Donnerstag, 18.01.2018

Theater & Comedy - Sonstige
Ziemlich beste Freunde
18.01.2018 in Potsdam

Philippe führt ein trauriges Leben im Luxus. Seine große Liebe ist an einer unheilbaren Krankheit verstorben und er selbst nach einem Unfall beim Paragliding vom Hals an gelähmt. Müde und resigniert blickt der schwerreiche Intellektuelle seither auf die Welt. Als eine neue Pflegekraft für ihn gesucht wird, taucht plötzlich Driss in Philippes Stadtpalast auf. Driss ist ein Kleinkrimineller aus ärmlichen Verhältnissen und hat ein Butterfly-Messer im Gepäck; er ist eigentlich nur pro forma vorbeigeschneit: um eine vom Arbeitsamt geforderte Unterschrift abzuholen. In seiner erfrischenden Direktheit weckt er Philippes Interesse – und bekommt den Job. Weil Driss gerade aus dem Knast entlassen und von seiner Mutter rausgeschmissen wurde, passt ihm das ganz gut. Er zieht in die schicken Gemächer ein, macht es sich gemütlich und mischt Philippes Leben gehörig auf. Nur mit den Kompressionsstrümpfen und Pflegehandschuhen tut er sich anfangs schwer. Zwischen den ungleichen Männern entwickelt sich eine außergewöhnliche, tiefe Freundschaft. Mit seiner draufgängerischen, offensiv flirtenden Art kann Driss die Lebenslust von Philippe wieder entfachen. Und umgekehrt vermag dieser seinem dreisten Pfleger den Blick für manche Schönheit zu eröffnen, von der dieser vorher noch nichts wusste.

Autor: Éric Toledano und Olivier Nakache // Bühnenfassung: Gunnar Dreßler
Regie: Annette Pullen // empfohlen ab 13 Jahre
Comedy
Jochen Malmsheimer - Dogensuppe Herzogin - ein Austopf mit Einlage
18.01.2018 in Gießen

Dogensuppe Herzogin - ein Austopf mit Einlage Machen wir uns doch nichts vor: Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je!

Die gefühlte Arschlochdichte und Idiotenkonzentration, die Sackgesichtsüberfülle und
Kackbratzendurchseuchung, die allgemeine, bimssteinerne Generalverblödung und
präsenile Allgemeinabstumpfung, kurz: die cerebrale Fäulnis in diesem Land war, subjektiv gefühlt, immer schon hoch, aber nun läßt sich dieses trübe Faktum nicht mehr nur im Experiment nachweisen, sondern ist für uns alle, die wir über ein entwickeltes humanoides Sensorium, über Geist, Witz, Verstand und Geschmack verfügen, fühlbar im Freiland angekommen.

Und dort im Freiland zeltet Jochen Malmsheimer, bereit, sich diesem geradezu
enzephalen Unsinn, gegürtet mit dem Schwert der Poesie, gewandet in die lange
Unterhose tröstenden Mutterwitzes und weiterhin unter Verzicht auf jegliche Pantomime,
in den Weg zu stellen.

Denn wie schon Erasco von Rotterdam wußte: Wer oft genug an´s Hohle klopft, der
schenkt der Leere ein Geräusch.

Vita:
Jochen Malmsheimer, geboren 1961 in Essen, ist ein vielfach preisgekrönter Kabarettist
(u.a. Deutscher Kleinkunstpreis, Deutscher Kabarettpreis). In zahlreichen
Bühnenprogrammen hat er eine ganz eigene Kunstform geschaffen: das epische Kabarett.

Einem größeren Publikum wurde er vor allem durch seine regelmäßigen Auftritte bei
»Neues aus der Anstalt« (ZDF) bekannt. Sein künstlerisches Werk ist in dem jüngst
erschienenen Band »Gedrängte Wochenübersicht - Ein Vademecum der guten Laune«
nachzulesen.

Einlass ab 19:30 Uhr

Der Vorverkauf ist beendet. Es sind noch Karten an der Abendkasse erhältlich.
Theater, Comedy
Em Charley sei Tante - von Brandon Thomas, schwäb. Fassung Monika Hirschle
18.01.2018 in Stuttgart

Charley und sein Kumpel, beide Studenten an der Uni Tübingen, sind jung, feierfreudig – und unsterblich verliebt. Nun haben sie sich endlich ein Herz gefasst und wollen ihren Angebeteten ihre Gefühle gestehen. Doch die beiden Herzensdamen sind Schwestern aus reicher arabischer Familie. Und sehr streng erzogen – ihr Onkel gäbe ihnen kaum Gelegenheit, ohne Aufsicht mit zwei jungen Männern zu sprechen. Was tun? Eine „Anstandsdame“ muss her, die dem Treffen einen sittsamen Charakter verleiht und dem gestrengen Onkel das Gefühl gibt, dass die beiden Mädchen im sündigen Schwabenland in guter Obhut sind. Wie praktisch, dass die beiden Jungs Charleys nach Brasilien ausgewanderte Patentante erwarten, die perfekt als „Anstandswauwau“ fungieren könnte. Beschtens – die Mädchen sind neugierig auf den exotischen Gast, und auch für den gestrengen Onkel spricht nichts gegen eine Verabredung seiner Nichten zum Kaffee mit Tante Lucia.

Doch kurz vor dem Treffen erscheint Babbs, der Hausmeister der Uni, mit der Nachricht, dass die Tante den Besuch absagen musste. Ojemine! Wo kriegt man rasch eine Tante her, wenn man sie mal braucht? Die Lösung liegt nahe: Babbs muss sich – wenn auch arg „ogern“ – als Tante ausgeben und das Date der Studenten retten ...
Seit der Uraufführung 1892 zählt diese Komödie zu den größten Theatererfolgen aller Zeiten. Sie wurde in über hundert Sprachen übersetzt und mehrmals verfilmt, unter anderem mit Heinz Rühmann und Peter Alexander.
Für unsere Inszenierung wurde der Komödienklassiker dezent modernisiert – und ins Schwäbische übertragen.

23. November 2017 bis 21. Januar 2018

Inszenierung und Bühnenbild: Stephan Bruckmeier
Kostüme: Monika Seidl

mit Monika Hirschle; Andreas Klaue u.v.a.
Theater & Comedy - Sonstige
WELTVERBESSERUNGSTHEATER - Gewinner des Regiewettbewerbs
18.01.2018 in Erlangen

Das Produktionsteam hat sich vom 13.03. - 01. 04.17 in den Dienst „des Guten“ gestellt. Mit den guten Taten fing das Team gleich an und kochte ein vegetarisches Mittagessen für die Mitarbeiter*innen des Theater Erlangen. Sie halfen einem Blumenstand am Marktplatz beim Aus- und Einladen und bekamen im Gegenzug Blumen, mit denen sie Ankommende am Erlanger Bahnhof begrüßten. Dinge, die zu schade zum Wegwerfen waren, wurden repariert. Für den Kulturpunkt Bruck bauten sie Hochbeete und trugen im Erlanger Lesecafé Geschichten bei einer Veranstaltung über Gemeinschaftsgärten vor – um nur einige Aktionen zu nennen. Die Diskussionen, Taten und Aktionen wurden dokumentiert und sind Teil der Aufführung. Außerdem werden Menschen in der Stadt interviewt, die bereits Gutes tun und viele Texte zu diesem Thema gesammelt. Bei den Vorstellungen werden tolle Sachen versteigert – nicht gegen Geld, sondern gegen gute Taten, die die Welt ein wenig besser machen.

Im September 2016 schrieb das Theater Erlangen zum ersten Mal einen Regienachwuchswettbewerb aus, für den die Bewerber*innen Konzepte zum Thema „Utopie“ einreichen konnten. Unter den über 120 Einsendungen wurden zwei Gewinnerkonzepte ausgewählt, von denen eines das WELTVERBESSERUNGSTHEATER ist.

Konzept und Regie … Helge Schmidt
Ausstattung … Anika Marquardt, Lani Tran-Duc
Video … Johanna Seitz
Dramaturgie … Karoline Felsmann

Besetzung ... Hermann Große-Berg, Benjamin Schroeder, Alissa Snagowski

Dauer ... 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause