und wer nicht. So manche Aggression und extrovertierte Persönlichkeit stellen sich rasch als Fassade für tiefe Unsicherheit und Einsamkeit heraus.



Mittendrin ist auch Cherubino – und zwar mitten in der Suche nach seiner persönlichen Freiheit, auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, wo man hingehört, wie viel Freiheit funktioniert und wie viel Verantwortung man selbst tragen will und kann – für sich selbst und andere. Auf wen kann man zählen? Wessen Regeln will man akzeptieren; wie weit geht man, um dazu zu gehören? Ist gelegentlich sogar ein Absturz in den Rausch nötig, um die tieferen Wahrheiten zu erkennen? Was auch immer im Club Figaro passiert, es wird die Nacht eines Lebens, die man auf keinen Fall verpassen sollte.



Gemeinsam mit jugendlichen Darstellern, Musikern und Tänzern aus Hannover und Umgebung macht das Ensemble der Jungen Oper aus Pierre Augustin Caron de Beaumarchais’ Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro im wahrsten Sinne eine »tolle«, eine verrückte Nacht. Als »Sturmvogel der Revolution« bezeichnete Napoleon diese Komödie später, die die herrschenden Verhältnisse auf den Kopf stellte, indem Diener über ihre Herren triumphierten, die Frauen über die Männer und die Jugend über das Alter. Den Soundtrack im Club Figaro liefern originale und bearbeitete Klänge aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Hochzeit des Figaro. Dabei begegnen Cherubino auch die übrigen Figuren aus Mozarts erster Zusammenarbeit mit seinem kongenialen Librettisten Lorenzo Da Ponte, die ein Beispiel dafür geben, wie schwer es sein kann, inmitten der Party des Lebens, auf der Suche nach Liebe und Freiheit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.