Donnerstag, 21.06.2018

Ausstellung
Kirchner und die »Künstlergemeinschaft Brücke«
21.06.2018 in Stuttgart

Begleitend zur großen Ausstellung »Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung« zeigen wir im Graphik-Kabinett Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft »Brücke«, die Kirchner ab 1905 um sich geschart hatte: Erich Heckel (1883-1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955) und Otto Mueller (1898-1979) sind mit Zeichnungen, Holzschnitten, Radierungen und Lithographien aus unserem reichen Bestand vertreten.



 



Thematisch erstreckte sich die Palette vor allem auf die Darstellung des Menschen: Diese ist vom Naturvorbild gelöst und erscheint in spontaner, vereinfachter, die Fläche betonender Weise. Der Verzicht auf Proportionen und Perspektive widerspricht der eigentlichen akademischen Tradition. So entstanden emotionale, »expressionistische« Werke, die den Menschen hauptsächlich in der Großstadt (Straßen- und Varietészenen) aber auch in der Natur (Akt, Badende) zeigen.



 



Insbesondere in der Graphik, geprägt von Vorbildern wie Paul Gauguin oder Edvard Munch, dienten leuchtende Farben wie auch grob geschnittene Holzstöcke in plakativem Schwarz-Weiß den Künstlern dazu, ihren Gefühlen und Leidenschaften unmittelbar Ausdruck zu verleihen. Seit 1911 wird dies mit dem Begriff »Expressionismus« sowohl in der Kunst aber auch gleichbedeutend in der Literatur umschrieben.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de
Ausstellung
#meinMuseum
21.06.2018 in Stuttgart

Im kommenden Jahr 2018 feiert die Staatsgalerie Stuttgart ihr 175-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum ist Anlass, die wechselvolle Geschichte des Hauses und seiner Sammlung zu erzählen und einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs zu werfen. Erstmals wird die Geschichte dabei am Beispiel wichtiger Wegmarken und Zäsuren im Überblick dargestellt.



Gezeigt wird, wie sich das Haus über die Jahrzehnte und vor allem in der Nachkriegszeit als eines der wichtigsten Museen für die Kunst der Moderne in Deutschland positionierte.





Die Öffnung für die Kunst der Gegenwart war dabei keine stringente Entwicklung. Ihr ging eine gesellschaftliche, und immer wieder auch politische, Diskussion voraus, die zu wiederholten Neuausrichtungen der Staatsgalerie führte. Teils wurde intensiv um die Prämissen gerungen, nach denen gebaut, gesammelt, restauriert, ausgestellt und vermittelt werden sollte. Davon zeugen heute vier stilistisch ganz unterschiedliche Gebäude und die vielfältigen Sammlungsschwerpunkte des Museums. Nicht jede Entscheidung von Direktoren stand von vorne herein im Konsens mit der öffentlichen Meinung. Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter haben immer klar formuliert, welchen Anspruch sie an ›ihr‹ Museum haben und wann sie ihre Erwartungshaltungen nicht eingelöst fanden. Zwangsläufig war die Geschichte der Staatsgalerie so von mitunter heftigen Debatten begleitet. Dies verdeutlicht: das Kunstmuseum ist kein hermetischer Ort, sondern eine zutiefst in der bürgerlichen Gesellschaft verankerte Institution, die alle angeht.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de
Ausstellung
Innovationen!
21.06.2018 in Friedrichshafen

Das Zeppelin Museum ist ein Haus, das sich mit den Fragen der Zukunft – damals und heute – befasst. "Innovationen! Zukunft als Ziel" lautet daher der programmatische Titel der neuen Ausstellung. Sie blickt auf das innovative Potenzial der Unternehmen des von Graf Zeppelin gegründeten Konzerns zurück und wagt zugleich den Blick nach vorn.



Innovationen entstehen, wenn aus Ideen marktfähige Produkte werden, die auf breiter Basis wirken und Einfluss auf die Gesellschaft nehmen. Die Ausstellung zeigt auf, was diese Unternehmen richtiggemacht haben, wo Fehler begangen und welche Ideen entwickelt wurden, wenn Restriktionen den eingeschlagenen Weg behinderten. Die Ausstellung blickt aber auch in die Zukunft und macht deutlich, welche Strategien Konzerne aufsetzen, um marktfähig und weltweit erfolgreich zu bleiben. Beispielsweise werden disruptive Risiken für das Kerngeschäft erkannt, um daraus Chancen für neue Geschäftsmodelle abzuleiten.



Die Ausstellung zeigt auf insgesamt 1.000 m² Fläche zunächst die technischen Innovationen, die in Friedrichshafen wesentlich mitentwickelt und weltweit wegweisend wurden. Das beginnt bei der Luftschifffahrt und der Leichtbauweise in Aluminium, der Entwicklung von Getrieben und Motoren, der Entwicklung von Wasserflugzeugen und Flugzeugen in Leichtmetallbauweise, der Erforschung der Stromlinienform und der Flugwetterkunde bis hin zum Bau von Satelliten und Komponenten für die Raumfahrt.



 






Mai bis Oktober: täglich, 9 bis 17 Uhr
November bis April: Di bis So, 10 bis 17 Uhr
Ausstellung
Eigentum verpflichtet.
21.06.2018 in Friedrichshafen

Ist das Raubkunst? Diese Frage stellt sich das Zeppelin Museum für seine eigene Sammlung. Kein gewöhnliches Unterfangen, denn die heutige Kunstsammlung wurde erst nach 1945 aufgebaut. Nach einem Totalverlust während des Zweiten Weltkriegs erwarb man ab 1950 in einer euphorischen Aufbruchsstimmung rasch die ersten 100 Kunstwerke. Von einer ‚Stunde null‘ kann jedoch weder auf dem Kunstmarkt noch in der Museumslandschaft die Rede sein. Mit der Wiedereröffnung des Museums im Jahr 1957 wurde die neue Sammlung gefeiert. Seitdem konnte sie kontinuierlich um Werke aus der Gotik bis in das 19. Jahrhundert und Hochkaräter der Klassischen Moderne erweitert werden. So wird in dieser Ausstellung ein nach wie vor unterschätztes Kapitel der Folgen des NS-Kunstraubes wie auch der gigantischen Kulturgutverlagerungen des 20. Jahrhunderts beleuchtet.



In akribischer Provenienzforschung konnten erstmals die Objektgeschichten von knapp 400 Kunstwerken und die Biografie einschlägiger Kunsthändler untersucht werden. Mit über 40 Werken werden sowohl brisante wie harmlose, geklärte als auch ungeklärte Fälle besprochen und die tatsächliche Bandbreite und die Hürden der Forschungsarbeit fassbar gemacht. Da gerade die "versteckten" Seiten die meiste Brisanz haben können, werden von sämtlichen Werken auch die Rückseiten gezeigt.



Ist das nun alles Raubkunst? Für viele der untersuchten Werke lässt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten. Ziel ist es, durch die Ausstellung Transparenz zu schaffen, auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Forschung hinzuweisen und für das Museum möglichst weitgehend ausschließen zu können, dass Kunstwerke im Eigentum sind, die dem Museum eigentlich nicht gehören.



 






Mai bis Oktober: täglich, 9 bis 17 Uhr
November bis April: Di bis So, 10 bis 17 Uhr