Montag, 26.02.2018

Kunst & Kultur
Belcea Quartet
26.02.2018 in Freiburg im Breisgau

Beethoven auf Chinesisch – Manche Meisterwerke hatten es schwer – so auch Ludwig van Beethovens Streichquartett B-Dur op. 130 bei seiner Uraufführung Anfang 1826. Während die ersten drei Sätze wohlwollend aufgenommen wurden, erntete das anspruchsvolle fugierte Finale Stirnrunzeln. Einen anwesenden Musikkritiker ließ es völlig verdutzt zurück – es war ihm »unverständlich, wie Chinesisch«. Zwar eröffnete Beethoven dem Finalsatz unter eigener Opuszahl eine glänzende Zukunft als »Große Fuge« op. 133; als Schluss seines Quartetts tauschte er ihn allerdings aus. Die Beethoven-Spezialisten des Belcea Quartet, deren mustergültige Interpretationen auch durch eine hochgelobte Gesamteinspielung Beethoven´scher Quartette verewigt sind, bringen nun das Streichquartett B-Dur in der ursprünglich vom Komponisten gewünschten Form zur Aufführung. Einen eigenwilligen Variationenreigen komponierte auch György Ligeti mit seinem mutigen, folkloristisch gefärbten ersten Streichquartett. Im Programm des Belcea Quartet stehen diese »Nächtlichen Metamorphosen« neben Joseph Haydns melodiensattem »Sonnenquartett« Nr. 4 als einem frühen Beispiel für ungarisches Kolorit in der Kunstmusik.

Programm:
Haydn, Streichquartett D-Dur Hob III:34 »Sonnenquartett« Nr. 4
Ligeti, Streichquartett Nr. 1 »Métamorphoses nocturnes«
Beethoven, Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130 mit »Großer Fuge« op. 133

Belcea Quartet

Einlass 19:00 Uhr