Petr Nouzovský & Katerina Englichová
09.06.2026
/ 19:00 Uhr
Dornum/Nesse
, St.-Marien-Kirche
Die alte St. Marienkirche im idyllischen Örtchen Nesse stammt aus dem 12. Jahrhundert und bietet einen wunderbaren Rahmen für intime Kammermusik. Sie passt also perfekt für das Duo, das aus Tschechien zu den Gezeitenkonzerten kommt. Petr Nouzovský und Katerina Englichová spielen nämlich in einer besonders aparten und gewiss nicht alltäglichen Besetzung: Cello und Harfe.
Musikalisch starten die beiden mit Barockmusik von Bach und Vivaldi in den Abend. Danach geht es dann ins 19. Jahrhundert und mit Werken von Bedrich Smetana und Antonín Dvorák in die Heimat der beiden Musiker. Wie mag wohl die berühmte „Moldau“ solistisch auf der Harfe klingen? Nach dem fast ebenso bekannten „Kol Nidrei“ von Max Bruch und einer Konzert-Etüde des in Lüttich geborenen Harfenisten Alphonse Hasselmans, Professor für Harfe in Paris, geht es schließlich weiter ins 20. Jahrhundert. Arvo Pärts „Fratres“ kann als Welterfolg der Neuen Musik gelten – ein Titel, den man nicht vielen modernen Werken zugestehen kann. Pärt hatte sich in den 60er und 70er Jahren mit sehr alter Musik, mit dem Gregorianischen Choral, der Schule von Notre Dame und der klassischen Vokalpolyphonie auseinandergesetzt und daraus seinen ganz persönlichen Stil entwickelt, den er selbst mit dem Begriff „Tintinabuli“ (Glöckchen) beschrieb. Mario Castelnuovo-Tedescos Sonate für Cello und Harfe op. 208, in den USA als ein Spätwerk von 1967 entstanden, gehört zu den ganz wenigen Originalwerken für diese Besetzung.
Freuen Sie sich auf einen Abend voller klanglicher Begegnungen, wenn in der intimen Atmosphäre von St. Marien Barock auf Moderne trifft und musikalische Entdeckungen sich mit vertrauten Werken in neuem Klanggewand abwechseln.
Antonio Vivaldi (1678-1741)
Sonate e-Moll für Violoncello und Harfe RV40
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Suite Nr. 3 C-Dur für Violoncello solo BWV 1009
Bedrich Smetana (1824-1884)
Die Moldau (arr. für Harfe von Hanuš Trneček)
Antonín Dvorák (1841-1904) Waldesruh’ für Violoncello und Harfe op. 68/5
Slawischer Tanz Nr. 8 g-Moll für Violoncello und Harfe op. 46/8
Max Bruch (1838-1920)
Kol Nidrei für Violoncello und Harfe op. 47
Alphonse Hasselmans (1845-1912)
La Source für Harfe op. 44
Arvo Pärt (*1935)
Fratres für Violoncello und Harfe
Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968)
Sonate für Violoncello und Harfe
Petr Nouzovský (Violoncello)
Katerina Englichová (Harfe)