In „Signal to Noise” von Forced Entertainment wird die Bühne zu einer halluzinatorischen Weite, über die einsame Figuren treiben, tanzen, laufen, springen und kriechen – isoliert, aber immer vereint im Zusammenhang möglicher und unmöglicher Geschichten. Es gibt Tanz und Konfrontationen, zufällige Begegnungen und trunkenes Umherwandern, Momente der Verwirrung, der gemeinsamen Freude, der Stille und des Deliriums. Filmisch-atmosphärische Musik mit verlangsamten klassischen Streichern, Beats, Trompeten und Vogelgesang, durchgeistert von KI-Stimmen, die Tim Etchells’ Text, seine Gedanken, Reden, Hoffnungen und Fragen wiederholen. Und in einer Welt, in der weder Tag noch Nacht ist, bewegen die Performer*innen ihre Lippen zu den Geschichten und Gefühlen dieser körperlosen, nie verkörperten Sprecher*innen.

„Signal to Noise” wurde anlässlich des 40. Geburtstags der Gruppe erdacht und ist ein Theaterstück von Forced Entertainment at its best. Eine kraftvolle Mischung aus Performance-Magie und freihändiger Dekonstruktion, eine einfache Idee, die bis an ihre Grenzen geht und einen einmaligen Raum für die Gedanken, das Gelächter und die Reflexion des Publikums öffnet.

Foto: Hugo Glendinning

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