Sachen gibt's:
Der ganze Scheiß mit den Fakenews begann doch, als die Dinosaurier Adam und Eva auffraßen. Dafür kannst du morgens jetzt gut gelaunt in den Badezimmerspiegel schauen, weil dich eine KI wie George Clooney aussehen lässt. In Thonotosassa stellten 115 Ziegen einen Weltrekord im Ziegen-Yoga auf und das stimmt tatsächlich, während es ein Gerücht ist, dass die Würde des Menschen unantastbar sei.
Was ist wahr? Was ist unwahr? Und wieviel Bauernschläue braucht der Mensch, um sich selbst nach ganz oben zu faken. (…)Wir können immer wieder nur feststellen: Sachen gibt’s…
Der hannoversche Kabarettist Matthias Brodowy, ausgezeichnet u.a. mit dem Prix Pantheon, dem Gaul von Niedersachsen und dem Deutschen Kleinkunstpreis, präsentiert nun sein brandneues Programm. Wie immer komisch, philosophisch, nachdenklich und musikalisch.
Klappstuhl und ich:
Alles fing an mit dem Hipster, der in den Gulli fiel. Oder nein, eigentlich begann alles mit einem Burnout und der Feststellung, dass der Tag 36 Stunden haben müsse, was trotz aller Versuche, das Raum-Zeit-Kontinuum zu verbiegen, leidlich misslang. Dank eines schnäppchenjagenden Lateinlehrers fiel mir dann plötzlich dieser Klappstuhl in die Hände, der mir eines zeigte:
Nichts ist satirischer als die Wirklichkeit!“ (M.B.)
Der Kabarettist Matthias Brodowy präsentiert mit seiner Lesung ein zeitlupiges Road-Movie mit schrulligen Charakterköpfen wie einem sehr spukanfälligen Bestatter, einem viel zu eng gekleideten Polizisten und einem äußerst ominösen Salsalehrer in einem badischen Café am Ende der Welt.
Begleitet wird die Lesung von zahlreichen Gitarrenklängen und Ohrwürmern.
Brodowy erhielt 1999 von Hanns Dieter Hüsch den Kabarettpreis „Das schwarze Schaf“ und wurde u.a. mit dem „Prix Pantheon“, dem „Gaul von Niedersachsen“ und dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. „Klappstuhl und ich!“ ist sein elftes Programm.
Die Hannoversche Allgemeine Zeitung schrieb über die Premiere: „In ihrer verspielten Sprache erinnern die literarischen Miniaturen an Max Goldt, besonders wenn sich Brodowy in bizarren Betrachtungen von Details verliert oder in bester Kafka-Tradition Ungeheuerliches als selbstverständlich hinnimmt. (…) Das alles ist klug und poetisch, es ist eher Lesung als Kabarett. Brodowy ist ganz anders als sonst. Nur der Applaus seiner Fangemeinde ist so groß wie immer. Und das zu Recht.“ (Simon Benne, HAZ, 2.5.22)
Dieses Programm wurde gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur und „Niedersachsen dreht auf“)
Einlass: 19:00 Uhr