Samstag, 20.03.2021

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+++English down below+++

In ihrer Performance „Superversammlung/superassemblage“ versammelt SEE! ungehörte, marginalisierte, verhöhnte und verstummte Stimmen. Jeder einzelne Chor, der in jedem*r Performer*in zusammenkommt, murmelt, flüstert, singt, lacht, schreit auf und verschafft sich Raum. Diesen Versammlungen errichtet SEE! ein performatives Klangmonument, baut es wieder ab und anschließend wieder auf – immer wieder neu, für jede Stimme, für jeden Sound, für jede Verstummung. Fremdartig anmutende Bewegungen, nie gehörte Stimmflächen und Ausrufungen mischen sich unter vertraute Worte, Gesten und Posen. Grenzen verschwimmen. Vexierbilder verflechten sich. Die Geister der Vergangenheit tummeln sich mit den Stimmen aus einer visionären Zukunft. Manchmal explodiert etwas, dann knallt oder raucht es. Und schon sind sie da, die Gesellschaften in jeder*m Einzelnen von uns.

Das Kölner Kollektiv SEE! setzt sich zusammen aus den Choreografinnen und Künstlerinnen SE Struck und Alexandra Knieps, die in Kooperation mit einem festen Team von Musiker*innen, Tänzer*innen und Künstler*innen anderer Sparten eine Gruppe formieren, um mit Performances und Installationen Räume zu besetzen.

Dauer: ca. 45 Min.

Bitte beachten: Um ein bestmögliches Hörerlebnis zu garantieren, empfehlen wir während der Online-Performance Kopfhörer zu tragen.

In their performance “Superversammlung/superassemblage”, SEE! assemble unheard, marginalised, ridiculed and silenced voices. Every single choir that accumulates in every single performer* murmurs, whispers, sings, laughs, cries out and makes space for themselves. SEE! erects a performative sound monument for these congregations, dismantling it again, only to subsequently rebuild it – new, again and again, for each voice, for every sound, for every silencing. Unfamiliar seeming movements, never before heard voicescapes and exclamations collate with known words, gestures and poses. Boundaries blur. Picture puzzles intertwine. The ghosts of the past scrimmage with the voices from a visionary future. Sometimes some things explode, and then, it detonates, or smoke billows. And here they are already, the societies within every single one of us.

Cologne collective SEE! is made up of choreographers and artists SE Struck and Alexandra Knieps who, in cooperation with a set team of musicians*, dancers* and artists* from other genres, comprise a group to occupy spaces with performances and installations.

Please notice: We recommend to wear headphones during the online-performance for the best possible experience.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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HARTMANNMUELLER - "NO FUN"
+++English down below+++

Herzlich willkommen in der Traumwelt von HARTMANNMUELLER. Sie befinden sich inmitten einer Gemeinschaft aus Närr*innen und Clowns. Wundern Sie sich, warum Sie direkt angesprochen werden? Die Antwort ist einfach: Wir wollen Ihnen nahe sein. Denn wir brauchen Sie für diese Reise in die sehr persönliche Gefühlswelt von „NO FUN“. Klingt das absurd? Ist es auch. Wir tanzen den allerletzten Tanz. Welch ein Dilemma! Hört sich das dramatisch an? Ist es auch. Denn ja, die Zeiten sind hart und auch wir versuchen einen Weg für uns zu finden. Eine Bitte: Gehen Sie mit uns auf diese Reise. Nehmen Sie sich Ihren Freiraum. Denn darum geht es, sich frei zu fühlen. Also, Närr*innen dieser Welt, vereinigt Euch!

Die Arbeiten von HARTMANNMUELLER sind gekennzeichnet durch die Suche nach neuen Ausdrucksformen, die von filmischen und popkulturellen Ästhetiken beeinflusst sind. In den vergangenen sechs Jahren entstanden sieben Bühnenproduktionen zwischen Tanz, Performance und bildender Kunst, die sich durch Humor und Ernsthaftigkeit zugleich auszeichnen. HARTMANNMUELLER wurde 2011 von Simon Hartmann und Daniel Ernesto Mueller gegründet, die sich während des Studiums an der Folkwang Universität der Künste in Essen kennenlernten. 2021–2023 erhalten HARTMANNMUELLER erstmals die Spitzenförderung des Landes NRW, mit der sie eine neue künstlerische Phase beginnen: Hartmann und Mueller verlassen in „NO FUN“ die für ihre Arbeiten bisher übliche Doppelfunktion als Choreografen und Darsteller und arbeiten erstmals ausschließlich als Choreografen.

Dauer: ca. 70 Min.


Hello and welcome to HARTMANNMUELLER’s dream world. You are right amongst a community of jesters* and clowns*. Do you wonder why you are being addressed directly? The answer is simple: We would like to be close to you. Because we need you for this voyage into that very personal emotional experience that is “NO FUN”. Does that sound absurd? Well, it is. We dance the very last dance. What a dilemma! Does this sound dramatic? Well, it is. Because, yes, times are hard, and we, too, attempt to find a path for ourselves. One request: Please accompany us on this journey. Take your own space. Because this is all about feeling free. So, jesters* of the world, unite!

HARTMANNMUELLER’s works are characterised by their search for new forms of expression that draw their influences from film and pop culture aesthetics. Over the course of the last six years, they came up with seven stage productions situated between dance, performance and the visual arts that were all equally marked by humour as well as seriousness. HARTMANNMUELLER was founded by Simon Hartmann and Daniel Ernesto Mueller in 2011, the two having met during their studies at the Folkwang University of the Arts in Essen. For the 2021 -2023 period, HARTMANNMUELLER are recipients of the Support Grant for Excellence of the State of North Rhine-Westphalia for the first time, and they will enter a new artistic phase with it: Hartmann and Mueller leave their double functions as both choreographers and performers, so typical for their works up to now, in “NO FUN”, working exclusively as choreographers for the first time.
Artmann&Duvoisin - "Umzug in eine vergleichbare Lage"
+++English down below+++

Was bedeutet es, Zeitzeug*in zu sein? Welche besonderen Mittel haben Tänzer*innen, Zeitgeschehen zu bezeugen und zu dokumentieren? Und wie wird dieses Dokumentieren zu einer politischen Handlung? In Anlehnung an „News Animations“ der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Simone Forti hören und verarbeiten Artmann&Duvoisin die Körperlichkeit von Radionachrichten. Sie erforschen den Weg vom Wort über die Sprache zur Geste, die den Körper einnimmt und damit den Worten eine physische Realität verleiht. Während sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus in den EU-Ländern verbreitet, befinden sich an den europäischen Grenzen tausende geflüchtete Menschen unter katastrophalen Bedingungen, über deren Situation nur unzureichend berichtet wird. Artmann&Duvoisin suchen nach dem Potenzial eines Tanzens über die Nachrichten, um Formen von Entmenschlichung einerseits spürbar zu machen und diese zugleich durch tänzerische Handlung und die Präsenz der Performer*innen auf der Bühne herauszufordern. Die Performer*innen agieren dabei sowohl als Archiv der Geschehnisse als auch der spezifischen Lage, aus der heraus die Geschehnisse erlebt oder aus der Ferne bezeugt werden. Kann ein körperlicher Zugang zu medial bezeugtem Zeitgeschehen jenseits von vergeblichen Versuchen der Einfühlung oder immersivem Voyeurismus aktivierend wirken?

„Umzug in eine vergleichbare Lage“ überlagert tänzerische Handlungen mit einer live gesprochenen, akustisch verstärkten und verfremdeten Textmontage. Fast unmerklich entsteht dadurch eine Verschiebung zwischen Fürsorglichkeit und Grausamkeit, zwischen Solidarisierung und Ausgrenzung, die das Publikum mit den Atmosphären und Brüchen des vergangenen Frühjahrs konfrontiert.

Artmann&Duvoisin, das sind Elsa Artmann und Samuel Duvoisin, waren zuletzt 2018 mit „Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden“ zu Gast am tanzhaus nrw. In ihren Arbeiten erforschen sie Formen kollektiver Komposition. Mit ihrem Herangehen, das den Umgang miteinander als zentralen kompositorischen Antrieb nutzt, blicken sie auf Konzepte von Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen. Ihre Ausbildung erhielten sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln.

Dauer: 70 Min.

What does it mean to be a contemporary*? What are the specific means that dancers* can employ to witness and document contemporary events? And how does this documentation turn into political action? Following “New Animations” by US-American dancer and choreographer Simone Forti, Artmann&Duvoisin listen to and process radio news. They explore the route from the word, passing language, to the gesture that takes over the body, imparting physical reality to the words.

While coronavirus spread throughout the EU countries in the spring of 2020, thousands of people seeking refuge sat at the European borders, enduring catastrophic conditions, and their situation remains as yet insufficiently covered. Artmann&Duvoisin seek out the potential of a dance about the news, to make forms of dehumanisation palpable on the one hand, while at the same time challenging them through danced actions and the performers’* presence on stage. The performers act as both the archive of events as well as of the specific situation from which one experiences the events, or from which one can attest to these events from afar. Can a physical approach to media-related contemporary events yield action beyond futile attempts of empathy or immersive voyeurism?

“Umzug in eine vergleichbare Lage” superimposes a live spoken-word text montage, acoustically amplified and distorted, onto dance actions. From this, a shift, almost imperceptibly, between solicitousness and cruelty, between solidarity and ostracism, emerges, confronting the audience with the atmospheres and cracks of the past spring.
Elsa Artmann and Samuel are Artmann&Duvoisin have most recently guested at tanzhaus nrw with “Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden” (“Would you have invented family by you own free will?”) in 2018. They explore forms of collective composition in their works. With their approach, utilising our contact with each other as a central compositional impulse, they gaze at concepts of community that influence our political climate. They were educated at the Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig/ Academy of Fine Arts Leipzig and at the Centre for Contemporary Dance Cologne.
Artmann&Duvoisin - "Umzug in eine vergleichbare Lage"
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Was bedeutet es, Zeitzeug*in zu sein? Welche besonderen Mittel haben Tänzer*innen, Zeitgeschehen zu bezeugen und zu dokumentieren? Und wie wird dieses Dokumentieren zu einer politischen Handlung? In Anlehnung an „News Animations“ der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Simone Forti hören und verarbeiten Artmann&Duvoisin die Körperlichkeit von Radionachrichten. Sie erforschen den Weg vom Wort über die Sprache zur Geste, die den Körper einnimmt und damit den Worten eine physische Realität verleiht. Während sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus in den EU-Ländern verbreitet, befinden sich an den europäischen Grenzen tausende geflüchtete Menschen unter katastrophalen Bedingungen, über deren Situation nur unzureichend berichtet wird. Artmann&Duvoisin suchen nach dem Potenzial eines Tanzens über die Nachrichten, um Formen von Entmenschlichung einerseits spürbar zu machen und diese zugleich durch tänzerische Handlung und die Präsenz der Performer*innen auf der Bühne herauszufordern. Die Performer*innen agieren dabei sowohl als Archiv der Geschehnisse als auch der spezifischen Lage, aus der heraus die Geschehnisse erlebt oder aus der Ferne bezeugt werden. Kann ein körperlicher Zugang zu medial bezeugtem Zeitgeschehen jenseits von vergeblichen Versuchen der Einfühlung oder immersivem Voyeurismus aktivierend wirken?

„Umzug in eine vergleichbare Lage“ überlagert tänzerische Handlungen mit einer live gesprochenen, akustisch verstärkten und verfremdeten Textmontage. Fast unmerklich entsteht dadurch eine Verschiebung zwischen Fürsorglichkeit und Grausamkeit, zwischen Solidarisierung und Ausgrenzung, die das Publikum mit den Atmosphären und Brüchen des vergangenen Frühjahrs konfrontiert.

Artmann&Duvoisin, das sind Elsa Artmann und Samuel Duvoisin, waren zuletzt 2018 mit „Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden“ zu Gast am tanzhaus nrw. In ihren Arbeiten erforschen sie Formen kollektiver Komposition. Mit ihrem Herangehen, das den Umgang miteinander als zentralen kompositorischen Antrieb nutzt, blicken sie auf Konzepte von Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen. Ihre Ausbildung erhielten sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln.

Dauer: 70 Min.

What does it mean to be a contemporary*? What are the specific means that dancers* can employ to witness and document contemporary events? And how does this documentation turn into political action? Following “New Animations” by US-American dancer and choreographer Simone Forti, Artmann&Duvoisin listen to and process radio news. They explore the route from the word, passing language, to the gesture that takes over the body, imparting physical reality to the words.

While coronavirus spread throughout the EU countries in the spring of 2020, thousands of people seeking refuge sat at the European borders, enduring catastrophic conditions, and their situation remains as yet insufficiently covered. Artmann&Duvoisin seek out the potential of a dance about the news, to make forms of dehumanisation palpable on the one hand, while at the same time challenging them through danced actions and the performers’* presence on stage. The performers act as both the archive of events as well as of the specific situation from which one experiences the events, or from which one can attest to these events from afar. Can a physical approach to media-related contemporary events yield action beyond futile attempts of empathy or immersive voyeurism?

“Umzug in eine vergleichbare Lage” superimposes a live spoken-word text montage, acoustically amplified and distorted, onto dance actions. From this, a shift, almost imperceptibly, between solicitousness and cruelty, between solidarity and ostracism, emerges, confronting the audience with the atmospheres and cracks of the past spring.
Elsa Artmann and Samuel are Artmann&Duvoisin have most recently guested at tanzhaus nrw with “Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden” (“Would you have invented family by you own free will?”) in 2018. They explore forms of collective composition in their works. With their approach, utilising our contact with each other as a central compositional impulse, they gaze at concepts of community that influence our political climate. They were educated at the Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig/ Academy of Fine Arts Leipzig and at the Centre for Contemporary Dance Cologne.
Artmann&Duvoisin - "Umzug in eine vergleichbare Lage"
+++English down below+++

Was bedeutet es, Zeitzeug*in zu sein? Welche besonderen Mittel haben Tänzer*innen, Zeitgeschehen zu bezeugen und zu dokumentieren? Und wie wird dieses Dokumentieren zu einer politischen Handlung? In Anlehnung an „News Animations“ der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Simone Forti hören und verarbeiten Artmann&Duvoisin die Körperlichkeit von Radionachrichten. Sie erforschen den Weg vom Wort über die Sprache zur Geste, die den Körper einnimmt und damit den Worten eine physische Realität verleiht. Während sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus in den EU-Ländern verbreitet, befinden sich an den europäischen Grenzen tausende geflüchtete Menschen unter katastrophalen Bedingungen, über deren Situation nur unzureichend berichtet wird. Artmann&Duvoisin suchen nach dem Potenzial eines Tanzens über die Nachrichten, um Formen von Entmenschlichung einerseits spürbar zu machen und diese zugleich durch tänzerische Handlung und die Präsenz der Performer*innen auf der Bühne herauszufordern. Die Performer*innen agieren dabei sowohl als Archiv der Geschehnisse als auch der spezifischen Lage, aus der heraus die Geschehnisse erlebt oder aus der Ferne bezeugt werden. Kann ein körperlicher Zugang zu medial bezeugtem Zeitgeschehen jenseits von vergeblichen Versuchen der Einfühlung oder immersivem Voyeurismus aktivierend wirken?

„Umzug in eine vergleichbare Lage“ überlagert tänzerische Handlungen mit einer live gesprochenen, akustisch verstärkten und verfremdeten Textmontage. Fast unmerklich entsteht dadurch eine Verschiebung zwischen Fürsorglichkeit und Grausamkeit, zwischen Solidarisierung und Ausgrenzung, die das Publikum mit den Atmosphären und Brüchen des vergangenen Frühjahrs konfrontiert.

Artmann&Duvoisin, das sind Elsa Artmann und Samuel Duvoisin, waren zuletzt 2018 mit „Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden“ zu Gast am tanzhaus nrw. In ihren Arbeiten erforschen sie Formen kollektiver Komposition. Mit ihrem Herangehen, das den Umgang miteinander als zentralen kompositorischen Antrieb nutzt, blicken sie auf Konzepte von Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen. Ihre Ausbildung erhielten sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln.

Dauer: 70 Min.

What does it mean to be a contemporary*? What are the specific means that dancers* can employ to witness and document contemporary events? And how does this documentation turn into political action? Following “New Animations” by US-American dancer and choreographer Simone Forti, Artmann&Duvoisin listen to and process radio news. They explore the route from the word, passing language, to the gesture that takes over the body, imparting physical reality to the words.

While coronavirus spread throughout the EU countries in the spring of 2020, thousands of people seeking refuge sat at the European borders, enduring catastrophic conditions, and their situation remains as yet insufficiently covered. Artmann&Duvoisin seek out the potential of a dance about the news, to make forms of dehumanisation palpable on the one hand, while at the same time challenging them through danced actions and the performers’* presence on stage. The performers act as both the archive of events as well as of the specific situation from which one experiences the events, or from which one can attest to these events from afar. Can a physical approach to media-related contemporary events yield action beyond futile attempts of empathy or immersive voyeurism?

“Umzug in eine vergleichbare Lage” superimposes a live spoken-word text montage, acoustically amplified and distorted, onto dance actions. From this, a shift, almost imperceptibly, between solicitousness and cruelty, between solidarity and ostracism, emerges, confronting the audience with the atmospheres and cracks of the past spring.
Elsa Artmann and Samuel are Artmann&Duvoisin have most recently guested at tanzhaus nrw with “Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden” (“Would you have invented family by you own free will?”) in 2018. They explore forms of collective composition in their works. With their approach, utilising our contact with each other as a central compositional impulse, they gaze at concepts of community that influence our political climate. They were educated at the Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig/ Academy of Fine Arts Leipzig and at the Centre for Contemporary Dance Cologne.
SEE! - "Superversammlung/superassemblage - online version"
+++English down below+++

In ihrer Performance „Superversammlung/superassemblage“ versammelt SEE! ungehörte, marginalisierte, verhöhnte und verstummte Stimmen. Jeder einzelne Chor, der in jedem*r Performer*in zusammenkommt, murmelt, flüstert, singt, lacht, schreit auf und verschafft sich Raum. Diesen Versammlungen errichtet SEE! ein performatives Klangmonument, baut es wieder ab und anschließend wieder auf – immer wieder neu, für jede Stimme, für jeden Sound, für jede Verstummung. Fremdartig anmutende Bewegungen, nie gehörte Stimmflächen und Ausrufungen mischen sich unter vertraute Worte, Gesten und Posen. Grenzen verschwimmen. Vexierbilder verflechten sich. Die Geister der Vergangenheit tummeln sich mit den Stimmen aus einer visionären Zukunft. Manchmal explodiert etwas, dann knallt oder raucht es. Und schon sind sie da, die Gesellschaften in jeder*m Einzelnen von uns.

Das Kölner Kollektiv SEE! setzt sich zusammen aus den Choreografinnen und Künstlerinnen SE Struck und Alexandra Knieps, die in Kooperation mit einem festen Team von Musiker*innen, Tänzer*innen und Künstler*innen anderer Sparten eine Gruppe formieren, um mit Performances und Installationen Räume zu besetzen.

Dauer: ca. 45 Min.

Bitte beachten: Um ein bestmögliches Hörerlebnis zu garantieren, empfehlen wir während der Online-Performance Kopfhörer zu tragen.

In their performance “Superversammlung/superassemblage”, SEE! assemble unheard, marginalised, ridiculed and silenced voices. Every single choir that accumulates in every single performer* murmurs, whispers, sings, laughs, cries out and makes space for themselves. SEE! erects a performative sound monument for these congregations, dismantling it again, only to subsequently rebuild it – new, again and again, for each voice, for every sound, for every silencing. Unfamiliar seeming movements, never before heard voicescapes and exclamations collate with known words, gestures and poses. Boundaries blur. Picture puzzles intertwine. The ghosts of the past scrimmage with the voices from a visionary future. Sometimes some things explode, and then, it detonates, or smoke billows. And here they are already, the societies within every single one of us.

Cologne collective SEE! is made up of choreographers and artists SE Struck and Alexandra Knieps who, in cooperation with a set team of musicians*, dancers* and artists* from other genres, comprise a group to occupy spaces with performances and installations.

Please notice: We recommend to wear headphones during the online-performance for the best possible experience.