Freitag, 19.10.2018

Songwriter, Folk & Country ab 17,50 €
Simon & Jan - Halleluja!
19.10.2018 in Karlsruhe

Sie werden gefeiert als „runderneuerte Liedermacher“ (Kölner Stadtanzeiger) und ihre Videos im Netz werden hunderttausendfach geklickt. Sie haben sich die Bühne bereits mit Szenegrößen wie Stoppok, Keimzeit, Konstantin Wecker, Götz Widmann und den Monsters of Liedermaching geteilt. In der Laudatio zum Prix Pantheon 2014 heißt es: „Anrührend wie Simon & Garfunkel und überraschend wie Rainald Grebe schaffen es Simon & Jan mit ihren Texten liebevoll Herz und Hirn ihres Publikums zu erreichen. Sie verkörpern die Generation der Liedermacher 2.0 aufs Vortrefflichste.“

Doch der Teufel sitzt am Teleprompter. Auch in ihrem neuen Programm Halleluja! wird der Erwartungshaltung des klassischen Kabarettpublikums von den beiden Mittdreißigern mit diabolischem Spaß ein Bein nach dem anderen gestellt. Hier wird dem Bürger aufs Maul, in den Kopf und in den Facebook-Account geschaut, man fühlt sich angesprochen und gemeint, genauso wie zuweilen ertappt und entlarvt. Sie singen sich in den Kopf ihres Zuhörers, um ihm vor selbigen zu stoßen. Und wenn sie ihr Publikum doch einmal bei der Hand nehmen, dann nur, um es sanft in den nächsten Abgrund zu reißen. Dabei sind ihre Texte saukomisch, teils ins Absurde überdreht und die zeitgeistigen Grenzen der politischen Korrektheit gern mal übertretend. Wie man es auch dreht und wendet – Simon und Jan nehmen einen ganz schön mit und wurden vielfach mit Preisen überhäuft.
Theater ab 22,00 €
DIE SCHACHNOVELLE - von Stefan Zweig
19.10.2018 in Wien

Dr. B. wird eines Tages von der GESTAPO verhaftet und in ein hermetisch abgeschirmtes Hotelzimmer in Einzelhaft gebracht.
Seine aus Ermangelung jeglicher Ablenkungsmöglichkeit wachsende psychische Rastlosigkeit, intensiviert durch in unregelmäßigen Intervallen stattfindende Interrogationen durch die GESTAPO, wird gestillt durch seinen Diebstahl eines Schachbuchs mit 150 Meisterpartien, die er studiert, analysiert, und schließlich blind nachzuspielen vermag.
B.s Denkvermögen gewinnt dadurch drastisch an Schärfe, die ehemals gefürchteten Verhöre pariert er mit Leichtigkeit. Die wieder und wieder gespielten Partien aus dem Schachbuch beginnen bald ihn zu langweilen, und schließlich lässt er seinen in "Ich Weiss" und "Ich Schwarz" gespaltenen Verstand gegeneinander in Hunderten Spielen antreten. Seine Fähigkeit, virtuelle Partien gegen sich selbst zu spielen, erreicht ein manisches Ausmass, eine Schnelligkeit, die seine Nerven völlig überhitzt und seinen physischen wie psychischen Zusammenbruch erzwingt – eine "Schachvergiftung" – welche seine Haftentlassung bewirkt.
Seine Verpflichtungserklärung, die Heimat umgehend zu verlassen, bringt B. schließlich auf einen Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires, wo er im Rauchersalon Zeuge einer Schachpartie zwischen einem Großindustriellen, McConnor, und dem amtierenden Schachweltmeister Czentovic wird, in die er sich zu Gunsten McConnors einmischt und dem überraschten Czentovic ein Remis abringt.
Ein Duell zwischen dem schnell und präzise denkenden, ungeduldigen "Dilettanten" B. und Czentovic, dem behäbigen, stumpfen und mechanisch agierenden Pragmatiker, "Sohn eines blutarmen südslawischen Donauschiffers", wird veranschlagt.
B. kann das Spiel trotz wachsender Ungeduld über die enorme Langsamkeit seines Gegenübers für sich entscheiden. Die Revanchepartie, in welcher Czentovic mit scheinbar boshaftem Willen die Zugzeit von zehn Minuten mehr und mehr auskostet, entgleitet einem die Geduld verlierenden, zum Ende gänzlich verhetzten, erneut seiner "Schachvergiftung" zum Opfer gefallenen B., der sich entschuldigt, und aufgibt.

Dauer: 1h30 (ohne Pause)

Besetzung
Dr. B. - Geirun TINO
Stefan - Philipp KAPLAN
Mirko Czentovic - Johannes NEUBERT
Der Kellner - Daniel GAVRIS
Das Mädchen - Madeleine STEINWENDER/Sára JENIKE
Die Reporterin - Lisa KRÖLL
McConnor - Balázs POHL

Dramatisierung - Geirun TINO

Regie & Ausstattung - Geirun TINO

Einlass 19 Uhr