Montag, 04.07.2022
um 19:30 Uhr

K42
Karlstrasse 42
88045 Friedrichshafen





itat: „In zarter und sicherer Sprache schichtet Verena Güntner Ebene auf Ebene, demontiert Geschlechterzuschreibungen, hält sich fern vom Klischee. Und zeigt, welchen Erzählsog die Suche nach einem verschwundenen Haustier entwickeln kann.“

Jury des Preises der Leipziger Buchmesse

Die selbstbewusste Kerze ist gerade noch ein Kind. Sie lebt in einem kleinen, von Wald und Feldern umgebenen Dorf, das kaum mehr zweihundert Bewohner hat. Die Alten, zu denen die Nachbarin Hitschke gehört, sind in der Überzahl. Kerze verteidigt ihr Dorf gegen den Schwund, sie ist hier fest verwurzelt. Eines Tages geht Power, der Hund der Hitschke, verloren, und Kerze verspricht, ihn zu finden. Eine Suche beginnt, der sich immer mehr Kinder anschließen. Als die Kinder schließlich im Wald verschwinden, erklärt die Dorfgemeinschaft den Ausnahmezustand. Verena Güntner erzählt die Geschichte einer Radikalisierung und davon, was mit einer Gemeinschaft geschieht, die den Kontakt zu ihren Kindern verliert.

Verena Güntner wurde 1978 in Ulm geboren. Nach ihrem Schauspielstudium spielte sie viele Jahre am Theater Bremen und am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Für einen Auszug aus ihrem Romandebüt „Es bringen“ erhielt sie 2013 den Kelag-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Ihr zweiter Roman „Power“ stand 2020 auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse.

Einheitspreis: 5 Euro

© Stefan Klüter

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix