Donnerstag, 08.07.2021
um 20:00 Uhr






Kennen Sie das? Man wacht auf und ist schon wieder. Gähnt und wundert sich womöglich. Ein Weg ohne Weiser. Gibt es einen Auftrag? Also erst mal ein Pferd besorgt und los. Den Weg kreuzen skurrile Figuren, Tiere, Pflanzen, Landschaften, Imbissbuden, das rege Treiben des Ozeans. Wenn nicht der Mensch nur immer diese Unzulänglichkeiten und Widersprüche in sich hätte… Darüber wird manch einer manisch oder verbissen. Manch einer kapituliert. Manche werden ironisch, andere lächerlich. Es ist eben nichts identisch mit sich selbst. Und dann ist da ja auch noch diese Sache mit der verfluchten Existenz.

Flucht nach vorn in die Verausgabung. Ins Spiel! Zweckfrei, lächerlich, unverkäuflich, dieser Abend, an dem scheinbar Sinnloses zur puren Poesie gerinnt.


Die skurril-absurden Texte der Münchner Autorin und Musikerin Verena Richter bilden das Zentrum dieser Reise, in welche Sie einzutauchen hiermit eingeladen sind. Man muss manches hinter sich lassen. Vor allem: Lamento.

mit Melda Hazirci, Peter Papakostidis, Sarah Schuchardt

Regie Arno Friedrich Assistenz Kalinca Vicente Texte Verena Richter & Ensemble Bühne & Kostüm Claudia Karpfinger & Katharina Schmidt Licht Jo Hübner

 


Eventdaten bereitgestellt von: Kulturkurier

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TURANDOT

Man erzählt sich so allerlei.
Dass der Kaiser von China eine männermordende Monsterbestie zur Tochter habe, die ihn zwinge, ohne Ende Krieg zu führen mit rachedürstenden Vätern aus aller Herren Länder. Andere munkeln was von herrschaftlicher Strategie: Die »Bestie« sei reine Erfindung, um sich einer feindlichen Übernahme durch ausländische Prinzen zu erwehren. Der Faktencheck ergibt: Wer immer wähnte (und das waren viele), sein erlauchter Kopf samt der darin befindlichen Hirnkapazität prädestiniere ihn zum nächsten Kaiser von China (während man realiter zu blöd war, die Rätsel einer Frau zu lösen) - fand sich am Ende ohne (Kopf & Weib).

Wir halten fest: Kaiser, Tochter, Freier. Quiz, Kopf ab, Krieg.
Klingt reichlich verfahren. Zeit für ein neues Narrativ. Zeit für LIEBE.
So etwa: Einer (ein Prinz, was sonst, aber ein seines Throns Beraubter) sieht ein Bild und ist hin. (Im Ernst? Verknallt in ein Bild?) Pfeift fortan auf Kopf und Leben (und Militärkarriere). Tod oder Turandot! Dann die Begegnung. Sie: Antlitz verhüllt. Da kann er nicht sehen, was er nicht sehen soll: Dass auch sie »hin« ist.

Mögen die Spiele beginnen!
Die Gladiatoren kämpfen um nicht weniger als ihr Leben.

mit Arno Friedrich | Melda Hazirci | Mario Linder | Margrit Carls | Theresa Bendel

Regie Andreas Seyferth Assistenz Tanja Goldmann Übersetzung/Fassung Margrit Carls Raum Peter Schultze Kostüm Johannes Schrödl Klangdesign Kai Taschner Lichtdesign Jo Hübner Technik Max Reitmayer/Marie Aynim

 

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