Sonntag, 22.05.2022
um 20:00 Uhr






Die Klimakatastrophe als Tragödie antiken Ausmaßes. Ein apokalyptisches Drama über eine reale Perspektive: unseren Untergang. Von Alexander Eisenach. Mit Texten der Erdsystemforscherin Antje Boetius

Hurra, die Welt geht unter: Der Chor der Wissenschaftler ruft und mahnt, und doch sieht die Menschheit ihrem eigenen Untergang zu. Stoff für eine Tragödie antiken Ausmaßes. Frederik Werth bringt eine gewisse Punk-Attitüde in Alexander Eisenachs Text. Maden und Pilze überleben den Menschen, weil sie sich von dessen Umweltexzessen am Ende gar ernähren können. Wissenschaftliche Erkenntnisse erscheinen als Orakelsprüche der Moderne. Und durch das Unvermögen, die richtigen Konsequenzen zu ziehen, erfüllen sich die Prophezeiungen eines unbewohnbaren Planeten. Dabei streift das Geschehen durch antike Bezüge: Ödipus löst das Rätsel der Sphinx, nicht aber das seiner eigenen Existenz.
Ein erster Versuch des Menschen, sich über die Natur zu erheben, sie zu beherrschen. Anthropos, Tyrann (Ödipus): wir werden Zeuge des vielleicht letzten Versuches, bevor die Menschheit unterliegt.

Auszüge aus Sophokles' „König Ödipus“, „Ödipus auf Kolonos“ und „Antigone“, übersetzt von Kurt Steinmann


Eventdaten bereitgestellt von: Kulturkurier

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Lesung: Mithu Sanyal

Identitätssuche im Schleudergang: Weise und witzig. Mithu Sanyal liest im FWT: aus ihrem Roman "Identitti".
Was für ein Skandal: Prof. Dr. Saraswati ist WEISS! Schlimmer geht es nicht. Denn die Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf war eben noch die Übergöttin aller Debatten über Identität – und beschrieb sich als Person of Colour.
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Mithu Sanyal schreibt mit beglückender Selbstironie und befreiendem Wissen. „Was für eine gnadenlos witzige Identitätssuche, die nichts und niemanden schont“, schreibt Alina Bronsky über das Buch. “Man ist nach der Lektüre nicht bloß schlauer – sondern auch garantiert besser gelaunt“. Den Schleudergang dieses Romans verlässt niemand, ohne selbst verändert zu sein.

Mithu Sanyal wurde 1971 in Düsseldorf geboren und ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin, Journalistin und Kritikerin. 2009 erschien ihr Sachbuch "Vulva. Das unsichtbare Geschlecht", 2016 "Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens."

 

RESONANZEN

Polar Publik lädt zu einer großen Erzähltafel ein. Beim Essen sprechen wir über Erlebnisse der Resonanz, die großen und kleinen, die alltäglichen und tief berührenden.
Gute Gespräche, gute Beziehungen lösen Resonanzen aus. Wir stimmen uns auf andere Menschen ein, schwingen mit ihnen mit, beantworten und verstärken das, was wir von anderen hören und erfahren. Schwingungen, Resonanzen lassen uns Verbundenheit miteinander und mit der Welt erleben – und lassen unsere Wahrnehmung vielleicht ein wenig poetischer werden. Brauchen wir sie sogar, um ein solidarisches Leben führen zu können?

Polar Publik ist ein Ensemble von Künstler:innen aus verschiedenen Sparten.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR 

Eintritt frei. Spenden willkommen

Anmeldung unter l.brokinkel@fwt-koeln.de (begrenzte Teilnehmer:innenzahl)

Köln

25.06.2022
11:00 Uhr
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Eintritt frei. Spenden willkommen

Anmeldung unter l.brokinkel@fwt-koeln.de (begrenzte Teilnehmer:innenzahl)

Köln

26.06.2022
11:00 Uhr