Montag, 22.01.2018

Ausstellung
GEHEIME ZIRKEL
22.01.2018 in Freyburg (Unstrut)

Sonderausstellung im Gewölbekeller



Vor 300 Jahren am 24. Juni 1717, dem Geburtstag Johannis des Täufers - Schutzpatron der Steinmetzen - wurde in London die erste Freimaurergroßloge gegründet. Sie verfolgte das Ziel der Hebung und Förderung des sittlichen Lebens. Zwanzig Jahre nach dieser Vereinigung - dem Gründungsdatum der symbolischen Freimaurerei - bildete sich 1737 in Hamburg die erste deutsche Freimaurergesellschaft. 1738 folgten Dresden, 1740 Berlin und 1741 Leipzig und Breslau. In einer erstaunlichen Geschwindigkeit überzog das Geflecht von Logen bald ganz Europa, von Paris bis St. Petersburg, von Kopenhagen bis Neapel. Bedeutende Persönlichkeiten zählten zu den Logenmitgliedern. Sie prägten Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur.



Für die Ausstellung wurde sich auf eine nicht ganz einfache Spurensuche begeben. Welche Aktivitäten von Freimaurerei finden sich im Saale-Unstrut-Gebiet, speziell in Naumburg, Weißenfels und Freyburg?



Da in der Freimaurerei die Verschwiegenheitspflicht gilt, zählte sie zu den Geheimgesellschaften, denen man von Anfang an dunkle Machenschaften oder Verschwörungen anlastete. Die Nationalsozialisten zwangen die Freimaurerlogen in Deutschland 1935 zur Selbstauflösung und auch zu DDR-Zeit war die Freimaurerei verboten. Diese lange Zeit hat natürlich sehr dazu beigetragen, dass Ursprünge, Anliegen und Arbeitsweise der Freimaurerei vielen heute lebenden Menschen völlig unbekannt sind. Die Ausstellung soll daher auch ein Beitrag zur „Aufklärung“ sein.




APRIL BIS OKTOBER:
Montag - Sonntag
10:00 Uhr - 18:00 Uhr

NOVEMBER BIS MÄRZ:
Dienstag - Sonntag
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

(letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung)
Ausstellung
Kunstsammlungen Sachsen-Anhalt.
22.01.2018 in Halle (Saale)

Der Aufbau der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau im Freistaat Anhalt erfolgte ab 1927 parallel zur nationalen Etablierung des Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe im nahe gelegenen Halle (Saale) in der Preußischen Provinz Sachsen. In der Weimarer Republik gehörten beide Museen mit ihren unterschiedlichen Sammlungen zu den bedeutenden Ausstellungshäusern in Deutschland. Während der Schwerpunkt der halleschen Sammlung in der Moderne des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts liegt, verfügt die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau über eine hochkarätige Sammlung Alter Meister vom 15. bis ins 18. Jahrhundert, sodass sich beide Sammlungen gegenseitig ergänzen und bereichern.



Inhaltlich widmet sich die gemeinsam von beiden Museen kuratierte Ausstellung der Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts. Im ersten Obergeschoss des Nordflügels der Moritzburg werden selten zu sehende Meisterwerke aus der Grafischen Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau zu den Themen Religion, Mythologie, Allegorie, Porträt, Landschaft, Genre und Historie gezeigt. In einem eigens hierfür geschaffenen separaten Raum werden ergänzend aus der Sammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) jüngst mit Mitteln der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V. aufwändig restaurierte Epitaphien der Familie von Schönfeldt sowie das Fragment einer Kreuzigungsszene aus Löbnitz bei Delitzsch erstmals präsentiert. Sie gelten als unmittelbare Zeugnisse der sich wandelnden protestantische Emblematik und stammen aus der Cranach-Werkstatt in Wittenberg.



Die im Kontext des diesjährigen Reformationsjubiläums stattfindende Ausstellung vermittelt anhand herausragender und selten zu sehender Einzelobjekte aus beiden sachsen-anhaltischen Sammlungen u. a. den künstlerischen wie geistiggeschichtlichen Wandel im Zuge der konfessionellen Veränderungen im 15./16. Jahrhundert. Im Kontext der konfessionellen Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken kommt dem Flugblatt eine herausragende kommunikative Funktion bei. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) verfügt mit mehr als 1.000 teilweise sehr seltenen Blättern des 15. bis 19. Jahrhunderts über die wertvollste Flugblattsammlung in Sachsen-Anhalt. Bedeutende Einzelblätter dieses Konvoluts sowie selten ausgestellte Werke Alter Meister aus den halleschen und Dessauer Beständen machen das Ausstellungsprojekt zu etwas Besonderem. 

 




Mo, Di, Do, Fr, Sa, So und an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr

Mittwoch geschlossen

24.12. u. 31.12. geschlossen