Donnerstag, 22.02.2018

Ausstellung
Wohnhaus August Hermann Franckes
22.02.2018 in Halle

Das Francke-Wohnhaus mit Dauerausstellung zum Stiftungsgründer

Den Aufbau seines sozialen und pädagogischen Reformwerkes leitete August Hermann Francke von seinem Wohnhaus aus. Es war Nukleus und Ausgangspunkt seiner weitreichenden Unternehmungen, deren Spuren man heute noch in Gesellschaft, Religion und Kultur finden kann.
Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen bildet das Francke-Wohnhaus seit November 2008 wieder das Zentrum der Franckeschen Stiftungen. Es beherbergt das Info-Zentrum, das Francke-Kabinett und die Bibelmansarde.

Das Francke-Kabinett
In der ehemaligen Wohnetage der Familie Francke lässt eine ungewöhnliche Ausstellung die Stifterpersönlichkeit und seine vielfältigen Talente entdecken. Ob Theologe und Pädagoge, Global-Player und Visionär, Wirtschaftsexperte oder Bauherr – prominente Persönlichkeiten des heutigen gesellschaftlichen Lebens stellen in neun Filmen die Begabungen und die Tatkraft August Hermann Franckes vor.

Die Bibelmansarde
Im Jahr 1710 wurde in den Franckeschen Stiftungen die Cansteinsche Bibelanstalt gegründet, die sich für die Verbreitung der Bibel mittels preiswerter Druckausgaben einsetzte. Über 30 Millionen Bibeln haben seitdem die Franckeschen Stiftungen verlassen. Diese Tradition wird von der neuen Bibelmansarde im Dachgeschoss des Francke-Wohnhauses wieder aufgenommen. Jeweils dienstags um 18 Uhr lädt ein anspruchsvolles Programm rund um das Buch der Bücher zum aktiven Austausch und zum gemeinsamen Innehalten ein.

Informationszentrum und Francke-Kabinett: Di-So 10-17 Uhr
Waisenhausbuchhandlung: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr


Ausstellung
Die Kulissenbibliothek der Franckeschen Stiftungen
22.02.2018 in Halle

Die Franckeschen Stiftungen sind seit über 300 Jahren ein Ort der Bücher. Bildung und damit Zugang zum Wissen der Zeit war das Grundanliegen von August Hermann Francke (1663-1727), dem Gründer, der heute nach ihm benannten Franckeschen Stiftungen zu Halle. Mit der Grundsteinlegung des Halleschen Waisenhauses 1698 war auch der Aufbau eines Verlags mit Buchhandlung und Druckerei verbunden. Schnell erwarb sich das Waisenhaus einen exzellenten Ruf, erhielt zahlreiche Schenkungen berühmter Zeitgenossen und wuchs nicht zuletzt durch gezielte Anschaffungen für den Unterricht in den Schulen und den stetig wachsenden Bestand der eigenen Druckerzeugnisse. Schon bald musste daher die Sammlung in einem eigenen Gebäude untergebracht werden.
In den Jahren 1726-28 entstand am oberen Lindenhof der Franckeschen Stiftungen Halle das älteste profane Bibliotheksgebäude der Deutschlands, die historische Kulissenbibliothek. Seit jener Zeit lädt sie Bücherfreunde und Forscher aus Halle und der ganzen Welt in diesen besonderen Wissenskosmos ein. Bereits Albrecht von Haller, Johann Joachim Winkelmann und Johann Wolfgang von Goethe bewunderten die bibliophilen Kostbarkeiten. Wie Theaterkulissen ragen die marmorierten Bücherregale in den Saal hinein, überspannt von barocken Korbbögen. Hinter unscheinbaren Buchrücken verbergen sich die erstaunlichsten Schätze. Das größte und schwerste Buch der Sammlung ist die Bibel des Lucas Osiander (1534-1604). Fast einen halben Meter hoch und 9,5 kg schwer begleitete sie den Prinzen Anton Günther von Anhalt-Zerbst (1653-1714) überall hin und spendete ihm Halt und Trost. Aber auch die erste deutsche Bibel, die in Amerika gedruckt wurde, und viele andere sehr seltene, teils über 500 Jahre alte Bücher werden hier aufbewahrt.
Der historische Bibliothekssaal hat die Jahrhunderte unbeschadet überstanden und bietet sich den Besuchern seit seiner umfassenden Restaurierung 1996-98 fast unverändert dar. Um der Öffentlichkeit die Bücherschätze der Bibliothek zeigen zu können, finden seit dem Jahr 2000 wechselnde Kabinettausstellungen im ehemaligen Lesezimmer neben dem historischen Bibliotheksraum statt.


10-17 Uhr
Ausstellung
DAUERAUSSTELLUNG
22.02.2018 in Leipzig

Die Ausstellung ist nach Erdteilen bzw. Großregionen gegliedert und umfasst eine Ausstellungsfläche von insgesamt 4200 Quadratmetern:

Die Exponate im Abschnitt SÜDOSTASIEN zeigen das handwerkliche Können und das ästhetische Empfinden der ausgewählten Kulturen und Ethnien. Sie erzählen von längst vergessenen Wanderungen und kulturellen Kontakten. Der Gebrauch spezieller Schmuckformen, Waffen, Kleidung ist nicht selten an eine besondere religiöse oder gesellschaftliche Funktion gebunden.

Im Bereich SÜDASIEN stehen Sri Lanka, der indische Kulturraum sowie die Kulturen der Ureinwohner der Region im Mittelpunkt der Ausstellung. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist der Dorfkomplex aus Kutch, in Gujarat, der von Kunsthandwerkern dieser Region aufgebaut wurde.

Im Ausstellungsbereich MONGOLEN und TIBETER wird ein zusammenhängender Kulturraum vorgestellt, der sich vom Südhang des Himalaya und seiner Ausläufer nord- und westwärts durch sechs Länder (Indien, Nepal, Buthan, China, Mongolei, Russland) von Asien bis nach Europa erstreckt.

Der OSTASIEN-Abschnitt mit China und Japan greift die „Bilder“ auf, die wir von diesen Ländern haben und reflektiert und hinterfragt sie.

Der Großraum NORDOSTASIEN besteht aus dem Fernen Osten Russlands, aus Korea, Nordjapan und Nordostchina. Ein gemeinsames Merkmal der Völker dieser Region ist der Schamanismus. Präsentiert wird auch die Ainu-Sammlung, die mit über 700 Objekten zu den größten Europas zählt.

Die ORIENT-Ausstellung „Kulturen im Dialog“ stellt das Miteinander von Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Zugehörigkeit des Nahen und Mittleren Ostens und die Wechselbeziehungen zwischen Nomaden und Sesshaften in Mittelasien dar. Im Mittelpunkt stehen die Basare, Tee- und Kaffeehäuser

Lange Zeit galten OSTAFRIKA und SÜDAFRIKA in Europa als geheimnisumwittertes Goldland des Altertums. Das „Reich des Priesterkönigs Johannes“ und „König Salomos Minen“ wurden häufig in diese Region verlegt. In den Steinbauten Simbabwes und den einst blühenden Handelszentren der Ostküste können die Besucher den Spuren dieser Legenden folgen. In der Ausstellung begegnen uns aber auch Buschmänner (San) und die Hirtennomadenvölker der Zulu, Massai und Herero. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Masken der ostafrikanischen Makonde.

Der Ausstellungsbereich AMERIKA vermittelt die Vielfalt nicht nur der indianischen Kulturen auf diesem Kontinent. Die Darstellung der afroamerikanischen Kultur Südamerikas wird die Themen Religion und Integration aufgreifen. Wunderschöne Federarbeiten aus dem Amazonasgebiet sowie eine umfangreiche Keramiksammlung aus dem Andenraum werden zu sehen sein. Die Ausstellung Nordamerikas greift die Kultur der „klassischen Indianer“ der Plains auf.

Der Bereich AUSTRALIEN und OZEANIEN zeigt sowohl die Vielfalt der traditionellen Kulturen der Ureinwohner auf, als auch die Perspektiven und Probleme dieser Menschen in unserer Zeit. Dabei wird Fiji als exemplarische Verbindungsstelle zwischen Melanesien und Polynesien besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Fiji-Sammlung des Museums zählt zu den ältesten der Welt.

Di-So 10.00-18.00 Uhr
Ausstellung
Der stinknormale Mann
22.02.2018 in Dresden

Was ist ein normaler Mann? Was ist gar ein stinknormaler Mann in unseren Zeiten, in denen alle etwas Einmaliges und Besonderes sein wollen – und das ja auch irgendwie sind. Was verstehen wir unter „normal“? Redet man z.B. als Mann oder über Männer lieber in Kategorien wie Erfolg, Karriere oder Sport und lässt Themen wie Vaterschaft, Scheitern oder Beziehungen eher außen vor? Welchen Bestand haben alte oder auch aktuelle Klischees?

Seit Jahren wandelt sich das Männerbild auch in Deutschland langsam. Dabei ist die stattfindende Transformation des Mannes geprägt von traditionellen, noch wirkenden Rollenbildern und den Herausforderungen eines Entwurfes moderner Männlichkeit. 

Blickt man in die Kunst, dann ist eine explizit kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen vor allem von Künstlerinnen ausgegangen und hatte dabei die Auseinandersetzung mit weiblichen Rollenbildern sowie dem weiblichen Körper stärker im Fokus.



Traditionelle männliche Rollendarstellungen von Männern gemacht, lassen sich in der Geschichte der Kunst finden in Kriegsdarstellungen, Kreuzigungen, Selbstbildnissen, Genre- oder Bordellszenen, Jagdbildern, biblischen Darstellungen, Fürstenbildern, Altären oder erotischen Darstellungen aller Couleur. Welche verschiedenen gegenwärtigen männlichen (Ab)Bilder möglich sind, damit beschäftigt sich „Der stinknormale Mann“, freilich jedoch mit der Gewissheit auf Unvollständigkeit. Zu Ausstellung, Veranstaltungen und Kursen laden wir alle Geschlechter ein.



Leif Borges (DE) | Thilo Droste (DE) | Thomas Florschuetz (DE) | Saeed Foroghi (DE) | Apostolos Georgiou (GR) | Patrycja German (PL) | Marcel Götze (DE) | Şakir Gökçebağ (TUR/DE) | Frank Herrmann (DE) | Andrey Kezzyn (RU) | Julia Kuzminska (DE) | Nils Mollenhauer (DE) | Guy Ben Ner (Israel) | David O‘Kane (IR) | Ursula Palla (CH) | Stephan Popella (DE) | Daniel Rode (DE) | Marten Schädlich (DE) | Sebastian Schrader (DE) | Klaus Weber (DE)




Mi 13-20 Uhr, Do+Fr 15-19 Uhr, Sa+So 14-18 Uhr