Montag, 05.12.2022
um 20:00 Uhr






Nichts ist mehr, wie es war? Doch: Die Erde dreht sich weiter, nur die Gedanken routieren mitunter noch schneller, die Gemüter erhitzen, die Erde sowieso und trotzdem weht ab und an ein kalter Wind durch unsere Mitte. Und in dieser unruhigen Wetterlage sollen Sie trotzdem mit korrekt gezupften Augenbrauen drei Selfies pro Tag von ihrer wundervollen Welt posten, während Sie sich weiterhin eine faktenbasierte Meinung zu Frauenquote, Fluchtursachen und Faltencreme bilden. Wie soll das gehen und wer kann das schaffen? Keine Ahnung. Aber wie gut, dass es Dagmar Schönleber gibt: unerschütterlich steht sie ihre Frau, lobt die Mutigen und erzieht die ewig Jammernden mit der ihr eigenen bekloppten Souveränität, aber ohne Blitzanalysen und Donnerwetter, denn im Sturm um uns herum ist sie: Die Fels*in der Brandung . Ein Abend zwischen Schnaps und Schnäppchen, mit Worten, Wumms und Westerngitarre.

Stimmen zum Programm: „Pointen aus Granit!“ – „Eine Frau wie ein gutes Gratin“ – „Garantiert teilweise vegan!“ – „Lieder zum Steinerweichen!“ – „Geiler als Netflix!“
dagmarschoenleber.de


Eventdaten bereitgestellt von: Kulturkurier

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Lennart Schilgen - Verklärungsbedarf

Der Prix Pantheon-Gewinner 2019 sieht Verklärungsbedarf!
In seinem neuesten Programm dichtet und singt Lennart Schilgen gegen eine unzureichende Wirklichkeit an. Dabei schafft er es nicht nur, Probleme auszublenden, er hilft auch anderen dabei, sich in schwierigen Situationen in die Tasche zu lügen: Es gibt Partylieder für Leute, die nicht gerne auf Partys gehen. Trennungslieder für Leute, die sich nicht gerne trennen. Und Publikumsbeteilung für Leute, die sich nicht gerne an Dingen beteiligen.

Mit „Funken schlagender Sprachkunst“ (AZ) und hintergründiger, leichtfüßiger Komik erzählt er dabei vor allem von Dingen, an denen er scheitert: Entscheidungen treffen. Mädchen am Lagerfeuer beindrucken. Den Kapitalismus abschaffen. Dafür gelingt es ihm, dem Konzept „Typ mit Gitarre und Klavier“ nochmal ungehörte Facetten abzutrotzen. Musikalisch versiert spielt er mit Genre-Traditionen und springt lässig zwischen Stilen und Stimmungen: vom beatlesquen Pop zur stramm marschierenden Protesthymne, von der komisch-gruseligen Stalker-Ballade zur „Reinhard Mey-Parodie zum Niederknien“ (Mannheimer Morgen).Inzwischen hat ihm das schon etliche Kleinkunstpreise eingebracht, wie den Jurypreis des Prix Pantheon 2019, den Stuttgarter Besen 2018 und zuletzt die Tuttlinger Krähe 2020. Natürlich weiß er, dass solche Preise nichts über die Qualität aussagen müssen. Aber wenn er sie selbst gewinnt, kann er da erstaunlich gut drüber hinwegsehen.

lennartschilgen.de

 


www.youtube.com/watch?v=jJAoSiZjKgM&feature=emb_imp_woyt

Jan van Weyde - Weyder geht's!

Ladies and Gentlemen! Da ist es! Das zweite Kind, das zweite Programm, die zweite große Kappe!

Und worum geht's? Weyder geht's! Durch den alltäglichen Wahnsinn eines berufstätigen Ehemanns und Papas zweier kleiner Mädels - die Eine in der klassischen Wutphase, die Andere in der „Wackelzahnpubertät“.
Jeder Morgen startet für ihn gleich: 6:30 Uhr aufstehen, Zähne putzen, Einhorn-Bilder ausmalen, sich als Disney-Prinzessin verkleiden ... aber leider nur so lange, bis die Kinder auch wach sind.
Denn dann muss die Große in die Schule und die Kleine in den „Tinder-Daten“, wie sie selbst es nennt …
Aber zugegeben - das ist eine echte Erleichterung nach seiner unfreiwilligen Karriere als Homeschool-Lehrer und menschliches Klettergerüst im Lockdown. Und nicht zu vergessen seine haarige Erstgeborene - seine Mischlingshündin Holly - die mit zunehmendem Alter immer mehr zu einer garstigen Oma mutiert, die am Fensterbrett Passanten anmeckert und, wenn sie es denn könnte, Falschparker anzeigen würde.

Jan erzählt in seiner sympathisch-authentischen Art, wie er es schafft, all diese Bälle bei seiner Dauer-Jonglage zwischen Job & Familie geschickt in der Luft zu behalten.
Oder eben auch nicht…
Denn manchmal sind es derer einfach zu viele, denn es gibt einfach keine Pausen! Nicht mal das eigene Bett gehört ihm, da ihn mindestens zwei Kinder als Kopfkissen-Ersatz benutzen. Und so erwischt er sich oft selbst bei der Suche nach einem Ort der Stille, einer kleinen Insel der Ruhe, um dort ein heimliches Nickerchen einzulegen - quasi nach seiner top secret „Geheim-Ratz-Ecke“ …

Bei Elternabenden fühlt er sich oft, neben all den „echten Erwachsenen“, selbst wie der Lümmel aus der letzten Bank, während seine Große mittlerweile schlauer scheint, als er („Papa, warum ist 1+1 eigentlich nicht 11?“) und auf Tour findet er sich oft in zu kleinen Einzelbetten David-Lynch-mäßiger Landhotels wieder.
Aber wer denkt, in all dem wäre Zeit für ein Verschnauf-Päuschen, der irrt!
Schließlich drängen die wichtigsten Fragen des Lebens, die es zu beantworten gilt:
Wovon träumen Neugeborene? Wie nennt man weibliche Erdmännchen? Kann man eine Tuba rauchen? Und sollte er bei seiner Weight Watchers App wirklich die „Cookies akzeptieren“?

Weyder geht‘s also! Mit dem zweiten Solo-Programm von und mit Jan van Weyde.

www.janvanweyde.de

Miss Allie - Immer wieder fallen-Tour

Schon frech: Da steht sie, und los geht’s bevor sie es selbst beabsichtigt. Miss Allie ist sofort präsent, ganz direkt und unwiderstehlich einnehmend. Das gilt fürs Publikum ebenso wie für eine Menge Preise landauf, landab, die man als so junge, frische Singer-Songwriterin einsammeln kann, wenn man viel Herzblut und eine akustische Gitarre mitbringt. Fassungslos authentisch und mit verwegener Entschlossenheit spielt sich „Die kleine Singer-Songwriterin mit Herz“ in die Herzen ihrer ZuhörerInnen.

Wovon sie ein Lied singen kann? Nachdem auf ihrem ersten deutschen Album ihr Herz in die Toilette sprang und sie mit „Schweinesteak Medium“, „Du kleine Süße“ oder später mit „Dieter – Das Regeltagebuch“ erste virale Hits geschaffen hat, sind es auch auf ihrem neuen Album „Aus Scheiße wird Gold“ die besonderen, intensiven Momente im alltäglichen Auf und Ab des Lebens, die bei Miss Allie ins Zentrum rücken. Sie spürt diese Erlebnisse überall auf, nimmt sie liebevoll bis spöttisch an die Hand und stellt sie mit ganz eigenem Charme und Humor ins Rampenlicht. Der Ton wechselt von fröhlich, kokett, verspielt über rockig-zupackend bis hin zu ergreifend ehrlicher und tiefer Emotion. Die Gefühle von Sehnsucht bis Klartext; ein paar Takte Politisches können zwischendrin auch mal anklingen, weibliche Anliegen sowieso. Miss Allie würzt ihre Lieder mit überraschenden Wendungen sowie erfrischender Improvisation und bleibt am Puls der ZuschauerInnen, die sie scharenweise zu ihren „Allie-ierten“ macht. Wer die Schublade braucht, sollte für Miss Allie eine sehr große aufmachen, changiert sie doch spielerisch zwischen wunderschönen Popsongs und klassischem „Liedermachen“. Teilweise sind ihre Songs gar musikalische Stand-Ups, mit denen sie eine ganz neue Farbe auf Comedy-Bühnen bringt. Am Ende bleibt immer Miss Allie – die schlagfertige, emotionale Singer-Songwriterin, die einfach macht und strahlt. Ein wahrhaftiges Live-Erlebnis.

Vor Jahren war die Straße ihre Bühne. Heute spielt sie ausverkaufte Solokonzerte, tritt in diversen TV-Shows und Radiosendungen auf. Dabei besticht sie mit ihrer ansteckend fröhlichen und herzensguten Art und ihrer einzigartigen Musik.

Reisegruppe Ehrenfeld - Das Ziel ist auch nicht die Lösung

Das Ziel ist auch nicht die Lösung – Ein Paar packt aus

Das Kabarett-Duo Reisegruppe-Ehrenfeld macht seinen Namen zum Programm. Mit dem Tourenbike radeln Maja Lührsen und Theo Vagedes mit Packtaschen und Zelt in sechs Monaten durch Südamerika bis ans Ende der Welt. Von Lima in Peru über Bolivien, Chile und Argentinien, entlang der Carretera Austral, längs durch Patagonien bis nach Ushuaia und Feuerland. Spätestens da brennt es den beiden unter den Nägeln, denn dieser spektakuläre Roadtrip bietet bezaubernd-bizarren Bühnenstoff vom Feinsten.
Humorvoll mit ausgeprägtem Hang zur Selbstironie werden live radelnd Weite, Wind und Warmduscher unter die Lupe genommen. Brandaktuelle politische Themen wie der Kampf um Energieträger und Wasserrechte treffen auf profane Fragen wie: Ist ein Nescafé mit Kaffeeweißer ein Latte Macciato, ein Flat White oder einfach eine Unverschämtheit? Mancherorts wünschen sich die Kölner Zweiradhasen inständig, dass 5 Bar eine Maßeinheit für Kneipendichte wäre.

So bunt wie die unterschiedlichen Kabarett-Genres, mit denen sie arbeiten, sind auch die Landschaftseindrücke: von kargen vulkanumsäumten Wüsten- über einzigartige Seenlandschaften bis zu Gletschern und patagonischen Nebelwäldern. Und ja, es wird live musiziert, wobei sie hoch und heilig versprechen: die Bühne bleibt eine panflötenfreie Zone.

„Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien“

Wir bedanken uns bei NEUSTART KULTUR und der DTHG für die Förderung und Unterstützung.
reisegruppe-ehrenfeld.de/programm-das-ziel-ist-auch-nicht-die-loesung-ein-paar-packt-aus

Florian Schroeder wählt Peer Steinbrück - Rückblick auf ein Jahr im Ausnahmezustand

Hitzesommer und Klimawandel, Krieg und Wüstenfußball, Corona-Wellen und Pipeline-Lecks, nicht zuletzt eine Drei-Parteien-Koalition im Selbstfindungsmodus: Es gab wohl kaum ein Jahr seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland, in dem die Regierenden weniger zu beneiden waren.
Vielleicht sind sie daher ja dankbar für ein paar Tipps von der kabarettistischen Seitenlinie. Immerhin gilt der politische Satiriker Florian Schroeder als einer der schnellsten Denker und nebenbei als einer der begnadetsten Robert-Habeck-Parodisten seiner Zunft. Und der satirische Politiker und Beinahe-Kanzler Peer Steinbrück ist inzwischen vielleicht der klügste Elder Statesman der Republik – auf jeden Fall der unterhaltsamste.
Zwei unterschiedlich alte, weiße Männer begeben sich zwei Stunden lang auf eine politische Weltreise und stellen sich während ihrer „tour d’ horizon“ auch die ganz großen Fragen der Zeit: Sind immer mehr Waffenlieferungen wirklich die Lösung? Wo verlaufen die Grenzen moralischer Politik? Ist Fußball nur noch die schönste Nebensache der Welt, wenn Frauen spielen? Wie lange hält die Ampel-Koalition? Ist Heiraten auf Sylt geschmackvoll? Wer ist Wolfgang Kubicki und wenn ja warum? Darf man noch alles sagen in diesem Land?
Dabei schauen sie nicht nur kritisch auf’s politische Spitzenpersonal, sondern nehmen auch die Bürgerinnen und Bürger in die Pflicht, die immer seltener zur Wahl gehen.
Klingt anstrengend? Keine Sorge! Wenn Schroeder und Steinbrück einmal in Fahrt sind, holen sie mühelos das Tiefe an die Oberfläche, liefern sie sich ein Wortgefecht voller Geistesblitze, ist ein Pointen-Feuerwerk garantiert.
Der Rückblick auf ein Jahr im Ausnahmezustand findet statt vor Publikum im Bonner Pantheon Theater - am 4. Advent, am letzten Tag jener „WM der Schande“ in Katar.
Der WDR zeichnet die Veranstaltung auf und sendet Höhepunkte am 23.12. von 23:30 bis 0:30 Uhr im WDR Fernsehen sowie am 27. und 28.12. um 22:05 Uhr in „Unterhaltung nach zehn“ auf WDR 5.

Lach- und Schießgesellschaft - Aufgestaut

Diese Drei brauchen nicht lange, bis sie zur Sache kommen. Eben noch trällern Christl Sittenauer, Frank Klötgen und Sebastian Fritz „Pack deine Koffer und verreis‘!“, da wird hart in den Stand gebremst: Der Bus der Reisegesellschaft steht im Stau. Sofort geht es bei Fahrerin und Fahrgästen ans Eingemachte. Denn es geht nicht nur buchstäblich nicht mehr weiter, es kann offenkundig grundsätzlich nicht mehr so weitergehen. Schnell werden die Fronten deutlich, zwischen den Generationen, zwischen den Besitzständen, zwischen den Weltanschauungen, zwischen den Geschlechtern. Und jeder wartet auf den nächsten Zug des anderen.
Nicht nur der bereits vor der Pandemie gefundene Titel „Aufgestaut“ erweist sich als brandaktuell, das ganze Programm landet punktgenau im Hier und Jetzt. Die Parabel von der „Bus-Gesellschaft“ funktioniert großartig, weil sie konkrete Probleme in all ihrer Widersprüchlichkeit und mit all dem in ihnen steckenden Witz so spielerisch verhandelt.

Flüchtlingskrise, Neoliberalismus, Hasskultur oder Verschwörungswahn: Alles spiegelt sich in Figuren wie der liberalen, aber aus Verzweiflung zur Diktatorin werdenden Busfahrerin, dem Kapitalisten-Gierschlund, dem Öko-Weichei, dem professionellen Internet-Hater oder dem alten Ehepaar, das sich von einem schmierigen „Life-Coach“ auseinanderbringen lässt.
Ein von Regisseur Sven Kemmler meisterlich inszeniertes veritables Theaterstück, das nicht nur Tiefgang hat, sondern auch Riesenspaß macht. Auf der Bühne toben sich drei Rampensäue aus, die mit Sprache, Dialekten und Mimik umgehen und auch noch exzellent singen können.
Die von The Clash bis zu den Talking Heads perfekt passend ausgesuchte Musik ist nicht minder überzeugend von Veronika Bittenbinder und Heinz-Josef Braun produziert.

Das Ensemble:
Christl Sittenauer ist Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin. Vor allem das Impro-Theater war bisher ihre Welt, seit vielen Jahren spielt sie bei „Bühnenpolka“ und dem „fastfood.theater“. Auf der Kabarettbühne wird sie nichts so leicht aus der Fassung bringen. Sie gibt Workshops, macht Musikkabarett und hält Vorlesungen in Architektur und Bauphysik.

Sebastian Fritz beeindruckte bereits mit seinem ersten Kabarettsolo „Brutalschön“ als ein am heftigen Erfolg leidendes MaleModel. Als August-Everding-Absolvent tummelte er sich auf den Bühnen von Metropoltheater bis Residenztheater und räkelte sich auch schon vor diversen Kameras als kleinkriminellen Kunstfälscher oder als tatverdächtiger Spitzenkoch.

Frank Klötgen ist Autor von rund 3.000 Gedichten und Songtexten, Slam-Poet und Netz-Literat sowie Punkbandsänger. Jugendliche Kraft paart sich bei ihm mit schmunzelnder Altersweisheit, Rock'n'Roll mit Romantik und Wahnsinn mit Methode. Ein stilsicherer Dichter und galanter Performer, der unzählige Poetry-Slams gewann und nun seinem Schauspieltalentf reien Lauf lassen wird.

Gerd Dudenhöffer - spielt aus 30 Jahren Heinz Becker Programmen

Schluss mit lustig?

Nicht mit ihm!

Becker is back. Back to Becker: Zurück nach vorn – zum Ur-Heinz. Das Original. Ein Mensch wie Du und Du. Die liebevoll skizzierte Karikatur des universellen Kleinbürgers. Mit wichtiger Miene, gequält verzogenen Lippen, bohrendem Zeigefinger, schlitzohrig-schlagfertiger Rhetorik und unschlagbar beckerscher Logik bringt der findige Buchstaben-Verdreher und innovative Fremdwort-Neuschöpfer unfreiwillig komisch Kompliziertes im Nu auf den einfachsten Nenner. Er kennt sich "do jo e bißche aus." Das ist sein Bier (bloß kein Corona)! Das sitzt wie die Kapp auf'm Kopp!

Heinz Becker: ganz der Alte, eigensinnig, renitent, skurriler Tresen-Philosoph, stoischer Schlaumeier, der sein Universum zwecks klarer Kante penibel abgegrenzt hat, nicht ohne die Kumpels Schindler Gregor, Fons, Maier Kurt, Scherer Kurti, Schistel Theo, Spalter Willi, Spoon Herrmann nebst Gattin s'Hilde und Sohn Stefan im Gefolge, eine trügerisch kleinkarierte Idylle zwischen Kleintierzüchterverein, Schuschter Fritz' Eggstibbche und seiner farbenfroh-schmucken Retro-Küche.

Geh fort!" Nein – hinein.

Hinsetzen. Palavern, lamentieren, mokieren, räsonieren. In Erinnerungen schwelgen. Heinz legt seinen "offenen Finger in die Wunde" und verzählt Erlebtes, das jeder kennt, sich erkennt, Aberwitziges vom grotesken Wahnsinn des sensationierten Alltäglichen. Dabei lässt er die große Politik vermeintlich links liegen; Kratzer im Kotflügel und Gesellschaftskritik stecken schließlich im Detail ...

DEJA VU 2 – das 19. Mehr Highlights aus 18 Programmen, die nichts an Brisanz und visionärer Aktualität eingebüßt haben. Seit fast 40 Jahren spielt Gerd Dudenhöffer, Autor, Regisseur, Kleinkunstpreisträger 2015, seine "Ein-Personen-Volkstheater-Stücke", der hier – endlich – das Genre Komik-Kabarett brillant wiederbelebt. Wie immer mit perfektem Timing, eloquenter Sprachlosigkeit, sparsam gesetzter Mimik und herzhaftem Mutterwitz. DEJA VU 2: zurück – in die Zukunft.

Jochen Malmsheimer - Flieg Fisch, lies und gesunde!

Wir sind hier nur Gäste. Aber wir wurden eingeladen! Auch dies eine Erkenntnis, welche in meinem neuen, abendfüllenden Kabarettprogramm mit dem durchaus in‘s Epische tropfenden Titel: „Flieg Fisch, lies und gesunde! oder: Glück, wo ist Dein Stachel?!“ nicht den Deut einer Rolle spielt.

Die Übereinstimmungen zwischen einem guten, alten Gruyere und mir werden immer augenfälliger: Auch ich werde reifer, schärfer und grantiger. Und da hilft auch weder die Fahrt in‘s Blaue noch der Gang in‘s Grüne, haben doch etwa Zoobesuche durch den Entschluß vieler Tierparkleitungen, aus distransparenten Gründen auf Käfigbesatzungen zur Gänze zu verzichten, ihre beruhigende Wirkung längst eingebüßt. Auch das Radio bietet inzwischen keinen Trost mehr, jeder macht ja was er will.

fisch
Was aber, wenn man nicht jeder ist? Was soll nur aus uns werden, wenn selbst Männer altern? Trost bietet allein die Wissenschaft. Dies mache ich an Hand der augenfälligen Verbindung zwischen der ägyptischen und niedersächsischen Kulturgeschichte, akademisch allerdings höchst brisant, überdeutlich. Bis schlußendlich die Weltverschwörung der Bücher, von der wir durch Zufall erfahren, in einem rasanten Finale das Geheimnis der Losung von „Flieg Fisch, lies und gesunde ...“ lüftet.

Hier ist nicht nur die Literatur entfesselt, ich bin es auch. Ein wenig. Doch ich weiß, dass wir alle uns, gerade in unsicheren Zeiten, nach einem bisschen Glück sehnen. Und so endet dieser kleine. aber, wie ich hoffe, erhellende Abend mit einem kleinen Gedicht über die Liebe.

Über das Glück. Und über ein Fischlein.

Und so besteht am Ende doch Hoffnung. Auf Liebe. Auf Glück.

Und auf Fisch.

www.jochenmalmsheimer.de/

Bonn

31.01.2023
20:00 Uhr
Tickets
Gerd J. Pohl - Nosferatu - Ein Menuett der Schatten

Nosferatu - ein Name, der die Menschen seit Jahrhunderten in Angst und Schrecken versetzt: der Ahnherr aller Vampire. Ein Dämon, der sich vom Blut der Lebenden ernährt und in den Körper seines Opfers einzieht, damit sein böser Geist unerkannt unter den Menschen wandeln und sich immer weiter verbreiten kann.

Professor Maximilian von Hassler hat sein Leben der Erforschung dieses Ungeheuers verschrieben und dafür viel Spott und Ablehnung erdulden müssen. Er hat sogar seinen Lehrstuhl an der Universität Greifwald und auch sein Amt als Priester verloren, weil die Obrigkeit nicht bereit war, seine angeblich abergläubischen und heidnischen Umtriebe zu dulden.

Jetzt aber ist Professor von Hassler endlich in der Lage, Beweise für Nosferatus Existenz vorzulegen. Anhand alter Augenzeugenberichte wird er belegen, dass Nosferatu eben kein Hirngespinst und keine Märchengestalt ist, sondern bittere Wirklichkeit. In den mühevoll zusammengetragenen Dokumenten begegnen wir Nosferatu unter anderem im mittelalterlichen Gotland zur Zeit der großen Pest, im barocken Venedig und in den Trümmern Berlins kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Doch Professor von Hassler ahnt nicht, dass er längst vom Jäger zum Gejagten geworden und der Vampir ganz dicht hinter ihm ist...

Mit seiner Theatercollage "Nosferatu - ein Menuett der Schatten" geht Autor und Regisseur Gisbert Franken der Frage nach, woher diese unheimliche Gestalt eigentlich einst kam - und wo sie heute wohl sein könnte. Gerd J. Pohl spielt in einer Doppelrolle sowohl den Vampirjäger als auch Nosferatu selbst und stellt beim Vortrag von Gisbert Frankens meisterhaften Schauergeschichten einmal mehr seine stimmliche Wandlungsfähigkeit und Talent als Rezitator unter Beweis. Jürgen Maaßen, der wohl bedeutendste Bildhauer des deutschen Puppenspiels der Gegenwart, gestaltete die lebensgroße Vampirfigur, die Band AmöbenPank (Manuele Klein, Detlev Weigand, Hans Gressler und Christa Liebach) die Musik. Eine Produktion der eremos-Literaturbühne und des Theaters im Puppenpavillon, Bergisch Gladbach.

Jean Faure et son Orchestre - feiern 15 Jahre Liebe zum Chanson. Ein Jubiläumskonzert

(...) Kaum betritt er die Bühne, in knallrotem Hemd und schwarzer Hose, tobt das Publikum. (...) Augenzwinkernd, herzlich, ironisch.(...) Er schlüpft in die Rollen, agil und leicht. (General Anzeiger 11.10.2007)
Die Show war grandios, die Resonanz überwältigend. Da capo! (...) Kongenial dazu passt die Geschmeidigkeit seines Orchesters.(...) (General Anzeiger Boulevard 17.5.2008)
"...bereits nach wenigen Takten erfüllt den Saal eine fast greifbare sentimentale Stimmung, der man sich nur schwer entziehen kann. (...) (Bonner Rundschau)
„...Großartig die Band, die für einen breiten Fächer an Farben sorgt: Debussy mit Möwengekreisch! Die Grenze zwischen Parodie und Pathos wird hauchdünn, es ziept im Herzen. (FAZ Sonntagszeitung vom 28.11.2009)
Draußen dreht sich alles um einen Ball, drinnen um Liebe, Tod und Revolten: Ausgerechnet am Tag des Champions-League-Finales zwischen Borussia Dortmund und Bayern München hat Bonns Vorzeige-Franzose Jean Faure im Pantheon mit seinem neuen Programm "Tour de France" Premiere gefeiert - und vor vollem Haus eine pokalwürdige Meisterleistung abgeliefert... (General Anzeiger 27.5.2013 )
(…) Jean Faure und sein Ensemble demonstrieren mit der Auswahl der Lieder und ihren facettenreichen Arrangements die Vielfalt des Chansons (…) eine dynamische Kunstform, die viele Moden überlebt hat. Und noch weitere überdauern wird. Chapeau! (General Anzeiger 6.3.2017)
Jean Faure begeistert im Pantheon. (...) auch dank der fantastischen Arrangements seines Orchesters, das ihn seit Jahren begleitet und die Chansons mit feinen Strichen grundiert. (General Anzeiger 9.5.2022)

Sarah Hakenberg - Wieder da!

Es gibt Zeiten, in denen uns das Lachen nur noch im Halse stecken bleibt, in denen der letzte Witz erzählt ist und alle fröhlichen Melodien dieser Welt verklungen sind. Aber diese Zeiten sind ja zum Glück noch nicht angebrochen! Und deshalb hat die mit dem "Deutschen Kabarettpreis" ausgezeichnete Liedermacherin wieder einmal eine Menge neuer mitreißender Schmählieder, raffinierter Protestsongs und unverfrorener Ohrwürmer geschrieben: Über unpolitische CDU-Wähler beispielsweise, über schadenfrohe Vermieter, unentspannte Eltern und über amerikanische Präsidenten. Sarah Hakenberg haut vergnügt in die Tasten, schrummt ihre Ukulele und erzählt dabei gleichermaßen von Abgründen, die in unserem Inneren schlummern und vom großen Wirrwarr da draußen. Besser wird die Welt dadurch auch nicht, aber zumindest besser erträglich. Freut euch auf einen Abend voller intelligenter Bosheiten, fröhlichem Charme und unwiderstehlicher Dreistigkeit!
Sarah Hakenberg ist in Köln geboren und lebte, bevor sie in die Provinz zog, in München, Berlin und Strasbourg.
Im Fernsehen war die Künstlerin Sarah Hakenberg unter anderem bei „Nightwash" (WDR), „Ladies Night“ (ZDF), der Schweizer Late-Night-Show „Giacobbo/Müller“ (SRF1), „Stratmanns“ (WDR), "Schlachthof" (BR) und "Die Anstalt" (ZDF) zu sehen.
2014 erhielt sie für ihre Liedtexte den Münchner Ernst-Hoferichter-Preis, 2016 den Deutschen Kabarettpreis (Nachwuchspreis).

sarah-hakenberg.de/