Donnerstag, 13.05.2021
von 15:00 bis 21:00 Uhr

am Telefon
Festivalprogramm der Städte
91054 Erlangen/Nürnberg/Fürth



600 Highwaymen (US)
A Thousand Ways
Part One: A Phone Call

Im Auftrag von The Arts Center / NYU Abu Dhabi, Stanford Live / Stanford University, Festival Theaterformen und The Public Theater | Mitkonzipiert und ursprünglich in Auftrag gegeben von Temple Contemporary / Temple University. Part One: A Phone Call in Zusammenarbeit mit On the Boards. Unterstützt von Pew Center for Arts & Heritage, Philadelphia

Konzept, Regie: Abigail Browde, Michael Silverstone | Produktion, Management: Thomas O. Kriegsmann / ArKtype | Produktionsleitung: Cynthia J. Tong | Dramaturgie, Projektgestaltung: Andrew Kircher | Sound Design Part One: Stanley Mathabane | Übersetzung: Anne-Kathrin Schulz, Matthias Seier

„A Thousand Ways“ ist zugleich feinsinnige Schatzsuche, Theatererlebnis und soziales Experiment. Eine intime Begegnung in Zeiten sozialer Isolation und ein Angebot, trotz Fremdheit und Distanz, Verbundenheit zu erkunden. Überraschend und faszinierend, wie Zuhören zutiefst radikal sein kann. Hinter 600 Highwaymen verbirgt sich das amerikanische Regie-Duo Abigail Browde und Michael Silverstone. Mit ihren außergewöhnlichen, international gefeierten Produktionen hinterfragen sie die Grundelemente des Theaters und das Verhältnis von Spieler:innen und Zuschauer:innen. Ihre partizipative Live-Kunst bewegt sich an der Schnittstelle von Theater, Tanz und zeitgenössischer Performance und zeugt stets von ihrer Neugier und Faszination für das, was geschieht, wenn Menschen zusammenkommen.

Part One: A Phone Call
Ein Telefonanruf – zwei namenlose Fremde, eine Reihe von sorgfältig ausgearbeiteten Anweisungen … Anhand von flüchtigen Momenten der Enthüllung und dem Klang einer unsichtbaren Stimme entsteht eine Figur, ein Bild, das Porträt eines anderen Menschen.

Die Begegnungen sind so konzipiert, dass jeweils zwei Menschen am Telefon aufeinandertreffen, die sich nicht kennen. Bitte beachten Sie dies beim Kartenkauf.

http://www.600highwaymen.org

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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zkm_gameplay

Die legendäre Spieleplattform des ZKM »ZKM_Gameplay« startet mit »zkm_gameplay. the next level« eine Neuauflage.

Alle GamerInnen, aber auch BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben, sind zum informativen, kritischen und kreativen Austausch – und natürlich zum Spielen – in die Ausstellung eingeladen. 

Das neue Konzept basiert nicht nur auf den Erfahrungen des »ZKM_Gameplay«, sondern auch auf der Ausstellung »Games and Politics«, die seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut auf allen Kontinenten zu sehen ist.

Medium der digitalen Gesellschaft
Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute kaum mehr eine gewagte These über den Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums. Es hat sich weit von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug entfernt und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst. 

Mi bis Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

25.06.2021
Berechenbar – Unberechenbar

In der Digitalen Kunsthalle des ZDF bewegen sich BesucherInnen durch das virtuelle ZKM und können dort computergenerierte Kunstwerke entdecken.

Ist das Universum ein riesiger Computer? Die Frage ist nicht neu: Konrad Zuse, Pionier der Informatik, beschrieb 1969 das Universum als einen großen zellulären Automaten. Seiner Meinung nach ist es als ein diskretes Rechensystem vorstellbar, das aus Zellen besteht, die sich nach vorgegebenen Regeln entwickeln, indem sie die Zustände anderer Zellen an ihrem Ort berücksichtigen. Zelluläre Automaten können Funktionen berechnen und algorithmische Probleme lösen. Zuse nannte seine Hypothese »Rechnender Raum«; dieser könne das Universum als eine Kombination vieler kleiner Computer (in diesem Fall das Äquivalent zu den zellulären Automaten) modellieren, die sich zu einem großen Computer addierten. Auch Seth Lloyds »programmiertes Universum« schlägt vor, dass das Universum ein einziger riesiger Quantencomputer ist. Die Ausstellung nimmt diese Ideen der Berechenbarkeit der Realität auf.

Mit der Entwicklung von Berechnungen und grafischen Benutzeroberflächen stellt sich heraus, dass die Realität nicht nur als rechnergestütztes System beschrieben werden kann, sondern dass Mengen von »ausführbaren Dateien« neue virtuelle Realitäten erzeugen können. Diese Fähigkeit der Computer fasziniert Künstlerinnen und Künstler, die sich seit einem halben Jahrhundert mit generativer Ästhetik beschäftigten.

Während die Berechenbarkeit von Umgebungen heute klar zu sein scheint, ist die Frage, ob das Selbst berechnet werden kann, noch nicht bejaht worden, obwohl das Versprechen der künstlichen Intelligenz bereits das denkende Subjekt zu reproduzieren droht. Trotz der Tatsache, dass die heutigen Computer nicht in der Lage sind, menschliches Denken zu simulieren, so dass das Selbst noch nicht berechenbar ist, wirkte diese Erkenntnis als starkes Stimulans für spekulative Fiktion.

Im Mittelpunkt der Sammlung des ZKM | Karlsruhe steht die Medienkunst: Eine Kunstform, die sich durch das Medium definiert, mit dem sie geschaffen, verbreitet und rezipiert wird. Die in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts entstandenen Apparate computerverwandter Disziplinen wie Automatenkunde, Kybernetik, Informations- und Kommunikationstechnologien und künstliche Intelligenz haben den Medienbegriff allmählich erweitert und den Computer zu einem der wichtigsten Werkzeuge und Medien der bildenden Kunst gemacht.

»Berechenbar – Unberechenbar« zeigt softwarebasierte digitale Kunstwerke in einer computergenerierten Umgebung. Eine digitale Kopie eines Lichthofs am ZKM | Karlsruhe wird von mehreren zellulären Automaten bevölkert, die vollständig algorithmisch generiert werden. Die Trägerstruktur der Ausstellung reflektiert, genau wie die Kunstwerke, die sie zeigt, ihren Apparat und ihr Medium: den Computer.

 

Mehr zur Ausstellung: https://zkm.de/de/ausstellung/2020/10/berechenbar-unberechenbar

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

25.06.2021
Beyond States

05.02.2021 – 07.11.2021

Ist der Staat Schutzraum oder Gefahrenzone? Hamsterkäufe im Supermarkt, Notfalllisten, Katastrophenschutz und Pandemiepläne: Das „Preppen“ ist zurzeit aktueller denn je, gleichzeitig wird die Schutzfunktion des Staates und damit auch die Thematik der Staatsgrenzen diskutiert. Einige Grenzen sind offen und passierbar, andere umstritten, viele strengstens bewacht.

Der durch das Fliegen ermöglichte Blick von oben relativiert Grenzen und reflektiert damit die Konzepte von Staatsgebieten und Grenzen. Neben der veränderten Perspektive müssen Staaten nach wie vor mit einigen Herausforderungen umgehen: Wem gehört der Himmel und wie hoch reicht ein Staat? Der Luftraum kann sowohl öffentlicher Raum, der grenzüberschreitende Kommunikation und Mobilität möglich macht, als auch nationalstaatlich und supranational regulierte Sphäre oder Kriegsschauplatz sein.

Die Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“ im Zeppelin Museum widmet sich diesen gegenläufigen Entwicklungen und fragt anhand der drei konstituierenden Merkmale – Staatsgebiet, Staatsbürgerschaft und Staatsgewalt – nach der aktuellen und zukünftigen Bedeutung des Staates. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Gezeigt wird die interdisziplinäre Ausstellung im Zeppelin Museum am Bodensee. Ein besonderer Ort, auf den die Ausstellung in mehrfacher Hinsicht Bezug nimmt. Der Bodensee war lange völkerrechtliches Niemandsland. Deutschland, Österreich und Schweiz haben sich nur teilweise auf rechtsverbindliche Grenzen festgelegt. Seit 1648 sind die Staatsgrenzen nicht klar geregelt, der Obersee gilt als gemeinschaftliches Eigentum. Hier verwischen die Grenzen der Staaten.

International renommierte Künstler*innen reflektieren Fantasien bzw. Realitäten einer Staatskrise bis hin zum Staatsverfall, die sich zwischen Dystopie und Utopie bewegen. Angefangen bei rechtslibertären Ideologien, die in der Überwindung des Staates die Verwirklichung ultimativer Freiheit sehen bis hin zur Idee einer flexiblen Staatsbürgerschaft, die sich an Abo- bzw. Streaming-Portalen orientieren. Die Ausstellung wirft aber auch einen Blick auf diejenigen, die sich auf einen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten wie u.a. Verschwörungstheoretiker und Prepper. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und die damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Kurator*innen: Ina Neddermeyer, Leiterin und Caroline Wind, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum, Jürgen Bleibler, Leiter und Felix Banzhaf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Zeppelin im Zeppelin Museum.

Eingeladene Künstler*innen: Nevin Aladağ, James Bridle, Simon Denny, Vera Drebusch & Florian Egermann, Forensic Oceanography / Forensic Architecture, Jacob Hurwitz-Goodman & Daniel Keller, Peng Kollektiv!, Christopher Kulendran Thomas, Henrike Naumann, Jonas Staal

Friedrichshafen

25.06.2021
gemeinsam einsam

Das Museum am Dom zeigt zur Wiedereröffnung ab Samstag, dem 13. März 2021 eine neue Foyer-Ausstellung unter dem Titel „gemeinsam einsam“.

Anhand von Gemälden, Fotografien und Skulpturen werden Bilder von menschlicher Gemeinschaft, aber auch von Einsamkeit und Alleinsein in Erinnerung gerufen, die wir alle auf die eine oder andere Art aus eigener Erfahrung kennen  - und die wir in den vergangenen Monaten erlebt und durchlebt haben.

Dabei zeigt sich, dass Einsamkeit und Gemeinsamkeit sich oft näher sind, als man denkt: der Einsame kann gehalten, unsichtbar begleitet sein; und Gemeinschaft verbirgt oft großes Alleinsein.

Die Ausstellung ist eine Einladung, über diese Verbindungen und Zusammenhänge und über unsere Erfahrungen mit Distanz, Abstand und Maskierung in den vergangenen Monaten nachzudenken - und sich an den Kunstwerken zu erfreuen.

Di bis Sa 9 bis 17 Uhr, So 13 bis 17 Uhr

Trier

25.06.2021
Schwieriges Erbe. Ausstellung

Was hat das Linden-Museum mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Welche württembergischen Akteur*innen waren am Kolonialismus beteiligt? Wie präsent war der Kolonialismus in der württembergischen Alltagswelt? Und wie wirkt er bis heute fort?

Die Ausstellung zeigt die kolonialen Verbindungen des Museums zwischen 1882, dem Jahr der Gründung des Württembergischen Vereins für Handelsgeographie als Träger des Museums, und ca. 1940 auf und bezieht Auswirkungen bis in die Gegenwart mit ein. Eine wichtige Rolle nahm Karl Graf von Linden ein. Er war Vorsitzender des Trägervereins und prägte das Museum während der Kolonialzeit. Entsprechend wurde das Museum 1911 nach ihm benannt. Daneben werden weitere Persönlichkeiten vorgestellt, die Teil von Geschichten sind, die sich zwischen dem Museum, Württemberg und den Kolonien abspielten. Ebenso wird nach denjenigen gefragt, über die wir aufgrund der kolonialen Verhältnisse wenig wissen, die aber dennoch maßgeblich am Aufbau der Sammlungen beteiligt waren.

In einem weiteren Schritt wird das kolonialistische Vereinswesen betrachtet, zu dem auch der Trägerverein zu zählen ist. Vereine prägten das gesellschaftliche Leben und dienten als Multiplikatoren kolonialer Ideologien. Ereignisse wie Kolonialtagungen, -ausstellungen und sog. „Völkerschauen“ oder Objekte der Alltagskultur zeigen, wie tief verwurzelt der Kolonialismus auch in Stuttgart war. Es wird gefragt, welche Kontinuitäten sich bis heute ergeben.

Ein weiterer Themenschwerpunkt befasst sich mit Gewalt und rückt exemplarisch den sogenannten „Boxer-Krieg“ in China (1900/01) in den Mittelpunkt. Hunderte Württemberger Soldaten zogen freiwillig in diesen Krieg, aus dem das Linden-Museum geplünderte Objekte besitzt. Württembergern, die an Kolonialexpeditionen und -kriegen teilnahmen, wurde ehrend mit Gedenktafeln und Denkmälern gedacht, die es teilweise noch heute gibt. Wie soll damit umgegangen werden?

In die Ausstellung fließt die Provenienzforschung im Museum ein. Außerdem wurde vom Linden-Museum eigens eine Untersuchung zu Württemberg und dem Kolonialismus in Auftrag gegeben. Die Landesgeschichte im Kontext des Kolonialismus zu betrachten und die vielen Querverbindungen zwischen Institutionen, Personen und Ereignissen herauszuarbeiten, ist ein neuer Ansatz. Auch wenn manche Fragen schon früher bearbeitet wurden, setzt die wissenschaftliche Forschung und Debatte bei vielen Fragen gerade erst ein.

Zentral sind dabei kritische Distanz und Multiperspektivität, um Kolonialgeschichte nicht einseitig oder gar nostalgisch aus der Sicht württembergischer Akteure nachzuerzählen. Dass die Auseinandersetzung stark in Bewegung ist, wird auch in der Ausstellung sichtbar. Angelehnt an die Idee der Werkstatt sind die Besucher*innen aufgefordert, Fragen zu beantworten, eigene Gedanken oder Kritik festzuhalten und ihr Wissen einzubringen oder zu hinterfragen. Die Besucher*innen können verschiedene Standpunkte und Perspektiven einnehmen, Leerstellen und Verbindungslinien werden offen gelegt und die Inhalte zur Diskussion gestellt.

Eintritt: EUR 8,-/6,- / Familien EUR 16,-

Hinweis:
Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung ist eine Anmeldung für einen Time-Slot zum Besuch der Ausstellung erforderlich:
Tel. 0711.2022-579
(Sprechzeiten: Mo. bis So., 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr, Anmeldung bis 1 Tag vorher möglich)

 

Mo bis Sa von 10 bis 17 Uhr, So und Feiertage von 10 bis 18 Uhr

Stuttgart

25.06.2021
Chiharu Shiota

Kunst in ihrer besten Form vermag mit einem einzigen Statement ein visuelles Zeichen zu setzen, das einen bestimmten Zeitzustand einfängt. Die Installation »Connected to Life« »in Zeiten des Todes, wie ich hinzufügen möchte« (Peter Weibel) der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota ist ein solches Kunstwerk.

Eine Reihe miteinander verbundener Betten, die im Foyer des ZKM | Karlsruhe in der Luft schweben, erinnert an die schockierenden Bilder aus Krankenhauskorridoren. Die Zeugnisse menschlicher Verletzlichkeit und Elends verlangen nach einem Mahnmal, das dem Leid der schwer kranken und letalen Opfer des Covid-19-Virus gewidmet wird, aber ebenso dem Opfer all jener, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bereit sind, ihre eigene Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um das Leben anderer zu retten. Die mit roter Farbe gefüllten Plastikschläuche erinnern an Adern, durch die das lebenswichtige Blut und Sauerstoff fließen. Die Installation steht außerdem für die Hoffnung, dass menschliches Mitgefühl und Wissenschaft uns dabei helfen können, einen Weg aus der Corona-Pandemie zu finden und deren Folgen zu überwinden. 

Die Auswirkungen der Pandemie auf das öffentliche Leben, private Kontakte und den Kultursektor sind greifbar: geschlossene Museen, Theater und Konzerthallen ohne Besucher:innen, Selbstständige, die auf finanzielle Unterstützung warten und buchstäblich um ihre Existenz kämpfen. Die Pandemie legt (teils altbekannte) Schwachstellen des Gesundheitssystems bloß, Krankenhäuser auf der ganzen Welt arbeiten an der Grenze der Belastbarkeit. Noch immer steigen weltweit die Todeszahlen, und neue Mutanten erschweren die Viruseindämmung zusätzlich. Die Eingangshallen kultureller Institutionen wie des ZKM sind normalerweise Orte der Begegnung und des Dialogs, wo Besucher:innen, Student:innen, Beschäftigte, Schulklassen und Künstler:innen sich tummeln und austauschen. Wäre die Pandemie nicht, wären sie Orte der Lebendigkeit – doch nun herrscht dort Stille. Mit ihrer großflächigen, für das Foyer des ZKM entworfenen Installation »Connected to Life« zeigt die bekannte japanische Künstlerin Chiharu Shiota ihr Geschick, Angst mit Milde, Monumentales mit Intimem zu verbinden. Die Arbeit besteht aus über 50 von der Decke herabhängenden Betten, die stufenförmig bis zum Boden reichen. Die Farbe fließt durch die Schläuche wie das Blut durch den menschlichen Körper – ein Symbol für den Fluss des Lebens, der für die vielen Todesopfer des Coronavirus so plötzlich endete. Doch indem die Installation uns metaphorisch daran erinnert, dass »die Welt heute ein Krankenhaus ist« (Peter Weibel), trägt sie auch eine Leichtigkeit in sich, die der Thematik ihre Schwere nimmt.

Chiharu Shiota schöpft ihre Inspiration häufig aus persönlichen Erlebnissen oder Gefühlen, die sie auf universelle menschliche Anliegen wie Leben, Tod oder Beziehungen ausdehnt. Konzepte wie Erinnerung und Bewusstsein definiert sie neu, indem sie alltägliche Objekte wie Schuhe, Schlüssel, Betten, Stühle und Kleider zusammenstellt und diese in riesige Geflechte aus Wollfäden einwebt. In ihren Installationen geht sie dem Gefühl der »Präsenz in der Abwesenheit« auf den Grund, und ihre Skulpturen, Zeichnungen, Performance-Videos, Fotografien und Leinwandbilder repräsentieren nicht greifbare Emotionen. 2008 erhielt Shiota den »Art Encouragement Prize« vom japanischen Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie. Zahlreiche internationale Institutionen auf der ganzen Welt stellten ihre Arbeiten aus, darunter das Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, Wellington, NZ (2020); das Mori Art Museum, Tokio, JP (2019); der Gropius Bau, Berlin (2019); die Art Gallery of South Australia, Adelaide, AU (2018); der Yorkshire Sculpture Park, UK (2018); das Power Station of Art, Shanghai, CN (2017); und die K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2015). 2015 repräsentierte Shiota Japan bei der 56. Biennale di Venezia, IT. Im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2021 (25.07.– 25.08.2021) und der Reihe »Diskurs Bayreuth« schuf die Künstlerin eine Installation im Festspielpark, eine Auftragsarbeit zum Thema »Götterdämmerung«. Die Künstlerin wurde 1972 in Osaka, Japan geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Mo/Di geschlossen Mi–Fr 10–18 Uhr Sa–So 11–18 Uhr

Karlsruhe

25.06.2021
Orte jüdischen Lebens in Trier

Über Jahrhunderte bestand eine jüdische Gemeinde in Trier und brachte der Stadt nachhaltige Impulse. Bis heute zeugen die historischen Häuser der Judengasse oder der jüdische Friedhof in der Weidegasse sichtbar von dieser Vergangenheit. Viele Orte in Trier erzählen von diesem jüdischen Leben: Es sind Geschichten alteingesessener Familien, hoffnungsvoller Geschäftsleute und talentierter Kunstschaffender. Aber die Häuser, Straßen und Plätze erzählen auch von Pogromen, Verfolgungen und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens im Nationalsozialismus. Über 30 Video-Interviews an den Schauplätzen in Trier und der Großregion lassen die Spuren dieser Geschichte ebenso sichtbar werden wie die lebendige Gegenwart jüdischen Lebens in unserer Stadt.

Di-So, 10-17 Uhr

Trier

25.06.2021
Sonderausstellung

Der Mensch nimmt wahr, was das Gehirn vorhersagt. Dabei spielen ihm die Sinne manchmal einen Streich. Auch in der Natur finden sich solche Phänomene – wenn der Mensch glaubt, plötzlich Dinge zu sehen, die eigentlich gar nicht existieren. Plötzlich erscheint eine Fata Morgana in der Wüste. 19 Stationen laden ein in die Welt der Illusionen und optischen Täuschungen. Das alles wird präsentiert mit Abstand und unter sicheren Hygiene-Bedingungen.

Sonderausstellungsfläche, Ebene D

Mannheim

25.06.2021
09:00 Uhr
Helmut Sturm

Die Retrospektive gibt erstmals einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des Malers Helmut Sturm (1932–2008) und beleuchtet seine verschiedenen Schaffensphasen. Sturms farbmächtige Arbeiten sind bedeutende Zeugnisse einer abstrakt expressiven Malerei in Deutschland nach 1945, die es versteht, das Figurative in die dynamischen Bildwelten einzubinden. Für den Maler war die Leinwand ein »räumlich bewegtes Spielfeld«, in dem sich Geschlossenheit und Expansion, Konstruktion und spontaner Gestus mit »allerlei Gerümpel aus der Spielzeugkiste der Wirklichkeit« vereinen. Die permanente Befragung seiner Malerei hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Der langjährige Professor an der Kunstakademie München gehörte zu den Gründungsmitgliedern und zentralen Akteuren der Künstlergruppen SPUR, SPURWIR, GEFLECHT, und KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE.

Mi-Fr 14-17 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr

Neumarkt

25.06.2021
Achim Mende – Crazy Little Planet

Achim Mende ist einer der prominentesten Fotografen im deutschen Südwesten. Seine erste Ausstellung in der Städtischen Galerie Überlingen erzielte 2013 einen Besucherrekord. 2021 präsentiert er die wunderbare „verrückte" Welt der 360-Grad-Photographie. In atemberaubenden Panoramen zeigt Mende seine Wahlheimat Überlingen, den Bodensee, Baden-Württemberg und den Rest der Welt, von Venedig bis zum Uluru (früher: Ayers Rock) in Australien.

Die Ausstellung korrespondiert mit der begehbaren Panorama-Rotunde auf dem Gelände der baden-württembergischen Landesgartenschau in Überlingen.

Di bis Fr 14 bis 17 Uhr. Sa, So, Fei 11 bis 17 Uhr

Überlingen

25.06.2021
SCHÖN UND GEFÄHRLICH:

Ab dem 3. April 2021, bzw. sobald es die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zulassen, zeigt das Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden die Ausstellung „SCHÖN UND GEFÄHRLICH: Die hohe See im 19. Jahrhundert“.

Macht Euch die Erde untertan! Wissenschaft und Technik erlaubten dem fortschrittlichen 19. Jahrhundert eine immer erfolgreichere Bändigung der Natur, medizinisch in der Bakteriologie, industriell durch Dampfmaschine und Elektrizität. Die biblische Aufgabe schien gelöst. Die ganze Welt konnte nun erforscht, erobert, erklärt, entzaubert werden. – Die ganze Welt? Nein! Auf hoher See tobte das große Drama zwischen zivilisatorischer Beherrschung und natürlicher Gewalt weiter, vom Floß der Medusa bis zur Titanic, zwischen nüchterner Handelsschifffahrt und exotischem Südseeparadies, Kapitän Ahab und Moby Dick, Tiefseekabel und betörenden Nixen, Taucherglocke und Schiffbruch. Das Meer mit seiner verlockenden Weite und rätselhaften Tiefe zog Abenteurer und Kaufleute, Militärs und Sinnsucher, Forscher und Künstler hinaus ins Offene, Schwankende: schön und gefährlich.

Alle technischen Geräte und Kunstwerke in der Ausstellung lassen die Besucher das ebenso vorsichtige wie mutige Unterfangen nachvollziehen, ein Stück menschengemäße Festigkeit auf die wogende Oberfläche der Ozeane zu legen und mit einem Schiff auf große Fahrt zu gehen. Die Wildheit der Weltmeere wird zum Gegenüber: offener als das Festland mit seinen vielen Landesgrenzen, chancenreicher als der Arbeitsalltag der bürgerlichen Klassengesellschaft, luftiger als das heimelige Biedermeier und die muffige Gründerzeit. Auf den berühmten Gemälden von Andreas Achenbach (1815-1910) schäumt das Meer unbändig auf gegen alle Vorausberechnungen. Stellte ein Bild einen Schiffbruch mit Zuschauern am Strand dar, so waren diese oft nicht selbstlose Retter, sondern strandräuberische Profiteure des Unglücks der Seeleute. Der erste funktionierende Taucheranzug führt vor Augen, dass die Tiefsee ein so abenteuerlicher Kosmos war wie heute das Weltall. Die Schnitzereien der Seeleute auf Pottwalzähnen zeigen das geradezu erotische Versprechen, das bis heute zum Freiheitsgefühl der Hohen See gehört.

Aus dem Schifffahrtsmuseum Rostock, dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund und renommierten Privatsammlungen haben spektakuläre Leihgaben den Weg von der Waterkant an die Oos gefunden: der originalgetreue Nachbau der Kreeft’schen Tauchmaschine, ein riesiges Modell der Titanic, ein noch mächtigeres historisches Walskelett, Walfang-Harpunen und -Gewehre, wie sie von realen Kollegen Kapitän Ahabs benutzt worden sind sowie Gemälde von Hans Thoma (1839-1924) und die ebenso naturwissenschaftlichen wie märchenhaften Kunstdrucke von Ernst Haeckel (1834-1919). Ergänzt wird das künstlerisch-technische Panorama von den malerischen Mythenbeschwörungen eines Max Klinger (1957–1920), wilden Seestücken eines Johann Caspar Scheuren (1810–1887) und weiteren bedeutenden Leihgaben aus dem Deutschen Historischen Museum Berlin, der Dr. Axe-Stiftung Bonn sowie der Sammlung Wolfgang Peiffer.

Es erscheint ein Katalog für 19,- Euro im Verlag ATHENA bei wbv.

Di. - So., 11 - 18 Uhr, geöffnet an allen Feiertagen (auch montags), am Ostersamstag, -sonntag und -montag 9 - 18 Uhr geschlossen am 24.12. und 31.12.2021

Baden-Baden

25.06.2021
Trierer Porzellan.

Trierer Porzellan gehört seit Generationen zum festen Inventar zahlreicher Trierer Haushalte und ist mittlerweile auch überregional zu einem besonders begehrten Sammelobjekt geworden. Auf Auktionen werden Höchstpreise geboten, die den Preisen für Produkte anderer bekannter Manufakturen wie etwa Meißen in nichts nachstehen.

Mit Unterstützung der französischen Regierung wurde das Trierer Unternehmen 1809 in der säkularisierten Benediktinerabtei St. Martin eingerichtet und produzierte bis 1821. Allein im ersten Jahr stellten einer erhaltenen Statistik zufolge rund 80 Beschäftigte ca. 150.000 Stücke Porzellan her, darunter Kaffeeservice, Sammeltassen, Vasen, Kinderservice und Pfeifenköpfe. Die Ausstellung im Stifterkabinett wird eine kleine Auswahl aus der umfangreichen Sammlung des Stadtmuseums vorstellen.

Trier

25.06.2021
Streaming-Abo Literaturhaus Frankfurt
STREAMING-ABONNEMENT: MIT EINEM KLICK über 25 MAL LITERATURHAUS AUF DEM SOFA

Und so geht’s: Im Literaturhaus-Kartenshop einfach das „Streaming-Abo Literaturhaus Frankfurt“ auswählen, einmalig 50 Euro zahlen und losstreamen. Sie bekommen – per E-Mail – die Zugangsdaten zum Livestream für jede der Literaturhausveranstaltungen im April, Mai, Juni und Juli. Jedes der 26 Tickets enthält die für die Veranstaltung gültige Internetadresse und Ihren persönlichen Zugangscode, der bis zu dreimal nacheinander nutzbar ist. Sie können die Veranstaltung live am Bildschirm mitverfolgen oder innerhalb von 70 Stunden nach Veranstaltungsbeginn abrufen. (Die Aufzeichnung wird ca. drei Stunden nach Veranstaltungsende zur Verfügung gestellt.) Und Sie sparen mehr als 50 %.

Folgende Veranstaltungen sind im Streaming-Abo enthalten:
20.4. Daniel Wisser
23.4. Annette Pehnt
25.4. Litprom-Literaturtage: Perspektivwechsel im Unterwegssein, 11 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Netzwerken in neuen Kontexten, 14 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Sprachen finden — Stimmen transportieren, 16 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Globale Beziehungen und digitale Abhängigkeiten, 18 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Vom Sprengen patriarchaler Muster, 20 h
30.4. Tanz in den Mai
5.5. Judith Hermann
10.5. Hans Jürgen Balmes
11.5. Elisa Diallo
18.5. Mareike Krügel
20.5. Ulrike Edschmid
25.5. Simone Buchholz
27.5. Franzobel
31.5. Robert Habeck
1.6. Deutscher Sachbuchpreis
7.6. Sharon Dodua Otoo
8.6. Schöne Aussichten
10.6. Florian Werner
15.6. Acht Visionen
20.6. Ole Könnecke
24.6. Schreibzimmer 2020
1.7. SINNFLUT: sexyunderground
5.7. Stefan Aust
8.7. Mikael Ross
(Ausgeschlossen sind das Leseclubfestival am 23.4. und die Veranstaltung am 6.5.)
Yayoi Kusama: Eine Retrospektive

Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstler*innen der Gegenwart. Im März 2021 widmet der Gropius Bau Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinity Mirror Room.

Ein wesentliches Anliegen der Retrospektive ist es, die Entwicklung von Kusamas Schaffen von frühen Gemälden und akkumulativen Skulpturen hin zu immersiven Erlebnisräumen nachzuzeichnen und insbesondere ihre bislang wenig beachtete künstlerische Aktivität in Deutschland und Europa aufzuarbeiten. Seit den 1960er Jahren hatte sich die Künstlerin selbst aktiv dafür eingesetzt, Ausstellungsprojekte jenseits ihres damaligen Lebensmittelpunktes New York zu realisieren und ihre Arbeiten im europäischen Kontext zu präsentieren. Dabei rückt auch die Rolle Kusamas als Pionierin des Personal Branding ins Blickfeld, die ihre künstlerische Persona und ihr multidisziplinäres Schaffen schon früh bewusst inszenierte und vermarktete.

Der wegweisende Charakter ihrer Präsentationsformen und künstlerischen Sujets wird im Rahmen der Retrospektive durch Rekonstruktionen erlebbar, die Kusamas frühe Ausstellungsprojekte in Deutschland und Europa in den 1960er Jahren sowie zentrale Einzelausstellungen in den USA und Asien aus den 1950er bis 1980er Jahren zugänglich machen.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal

Organisiert vom Gropius Bau in Zusammenarbeit mit dem Tel Aviv Museum of Art

Unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

25.06.2021
Jahresringe

„Jahresringe“ heißt die Ausstellung zum 20-jährigen Jubiläum der Galerie Bodenseekreis im Roten Haus am Meersburger Schlossplatz. Elf Künstlerinnen und Künstler aus Projekten der Kreisgalerie präsentieren vom 1. April bis einschließlich 11. Juni 2021 jeweils von Dienstag bis Sonntag sowie an den Feiertagen von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr ihre Arbeiten zum Thema „Baum“ und „Natur“. Dabei werden etablierte Namen der Region mit jungen Kunst-Positionen kombiniert. Inspiration verspricht auch der Mix aus Malerei, Grafik, Fotografie und Objektkunst. Das Spektrum künstlerischer Aussagen reicht vom Feiern der Schönheit der Natur bis hin zu kritischen Gedanken hinsichtlich der Zukunft.

Di-So und Feiertags 11-17 Uhr

Meersburg

25.06.2021
Hella Jongerius

Im Mittelpunkt von Hella Jongerius’ künstlerischer Praxis steht die Verknüpfung von Industrie und Handwerk, von traditionellem Wissen und Technologie. Der Gropius Bau widmet der Künstlerin und Designerin im Frühjahr eine Einzelausstellung, die sich während der Laufzeit prozesshaft weiterentwickeln wird.

Eine besondere Bedeutung kommt in Hella Jongerius’ Arbeit dem Weben zu, das eine der ältesten Kulturtechniken und gleichzeitig Grundlage für den digitalen Code ist. Die unter dem Titel "Kosmos weben" gezeigte Ausstellung bezieht die Besucher*innen durch interaktive Elemente in Jongerius’ offene und prozesshafte Arbeitsweise ein und schafft so einen Rahmen, sich kritisch mit Fragen nach Produktion und Nachhaltigkeit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.

Neben Jongerius’ Recherchen zu Innovation und zukunftsgerichteten experimentellen Praktiken liegt ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung auf ihrer andauernden Auseinandersetzung mit der Frage, welches Verhältnis wir zu Gegenständen einnehmen – und wie diesen eine heilende Funktion zukommen kann. Die Ausstellung knüpft dabei an die Geschichte des Gropius Bau an, der als Kunstgewerbemuseum und -schule mit eigenen Werkstätten ein Ort der Verbindung von Kunst und Handwerk war. In dieser Tradition wird Hella Jongerius mit ihrem Studio Jongeriuslab in den Monaten vor der Ausstellungseröffnung im Gropius Bau neue Werke produzieren.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister in Zusammenarbeit mit dem Studio Hella Jongerius

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

25.06.2021
Tomasz Zawierucha plays Tansman

Neues Album von Tomasz Zawierucha, Professor für Gitarre an der Folkwang Akademie der Künste Essen

Hommage à Chopin. Tomasz Zawierucha plays Tansman – veröffentlicht von Ars Produktion in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf.

Das künstlerische Schaffen Frédéric Chopins hat nicht nur Komponisten seiner Zeit enorm geprägt und beeinflusst, sondern auch nachfolgende Generationen weltweit. Bereits zu seiner Lebenszeit bewunderten ihn u. a. Friedrich Kalkbrenner und Robert Schumann und widmeten ihm eigene Werke. Auch zahlreiche andere Komponisten suchten Inspiration in seiner Stilistik, Ästhetik und Form. Zu den größten Meistern die ihn würdigten gehört Claude Debussy, der seine Douze Études als à la mémoire de Chopin komponierte. 

Auch die Gitarrenmusik, sowohl in Europa als auch in Südamerika, wurde von seiner Kunst stark beeinflusst. Die Komponisten und Gitarrenvirtuosen Johann Kaspar Mertz, Napoléon Coste und nicht zuletzt Francisco Tárrega ließen sich von der Musik Chopins inspirieren und schrieben Werke in seiner Lieblingsform, der Mazurka. Ferner bearbeitete Tárrega viele seiner Stücke meisterhaft für die Gitarre. Auch der paraguayische Gitarrenvirtuose und Komponist Agustín Barrios-Mangoré fügte in seinen Konzertprogrammen zahlreiche Transkriptionen ein und komponierte im Stile von Chopin. Die Giganten Heitor Villa-Lobos und Manuel María Ponce griffen ebenfalls gerne zur Mazurka-Form.

Alexandre Tansman (polnisch Aleksander Tansman) war einer der wichtigsten polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1897 in Łódź als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach seinem Musikstudium in Warschau wanderte er 1919 nach Paris aus. Aufgrund des deutschen Einmarschs 1940 floh er in den Süden Frankreichs, 1941, unterstützt von Charlie Chaplin, über Lissabon in die USA. 1946 kehrte Tansman nach Paris zurück und lebte dort bis zum seinen Tod am 15. November 1986.

Tansman genoss einen exzellenten Ruf als Komponist, Dirigent und Pianist. Seine Gitarrenwerke, zum größten Teil Auftragswerke für Andrés Segovia, waren ein wichtiges Element seines kompositorischen Schaffens. Die Begegnung der beiden Künstler fand 1924 während eines Hauskonzertes von Segovia in dem Hauptsitz der Zeitschrift La Revue Musicale in Paris statt. Tansman war fasziniert von seiner Kunst und komponierte sein erstes Werk für Gitarre, die Mazurka (1925), Segovia gewidmet. Das Stück wurde später von Schott’s Söhne Mainz herausgegeben. Zwischen den beiden Musikern entwickelte sich eine Freundschaft, welche über 60 Jahre bis zum Tod des Komponisten hielt. Dadurch entstanden zahlreiche Gitarrenwerke, welche heute zu den Wichtigsten des 20. Jahrhunderts zählen.

Aus dem CD-Booklet von Prof. Dr. habil. Piotr Zaleski. Übersetzung: Tomasz Zawierucha

Tomasz Zawierucha http://www.tomaszzawierucha.com/

„Zweifellos gehört Herr Zawierucha zu den interessantesten Persönlichkeiten der Gitarren-szene seiner Generation“ – so schrieb Jun Sugawara vom Gendai Guitar Magazine über seinen Soloabend in der Bunka Kaikan Recital Hall in Tokyo. Al Kunze vom Soundboard Magazine USA äußerte sich folgendermaßen über seine Bach-CD Einspielung: „His performance of the Chaconne is fascinating.“

Tomasz Zawierucha wurde in Poznań, Polen geboren, studierte in seiner Heimatstadt und an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Bereits während seines Studiums gewann er zahlreiche Wettbewerbe, u.a. den renommierten Tokyo International Guitar Competition. Seitdem konzertiert er weltweit, außerdem ist er als Dozent und Jurymitglied bei diversen Meisterkursen und internationalen Gitarrenwettbewerben tätig.

Als gefragter und engagierter Kammermusiker arbeitet er mit Künstlern wie Hideko Kobayashi, Thomas Müller-Pering und Olaf Van Gonnissen. Sein Interesse gilt nicht nur der modernen Konzertgitarre, sondern auch historischen Vorgängern wie der Barockgitarre.

Die von der Fachpresse mit mehreren Auszeichnungen bedachten CD-Produktionen –

„Excellent recording“ (GuitarArt Magazine), „Fünf Sterne“ (The Times), „Special recommended“ (The Records Geijutsu Disc Review) – wurden in Deutschland (Classic Clips), Japan (Gendai Guitar) und in Großbritannien (DGF) herausgegeben. „Hommage à Chopin“ ist nun die vierte Soloeinspielung von Tomasz Zawierucha.

Bereits drei Jahre nach seinem Studienabschluss wurde er zum Vertretungsprofessor an der Weimarer Franz Liszt Musikhochschule berufen. Zu seinen weiteren akademischen Stationen gehörten u.a. das Royal Conservatory of Scotland in Glasgow. 2014 wurde Tomasz Zawierucha als Professor für Gitarre an die Folkwang Universität der Künste in Essen berufen.

Tomasz Zawierucha spielt Römmich Gitarren und D’Addario Saiten.

Düsseldorf

25.06.2021
BarabásiLab

Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 20 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. 

Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern.

Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt, viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten. 

Im Rahmen der Ausstellung können BesucherInnen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen.

»BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 gezeigt wird.

 

Mehr zur Ausstellung:https://zkm.de/de/ausstellung/2021/03/barabasilab-hidden-patterns

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

25.06.2021
"... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin

Im vergangenen Jahr haben wir sie kurzfristigst abgeblasen, nun zeigen wir sie eben zum 251. Geburtstag, die Ausstellung "... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin (8. Mai bis 8. Aug.)

Buchhorn zählt zu den bedeutendsten Künstlern, die im 18./19. Jahrhundert aus dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt kamen bzw. hier tätig waren. Die Ausstellung stellt ihn als feinfühligen Porträtisten mit Sinn für die Eigentümlichkeiten seiner Porträtgestalten, als flotten Zeichner und als Druckgrafiker von bemerkenswerter Vielseitigkeit und Virtuosität vor. Breiten Raum nimmt auch das Lebensthema des Künstlers, die Darstellung von Bettlerkindern ein. Die Ausstellung wurde gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und wird gezeigt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin.

Di-So 10.00 - 16.00 Uhr

Halberstadt

25.06.2021
Jarosław Modzelewski "Die Gleichgültigkeit der Welt"

Kunstausstellung: Jarosław Modzelewski. Die Gleichgültigkeit der Welt

Jarosław Modzelewski — Maler, Zeichner, Pädagoge. Ein Klassiker der polnischen Gegenwartsmalerei. Er arbeitet an der Warschauer Kunstakademie, wo er die Malerei-Werkstatt (Pracownia Malarstwa) leitet. In den 1980er und 1990er Jahren Mitglied von GRUPPA, einer Künstlergruppe, die mit der Strömung der neuen Expression assoziiert wird.

Die Ausstellung „Die Gleichgültigkeit der Welt” zeigt Gemälde von Jarosław Modzelewski aus den Jahren 2014-2020. Sie erzählt vom Menschen, von der Landschaft und von der vergehenden Zeit. Der Titel verweist auf die Haltung des Malers als Beobachter, der auf seine Notizen und Skizzen aus dem Alltag zurückgreift. Die für den Künstler typische „achtsame” Wahrnehmung der Welt ist uns heute, in Zeiten von Pandemie-Beschränkungen und erzwungener Isolation, allen vertrauter. Markenzeichen seines individuellen Stils sind Licht und Farbe, die er unter anderem durch die traditionelle Technik der Eitempera hervorbringt.

Krzysztof Morcinek, Kurator

Wir laden Sie herzlich zum Ausstellungsbesuch ein: Di – Fr 11.00 – 17.00 Uhr 
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter:Tel. 0211 866 96 20 oder duesseldorf@instytutpolski.pl

Bild: Jarosław Modzelewski: Was? Ein Ein-Mann-Staatsbetrieb? Womit? Da hast du dir was eingebrockt. 2015 © Jarosław Modzelewski

Siehe unsere Internetseite: www.instytutpolski.pl/duesseldorf

Düsseldorf

25.06.2021
Tadeusz Rozewicz "Unser älterer Bruder"

Tadeusz Różewicz: Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage
Neuerscheinung im März 2021!

Tadeusz Różewicz (1921–2014), einer der großen polnischen Lyriker, hat in dieser ergreifenden Anthologie seinem älteren Bruder Janusz (1918–1944) ein literarisches Denkmal gesetzt. Janusz, der für ihn eine wichtige Vorbildfunktion hatte, wurde wegen seiner Untergrundaktivität während des Krieges von den Deutschen verhaftet und ermordet. Der Band enthält Gedichte, Prosafragmente und ausgewählte Briefe von Janusz, zahlreiche Erinnerungen an ihn sowie eine Reihe von Gedichten Tadeusz Różewiczs über seinen Bruder. Ergänzt durch Abbildungen entwirft diese Text-Collage das faszinierende Bild eines vielseitig begabten jungen Mannes, dessen Leben viel zu früh endete.

Tadeusz Różewicz
Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage
Hrsg./ aus dem Polnischen von Bernhard Hartmann und Alois Woldan
Harrassowitz Verlag, Polnische Profile 11
Deutsches Polen-Institut Darmstadt
ISBN 978-3-447-11610-7 / E-Book: ISBN 978-3-447-39108-5
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf
Erscheinungsdatum: März 2021.

In Buchhandlungen erhältlich.

Düsseldorf

25.06.2021
PIDcast#1 - Tadeusz Rozewicz „Unser älterer Bruder”

Willkommen zum 1. Podcast des Polnischen Instituts Düsseldorf
PIDcast#1 - Tadeusz Różewicz „Unser älterer Bruder”
Mit dem Übersetzer Bernhard Hartmann spricht unsere Literaturreferentin Monika Werner über das außergewöhnliche Buch – eine Collage aus Gedichten, Briefen, Prosastücken und Erinnerungen – ein beeindruckendes Porträt des Bruders von Tadeusz Różewicz - Janusz - eines jungen Mannes, den der Krieg aus dem Leben riss. Lesung: Julia Dillmann

PIDcast#1 -Tadeusz Różewicz "Unser älterer Bruder"
Unseren ersten PIDcast#1 widmen wir Tadeusz Różewicz, einem der bedeutendsten polnischen Lyriker und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Die Anthologie „Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage“ hat er seinem Bruder Janusz (1918–1944) gewidmet.
Das Buch
Tadeusz Różewicz: Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage
Aus dem Polnischen übersetzt von Bernhard Hartmann und Alois Woldan
Harrassowitz Verlag, März 2021
ISBN 978-3-447-11610-7 / E-Book: ISBN 978-3-447-39108-5
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Polen-Institut Darmstadt und dem Polnischen Institut Düsseldorf
Mehr zum Buch und Autor unter: Mehr zum Buch Unser älterer Bruder

In unseren Podcasts sprechen wir mit interessanten Gästen aus der Kulturszene - über polnische Literatur, aktuelle Bucherscheinungen, neue Ausstellungen, Filme und vieles mehr.
Sie finden unsere PIDcasts bei https://polnischesinstitutduesseldorf.podbean.com/

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PIDcast#1
„Unser ältere Bruder. Einen Text-Collage“ von Tadeusz Różewicz
Gast: Bernhard Hartmann, der Übersetzer
Lesung: Julia Dillmann
Idee, Projektleitung und Moderation: Monika Werner
Produktion: Polnisches Institut Düsseldorf, 2021
Ton: Filip Jacobson

Online-Veranstaltung

Düsseldorf

25.06.2021
Polish Art Traces In Düsseldorf

Mit dem neuen Veranstaltungsformat EUROPE IN THE CITY feiert die Stadt Düsseldorf vom 1. bis zum 9. Mai 2021 die europäische Idee von Vielfalt, Solidarität und Offenheit. In diesem Rahmen können Bürgerinnen und Bürger Düsseldorf als europäische Stadt erleben und europabezogene Angebote und Veranstaltungen entdecken, pandemiebedingt vermehrt in Digitalformaten, aber auch in gedruckter Form.

Wir – Polnisches Institut Düsseldorf, Made in Dialog e.V. und Curated Affairs – freuen uns, mit unserer Postkarten-Gruß-Serie: POLISH ART TRACES IN DÜSSELDORF, Teil der Veranstaltung zu sein.

Zwölf Düsseldorfer Künstlerinnen, die in Polen geboren sind oder polnischstämmige Eltern haben, teilen mit uns ihre Kunstwerke auf Postkarten. Wir sind selbst überrascht, wie kraftvoll die Arbeiten wirken, die in unterschiedlichen Techniken geschaffen sind. Darunter: Zeichnung, Fotografie, Malerei, Performance und Skulptur. Eine bunte Vielfalt und Offenheit, so wie die Künstlerinnen selbst.

Die Idee ist, dass man in dieser kontaktbeschränkten Zeit diese Postkarten nutzt um seinen Bekannten, seiner Familie und seinen Freunden auf den ganzen Welt einen lieben, herzlichen Grüß, eine schriftliche Umarmung („printed Hugs“) oder auch einen positiven Gedanken aus Düsseldorf zuschickt. In der Pandemie-Zeit brauchen wir besondere Emotionen, die nicht über das Internet zu erreichen sind, sondern eher traditionell per Post. Hängt man sich diese Postkarte beispielsweise an den Kühlschrank, kann man jeden Morgen darauf schauen und möglicherweise die Nähe zu unseren Mitmenschen spüren.

Die Postkarten können Sie ab dem 1.Mai bei uns im Institut oder in anderen städtischen kulturellen Institutionen, die seit vielen Jahren unsere Partner sind, wie: das Rathaus, die Kunsthalle, das Hetjens Museum, das Filmmuseum, das Henrich-Heine-Institut, das Stadtmuseum usw. finden und kostenlos mitnehmen.

Die teilnehmenden Künstlerinnen sind: MAESS ANAND / KATARZYNA CUDNIK /ANGELIKA FOJTUCH / RENATA JAWORSKA / HALINA JAWORSKI / JOANNA KISCHKA / ANETTA KÜCHLER-MOCNY / CLAUDIA MANN / EWA PSZCZULNY / MORGAINE SCHÄFER / ANNA TATARCZYK / ANGELIKA J. TROJNARSKI

https://maess.eu / http://cudnik.de/ http://angelikafojtuch.net/wp/ / www.renata-jaworska.de / www.joannakischka.com / www.anetta-k-m.de / www.claudiamann.net / www.ep-photos.com / https://morgaineschaefer.com / http://anna-tatarczyk.de/ www.trojnarski.com

Veranstalter: Polnisches Institut Düsseldorf / Made In Dialog – Freundeskreis des Polnischen Instituts Düsseldorf e.V. / Curated-Affairs / Landeshauptstadt Düsseldorf
www.Curated-Affairs.de   / www.instytutpolski.pl/duesseldorf

https://www.duesseldorf.de/internationales/veranstaltungen/veranstaltungen-detailseite/newsdetail/europe-in-the-city-1.html

Siehe unsere Internet-Seite: www.instytutpolski.pl/duesseldorf

Düsseldorf

25.06.2021
Takeover

Die Welt aus Kinderaugen sehen und verstehen – diesem Wunsch folgt die Ausstellung „Takeover“. Sie ist eine Zusammenarbeit des Gropius Bau mit der Stiftung Brandenburger Tor, der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse.

 

Dunkle Räume, die Ausstellung als Spiel, das Zusammenwirken von Licht und Wasser, Bewegung und Schatten sowie das Zusammenspiel von Klang und Natur: Für diese Themen entschieden sich Berliner Grundschüler*innen und kuratierten ihre eigenen Ausstellungen mit Werken von Berliner Künstler*innen. Den Auftakt macht diesen Sommer die Picasso Grundschule mit „Takeover. Plastik hört auf Pilz“ auf dem Südplatz des Gropius Bau – mit den Künstler*innen Roberta Busechian und Tue Greenfort. Pilz versus Plastik oder Pilz als Plastik und kann man Natur eigentlich wachsen hören? Das ist hier die Frage.

 

„Ich wünsche mir, dass Pilze als Waffe gegen die Umweltverschmutzung eingesetzt werden können.“

— Alexandra, Wilma und Lilly, Picasso Grundschule

„Ich wünsche mir, dass man zu einem Kunstwerk eine Melodie hört.“

— Etienne, Picasso Grundschule

„Ich bin lebendig. Ich bin vielfältig. Ich bin ein Lebewesen.“

— Adrijan, Picasso Grundschule

 

Roberta Busechian

Biografie

Roberta Busechian (*1990, Triest, Italien) ist Klangkünstlerin und Forscherin. Seit 2014 lebt sie in Berlin und lehrt Theorie, Praxis und Aktivismus in der Klangkunst. Sie interessiert sich für das Zuhören und seine Auswirkungen. Dafür schafft sie gemeinsame Sammlungspunkte im Raum. Ihre Arbeit beschäftigt sich auch mit den technologischen Möglichkeiten durch Live-Streaming und die Zeitverschiebung virtuell verbundener Stadträume. Roberta Busechians Performances und Installationen wurden in Europa und in den USA präsentiert.

 

Tue Greenfort

Biografie

Tue Greenfort (*1973, Holbæk, Dänemark) studierte Kunst in Odense und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main (bei Thomas Bayrle). Seine Arbeiten bewegen sich in dem Dreieck Mensch – Natur – Umwelt und verwenden verschiedene künstlerische Medien. Internationale Einzel- und Gruppenausstellungen machten seine Kunst bekannt. Von 2011–2013 war er Professor an der Funen Art Academy in Odense. Tue Greenfort lebt und arbeitet in Dänemark und Berlin.

 

 

Teilnehmende Berliner Schulen

48. Grundschule, Pankow

Carl-Humann-Grundschule, Prenzlauer Berg

Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule, Moabit

Picasso Grundschule, Weißensee

 

Vermittler*innen: Hans Youssuf Kiesler, Kolja Kohlhoff, Merle Richter

Kuratorische Betreuung: Julia Moritz

Projektleitung Gropius Bau: Jenny Sréter

Projektleitung Stiftung Brandenburger Tor: Caroline Armand

Projektleitung Picasso Grundschule: Silke Kästner

 

Im Außenbereich des Gropius Bau durchgehend zu sehen; Soundinstallation von Mi–Mo, 10:00–19:00

Berlin

25.06.2021
Everything Is Just for a While

Für diese Ausstellung wurden ca. 1000 Stunden Filmmaterial aus öffentlichen und privaten Archiven gesichtet. Daraus wurden über 5 Stunden in Bild und Ton restauriert und zu drei Videoinstallationen montiert, die sowohl Nachrichten, Diskurs und Kunst aus 70 Jahren zeigen. Die 3-Kanal-Videoinstallation, die sich Kunstpositionen aus allen Festivalbereichen widmet (260'), reist chronologisch durch die Berliner Festspielgeschichte und wird zweimal täglich gezeigt.

 

Bislang kaum bekannte historische Videoaufnahmen aus eigenen, öffentlich-rechtlichen und privaten Archiven werden in „Everything Is Just for a While” anlässlich des 70. Geburtstags der Berliner Festspiele als kühner Zusammenschnitt präsentiert und laden zu einem neuen Blick auf heute immer noch verblüffende Kunstpositionen aus der ganzen Welt ein.

 

Labor und Experiment, Seismograf des Zeitgeists, Ausstellungsort und Debattierklub, Radical Art und Workshops für Jugendliche, Feuerwerk und Sport, wochenlang afrikanische Kunst, Städteplanung und Autor*innenförderung, Wissenschaftskolleg und Festumzug mit Wasserkorso und immer wieder Plattform der internationalen Kunstszene – all das waren die Berliner Festspiele in den vergangenen 70 Jahren. Im Geburtstagsjahr zeigt „Everything Is Just for a While” einen Zusammenschnitt aus bislang kaum bekannten Bewegtbildern, ein Spiegelkabinett der Erinnerungen. Die Videoinstallationen werden von einer Infowand gerahmt, die die Identität und die Geschichte der Berliner Festspiele veranschaulichen.

 

Die Videoinstallationen und Filme begutachten die Risse und Querschläger, die Extreme und Experimente der Festspielgeschichte und laden zur Erforschung der Frage ein, was diese vergangenen Orchester- und Jazzkonzerte, elektronischen Pionierarbeiten, Theateraufführungen, Stadtraumaktionen, Ausstellungen, Diskursreihen, Zirkusvorstellungen, Rituale, Tanzproduktionen, Jugendwettbewerbe, Kinoprojekte, Planetarienfilme, Künstler*innengespräche und Eröffnungsreden uns heute noch zu sagen haben. Das Wagemutige, das Out-of-the-box-Denken, die Bestrebung und Geduld zu sehen, was kommt und was wird, war unsere Ausrichtung bei der Recherche. Und sicher verrät die Art, wie wir unsere Geschichte betrachten und reflektieren, einiges darüber, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.

 

So entstehen die Konturen einer niemals zu Ende erzählten Biografie einer Institution, die von zahllosen Mitarbeiter*innen und ihren höchst spezifischen Kompetenzen und Interessen geprägt wurde und wird. Der Strom an Ereignissen in dieser Erzählung erlaubt, einige Leitlinien im Engagement zu erkennen – die Beschäftigung mit Künstler*innen und Tendenzen in Osteuropa, Afrika, Amerika und Südostasien, mit der Geschichte der künstlerischen Avantgarden oder mit politischen Zäsuren prägen damals und heute die Festspielarbeit. Dreißig Jahre nach der Öffnung der Berliner Mauer ist rückblickend zudem der politische Gegensinn zur Situation in der DDR erkennbar. Die ursprüngliche Rolle als „Schaufenster des Westens“, aber auch die ständig wachsende Neugier auf andere Blickwinkel vieler nicht westlicher und indigener Kulturen und auf Strategien des nachhaltigen Wandels und des Umweltschutzes spiegeln sich in den Festivals und Programmen.

Mi bis Mo 10:00–19:00 Di geschlossen

Berlin

25.06.2021
“There is always Champagne in the Fridge. La Tentation d’Exister” Anh Doung Ausstellung

“Wenn ich mich selbst male, benutze ich einen echten Spiegel. Es ist also ein Spiegelbild des Spiegelbildes, also ist es tatsächlich mein wahres Ich“
ANH DUONG

Anh Duongs Porträts und Selbstporträts sind faszinierend, voyeuristisch, aufschlussreich und mysteriös, als ob sie etwas beobachten würden, das sich gerade entfalten wird. Der Betrachter sieht private Momente in intimen Räumen. Die Bilder erfassen eine bestimmte Stimmung oder Zeit im Leben des Künstlers, und dennoch müssen wir darüber nachdenken bzw. uns fragen, was dieser Moment oder dieses Kapitel bedeuten könnte. Die übertriebenen Augen fixieren unseren Blick und wir fühlen uns gefangen, durchbohrt, ausgesetzt, so nackt wie die Öle, die wir beobachten. Die Werke öffnen viele Türen und zeigen dabei aber noch mehr geschlossene auf, was sie umso verlockender und faszinierender macht.

Die Stillleben, die Duong auch als Selbstporträts bezeichnet, sprechen für eine Beziehung zum Selbst. Sie zeigen typische Objekte aus dem Umfeld einer Frau wie Schuhe, Parfums und Make-up, die das dekorative Umfeld einer modernen Frau darstellen und den Konsum, der sie umgibt, untermauern. Wie die Porträts sprechen diese Objekte von der Beziehung einer Frau zu ihrem Selbstbild. Wie wichtig ist dieses Umfeld, das sie so verführerisch dargestellt? Was auch immer sie über Frauen oder Identität im 21. Jahrhundert sagen mögen, Duongs rätselhafte Gemälde verführen und fangen den Betrachter immer wieder ein.

Über Anh Duong

Anh Duong wurde in Bordeaux, Frankreich, als Tochter eines vietnamesischen Vaters und einer spanischen Mutter geboren. Sie studierte Architektur an der Ecole des Beaux-Arts in Paris und tanzte bei der Franchetti Academy of Classical Dance. 1988 begann sie parallel mit einem Umzug nach New York zu malen.

Ihre einzigartige Perspektive wird nicht zuletzt von ihrer erfolgreichen Modelkarriere beeinflusst, in der sie mit den renommierten Fotografen Peter Lindbergh, Herb Ritts, Francois Halard und Patrick Demarchelier arbeitete, um nur einige zu nennen. Sie erscheint in zahlreichen Publikationen wie Vogue, Elle und Architectural Digest.

Bei ihren Selbstportraits konzentriert sie sich so auf ihr Thema, das sie Maltechnik selbst fast vergisst. Ihre Konzentration gilt gänzlich dem Porträt und hauptsächlich dem Selbstporträt, das sie täglich als Tagebuch gemalt hat.

Zu den früheren Aufträgen zählen Porträts für prominente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Susan Sarandon, Anjelica Houston, Diane von Fürstenberg, Domenico Dolce, Vincent Gallo, Aby Rosen und Marie von Thurn sowie Taxis. Zuletzt entwarf sie ein Wandbild für das neugestaltete Museum in der Freiheitsstatue in New York.

Über die Galerie Gmurzynska

1965 in Köln gegründet, ist die Galerie Gmurzynska seit über 50 Jahren eine der führenden internationalen Kunstgalerien, die sich sowohl auf Meisterwerke der klassischen Moderne als auch Nachkriegskunst spezialisiert hat. Die Galerie Gmurzynska ist weiterhin die wichtigste Galerie für Künstler der russischen Avantgarde und der frühen Abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts. Das Programm der Galerie ist darauf ausgerichtet, Ausstellungen historisch wichtiger Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts zu zeigen, begleitet durch die Publikation wissenschaftlicher Begleitkataloge.

 

 

täglich 11:00 -17:00 Uhr

Zürich

25.06.2021
FRAUKE BEECK: Ein Frauendenkmal ist nicht genug!

Vernissage am Freitag, 11.06.2021 um 20 Uhr
Einführung: Dr. Susanne Asche, Direktorin des Kulturamts Karlsruhe und 2. Vorsitzende des Vereins Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V.

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37

Die Berliner Künstlerin Frauke Beeck ist 1960 in Bremen geboren und studierte Kunst und Biologie an der Leibniz-Universität Hannover. Seit 1993 zeigt sie ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und seit 1998 in China. Sie kuratierte mehrere Ausstellungen in China, Berlin und Bremen. Frauke Beecks künstlerische Tätigkeit ist breit angelegt. Es begann mit textilen Arbeiten und Stahlgeweben und weitete sich aus auf Wandbilder, Spraybilder, Collagen, Installationen, Objekte und die Herstellung von Funbags sowie den jährlichen Wümmekalender. Aktuell recherchiert und arbeitet sie zum Thema historische Frauendenkmäler im öffentlichen Raum.

Die Spraybilder von Frauke Beeck erinnern vordergründig an Graffiti, haben aber lediglich das Sprayen gemeinsam. Mittels Schablonen und Abdeckungen entstehen differenzierte Kompositionen von scharfen Abgrenzungen und malerischer Unbestimmtheit auf Papier, Metall, Acryl sowie gebrauchten Druckplatten und Textilien.

Für die Ausstellung in der GEDOK Galerie in Karlsruhe hat sich Frauke Beeck mit Frauendenkmälern im öffentlichen Raum beschäftigt. Einigen dieser Portraits begegnen wir in der Ausstellung auf Augenhöhe und unmittelbar, nicht auf Sockeln stehend und nicht in typischer Heldenpose. Die Leistungen und persönlichen Schicksale dieser Frauen klingen an: ausgeprägte Arbeitshände von Mudder Cordes und Kleidung als Statussymbol bei Marga Berck. Mehr als 50 kleine Spraybilder zeigen Frauendenkmäler aus Bremen, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg und Bayern. In Karlsruhe steht das Denkmal der Großherzogin Luise von Baden – IST EIN FRAUENDENKMAL GENUG ?

Während ihres Aufenthaltes in Karlsruhe wird sich die Künstlerin den historischen Frauendenkmälern in Baden-Württemberg widmen.

Falls es durch Corona-Verordnungen Einschränkungen gibt, können Besucher*innen die Ausstellung nach Terminabsprache einzeln besichtigen
Mo bis Fr von 15.00–19.00 Uhr.

Mi bis Fr 17.00-19.00 Sa, So 14.00-16.00

Karlsruhe

25.06.2021
ANTONY GORMLEY

Das SCHAUWERK Sindelfingen zeigt ab 13.06.2021 eine umfangreiche Einzelausstellung des britischen
Bildhauers Antony Gormley (*1950 London). Ausgezeichnet mit dem Turner Prize und dem Praemium
Imperiale zählt er zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Mit rund 30 Werken aus der Sammlung
Schaufler und aus dem Studio des Künstlers – darunter Arbeiten, die bisher nie öffentlich zu sehen waren –
ist es die bedeutendste Werkschau Gormleys, die je in Deutschland zu sehen war.

 

Zentrales Thema von Gormleys Schaffen ist der Mensch und seine Beziehung zum Raum. Ausgehend von
seinem eigenen Körper, den er als Material, Werkzeug und Motiv nutzt, zeigt er Figuren in unterschiedlichen
Zuständen: Enthüllung, Isolation, Herausschälen und Wachstum sind in der Ausstellung zu finden. Frühe
Skulpturen, wie die Bodenarbeit FLAT TREE (1978) und ONE APPLE (1982), zeigen Gormleys Interesse an Zeit
und ihrer Darstellung. 

 

Einige Werke sind umschlossen, andere offener und durchlässiger. Die fortwährende Infragestellung, wo ein
Körper beginnt und wo er endet, wird in Skulpturen erkundet, die sich von der Leere zur Masse entwickeln,
von der Linie zur Fläche, von der geradlinigen zur organischen Form und Struktur: von der fast gewichtslosen
linearen „Zeichnung im Raum“ bei FLARE II (2008) über die dichte Masse von CUMULATE (BREATHE II)
(2018) bis zur raumgroßen abgeschlossenen Dunkelheit von HOLD (2016). Drei großformatige
architektonische Werke – ROOM (1980), HOLD (2016) und MURMUR (2014) – stehen im Mittelpunkt der
Ausstellung und vermitteln zwischen dem individuellen Raum des Körpers und dem kollektiven Raum.

 

Nach der pandemiebedingten Verschiebung des Projekts im letzten Jahr, äußert sich der Künstler nun
begeistert über die Umsetzung ab Juni 2021: „Es freut mich, diese Ausstellung in den einzigartigen
ehemaligen Industriehallen des SCHAUWERK Sindelfingen zu machen. Die Räume sind großzügig, offen und
mit einem natürlichen Licht von oben erfüllt.“

Die Ausstellung zeigt Gormleys Transformation der Skulptur von rein materiellen und formalen Fragen hin zu
einer Erkundung des Lebens selbst. „Unser eigener Körper und seine Beziehung zu den ausgestellten Werken
ist ebenso Thema wie die Arbeiten selbst: der Körper als Behältnis, als Energiefeld, als Aggregat von Teilen, als
provisorischer Stapel, als Masse, als neuronales Netzwerk.” (Antony Gormley)

Di, Do 15:00-17:00 Uhr (öffentliche Führung) Sa, So 11:00-17:00 Uhr

Sindelfingen

25.06.2021
HfG Ulm

Mit der Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ widmet sich das HfG-Archiv dem Zusammenhang von Design und Ausstellungen. Die Präsentation ermöglicht einen neuen Blick auf die Designhochschule im internationalen Kontext. Im Mittelpunkt steht erstmals die Ausstellungstätigkeit der Hochschule, die wesentlich zu ihrer weltweiten Wahrnehmung beitrug.

Die zahlreichen Schul- und Auftragsausstellungen, die zwischen 1953 und 1968 von der HfG konzipiert und im In- und Ausland präsentiert wurden, finden besondere Beachtung. Unveröffentlichte Quellentexte und historisches Material, darunter Ausstellungsstände, Systementwürfe sowie Fotografien, veranschaulichen die Entwurfs- und Ausstellungspraxis der HfG. Otl Aicher spielte dabei in Theorie und Praxis eine maßgebliche Rolle. Besucher*innen sehen sich zurückversetzt in die 1950er und 60er Jahre, die Zeit eines grassierenden „Ausstellungsfiebers“, wie ein Zeitgenosse kommentierte. Nahezu jeder Bereich des alltäglichen Lebens wurde gestaltet und in Ausstellungen und auf Messen vorgestellt. Zu diesem Ausstellungsfieber trug die HfG wesentlich bei. Die Präsentation stellt diesen Anteil an der weltweiten Entwicklung erstmalig in den Fokus.

Als eine der einflussreichsten Gestaltungshochschulen des 20. Jahrhunderts war die HfG Wegbereiterin für das heutige Verständnis von Design als interdisziplinärer Praxis. Ihre Vorstellung von demokratischer Gestaltung, die sich im sogenannten „ulmer modell“. manifestiert, trägt die HfG über zahlreiche Ausstellungen in die Welt. Sie nutzte hochschulinterne Ausstellungen und Messeauftritte für große Firmen wie Braun, BASF oder SONOR als Experimentierfeld, um Ausstellungssysteme zu konstruieren und zu testen. Industriell gefertigte Messe- und Ausstellungssysteme etablierten sich in den 1960er Jahren zum Standard, die Ausstellungen der HfG tragen einen wichtigen Teil zu dieser Entwicklung bei.

Die Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ bildet den Abschluss des von der VolkswagenStiftung geförderten vierjährigen Forschungsprojekts „Gestaltung ausstellen. Die Sichtbarkeit der HfG Ulm“, das vom HfG-Archiv Ulm, von der Hochschule Pforzheim und der Folkwang Universität der Künste Essen gemeinsam getragen wird.

Di bis Fr 11 bis 17 Uhr, Sa und So 11 bis 18 Uhr

Ulm

25.06.2021
Philipp Franz von Siebold – Flora Japonica (1835-1870) gestern und heute

 


In einem prachtvoll illustrierten Tafelwerk – der ‚Flora Japonica‘ – stellte Philipp Franz von Siebold ab 1835 die Pflanzenwelt Japans umfassend vor. Viele, uns heute wohlvertraute Blumen, Büsche und Bäume hat der Würzburger Forscher aus Fernost erstmals in den europäischen Gartenbau eingeführt – zu einer Zeit, als „Blumisten“, Züchter und Parkbesitzer um Exotik wetteiferten. Die Entstehungsgeschichte des kostspieligen Druckprojekts von der getrockneten Originalpflanze über kunstvolle Aquarellskizzen bis hin zur handkolorierten, großformatigen Lithographie ist nicht weniger faszinierend als der Blick der Zeitgenossen auf die Schönheit der bis dahin weitgehend unbekannten Natur Japans. Doch auch heute noch inspirieren Siebolds botanische Tafeln wie auch die lebenden Pflanzen selbst Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, etwas von deren Zauber und natürlicher Ästhetik einzufangen.

Die Würzburger Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen ist im Siebold-Museum in der Frankfurter Straße 87 zu sehen. Das Museum ist täglich außer Montag von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

An den Wochenenden und auf Anfrage gibt es Führungen durch die Ausstellung. Ein Ausstellungskatalog ist in Vorbereitung.

Würzburg

25.06.2021
14:30 Uhr
Albert Leo Peil

Erstmals wird in der kunst galerie fürth das bislang unentdeckte Werk des Zeichners Albert Leo Peil in einer umfassenden Ausstellung gewürdigt und einem breiten Publikum vorgestellt.
Albert Leo Peil (*1946 Blankenfelde, †2019 Lauf/Peg.) kam in den 1960er Jahren in die fränkische Kleinstadt Lauf an der Pegnitz. Er lernte Dekorateur und studierte später für kurze Zeit an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Die Versuche, seine Kunst einem breiteren Publikum bekannt zu machen, fruchteten zu Lebzeiten nicht. Hinter seinem exzentrischen Äußeren, das er etwa durch kostümartige Kleidung kultivierte, verbarg sich ein in Sprachen, Literatur und mythologischen Themen gebildeter Mann und zugleich ein ebenso virtuoser wie sensibler Zeichner.
Albert Leo Peil hinterließ ein immenses, hunderte Zeichnungen umfassendes Werk, das vermutlich ausnahmslos in seiner Mietwohnung entstanden ist und das er über Jahrzehnte zu einer atemberaubenden Perfektion trieb. Peil entwickelte eine Art zeichnerischen Pointilismus, bei dem sich aus feinsten Punkten, Kringeln und Linien die Motive formieren und bei dem sich wie von selbst das Blatt zu füllen scheint.
Im Zentrum der meisten Zeichnungen steht eine maskuline, im Profil gezeigte Halbfigur, die der Künstler in stilisierter und idealisierter Form darstellt und die er zum Träger von Virilität sowie von sexueller und kreativer Potenz macht. Die Blätter sind darüber hinaus voll symbolträchtiger Chiffren und handschriftlicher Notate mit unzähligen Verweisen in die Welt der Kreativität und elementarer Empfindungen. Albert Leo Peil schuf in seinen Zeichnungen eine Art Gegenwelt, ein stilisiertes Ideal, in dem er die Verschmelzung der Bereiche von Mode, Kunst, Musik und Literatur ins Bild setzt. Selbst die Rückseiten füllte und reicherte der Künstler mit seinen Ideen an. Sie spiegeln wie die durchgezeichneten Vorderseiten Momente von Bewunderung, Sehnsüchten und Schmerz.

Die Städtische Galerie zeigt die Ausstellung im Rahmen der 6. Biennale der Zeichnung der Metropolregion Nürnberg und in Kooperation mit dem Stadtarchiv Lauf an der Pegnitz sowie Delmes & Zander, Cologne, die zahlreiche Leihgaben zur Verfügung stellen.

Abb.: Albert Leo Peil, Modemeister Stamm zu Nürnberg Junior (Maison des Modes), 1989, Tusche und Farbstift auf Papier, 32 x 24 cm, Foto: kunst galerie fürth

Mi-Sa 13-18 Uhr So und Feiertag 11-17 Uhr

Fürth

25.06.2021
Germanenmythos und Kriegspropaganda. Der Illustrator Wilhelm Petersen (1900–1987)

National-konservativ geprägt, orientierte Wilhelm Petersen sich bereits in den 1920er Jahren an völkischen Ideologien. 1933 trat er in die NSDAP ein. Durch Alfred Rosenberg massiv gefördert, wurden seine Werke in Ausstellungen, als Illustrationen und Kunstdrucke vermarktet und von führenden Nationalsozialisten erworben. Seine Bildmotive prägten die Vorstellung von vor- und frühgeschichtlichen Germanen und „nordischen Idealfiguren“. 1938 verlieh ihm Adolf Hitler den Professorentitel. Als Kriegszeichner der Waffen-SS trugen Petersens Zeichnungen dazu bei, den Mythos der Waffen-SS als kämpferische Elite zu verbreiten. Nach dem Krieg wurde er als einer der Zeichner der Igelfigur „Mecki“ für die  Zeitschrift „Hör Zu!“ bekannt. Bis zu seinem Tod 1987 distanzierte sich Wilhelm Petersen nicht von seiner Rolle als NS-Künstler, sondern blieb im Netzwerk ehemaliger Nationalsozialisten und Mitglieder der Waffen-SS fest verwurzelt.


Im Burgsaal der Wewelsburg
Eintritt frei

Di bis Fr 10-17 Uhr; Sa, So und Feiertage 10-18 Uhr; Mo geschlossen

Büren-Wewelsburg

25.06.2021
Zheng Bo

Als In House: Artist in Residence 2020 beschäftigte sich der Künstler und Theoretiker Zheng Bo mit der Frage, wie Pflanzen Politik machen. Seine Ausstellung "Wanwu Council 萬物社" knüpft 2021 an die Themen an, die Zheng Bo während seines einjährigen Aufenthalts im Gropius Bau entwickelt hat.

Der daoistische Begriff Wanwu lässt sich als „zehntausend Dinge“ oder „Vielzahl von Ereignissen“ übersetzen und steht so für die unendlichen Möglichkeiten des Lebens in all seinen Formen. Im Rahmen der Ausstellung wird das erste Kapitel seines in Berlin und Brandenburg gedrehten Films "The Political Life of Plants 植物的政治生活" (2021) zu sehen sein, der Gespräche mit Ökolog*innen dokumentiert und mit experimentellen Szenen kombiniert. Die Serie "Drawing Life 寫生" (2020–21) versammelt Zeichnungen von vermeintlichem Unkraut und Bäumen, denen Zheng Bo in den 24 Halbmonaten des Lunisolarkalenders begegnet ist. Die Praxis des regelmäßigen Zeichnens zielt darauf ab, sich diesen verwandten Wesen anzunähern. "Wanwu Council 萬物社" setzt diese Annäherung fort: Die Ausstellung wuchert über den Gropius Bau hinaus in den „Gropius Hain“, wie Zheng Bo die Gemeinschaft von Platanen auf der Westseite des Gebäudes nennt.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clare Molloy

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

25.06.2021
DARAUF HABEN WIR GERADE NOCH GEWARTET

Lange waren sie abgetaucht. Nun wagen sie sich wieder an die Oberfläche. Hat sich die Welt sehr verändert, gehören sie da noch hinein? Und passt die Welt noch zu ihnen? Ein bisschen fremd kommt sie ihnen schon vor, aber das kann auch an der Zeit liegen, die vergangen ist. Oder die Gewohnheit hat einfach ein bisschen Migräne.

Voll Neugier und Erwartungen macht sich die Expedition auf den Weg, kein Hindernis hält sie auf. Sie singen gegen den Lärm an und für die Sehnsucht, und sie versuchen dahinterzukommen, was wohl ihre Aufgabe sein könnte. Aber anscheinend kann ihnen da niemand wirklich weiterhelfen. Also machen sie sich selbst auf die Suche nach ihrer Erinnerung und schlagen sich durchs Dickicht, überqueren gefährliche Straßen und klettern auf große Tiere. Und ohne es zu merken, kommen sie ihrem Ziel immer näher.

mit Irene Rovan, Sophie Wendt, Helmut Dauner, Axel Röhrle
und als Gäste Ines Honsel, Marion Niederländer, Julia Kohlmann, Arno Friedrich

Regie Lorenz Seib
Kamera und Schnitt Pius Neumaier
Ausstattung Claudia Karpfinger, Katharina Schmidt
Ton Tom Holderried

Produktion TamS Theater e.V.

mit freundlicher Unterstützung durch das
Kulturreferat der Landeshauptstadt  München

Das TamS meldet sich zurück. Mit einem Film oder besser gesagt mit einer kleinen Serie. Sechs Folgen, jede gute drei Minuten lang, erzählen die Reise einer seltsamen Gesellschaft durch eine melancholische Welt.

Schon seit März setzte sich das künstlerische Team im TamS zusammen, um zunächst ohne Ziel zu überlegen, wie es in dieser Situation weitergehen soll und kann. Was ist die Form, welche Möglichkeiten gibt es und welche Themen stehen auf der Tagesordnung, jenseits von Inzidenz und Quarantäne. In regelmäßigen Treffen entwickelte das Ensemble die Idee zu „Darauf haben wir gerade noch gewartet“. Und so erzählt die Serie auch etwas über die Rückkehr der Kunst in ihre alten Räume, das Herantasten und auch über die Fremdheit und die Zögerlichkeit. Es ist ja nicht so, dass wir einfach weitermachen können wir bisher. Die Welt ist anders, und wir auch.

Von 24. bis 29. Juni erscheint jeden Tag um 12 Uhr
eine neue Folge auf

www.tamstheater.de und auch vimeo , https://www.instagram.com/tamstheater/ und facebook

ab 24. Juni um 12 Uhr online

München

25.06.2021
blacksheep Festival 2021 Festivalticket
Das blacksheep Festival ist keineswegs das „schwarze Schaf“ unter den Open Airs. Vielmehr überzeugt es mit einem stilistisch abwechslungsreichen Programm und einem internationalen Line-up, das sich sehen lassen kann. Hier geben sich weltbekannte Musiker und regionale Künstler das Mikro in die Hand, ganz getreu dem Motto „Talents meet Legends“.

Seit 2014 kehrt das blacksheep Festival im Jahresrhythmus in den Bonfelder Schlosshof zurück. Das Festivalgelände trägt mit seiner tollen Kulisse zu einer wunderbaren Atmosphäre bei. Neben den Bühnenacts und einem Kids Club sorgen zudem Straßenmusiker und Walking Acts für beste Unterhaltung. Ein abwechslungsreiches Catering und ein idyllischer gelegener VIP-Bereich unter alten Nussbäumen runden das mehrtägige Event ab.

Beim blacksheep Festival treffen Talente auf Legenden, die auf den Bühnen ein Potpourri an Pop, Rock und Folk, Country, Americana und deutsche Liedermacher bereithalten. Lasst Euch das Spektakel rund um das Bonfelder Schloss nicht entgehen und erlebt mit mehreren Tausend musikbegeisterten Besuchern ein einmaliges Konzerterlebnis!

Alle Infos unter
http://www.blacksheep-kultur.de


English

The backsheep festival is not the black sheep"among the open air festivals. Rather, it convinces with a stylistically varied program and an impressive international line up. Here, worldwide well known groups and newcomer bands are playing at the same stage, true to the motto "talents meet legends".

Since 2014, the blacksheep festival returns every year to the Bonfeld castle courtyard and parc. The festival area with its great scenery contributes to a wonderful atmosphere. In addition to the stage acts and a kids club, street musicians and walking acts provide the best entertainment. Varied catering and an idyllic VIP area under old walnut trees complete the whole event.

At the blacksheep festival, talents meet legends, who hold a potpourri of pop, rock and folk, country, Americana and German singer/songwriting on stage. Do not miss the spectacle around Bonfeld Castle and be part of a unique concert experience with thousands of music loving visitors!

Read more at http://www.blacksheep-kultur.de

Das Festival wird auf den 23. bis 25. Juni verschoben

Bad Rappenau-Bonfeld

25.06.2021
18:00 Uhr
Tickets
Philip Bölter - "Zwischen Tour und Angel“
BÖLTER beweist, dass handgemachte Musik existiert ohne alten Sound imitieren zu müssen. Americana, Folk & Blues sind die Genres, die Bölter für seinen Sound erweitert und ausbaut. Der ist voller Druck, differenziert, anspruchsvoll und energetisch. Der 31-Jährige ist mehr als nur ein Singer/Songwriter, ein Gitarrenvirtuose und ein hervorragender Live-Künstler, der jährlich bis zu 100 Konzerte spielt. Die organisiert er sich seit Jahren selbst und arbeitet stets ohne Agenturen und Plattenindustrie.

Sein Autonomiewille versagt Bölter auch eine Loop-Box. So tritt er die Bass-Drum auf seiner Stompbox, schlägt die Snare auf den Saiten, spielt den Bass, die Akkorde und die Melodie – alles auf einmal! Man könnte meinen, es stünde eine vierköpfige Band auf der Bühne.
Alles wirkt mühelos und kommt von Herzen. Es dauert immer nur wenige Takte, bis dieser leidenschaftliche Musiker mit seinem natürlichen Auftreten und einer einzigartigen Mischung aus Charme, Esprit und Können die Zuhörer auf seine Seite gezogen hat.

In Sachen New Folk, Rock & Blues gilt er als einer der originellsten Gitarristen seiner Generation. Er teilte sich die Bühne mit u.a. „Ryan Sheridan“, „Tom Walker“, „Tito & Tarantula“, „Django3000“, „Fiddlers Green“, „Nazareth“, „U.F.O.“, spielte weit über 1000 Konzerte und veröffentlichte 10 Alben.

Nie vorhersehbar, fast schon perkussiv schlägt er in die Saiten und entwickelt eine unglaubliche Dynamik. Mit unglaublich einfallsreichen Variationen unterläuft er charmant alle Erwartungshaltungen in seinem Spiel und erfindet sich in seinen Interpretationen immer wieder neu. Jedes seiner Konzerte ist ein Unikat. Und das einzige was dabei abgedroschen ist, ist seine Gitarre.
Arthur Senkrecht - Must Be Love
Das muss Liebe sein: Zwei Cousins streiten sich trotz vorangegangener Paartherapie so herrlich durch den Abend, dass es eine wahre Freude ist. Tief glückliche Gesichter verlassen den Zuschauersaal: „MUST BE LOVE“.

Diese als vollakrobatische Slapstick-Choreografie ausgefeilte, universelle und herzensberührende Familienbanden-Geschichte treibt den Zuschauern, egal ob jung oder alt, die Lachtränen in die Augen. Dabei kreieren die beiden Bühnenprofis in ihrer Weltklasse-Clown-Comedyshow immer auch echte emotionale Tiefe und Poesie. Sie schöpfen ihren ans Herz gehenden Humor aus der Tradition Karl Valentins, sie übersetzen die Kunst Laurel und Hardys in unsere Zeit, erinnern an so wunderbare komische Schauspieler wie Jack Lemmon und Walter Matthau.

Was bei den Beiden so locker, leicht und hochkomisch daherkommt, ist in Wahrheit allerdings ein präzises und fein inszeniertes Bühnenkunstwerk, bei dem kein anderer als David Shiner Regie führte. Der Starclown wurde unter anderem mit dem Tony Award (Bühnen-Oscar) ausgezeichnet, ist zweifacher Gewinner des Drama Desk Awards und inszenierte zuletzt für den Cirque du Soleil die Show „Kooza“.

Arnd Schimkat alias Artur Senkrecht blickt auf über zwei Jahrzehnte Bühnenerfahrung zurück, in denen er auch in bisher rund 70 TV-Shows zu Gast war. Er arbeitete bereits mit den ganz großen Clowns der Welt zusammen, feierte über Monate Show-Erfolge in New York und wirkte als Schauspieler in bisher 20 Kinofilmen und zahlreichen Fernsehproduktionen mit.
Worte wie Musik - Sommernachtstraum, Heitere Orgelmusik und Gedichte
Roswitha Sauer

1969 in Berlin geboren, studierte Lehramt für Deutsch, Russisch und Deutsch als Fremdsprache in Leipzig, Moskau und Berlin.
Seit 1997 arbeitet sie als Kathedralführerin an der St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin, während deren Umbaus an St. Joseph. Seit 2008 konzipiert und gestaltet sie gemeinsam mit ihrem Mann Thomas Sauer die Reihe „Worte wie Musik“. Eines der thematischen Programme - „Symphonie Passion“ – liegt auch als CD vor. Sie schreibt Gedichte, Meditationen, Texte und Krippenspiele. Seit 2012 wirkt sie mit kleinen Radiobeiträgen bei „Abendsegen“ bei rbb 88,8 mit.



Thomas Sauer



Der langjährige Domorganist der St. Hedwigs-Kathedrale zu Berlin ist seit 1.3.2020 im Ruhestand und widmet sich nun verstärkt der Konzerttätigkeit. Geboren 1954 in Wittichenau bei Hoyerswerda, studierte er an der Musikhochschule "Felix Mendelssohn Bartholdy" zu Leipzig (Hauptfach Orgel bei Thomasorganist Prof. Hannes Kästner). Seit 1978 ist er Organist der St. Hedwigs-Kathedrale zu Berlin, 1990 erfolgte seine Ernennung zum Domorganisten. Von 1990 ist er Dozent an der Erzbischöflichen Kirchenmusikschule Berlin in den Fächern Orgelspiel und Improvisation bis zu deren Schließung 2003.
Zu seinen internationalen Auszeichnungen gehören der Bachpreis in Leipzig 1976, ein Diplom der "Tribune Internationale des Jeunes Interpretes" in Bratislava 1983; 1987 gewann er den Improvisationswettbewerb in Halle.
Langjährige Konzerttätigkeit an St. Hedwig und Konzertreisen in Europa und in die USA, Rundfunk-, Schallplatten- und CD-Produktionen festigten seinen internationalen Ruf als Konzertorganist und Kirchenmusiker.

Neben reinen Orgelkonzerten hört man ihn auch gemeinsam mit seiner Frau Roswitha mit der Reihe „Worte wie Musik“, lyrisch-musikalischen thematischen Programmen.

http://www.thomas-sauer-berlin.de

Einlass: 19:30 Uhr

Zingst

25.06.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 16,60 €
Vitra Schaudepot Timeslots - Eintritt Sammlung
DE / EN / FR

Im Vitra Schaudepot präsentiert das Vitra Design Museum Schlüsselobjekte seiner umfangreichen Sammlung. Im Zentrum des Gebäudes, das von Herzog & de Meuron designt wurde, steht eine Präsentation von über 400 Schlüsselstücken des modernen Möbeldesigns von 1800 bis heute. Unter den gezeigten Objekten sind frühe Bugholzmöbel, Ikonen der klassischen Moderne von Le Corbusier, Alvar Aalto oder Gerrit Rietveld, aber auch bunte Kunststoffobjekte der Pop-Ära oder jüngste Entwürfe aus dem 3D-Drucker. Ergänzt wird diese Präsentation um kleinere Wechselausstellungen zu sammlungsbezogenen Themen. Im Untergeschoss bietet das Vitra Schaudepot Einblick in weitere Sammlungsschwerpunkte, darunter skandinavisches und italienisches Design, die Leuchtensammlung, die Sammlung des Eames Office und eine Rekonstruktion des Büros von Charles Eames. Das Schaudepot Lab, eine Materialbibliothek mit Informationen zu Herstellungsverfahren, Entwicklungsprozessen und ca. 350 Materialproben sowie 17 Prototypen, lädt zum Entdecken, Ertasten und Kennenlernen ein.

At the Vitra Schaudepot, which is designed by Herzog & de Meuron, the Vitra Design Museum presents key objects from its extensive collection, creating one the largest permanent exhibitions and research sites on contemporary furniture design. The central focus is a selection of more than 400 key pieces of modern furniture design from the 1800s until today, including early Bugholz furniture, iconic modernist pieces by Le Corbusier, Alvar Aalto or Gerrit Rietveld, but also more recent examples of 3D-printed objects and lesser-known or anonymous objects, prototypes and experimental models. The permanent exhibition is complemented by smaller, temporary presentations focusing on items of the stored collection. On the lower ground floor, the Vitra Schaudepot offers insight into the extensive collection of Scandinavian and Italian design, the collection of lighting as well as the Collection of the Eames office and a reconstruction of Charles Eames’ office. The Schaudepot Lab located on the same floor is a Material library with information on production procedures, development processes and approx. 350 material samples as well as 17 prototypes.

Au Schaudepot, conçu par les architectes Herzog & de Meuron, le Vitra Design Museum présente au public des objets majeurs de sa vaste collection. L’essentiel du Schaudepot est constitué d’une collection permanente, avec plus de 400 pièces majeures du design de mobilier moderne, de 1800 à nos jours. Parmi les objets exposés, on retrouve des meubles anciens en bois cintré, des icônes du moderne classique de Le Corbusier, Alvar Aalto ou Gerrit Rietveld, mais aussi des objets en tissus colorés de la période pop ou de récents projets en impression 3D. Cette présentation sera complétée par de petites expositions temporaires dans des thématiques liées à celles des collections, à commencer par un aperçu du mouvement « Radical Design » des années 1960. Au sous-sol, le Schaudepot explore d’autres grands axes d’exposition, comme les designs scandinave et italien, la collection de luminaires et la Collection de Charles & Ray Eames.

Online-Verkauf für diesen Termin nicht mehr möglich, bitte wählen Sie einen anderen Termin.
Schulausflug - Ein Audiowalk zurück in die Schule
Zur Teilnahme ist ein negativer Coronatest (nicht älter als 48 Stunden) oder ein Impfnachweis erforderlich.

Zwischen Matheheften und Tintenklecksen, Kreidestaub und Overheadprojektoren, Bleistiftspitzern und Wassermalfarben sitzen sie nun wieder alle brav und ruhig in ihren Klassenzimmern und lernen. Wirklich? Alle? Im Klassenzimmer? Nix da! Heute ist Schulausflug. Vorhang auf! Wir packen die Hefte weg und unternehmen eine Expedition an den Ort, zu dem man früher nicht wollte und in den man heute nicht darf.

In einer Live-Film-/Audiowalk-Adaption der Performance "Schulausflug" verwirbeln sich Stundenplan, Abenteuerfilm und Expedition. imaginary company nimmt Publikum aller Altersstufen mit zur Erkundung der Schule. Durch den Strudel der Disziplinierungsstrategien und Pausenbrote wagen wir uns vor in unbekannte Gefilde der Düsseldorfer Realschule Friedrichstadt und wissen nicht, was uns dort erwartet. Ein heimgesuchtes Schloss? Geister der Vergangenheit? Eine Ausgrabungsstätte? Ein Monster? Oder vielleicht doch das Tor zum verlorenen Schatz des Bildungssystems? Doch die Expedition ist gefährlich – während die Performer*innen sich in die Tiefen der Schule vorwagen, verfolgt das Publikum dieses Unterfangen per Live-Schaltung vom Schulhof aus.

Die Performancegruppe imaginary company bildete sich am Mousonturm Frankfurt. Die fünf Künstler*innen fanden durch eine gemeinsame Fragestellung zusammen: Wie lässt sich anspruchsvolles politisches Theater für Kinder und Jugendliche realisieren? Theater, das Zuschauer*innen und Spieler*innen ernst nimmt und dennoch empathisch bleibt. Die resultierenden Arbeiten begreifen sich nicht als Theater nur für junges Publikum, sondern als Theater für alle.
Jedermann - Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
Kulturbegeisterte dürfen sich freuen: Die Neuen Burgfestspiele Meissen sind vom 12. bis zum 27. Juni 2021 mit einem tollen Programm zurück! Auch in diesem Jahr erwartet Sie abwechslungsreiches Schauspiel und Musik. Musikalisch eröffnet werden die Festspieltage von Axel Prahl und seinem Inselorchester sowie Paul McCartneys Liverpool Oratorio. Weiter dürfen Sie sich auf Stücke wie "Das Geheimnis der blauen Schwerter", "Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes" oder "Däschdlmäschdl" freuen. Musikalisch wird das Programm mit Konzerten von Harmonic Brass und dem Knabenchor Dresden abgerundet. Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets!

Seit 2015 finden wieder zahlreiche Aufführungen unter dem Namen Neue Burgfestspiele Meissen in atemberaubender Kulisse statt. Der Veranstaltungsmonat Juni wurde dabei nicht zufällig gewählt: Denn vor über 90 Jahren fanden in diesem Monat die ersten Burgfestspiele überhaupt statt.

Bereits in den frühen Jahren lockten die Burgfestspiele in Meissen tausende von Kulturliebhaberinnen und Kulturliebhabern an. Diese erfreuten sich bereits damals an Aufführungen von Goethes "Faust I" und anderen weltbekannten Inszenierungen. Dazu gehörten unter anderem "Der Glöckler von Notre Dame" nach dem Roman von Victor Hugo oder auch musikalische Darbietungen wie das "Mozart-Wunderkind". Jedes Jahr aufs Neue erwarten das Publikum Highlights dieses traditionellen, hochkarätigen Spektakels aus Theater und Konzerten.

Wenn Sie kulturbegeistert sind, sollten sie sich dieses einzigartige Ereignis in moderner Auflage nicht entgehen lassen. Viele spannende und bekannte Künstlerinnen und Künstler warten auf Sie. Jetzt Eintrittskarten für die Neuen Burgfestspiele Meissen sichern und dabei sein!

Die Veranstaltung wurde auf einen noch unbekannten Termin verschoben. Weitere Infos folgen.
Nicolas Collins und Birgit Ulher

Freitag, 25. Juni 2021, 19 Uhr

Kath. Kirche St. Antonius

 

Nicolas Collins und Birgit Ulher

 

Pea Soup (Collins 1973/2003)

Duets (Ulher/Collins 2021)

How to get away by car (Ulher 2020)

The Royal Touch (Collins 2014)

In Memoriam Michel Waisvisz (Collins 2008)

 

 

Nicolas Collins ist in New York geboren und aufgewachsen. Er verbrachte den Großteil der 1990er Jahre in Europa, wo er Künstlerischer Leiter von STEIM (Amsterdam) und DAAD Composer-in-Residence in Berlin war. Er ist Professor an der School of the Art Institute in Chicago und Research Fellow am Orpheus Institute (Gent). Von 1997 bis 2017 war er Chefredakteur des Leonardo Music Journal. Als früher Anwender von Mikrocomputern für Live-Performances setzt Collins auch selbstgebaute elektronische Schaltungen und konventionelle akustische Instrumente ein. Sein Buch „Handmade Electronic Music - The Art of Hardware Hacking“ (Routledge), das mittlerweile in der dritten Auflage erschienen ist, hat die elektronische Musik weltweit beeinflusst.

 

Birgit Ulher wurde in Nürnberg geboren und lebt seit 1982 als freischaffende Musikerin in Hamburg. Sie studierte Malerei und Freie Kunst, die bis heute einen wichtigen Einfluss auf ihre Musik hat. Ulher arbeitet vor allem an der Erweiterung der klanglichen Möglichkeiten der Trompete und hat eigene Spieltechniken und Präparationen zur Erzeugung dieser Klänge entwickelt. Ihre Arbeit umfasst Solo-Performances und Projekte mit ihren Ensembles, mit Tänzern, bildenden Künstlern, Komponisten und Ad-hoc-Formationen aus aller Welt. Sie ist auf Festivals aufgetreten und hat Workshops in Europa, den USA, Südamerika, Russland, dem Nahen Osten und Australien gegeben. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen.

 

Kooperationspartner: Kulturbüro – Kurator: Holger Heckeroth

Mudrich - Zemke - Gellert: eine coronakonforme Weltreise


Ganz coronakonform laden Regina Mudrich (Violine) und Martin Zemke (Gitarre) zu einer musikalischen Weltreise ein. Sie präsentieren einen bunten Mix verschiedener musikalischer Genres aus verschiedenen Regionen der Erde. Den Herrn „Gewissensrat für ganz Deutschland“ haben sie dabei im Gepäck dabei und präsentieren Kostproben des Gellertschen Werkes.

 

Bremen

25.06.2021
18:00 Uhr
SOMMER-SPECIAL
Die deutsche Latenight liegt 2021 weiterhin am Boden. Sender scheitern reihenweise an dem Versuch, spätabends die Königsklasse der Unterhaltung zu etablieren. „XStream Latenight“ mit Serdar Somuncu möchte Abhilfe schaffen, und das frei vom redaktionellen Einfluss eines Senders. In dieser Show ist Anarchie der Kompass bei Somuncus Flug durch den späteren Abend. In gewohnt bissiger Manier empfängt Serdar Somuncu in seiner neuen Latenight Show Gäste aus ganz Deutschland und der Welt.

In der verfänglich-gemütlichen Atmosphäre seines „Wohnzimmers“ werden den prominenten und themenrelevanten Gästen auch mal unbequeme Fragen gestellt. Dabei versteht sich „XStream Latenight“ als interaktive Show, in der die Zuschauer vom Sofa aus live in das Geschehen eingreifen können und sollen. Sie werden Teil der Interviews und können interaktiv den Ablauf jeder Show beeinflussen. Bei Serdars neuer Latenight ist jetzt alles möglich! Also klinkt euch ein und seid Teil dieser Sendung.

PS: Wie könnt Ihr an der Show teilnehmen?

Die Serdar Somuncu XStream Latenight ist nicht „irgendeine“ Streaming-Show, sondern eine weltweit neuartige, „interaktive“ Streaming Show zum Mitmachen.

„ISS - Interaktiv-Tickets“ ermöglichen den Zugang zur Show über eine handelsübliche Video-Konferenz-Software (Mac/PC) und Endgeräte (Computer, Laptop, Tablet, Mobiltelefon) via Internet. Ihr seid damit direkt live mit Bild und Ton mit der Show verbunden. Die KünstlerInnen hören und sehen euch und können direkt mit Euch interagieren, fast wie bei einer richtigen Live-Show. Und noch viel mehr. Mit etwas Glück landet Ihr auch mit Eurem Bild und Ton in der Show. Applaus, Applaus…!!! Jeder interaktive Besucher wird rechtzeitig (einen Tag) vor der Show via E-Mail kontaktiert und erhält alle Informationen, um sich optimal auf den interaktiven Showbesuch vorzubereiten. Vor und auch während der Show steht ein Service-Team zur Unterstützung für Euch bereit. Runterladen, einloggen, mitmachen und genießen!

„ISS - Streaming-Tickets“ ermöglichen den Zugang zur Show über alle handelsüblichen Web-Browser (MAC/PC) und Endgeräte (Computer, Laptop, Tablet, Mobiltelefon) via Internet. Mit einem Streaming-Ticket können Zuschauer die Show ganz einfach live via Stream genießen, also zuschauen. Einige KünstlerInnen machen auch Streaming-Zuschauer zu interaktiven Zuschauern durch z.B. Gewinnspiele und Mitmachaktionen. Wer mag, kann sich daran während der Show beteiligen. Lasst Euch einfach überraschen. Das Ticket enthält den persönlichen Zugangscode und den Link auf den Show-Player/Stream. Ab 30 Minuten vor Showbeginn einloggen, zurücklehnen und genießen!

Als Erinnerung bekommen ALLE Besucher nach der Show ihr persönliches, exklusives Fan-Selfie mit den KünstlerInnen per Mail zugeschickt. Lasst Euch überraschen und macht mit!


Was sind die Ticketkategorien?
Mit dem ISS-Streaming-Ticket (Single) bist Du berechtigt, Dir die Show alleine auf einem Endgerät anzusehen
Mit dem ISS-Streaming-Ticket (Wohnzimmer) bist Du berechtigt, Dir die Show mit mehreren Personen auf einem Endgerät anzusehen
Mit dem ISS-INTERAKTIV-Ticket (Single) bist Du berechtigt, alleine an der Show mit einem Endgerät interaktiv teilzunehmen
Mit dem ISS-INTERAKTIV-Ticket (Wohnzimmer) bist Du berechtigt, mit mehreren Personen an der Show mit einem Endgerät interaktiv teilzunehmen

Für eine Teilnahme auf mehreren Endgeräten (= mehrere Personen an verschiedenen Orten) ist jeweils ein separates Ticket zu erwerben.

Mehr Infos zu ISS - Interactive Streaming-Shows - hier:
https://iss.show/faq/

Berlin

25.06.2021
21:00 Uhr
Tickets
ab 24,90 €
Mirja Regensburg - Im nächsten Leben werd ich Mann (Open-Air)
Mirja Regensburg – Im nächsten Leben werd ich Mann! | BistroAbend (Ersatztermin)


Mirja Regensburg ist das Multifunktionswerkzeug unter den weiblichen Comedians.
Sie macht Stand-up Comedy, singt und improvisiert.
Nach dem großen Erfolg ihres ersten Soloprogramms „Mädelsabend - Jetzt auch für
Männer“ folgt nun Mirja’s zweiter Streich: „Im nächsten Leben werd ich Mann!“
Jetzt sind die Männer dran! Im positiven Sinn!
Die neue Show ist eine kleine Hommage an das vermeintlich „starke“ Geschlecht und
ein kleiner Leitfaden, wie Frau sich nicht allzu ernst nimmt.
Die quirlige Entertainerin lacht über ihr eigenes Geschlecht und lobt das männliche.
Mirja betrachtet mit empathischem, pointiertem und selbstreflektiertem Blick
die Unterschiede zwischen Männern und Frauen:
Wie sähe ein Leben als Mann aus? Mit dem Wissen einer Frau?!
Auf jeden Fall einfacher. Weil Männer es sich einfacher machen!
Stellt Euch vor, Mädels, Ihr hättet nur noch ein Duschgel!
Und zwar für unten UND oben?!
Die eine passende Jeans, die Ihr dann einfach gleich fünf Mal kauft!
Stellt Euch vor, Ihr würdet manchmal erstmal abwarten statt erwarten.
Vieles können wir uns vom Mann humorvoll abschauen.
Und wenn es nur die „Leere“ vom Denken ans Nichts ist!
Seid dabei, wenn Mirja Regensburg das Publikum in ausverkauften Theatern und
Stadthallen wieder begeistert. Die erfolgreiche Komikerin und Erfinderin der MuffinJeans ("wenn der Teig oben so über´s Bündchen quillt") ist bekannt aus der ARDSendung „Ladies Night“, dem Quatsch Comedy Club und durch ihre Radio Comedy
bei HITRADIO FFH. Die Kölnerin mit nordhessischem Migrationshintergrund gewinnt
die Herzen ihrer Fans mit ihrer authentischen, fröhlichen Art und verblüfft durch
schonungslose Ehrlichkeit.

Quelle: mirja-regensburg.de
Open Air: CubaBoarisch 2.0 - Dahoam, is überoi
VOR DEM THEATERVERGNÜGEN EMPFEHLEN WIR:
SPEISEN IM SCHARFRICHTERRESTAURANT ODER IM ROMANTISCHEN ARKADENINNENHOF. MONTAG BIS SAMSTAG AB 17 UHR
TISCHRESERVIERUNG ERBETEN UNTER 0851 - 35 900

Veranstaltungsort: Rathausinnenhof der Stadt Passau

Die Gesundheit aller Beteiligten ist uns sehr wichtig! Deshalb werden wir bei allen Veranstaltungen natürlich die vorgeschriebenen Hygienevorschriften einhalten und für den notwendigen Hygienestandart sorgen! Wir bitten auch Sie, die Hygienevorschriften genauestens einzuhalten.

Achtung: Bei schlechtem Wetter muss die Veranstaltung verschoben werden. Tickets behalten für jeweiligen Ersatztermin Gültigkeit!

bayerischen. Der Chiemgauer Musiker Leo Meixner, ehemaliger Sänger der deutschlandweit gefeierten
CubaBoarischen, und die kubanische Vollblutmusikerin und Sängerin Yinet Rojas Cardona lassen im Duo ihre Seelen verschmelzen und präsentieren einen sprudelnden musikalischen Cocktail aus kubanischem Rum, globalem Pop und Bavaria. Ihr neuester Song samt Video „Dahoam is überoi“ darf als grundsätzliche Herzensbotschaft verstanden werden.
Der Song geht direkt ins Ohr und in den Bauch. Das liegt zum einen an dem frischen und mitreißenden Sound von CubaBoarisch 2.0, aber auch am emotionalen Thema: „Wo is unser Dahoam, wo kea ma denn hi, wer bin i?“ Zum Glück gibt es darauf eine klare Antwort: „Dahoam is überoi, aufm Gipfel oder drunt im Tal, von Kuba bis nach Tirol, in Miami, in Rio, am Panamakanal.“ Und so lebt das Video auch von kurzen Clips zum Thema Heimat der kosmopolitischen Fangemeinde rund um den Erdball. Egal ob im Video oder live auf der Bühne: ein Genuss für Ohren und Augen!
Marinus Wagner und Philipp Treichl blasen dazu virtuos einen bayerisch-südamerikanischen Marsch, Boris von Johnson heizt mit flotten Latinrhythmen an der Percussion die Stimmung an, Csaba Schmitz lässt seine Drumsticks ebenso dazu tanzen wie Peter Rutz seine Händen auf dem Piano, während der so coole wie erdig-alpine Groove von Funk- und Soulbassist Bernhard Lackner direkt in die Hüfte geht!
So fließen derzeit im Chiemgau die Wasser der Alpenseen mit denen von Karibik und Pazifik zusammen und sprudeln einen frischen Wellengang daher, auf dem sich herrlich surfen lässt. Selbstverständlich mit einem lässigen Hüftschwung!
Und wer weiß, an welchen musikalischen und geografischen Ufern CubaBoarisch 2.0 noch anlanden wird. In unserer globalisierten Welt vermählen sich Tradition und Moderne aus verschiedensten Kulturen herrlich miteinander.
http://www.cubaboarisch2-0.de

Einlass 19:00 Uhr

Passau

25.06.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 26,30 €
Bernd Lafrenz: Hamlet frei - komisch nach Shakespeare - Open Air
Was dem Goethe sein Gründgens ist dem Shakespeare sein Lafrenz – zumindest für den Freund der gepflegten Kleinkunst. Denn statt den Theatertempel sucht Bernd Lafrenz die Intimität der Kabarettbühne für seine freigeistigen Adaptionen der Shakespeare-Klassiker. Heute steht übrigens „Hamlet“ auf dem Spielplan.
Rache und Intrige – normalerweise ist der Stoff, aus dem Shakespeares „Hamlet“ ist, ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse: Ein Bruder- und Vatermord, den der Sohn und Thronfolger sühnen soll und der schließlich nach allerhand Ränke und Klingenkreuzen selbst sein Leben verliert. Garniert ist das Ganze natürlich noch mit Freundschaft und Liebe – die Handlung des Bühnenklassikers mit dem berühmten Zitat von Sein oder Nichtsein ist jedem Theaterfreund bekannt.
„Der Rest ist Schweigen“, könnte man nun den Prinzen zitierend schließen, wenn die „Hamlet“-Aufführung nicht etwas ganz Besonderes wäre: Bernd Lafrenz spielt Hamlet. Und den Geist des ermordeten Vaters auch. Darüber hinaus den Mörder Claudius. Und den Freund Laertes. Und natürlich auch die Mutter Gertrude und die geliebte Ophelia. Nicht zu vergessen: Regie führt er natürlich auch.
Man könnte meinen, dass Bernd Lafrenz einen Lieblingscharakter hat. Aber wenn, rückt er damit nicht heraus. Der immobile Prinz, der sein Königreich gegen ein Pferd tauschen möchte, der pfiffige Hofnarr Yorick, die verzweifelte Ophelia, der altersschwache Geist – sämtliche Rollen gibt er mit der gleicher Intensität und Hingabe.
Heute also „Hamlet“ – natürlich ohne Gewähr, dass auch jedes Wort so bei Shakespeare steht! Hier ist das Spiel wichtiger als Kulisse und Requisite; und vielleicht kann Lafrenz genau deswegen mit vielen eingestreuten Pointen und freien Assoziationen seinen Helden ein Leben einhauchen, dessen Vitalität eine große Bühne fast zwangsläufig schuldig bleiben muss.
Zumal auch diesmal die Zuschauer mitwirken und als akustische Statisten für die Geräuschkulisse sorgen dürfen: „Machen Sie jedes Geräusch, das sie auf der Bühne erkennen“, braucht Lafrenz auch gar nicht lange zu ermuntern: Schon murmeln die Ostseewellen, ist es schaurige Nacht mit Eulenruf oder tratscht das Volk über die Königin.

Kurzum: Das Kleinkunstpublikum kommt also einmal mehr in den Genuss von Wandlungsfähigkeit und Überzeugungskraft des Künstlers, der sich nach und nach den ganzen Shakespeare einverleibt, um ihn in gelungenen Ein-Personen-Stücken im Stile der Commedia dell’arte auf die Bühne zu zaubern.
Einverleiben ist hierbei übrigens ein treffendes Wort, denn wo andere Mimen eine Rolle spielen und sich mit eben diesem Charakter zur Gänze identifizieren dürfen, ja müssen, da hat Lafrenz gleich das ganze Personal zu spielen: Hier kämpft er nicht gegen einen anderen, sondern muss quasi mit sich selbst ringen. Aber dies bedeutet, dem Stück sicherlich um einiges näher zu kommen als ein normaler Protagonist. Und Shakespeare natürlich auch, entsprangen die vielen Helden und Antihelden, die Lafrenz in (s)einer Person einfängt, weiland doch ebenfalls nur einem kreativen Geist… (Jan-Geert Wolff, Kulturjournalist)





Pressestimmen


Hamlet: diesmal Komik statt Tragik
Zum La Piazza-Auftakt lieferte der Kabarettist Bernd Lafrenz den Knüller

„Sein oder nicht sein“ war nicht die Frage, denn „dabeisein“ war einfach alles, als der Vollblutschauspieler Bernd Lafrenz seinen „Hamlet – frei komisch nach Shakespeare“ im De-Opera-Zelt zum besten gab.
Begeisterte Zuschauerbeteiligung kennt man eigentlich nur aus dem Kasperl- und Kindertheater, doch was sich im Zelt abspielte, war das Nonplusultra des interaktiven Theaters. Sechseinhalb Stunden dauert der Hamlet, warnte Lafrenz, aber die hätte man locker abgesessen, denn was der Komödiant auf der Bühne in zwei Stunden zum besten gab, sucht in der bundesdeutschen Kleinkunstszene seinesgleichen. Bernd Lafrenz ist alles in einer Person, hehrer Hamlet, aufreizende Gertrude, dümmlicher Claudius, pubertäre Ophelia, rächender Laertes und allwissender Horatio.
…Bei dieser Persiflage auf seinen ganz ernst gemeinten „Hamlet, Prinz von Dänemark“ muß sich der gute alte William Shakespeare nicht im Grabe umdrehen – dazu hätte er bei diesem Nonstop-Angriff auf die Lachmuskeln auch gar keine Gelegenheit.
Die Bitte an Bernd Lafrenz lautet: Unbedingt wiederkommen…

AUGSBURGER ALLGEMEINE


„Hamlet“ bringt das Zelt am Wasserturm zum Beben
Zuschauer amüsieren sich köstlich über Bernd Lafrenz und seine verrückte Shakespeare-Version

ROTTWEIL (wdb) – Wenn es stimmt, dass Lachen gesund ist, dann müßte es sowas wie Bernd Lafrenz auf Krankenschein geben: Was der Freiburger Schauspieler am Mittwoch im „Ferienzauber“-Zelt bot, war Komik vom Feinsten. Komik – oder auch gespieltes Comic….
… Dass Gestik und Mimik des Schauspielers das Ihre dazu taten, um aus dem Spektakel eine runde Sache zu machen, es wäre noch zu erwähnen. Ds heisst in diesem Zusammenhang: bewusste Übertreibung einzelner Merkmale der Figuren bis zur lebenden Karikatur – ein Comical eben. Kein Wunder, dass nach zwei Stunden Lachen eine ganze Reihe der über 300 Zuschauer den Schaupieler mit einer „standing ovation“ bedachte.

SÜDWESTPRESSE



Ein schamlos schöner Hamlet zum Mitmachen
Bernd Lafrenz: Premiere fürs Kom(m)ödchen

Es war beides: eine Premiere im und eine Premiere fürs Kom(m)ödchen. Bernd Lafrenz heißt der Mann, der seit Montag allabendlich durch das ehrwürdige Haus am Grabenplatz fegt. Ein Schauspieler, der nicht für sondern mit dem Zuschauer spielt. Ein Komödiant, ganz im Sinne Shakespeares: frech, vulgär und schamlos. Schön schamlos…

ZEITUNG FÜR DÜSSELDORF



Ein Heidenspaß mit Tiefgang
Mit vollem Ernst Theater nicht ernst genommen

Minden. Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage, die sich William abgewandelt stellen mag: Mein oder nicht mein, das ist hier die Frage. Denn wenn William am Donerstagabend aus seinem Himmelfensterchen in den Innenhof des BZA geblickt haben sollte, wäre er höchst erstaunt gewesen. Sein Hamlet nämlich nahm sich in der Gestalt von Bernd Lafrenz (aus Freiburg – Frei…burg…!) die Frecheit heraus, sich am Ende nicht den zahlreichen Leichen einträchtig zuzugesellen, sondern – par bleu – am Leben bleiben zu wollen, ha!…
…Apropos Theater: Das wird während der ganzen Aufführung parodiert. Ein Mann spielt das ganze Hamlet-Stück, kaum zu glauben, aber wahr….
…Der tiefgründige Ernst des Stückes, aber auch oft die anmaßende Besitzergreifung durch das „klassische“ Theater werden auf die Schippe genommen. Das alles in einer respektheischenden Konzentrations-und Energieleistung des Schauspielers Bernd Lafrenz, der sein Metier aus dem ff beherrscht. So etwas von Präsenz auf der Bühne habe ich nicht oft miterleben können. Präsenz, die Situationen schafft, die an den Text gebunden sind; Präsenz, die zu spontaner Reaktion und Improvisation fähig ist.
Mit vollem Ernst Theater nicht ernst genommen: So entstand pralles Theater…

MINDENER TAGEBLATT


„Ihr seid jetzt ein Orchester“
„Hamlet“ tobte durch die Publikumsreihen im KITO

Vegesack (iek). …Ein Hamlet, wie man ihn wohl noch nie gesehen hatte, betrat da die KITO-Bühne und mit ihm die ebenfalls von ihm dargestellten Mitwirkenden des tragikomischen Spektakels. Dazu gestikulierte und stimmte das Publikum ein ganzes Orchester mit einem fröhlichen „Umbaba, Umbaba“ an, und spätestens da wusste jeder, es würde ein Hamlet werden, der nur wenig mit dem Original zu tun hatte. …
… Lafrenz nahm sein Publikum voll ein. Es hatte keine Chance, dem Spektakel zu entkommen, und die Frage des Abends war nicht „Sein oder Nichtsein?“, eher schon „Mitmachen oder nicht Mitmachen?“ Alle kamen auf ihre Kosten. …
…Wer so genial in europäischen Theatertragödien herumstochert und sie so hinreissend interpretiert, der darf sich nicht wundern, wenn’s einem so richtig gefällt!

DIE NORDDEUTSCHE, BREMEN
Original "Winzer-Express" mit Bio-Weinprobe - Planwagenfahrt
ORIGINAL „WINZER-EXPRESS“ MIT BIO-WEINEN
Gemeinsam fahren wir durch die Weinberge Bad Dürkheims und des Weingutes. Erleben Sie auf unterhaltsame Weise, Weinproduktion nach Bioland/Ecovin und Dynamie direkt vom Winzer.
Unser BIOLAND-Weingut bietet Ihnen auf dem Planwagen, direkt in den Weinbergen, die Chance die verspielte Fruchtaromatik mit deutlicher Sortenidentität unserer Riesling-, Sauvignon Blanc- und Chardonnay-Weine zu erleben.
„Learning by doing“ heißt für uns, Sie erschmecken die Philosophie und Nachhaltigkeit des Weinmachens durch Probieren unserer BIO-Weine.
Zum Terroir gehören der Niederschlag, die Rebsorte, das Mikroklima des Standorts und die Kunst des Winzers. Bei der Planwagenfahrt mit 5- oder 6- teiliger Weinprobe erfahren Sie einiges darüber.
Der Planwagen wird von einem Weinbergstraktor gezogen und deshalb können Sie mit uns auch durch die Weinberge bis hoch nach Leistadt fahren – der Sonne am nächsten.
Ob eine Firmenveranstaltung, ein Familienfest oder der klassisch fröhliche Junggesellenabschied - wir möchten Ihnen ein paar weinselige und erlebnisreiche Stunden bieten. Der Planwagen ist rundum geschlossen und somit für jede Wetterlage geeignet.
DAUER: ca. 3 Stunden
Voranmeldung erforderlich
ANMELDESCHLUSS: Mittwoch 17:00 Uhr
TREFFPUNKT: Weingut Zumstein
TEILNEHMERZAHL: Mind. 10 Personen
Termin kann mangels Teilnehmerzahl abgesagt werden
Auf dem Planwagen ist Maskenpflicht und Abstand einzuhalten unter Vorgabe des Veranstalters!

Termin kann mangels Teilnehmerzahl abgesagt werden. Maskenpflicht und Abstand!
blacksheep Festival 2021 Kombiticket
Das blacksheep Festival ist keineswegs das „schwarze Schaf“ unter den Open Airs. Vielmehr überzeugt es mit einem stilistisch abwechslungsreichen Programm und einem internationalen Line-up, das sich sehen lassen kann. Hier geben sich weltbekannte Musiker und regionale Künstler das Mikro in die Hand, ganz getreu dem Motto „Talents meet Legends“.

Seit 2014 kehrt das blacksheep Festival im Jahresrhythmus in den Bonfelder Schlosshof zurück. Das Festivalgelände trägt mit seiner tollen Kulisse zu einer wunderbaren Atmosphäre bei. Neben den Bühnenacts und einem Kids Club sorgen zudem Straßenmusiker und Walking Acts für beste Unterhaltung. Ein abwechslungsreiches Catering und ein idyllischer gelegener VIP-Bereich unter alten Nussbäumen runden das mehrtägige Event ab.

Beim blacksheep Festival treffen Talente auf Legenden, die auf den Bühnen ein Potpourri an Pop, Rock und Folk, Country, Americana und deutsche Liedermacher bereithalten. Lasst Euch das Spektakel rund um das Bonfelder Schloss nicht entgehen und erlebt mit mehreren Tausend musikbegeisterten Besuchern ein einmaliges Konzerterlebnis!

Alle Infos unter
http://www.blacksheep-kultur.de


English

The backsheep festival is not the black sheep"among the open air festivals. Rather, it convinces with a stylistically varied program and an impressive international line up. Here, worldwide well known groups and newcomer bands are playing at the same stage, true to the motto "talents meet legends".

Since 2014, the blacksheep festival returns every year to the Bonfeld castle courtyard and parc. The festival area with its great scenery contributes to a wonderful atmosphere. In addition to the stage acts and a kids club, street musicians and walking acts provide the best entertainment. Varied catering and an idyllic VIP area under old walnut trees complete the whole event.

At the blacksheep festival, talents meet legends, who hold a potpourri of pop, rock and folk, country, Americana and German singer/songwriting on stage. Do not miss the spectacle around Bonfeld Castle and be part of a unique concert experience with thousands of music loving visitors!

Read more at http://www.blacksheep-kultur.de

Das Festival wird auf den 23. bis 25. Juni 2022 verschoben

Bad Rappenau-Bonfeld

25.06.2021
18:00 Uhr
Tickets
BLB: Die listigen Weiber von Windsor PREMIERE

Sir John Falstaff, ein in die Jahre gekommener, verarmter Adliger, hält sich immer noch für einen unwiderstehlichen Frauenhelden. Damit überschätzt er sich maßlos, will daraus aber Kapital schlagen. In Windsor, wo er mit seinem Titel noch Eindruck schindet, wirbt er gleich um zwei Frauen, um Margret Page und Alice Ford, die beide mit wohlhabenden Männern verheiratet sind. Falstaff will sich mit ihnen zum Rendezvous treffen und schreibt ihnen leidenschaftliche Briefe, der Einfachheit halber mit gleichem Text. Pech für ihn, dass die Frauen gute Freundinnen sind und sie den Schwindel schnell durchschauen. Die umworbenen Gattinnen machen sich einen Spaß daraus, Falstaff gleich drei Mal in die Falle zu locken und ihn schließlich öffentlich bloßzustellen. Nebenbei verpassen sie dem eifersüchtigen Frank Ford einen Denkzettel.
Wir zeigen Shakespeares Komödie als sommerliches Theatervergnügen unter freiem Himmel mit fünf Schauspielern, die in zahlreiche Rollen schlüpfen und dabei auch flugs Röcke gegen Hosen tauschen und umgekehrt.


William Shakespeare

Trotz intensiver Forschung weiß man nur wenig über das Leben von Shakespeare. Bis heute ranken sich abenteuerliche Theorien um den Dramatiker, Lyriker und Schauspieler, der vermutlich am 26. April 1564 in Stratford-upon-Avon getauft wurde und dort am 23. April 1616 starb. Unbestritten ist jedoch, dass er bis heute zu den faszinierendsten und bedeutendsten Dichtern des Abendlandes zählt.

Pink Punk Pantheon - Die kabarettistische Karnevalsrevue

Ein Virus geht um.
Die Welt ein Maskenball, aber ohne Tanzen und Singen!
Der Rest ist Schweigen.
Und hinter den Masken treiben nun die Ungeister der Zeit umso ungestörter ihr Unwesen: Die Trumps und Lukaschenkos, die Orbans und Erdogans, die Rechtspopulisten und Reichsflaggenschwenker, Terroristen und Opportunisten feiern ihre Geisterstunde.
Aber keine Angst. Es regt sich Widerstand!
Fassnacht und Fastelovend waren immer dazu da, die bösen Geister zu vertreiben. Und so haben Fritz und Hermann, der kleinste aber kämpferischste Elferrat der Welt, und ihre Gefolgschaft sich dieser Tradition fest verschrieben: "Widerstandskräfte zu stärken, ist das Gebot der Stunde!", so Fritz auf der letzten Vorstandssitzung, bei der eine Reihe widerstandserprobter Getränke gereicht wurden, ... das Sitzungsprotokoll ist deshalb etwas lückenhaft ...aber am Ende dann die gute Nachricht:

"Wir haben einen Impfstoff! Das erlösende Lachen!"

Ihr könnt es schon hören, je mehr ihr euch dem Pantheon in Beuel, der Insel der Glückseligkeit, dem neuen Impfzentrum der Republik nähert. Und wir brauchen dafür keine Spritze, keine Lockerungen oder Lockdowns, und schon gar nicht light, denn es gibt nichts Ungesünderes als light Produkte! Allenfalls eine verlockende Getränkekarte und uns alle zusammen, natürlich mit anständigem Abstand!

Verlachen wir gemeinsam die bösen Geister!
Mer laache se kapott!

Mit:
Beate Bohr, Gabi Busch, Aischa-Lina Löbbert, Maryam Yazdtschi, Norbert Alich, Ben Beracz, Gerd Beracz, Volker Büdts, Tunç Denizer, Rainer Pause, Sangit W. Plyn, Hagen Range, Massimo Tuveri, Gerhard Vieluf.
Regie: Stephan Ohm

www.facebook.com/Pink-Punk-Pantheon-1508374899209757/


INFOS ZUM VORVERKAUF FÜR PINK PUNK PANTHEON

wie man so sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, und unsere ist im Moment, dass unsere Karnevalsrevue PINK PUNK PANTHEON 2021 stattfinden kann, für die wir den Online-Vorverkauf nun gestartet haben. Um es vorab zu sagen: Sollten die Vorschriften die Durchführung doch nicht ermöglichen, werden Ihnen die Eintrittsgelder ohne Abstriche und Probleme automatisch umgehend erstattet, da wir diesmal nur über unser eigenes System verkaufen und es keine Probleme mit Drittanbietern geben wird!

- Die Karten können ausschließlich online, d. h. allein hier über das Buchungssystem auf der homepage des Pantheon erworben werden.


Unter Einhaltung der momentan geltenden Abstands- und Hygieneregeln wird alles etwas anders als sonst sein, aber wir haben uns um höchste Bequemlichkeit für Sie bemüht. Das gilt selbstverständlich auch bereits für den Vorverkauf, deshalb hier einige Infos, die Sie wissen sollten, bevor Sie zur Kartenbuchung schreiten:

- Pro Veranstaltung bieten wir Ihnen gegenüber "normalen" Jahren nur etwa die Hälfte der Plätze im großen Pantheon-Saal an..

- Es wird durch die Vorgabe der coronabedingt notwendigen Kontaktdatennachverfolgung dieses Mal tischweise und damit platzgenau gebucht werden, Sie wissen also im Vorfeld, wo Sie sitzen werden.


- Es werden keine Einzelplätze, sondern nur komplette Tische (Zweier-, Vierer- und Fünfer-Tische) verkauft. An den 2er, 4er und 5er-Tischen gilt selbstverständlich, dass dort Personen aus maximal 2 Haushalten sitzen dürfen, Sie sollten sich deshalb vor der Ticketbuchung bereits passend zur Tischgröße verabreden, denn die entsprechenden Adressdaten müssen bereits bei der Buchung angegeben werden. Auch das dient ja letztendlich ihrem Schutz unter den Regeln der Kontaktdatennachverfolgung.


- Auch wenn es durch die tischgenaue Buchung am jeweiligen Abend dann erfreulicherweise keinen "Sturm" auf die besten Plätze geben wird, möchten wir Sie bitten, am Veranstaltungsabend trotzdem früh vor Ort zu sein, denn wir brauchen die Zeit, um Ihnen die Laufwege und einige Regeln ganz persönlich und in Ruhe zu erklären, damit Sie sich und die anderen Zuschauer am ganzen Abend zu schützen wissen und so die Veranstaltung auch wirklich rundum geniessen können. Wir brauchen natürlich auch mehr Zeit als sonst, Sie vor Vorstellungsbeginn noch mit Getränken an Ihrem Platz versorgen zu können, denn an den Theken wird man leider ebenfalls aus Gründen des Schutzes wohl nicht bestellen können.


- Die Eintrittspreise haben gemessen am Einzelticketpreis das Niveau des Vorjahres. Allerdings wird es wegen der Besucherbegrenzung keine Ermäßigungen geben können:
ein Tisch mit 2 Plätzen inklusive Vorverkaufsgebühren: 94,50
ein Tisch mit 4 Plätzen inklusive Vorverkaufsgebühren: 189,-
ein Tisch mit 5 Plätzen inklusive Vorverkaufsgebühren: 236,25

- ein kleiner Tipp: auch wenn es keine Studenten-/Schülerermäßigungen geben kann in diesem Jahr, so werden doch die Stehtische mit Barhockern sowie die 2er-Plätze auf Barhockern entlang der Saaltheke um einiges preiswerter als die normalen Stuhlplätze angeboten.

TURANDOT

Man erzählt sich so allerlei.
Dass der Kaiser von China eine männermordende Monsterbestie zur Tochter habe, die ihn zwinge, ohne Ende Krieg zu führen mit rachedürstenden Vätern aus aller Herren Länder. Andere munkeln was von herrschaftlicher Strategie: Die »Bestie« sei reine Erfindung, um sich einer feindlichen Übernahme durch ausländische Prinzen zu erwehren. Der Faktencheck ergibt: Wer immer wähnte (und das waren viele), sein erlauchter Kopf samt der darin befindlichen Hirnkapazität prädestiniere ihn zum nächsten Kaiser von China (während man realiter zu blöd war, die Rätsel einer Frau zu lösen) - fand sich am Ende ohne (Kopf & Weib).

Wir halten fest: Kaiser, Tochter, Freier. Quiz, Kopf ab, Krieg.
Klingt reichlich verfahren. Zeit für ein neues Narrativ. Zeit für LIEBE.
So etwa: Einer (ein Prinz, was sonst, aber ein seines Throns Beraubter) sieht ein Bild und ist hin. (Im Ernst? Verknallt in ein Bild?) Pfeift fortan auf Kopf und Leben (und Militärkarriere). Tod oder Turandot! Dann die Begegnung. Sie: Antlitz verhüllt. Da kann er nicht sehen, was er nicht sehen soll: Dass auch sie »hin« ist.

Mögen die Spiele beginnen!
Die Gladiatoren kämpfen um nicht weniger als ihr Leben.

mit Arno Friedrich | Melda Hazirci | Mario Linder | Margrit Carls | Theresa Bendel

Regie Andreas Seyferth Assistenz Tanja Goldmann Übersetzung/Fassung Margrit Carls Raum Peter Schultze Kostüm Johannes Schrödl Klangdesign Kai Taschner Lichtdesign Jo Hübner Technik Max Reitmayer/Marie Aynim

 

DER CLUB DER TOTEN DICHTER

DER CLUB DER TOTEN DICHTER
von Tom Schulman
Inszenierung Joern Hinkel
Europäische Erstaufführung 25. Juni 2021/ 21:00 Uhr
Stiftsruine Bad Hersfeld
 
Zum ersten Mal wird auf einer europäischen Bühne DER CLUB DER TOTEN DICHTER  nach dem Oscar-prämierten Film von Peter Weir als Schauspiel gezeigt.
 
Intendant Joern Hinkel ist es gelungen, die Rechte für die europäische Erstaufführung des Hollywood-Erfolges zu bekommen: „Das Theaterstück, das er selbst auf Grundlage seines Drehbuchs verfasste, wurde bisher ausschließlich in den Vereinigten Staaten gezeigt. Für die europäische Erstaufführung schreibe ich in Zusammenarbeit mit dem Autor Tom Schulman eine eigene Fassung für die große Bühne der Bad Hersfelder Stiftsruine.“
 
Der Ehrenkodex der Elite-Akademie Welton im konservativen Neuengland der 60er Jahre lautet: „Tradition! Ehre! Disziplin! Leistung!“ Eigenständiges Denken und Kritik sind nicht erwünscht, Verweigerung wird hart sanktioniert. John Keating, der neue Englischlehrer, der selbst einmal in Welton die Schulbank gedrückt hat, wirkt wie ein Exot in diesem engen Konzept: mit unkonventionellen Methoden fordert er seine Schüler zu selbständigem Handeln und freiem Denken auf. Er inspiriert sie dazu, den CLUB DER TOTEN DICHTER zu gründen, sich in einer Höhle im Wald gegenseitig Gedichte vorzulesen, und so beginnen sie, ihren bislang strikten Gehorsam in Frage zu stellen. Selbst, als der Konflikt mit der Schulleitung eskaliert und Neils Vater seinem Sohn die Teilnahme an einer Schultheater-Aufführung verbietet, selbst als alles zur schlimmst möglichen Katastrophe führt, lassen sich Keatings Schüler nicht davon abbringen, ihren eigenen Weg weiterzugehen.
 
Joern Hinkel: „`Poesie, Schönheit, Romantik und Liebe sind die Freuden unseres Lebens´, sagt der unorthodoxe Lehrer Keating und lässt seine Schüler auf Schreibtische steigen, damit sie die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Er versucht, ihre individuellen Stärken zu fördern, sie zu eigenständig denkenden Persönlichkeiten zu erziehen. Die Schüler berufen den CLUB DER TOTEN DICHTER in einer Höhle ein, tragen sich gegenseitig selbst geschriebene Gedichte vor, und nicht nur ihr Blick auf die Welt, nein ihr ganzes Leben beginnt sich zu ändern. - Der Film hatte vor dreißig Jahren eine ungeheure Wirkung auf die Menschen und beeinflusste Generationen von Lehrern und Schülern. Ich freue mich, wenn wir den CLUB DER TOTEN DICHTER in der Stiftsruine wieder einberufen und lebendig werden lassen.“
 
Vor dreißig Jahren ließ Tom Schulman seine eigenen Erlebnisse an der Montgomery Bell Academy in ein Drehbuch einfließen und setzte seinem Englischlehrer darin ein Denkmal.
Für sein Buch gewann er 1990 zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den César und den Oscar.
 
Informationen zum Thema Corona finden Sie auf unserer Homepage.
 
 
 
 

Das Dschungelbuch

Musical ab 5 Jahren nach Rudyard Kipling

Die Abenteuer des kleinen Mowgli, der im Dschungel aufwächst, faszinieren Groß und Klein. Ohne den tolpatschigen Bären Baloo und dem strengen Panter Bagheera wäre er verloren, sie retten den übermütigen Jungen aus manch brenzligen Situationen.Seinem Erzfeind Shere Khan muss Mowgli aber selbst die Stirn bieten. Dabei nutzt er das Geheimnis der "roten Blume" und entdeckt die Welt außerhalb des Dschungels.

Regie Christian H.Voss | Musikalische Leitung Philipp Polzin | Choreographie Kerstin Ried | Bühne Heike Meixner | Kostüm Heike Meixner/ Monika Seidl

 

Bad Vilbel

25.06.2021
14:00 Uhr
blacksheep Festival 2022 - Freitag (Normalticket + VIP optional)
Das blacksheep Festival ist keineswegs das „schwarze Schaf“ unter den Open Airs. Vielmehr überzeugt es mit einem stilistisch abwechslungsreichen Programm und einem internationalen Line-up, das sich sehen lassen kann. Hier geben sich weltbekannte Musiker und regionale Künstler das Mikro in die Hand, ganz getreu dem Motto „Talents meet Legends“.

Seit 2014 kehrt das blacksheep Festival im Jahresrhythmus in den Bonfelder Schlosshof zurück. Das Festivalgelände trägt mit seiner tollen Kulisse zu einer wunderbaren Atmosphäre bei. Neben den Bühnenacts und einem Kids Club sorgen zudem Straßenmusiker und Walking Acts für beste Unterhaltung. Ein abwechslungsreiches Catering und ein idyllischer gelegener VIP-Bereich unter alten Nussbäumen runden das mehrtägige Event ab.

Beim blacksheep Festival treffen Talente auf Legenden, die auf den Bühnen ein Potpourri an Pop, Rock und Folk, Country, Americana und deutsche Liedermacher bereithalten. Lasst Euch das Spektakel rund um das Bonfelder Schloss nicht entgehen und erlebt mit mehreren Tausend musikbegeisterten Besuchern ein einmaliges Konzerterlebnis!

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The backsheep festival is not the black sheep"among the open air festivals. Rather, it convinces with a stylistically varied program and an impressive international line up. Here, worldwide well known groups and newcomer bands are playing at the same stage, true to the motto "talents meet legends".

Since 2014, the blacksheep festival returns every year to the Bonfeld castle courtyard and parc. The festival area with its great scenery contributes to a wonderful atmosphere. In addition to the stage acts and a kids club, street musicians and walking acts provide the best entertainment. Varied catering and an idyllic VIP area under old walnut trees complete the whole event.

At the blacksheep festival, talents meet legends, who hold a potpourri of pop, rock and folk, country, Americana and German singer/songwriting on stage. Do not miss the spectacle around Bonfeld Castle and be part of a unique concert experience with thousands of music loving visitors!

Read more at http://www.blacksheep-kultur.de

Beginn: 18:50 Uhr

Der VVK für das Festival 2022 startet am 26.06.2021. Ticketabwicklung 2020/2021: https://www.blacksheep-kultur.de/tickets2020/

Bad Rappenau-Bonfeld

25.06.2021
18:00 Uhr
Tickets
ab 57,00 €