Samstag, 10.07.2021
um 20:00 Uhr

Freilichtbühne Peißnitz
Birkenallee - Peißnitzinsel
06108 Halle (Saale)





Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben’s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.

Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.

Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.

Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.

Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.

Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.

Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Fotos: Franziska Schrödinger

http://www.agentour.org * Einlass: 18:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

LISA ECKHART
LISA ECKHART - "Die Vorteile des Lasters"

Saal 2 - bestuhlt, nummeriert, 2 Kat.

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat,war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen,Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganzunerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursündeenterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indemman sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubtund somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei.Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten dieTrägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Undkein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden.

Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen?
Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden?
Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten?
Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird manzum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

"Die Vorteile des Lasters"

Karlsruhe

29.05.2020
19:30 Uhr
LISA ECKHART
LISA ECKHART - "Die Vorteile des Lasters"

Saal 2 - bestuhlt, nummeriert, 2 Kat.

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat,war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen,Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganzunerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursündeenterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indemman sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubtund somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei.Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten dieTrägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Undkein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden.

Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen?
Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden?
Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten?
Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird manzum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

"Die Vorteile des Lasters"
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Lisa Eckhart
Die Vorteile des Lasters

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Einlass: 19:00 Uhr
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Lisa Eckhart
Die Vorteile des Lasters

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Einlass: 19:00 Uhr
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Lisa Eckhart, Die Vorteile des Lasters

Jetzt mal ehrlich, Sünden hatten auch was Gutes, oder? In Lisa Eckharts Worten: „Es war nicht alles schlecht unter Gott.“ Worte, die wir uns übrigens mit einem Hauch von steirischem Akzent vorstellen müssen, dazu mit dieser spöttisch-trockenen, kristallklaren Ironie der Eckhart, mit einer charmanten trunkenen Nüchternheit, verführerisch souverän und provokant im Ton, immer hübsch spitz noch eins obendrauf, aber zurück zum Thema. Was gab es denn einstmals zu beichten? Ohlala, welche Fülle. Allein die Todsünden rückten zu siebt an, wenn man wollte, eine verderblicher als die andere. Heut dagegen gilt jedes Laster längst als gesellschaftsfähig. Vorbei die Zeit, als man mit Völlerei oder Wutausbrüchen noch In-der-Hölle-Brat-Punkte sammeln konnte. Eitelkeit gründet Facebook-Gruppen, und selbst die Unzucht ist nicht mehr, was sie einmal war. Auf diese Weise ist uns die schlimmste aller Strafen auf Erden geblieben: Langeweile macht sich breit, freudlose Öde. Ein echter Kick muss dringend her! Frische Laster braucht die Welt. Lisa Eckhart als Wort-Feuerwerkerin hat dafür sündende Ideen. Geizig werden, aber richtig! Seid maßlos statt spaßlos! Los auf, zur Hölle! Schon sind wir nach Herzenslust dabei, wie in alten Zeiten, es ist zum Lachen einfach. Unser Zwerchfell schmerzt zwar a bissl, doch das nehmen wir wollüstig in Kauf. Dank´schön, Applaus, und schnell ein Küss-die-Hand, bevor sie wieder fort ist!

„Maliziöses Lächeln, böse Reime und geschliffener Vortrag sind Markenzeichen von Lisa Eckhart“ (Süddeutsche Zeitung)

Einlass: 19.00 Uhr

Markgröningen

24.09.2020
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Lisa Eckhart, Die Vorteile des Lasters

Jetzt mal ehrlich, Sünden hatten auch was Gutes, oder? In Lisa Eckharts Worten: „Es war nicht alles schlecht unter Gott.“ Worte, die wir uns übrigens mit einem Hauch von steirischem Akzent vorstellen müssen, dazu mit dieser spöttisch-trockenen, kristallklaren Ironie der Eckhart, mit einer charmanten trunkenen Nüchternheit, verführerisch souverän und provokant im Ton, immer hübsch spitz noch eins obendrauf, aber zurück zum Thema. Was gab es denn einstmals zu beichten? Ohlala, welche Fülle. Allein die Todsünden rückten zu siebt an, wenn man wollte, eine verderblicher als die andere. Heut dagegen gilt jedes Laster längst als gesellschaftsfähig. Vorbei die Zeit, als man mit Völlerei oder Wutausbrüchen noch In-der-Hölle-Brat-Punkte sammeln konnte. Eitelkeit gründet Facebook-Gruppen, und selbst die Unzucht ist nicht mehr, was sie einmal war. Auf diese Weise ist uns die schlimmste aller Strafen auf Erden geblieben: Langeweile macht sich breit, freudlose Öde. Ein echter Kick muss dringend her! Frische Laster braucht die Welt. Lisa Eckhart als Wort-Feuerwerkerin hat dafür sündende Ideen. Geizig werden, aber richtig! Seid maßlos statt spaßlos! Los auf, zur Hölle! Schon sind wir nach Herzenslust dabei, wie in alten Zeiten, es ist zum Lachen einfach. Unser Zwerchfell schmerzt zwar a bissl, doch das nehmen wir wollüstig in Kauf. Dank´schön, Applaus, und schnell ein Küss-die-Hand, bevor sie wieder fort ist!

„Maliziöses Lächeln, böse Reime und geschliffener Vortrag sind Markenzeichen von Lisa Eckhart“ (Süddeutsche Zeitung)

Einlass: 19.00 Uhr
LISA ECKHART - "Die Vorteile des Lasters"
Ihre Worte sind messerscharf, ihre Gedankenspiele explosiv: Wenn Lisa Eckhart mit rabenschwarzem Humor über ihr Publikum fegt, hinterlässt sie nicht nur verbrannte Erde – sondern in den rauchenden Köpfen ihrer Zuhörer auch die Gewissheit, dass hier gerade eine der besten Kabarettistinnen am Werk ist.

1992 erblickte die Wort-Akrobatin im österreichischen Leoben das Licht der Welt. Nach ihrer Schulzeit in Graz zog es sie nach Wien, Paris, London und Berlin. Während ihres Studiums entdeckte sie den Poetry Slam für sich und avancierte innerhalb kürzester Zeit zum gefeierten Star der Szene. Das reichte ihr aber nicht. Kurzerhand eroberte sie auch noch das österreichische Kabarett. Kaum jemand kann mit schwarzem Humor und dunkelster Satire so gut jonglieren wie Lisa Eckhart. Wortgewandt philosophiert sie über die Vorteile des Kannibalismus und deckt Zusammenhänge zwischen ISIS und Ösis auf.

Wandeln Sie mit dieser einzigartigen Künstlerin am Abgrund der Salonfähigkeit. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Wer Kabarett mag, wird Lisa Eckhart lieben!

Die Veranstaltung wird auf den hier angezeigten Termin verschoben.

Essen

09.05.2020
20:00 Uhr
Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben’s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.

Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.

Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.

Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.

Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.

Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.

Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Fotos: Franziska Schrödinger

http://www.agentour.org * Einlass: 17:30 Uhr

Dresden

09.06.2021
19:30 Uhr
Tickets
ab 27,40 €
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Lisa Eckhart
Die Vorteile des Lasters

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles,
was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle
zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein
noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der
Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr
schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So
fand der Spaß ein jähes Ende.
Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in
den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu
genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht.
All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter
liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht
gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt
das Mittelmaß.
Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den
eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu
werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie
verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie
wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?
Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Einlass: 18:30 Uhr
Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben’s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.

Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.

Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.

Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.

Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.

Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.

Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Fotos: Franziska Schrödinger

http://www.agentour.org * Einlass: 19:00 Uhr

Leipzig

11.07.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 30,70 €
Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters - Stalburg Theater in der Alten Oper
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau. Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat. Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog. Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers. Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters. Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders. Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Einlass ab 19 Uhr

Vom 16.11.20 auf den 07.09.21 verschoben. Vom kleinen Mozartsaal in den Großen Saal, Alte Oper Ffm verlegt.

Frankfurt am Main

16.11.2020
20:00 Uhr
Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters - Stalburg Theater in der Alten Oper
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau. Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat. Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog. Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers. Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters. Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders. Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Einlass ab 19 Uhr

Vom 16.11.20 auf den 07.09.21 verschoben. Vom kleinen Mozartsaal in den Großen Saal, Alte Oper Ffm verlegt.
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.
Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.
Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?
Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau. Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat. Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog. Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers. Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters. Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders. Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

http://www.lisaeckhart.com

Würzburg-Veitshöchheim

12.09.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 21,00 €
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.
Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.
Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?
Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau. Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat. Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog. Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers. Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters. Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders. Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

http://www.lisaeckhart.com

Würzburg-Veitshöchheim

10.09.2020
20:00 Uhr
LISA ECKHART - Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden.

Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen?
Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden?
Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten?
Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Ihre Worte sind messerscharf, ihre Gedankenspiele explosiv: Wenn Lisa Eckhart mit rabenschwarzem Humor über ihr Publikum fegt, hinterlässt sie nicht nur verbrannte Erde – sondern in den rauchenden Köpfen ihrer Zuhörer auch die Gewissheit, dass hier gerade eine der besten Kabarettistinnen am Werk ist.

1992 erblickte die Wort-Akrobatin im österreichischen Leoben das Licht der Welt. Nach ihrer Schulzeit in Graz zog es sie nach Wien, Paris, London und Berlin. Während ihres Studiums entdeckte sie den Poetry Slam für sich und avancierte innerhalb kürzester Zeit zum gefeierten Star der Szene. Das reichte ihr aber nicht. Kurzerhand eroberte sie auch noch das österreichische Kabarett. Kaum jemand kann mit schwarzem Humor und dunkelster Satire so gut jonglieren wie Lisa Eckhart. Wortgewandt philosophiert sie über die Vorteile des Kannibalismus und deckt Zusammenhänge zwischen ISIS und Ösis auf.

Wandeln Sie mit dieser einzigartigen Künstlerin am Abgrund der Salonfähigkeit. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Wer Kabarett mag, wird Lisa Eckhart lieben!


Quelle: Reservix
Foto: Franziska Schrödinger

Einlaß 19:00 Uhr

Gera

16.12.2020
20:00 Uhr
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden.

Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen?
Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden?
Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten?
Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.
Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben’s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.

Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.

Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.

Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.

Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.

Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.

Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Fotos: Franziska Schrödinger

http://www.agentour.org * Einlass: 19:30 Uhr

Cottbus

10.03.2021
20:00 Uhr
Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben’s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.

Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.

Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.

Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.

Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.

Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.

Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Fotos: Franziska Schrödinger

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Cottbus

05.02.2022
20:00 Uhr
Tickets
ab 28,50 €
Lisa Eckhart: Die Vorteile des Lasters
Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben’s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.

Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.

Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.

Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.

Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.

Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.

Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Fotos: Franziska Schrödinger

http://www.agentour.org * Einlass: 19:00 Uhr

Jena

18.03.2022
20:00 Uhr
Tickets
ab 28,50 €
Lisa Eckhart - Die Vorteile des Lasters
VOR DEM THEATERVERGNÜGEN EMPFEHLEN WIR: SPEISEN IM SCHARFRICHTERRESTAURANT ODER IM ROMANTISCHEN ARKADENINNENHOF (NUR 10 MIN. FUßWEG VOM REDOUTENSAAL ENTFERNT). MONTAG BIS SAMSTAG AB 17 UHR
TISCHRESERVIERUNG ERBETEN UNTER 0851 - 35 900

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles,
was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle
zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein
noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der
Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr
schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So
fand der Spaß ein jähes Ende.
Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in
den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu
genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht.
All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter
liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht
gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt
das Mittelmaß.
Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den
eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu
werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie
verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie
wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?
Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.

Einlass: 19:00 Uhr
Lisa Eckhart - "Die Vorteile des Lasters"
Lisa Eckhart „Die Vorteile des Lasters“

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden.

Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen?
Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden?
Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten?
Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.
Lisa Eckhart - "Die Vorteile des Lasters"
Lisa Eckhart „Die Vorteile des Lasters“

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende.

Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben´s schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß.

Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden.

Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen?
Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden?
Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten?
Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt?

Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.
Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat.
Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.
Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.
Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters.
Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders.
Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.